Das Wut- und Trauertopic

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  • Ich würde gerne von anderen wissen ob eventuell ich selbst fehler machte, oder ich zu doll auf das Thema eingegangen bin, oder ich eventuell doch den Anschein zum Verharmlosen des Chant's erweckt haben könnte, ohne es selbst zu merken. Ich hoffe ich konnte alles richtig wieder geben. Wenn es Fragen dazu gibt versuche ich sie zu beantworten.

    Nein, ich finde es ist absolut okay und ich halte es für richtig diesen Kontext zu geben. Alles gut gemacht!

  • Gamato

    Finde es auch gut, dass du hier Grenzen setzt und aufzeigst, dass du nicht jede Aussage einfach für wahr nimmst. Dass du das recherchiert hast, zeigt mir persönlich nur, dass du die Frage ernst genommen hast und eine fundierte Ansicht dazu äußern wolltest und nicht einfach ein kumpelhaftes "Ja, ja, schlimm sowas". Was du schilderst, klingt für mich nach einem respektvollen Austausch und wenn andere solchen komplexen Themen "nebenbei" ansprechen, liegt das Problem nicht bei dir, wenn du versuchst, dem Kontext gerecht zu werden. Völlig unabhängig davon, was jetzt am Ende wessen Meinung ist und um was es geht.


    Erinnert mich irgendwie daran, dass ich auch schon mal bei Themen, wo über andere Personen oder Gesellschaftsschichten negativ berichtet wird, gesagt bekommen habe, wieso ich "eine Diskussion wegen wildfremder Menschen" vom Zaun breche (= hinterfrage, recherchiere etc.), anstatt der mit mir verwandten/befreundeten Person zuzustimmen und zwischenmenschliche Harmonie zu bewahren. Kann das so nicht nachvollziehen und mir wäre ein Gesprächspartner wie du persönlich dann lieber.

  • @Alaiya

    Bastet

    Cassandra


    Ich will euch danken, das hat mich sehr aufgemuntert Eure Beiträge zu lesen. Ich war etwas nervös zum Thema weil mein Freund schien etwas verletzt gewesen zu sein, als ich seine Aussagen hinterfragte und es als schwachsinnig betitelte, dass er bis auf den Chant nie auf etwas eingeht und ich dachte dass ich zu weit ging.

    Besonders dir Cassandra möchte ich danken, da deine erweiterten Einblicke und das Teilen deiner eigenen Erfahrung mir ein besseres Verständnis gegeben hat, dass man sich nicht fertig machen sollte, nur weil man etwas Trubel ausgelöst hat und eventuell es auch wichtig sein kann so etwas in kauf zu nehmen, anstatt alles brav abzulächeln.

  • Gamato


    Also ich kann dir sagen, dass imo tatsächlich gute Freundschaften aus manchmal auch etwas hitzigeren Diskussion heraus entstehen und diejenigen, die am Schnellsten zerbrechen, die sind, in denen man sich dauernd nur Recht gibt. Natürlich müssen Grundeinstellungen übereinstimmen, würde jetzt mit niemanden befreundet sein, dessen Ansichten mir zu arg aufstoßen, aber solche kleinen Diskussionen gehören dazu und ein Argument als Schwachsinn zu betiteln ist absolit harmlos lol.

    Es ist nicht so, dass tatsächlich alle einer Meinung sind, aber sich des Friedens Willen keiner traut. Stattdessen reduzieren manche passiv-aggressiv den Kontakt oder er wird abgebrochen.

  • Meine Familie macht mich wütend. Und lässt mich einfach nur beschämt zurück.


    Gestern hatte ich ein Telefonat mit meiner Mum und es lief eigentlich ganz gut, bis sie plötzlich anfing aus heiterem Himmel über meinen Cousin herzuziehen. Ich hab mit ihm schon länger keinen Kontakt mehr, weshalb ich gar nichts konkretes über ihn weiß. Aber meine Mutter schickte mir ein aktuelles Foto von ihm auf dem er als Frau auftritt. Scheinbar ist es so, dass er ab und zu als Frau gekleidet unterwegs ist (ich muss an der Stelle sagen dass ich nicht mal eine Ahnung habe ob er dennoch als Mann wahrgenommen werden will oder ob er trans ist, dafür hatten wir bereits zu lange keinen Kontakt mehr). Ich fand das Foto cool und wenn er/sie sich so wohl fühlt dann ist das wunderbar. Meine Mutter hingegen krähte mich bestimmt 10 Minuten lang zu wie abartig und abnormal das sei, absolut unzumutbar für die Kinder und die Familie die mein Cousin hat. Auf meine Aussage hin dass es doch am allerwichtigsten ist dass er/sie glücklich damit ist, kam nur als Antwort, dass das keine Rolle spielt, so hat man sich als Mann nicht aufzuführen. Und dass sie sich in Grund und Boden geschämt hätte, wäre ihr Vater damals „so rumgerannt“.


    Die ganze Unterhaltung hat mir Tränen in die Augen getrieben und mir einmal aufs Neue aufgezeigt, wie wenig Menschlichkeit und Support ich bei meiner eigenen Familie erwarten kann. Ich hatte erst noch die Hoffnung dass wenigstens mein Vater in der Hinsicht offener wäre, bis ich erfahren habe dass er ihr dieses Foto überhaupt erst hat zukommen lassen, um sich gemeinsam darüber aufzuregen. Ekelhaft. Mehr fällt mir dazu nicht mehr ein.

  • Auf meine Aussage hin dass es doch am allerwichtigsten ist dass er/sie glücklich damit ist, kam nur als Antwort, dass das keine Rolle spielt, so hat man sich als Mann nicht aufzuführen. Und dass sie sich in Grund und Boden geschämt hätte, wäre ihr Vater damals „so rumgerannt“.

    Das Ironische ist ja, wäre ihr Vater so herumgerannt, würde sie vermutlich gar nicht so ein festgefahrenes, toxisches Bild davon haben, wie ein Mann sich zu kleiden hat und wüsste, dass dies ihren Vater auch nicht weniger zu ihrem Vater gemacht hätte. Finde sowas von Frauen zu hören immer doppelt traurig. Machen sich ja irgendwie auch selbst damit runter, wenn ein Mann in "Frauenklamotten" plötzlich eine Schande sein soll. Wieso ist es bei Frauen dann angebracht, dieselben "abartigen" Klamotten zu tragen? Weil sie sowieso schon "Menschen zweiter Klasse sind"? So kommt das zumindest rüber.


    Ich wünsche dir und deinem Cousin noch Einflüsse, die euch akzeptieren, egal wie ihr seid.

    Vielleicht wäre das ja mal eine gute Gelegenheit, wieder Kontakt zu ihm oder ihr aufzubauen?

  • Die ganze Unterhaltung hat mir Tränen in die Augen getrieben und mir einmal aufs Neue aufgezeigt, wie wenig Menschlichkeit und Support ich bei meiner eigenen Familie erwarten kann. Ich hatte erst noch die Hoffnung dass wenigstens mein Vater in der Hinsicht offener wäre, bis ich erfahren habe dass er ihr dieses Foto überhaupt erst hat zukommen lassen, um sich gemeinsam darüber aufzuregen. Ekelhaft. Mehr fällt mir dazu nicht mehr ein.

    Wenn dein Cousin sein Männlichkeitsbild so für ihn definiert und das für sich klar hat ist doch fein. Das ist ja schöne an der Sache, das man das für sich selber herausfinden kann. Und abbartig und unnormal ist das auch keineswegs. Außerdem dürften die Erfahrungen deiner Mutter als Mann sehr begrenzt sein, um zu Wissen was es bedeutet ein Mann zu sein. Wüsste also nicht woher sie diesen Glauben an irgendeinen Expertise für sich hernimmt aber das muss jeder Mann für sich selber entscheiden was und wie er sein möchte.


    Ansonsten brich das Telefonat dann einfach ab, wäre mir zu ermüdend mir meine Stimmung verhageln zu lassen durch solche Aussagen. Dazu kriegt dein Cousin sein Leben mit seiner Familie doch hin und hat dort seinen Rückzugsort. Das wäre das Positive was ich aus dem Gespräch mitnehmen würde und der Rest ist halt nutzloses Gekrähe.

  • Das ist ein ziemlicher kick in die Einerstöcke kann ich mir vorstellen.

    Ich habe die ältere Generation immer als jende wahrgenommen, die Wasser predigen und Wein trinken.

    Es wird sehr oft gepredigt respektvoll zu sein. Meine Eltern selbst beschweren sich oft, dass Kinder einen seltener auf der Straße Grüßen.

    Aber Respekt und Anstand existiert nur, um gut auszusehen, oder selbst Respekt einzufordern, alles andere wird zu tode gelästert.


    Sieht dein Cousin denn hübsch aus in dem Kleid? Ich denke er/sie mag vielleicht auch etwas unsicher sein deswegen, da wäre es vielleicht ne nette Geste, ihm/ihr zu grattulieren, auch wenn man sich vielleicht nicht wirklich sieht.

    Von mir auch Respekt, dass die Person das durchzieht, auch wenn das für die Person vielleicht etwas random ist.


    Ich stimme auch zu, hätte dein Großvater das gemacht, wäre sie sicher mehr chill damit.

    Lass dich nur nicht davon von irgendwas abhalten, ja? Und ich weiß nicht wie weit du mit der anderen Sache bist, aber weiterhin viel Glück.

  • Ich danke euch für eure Rückmeldungen. Ich weiß, dass ich das nicht zu sehr an mich ranlassen sollte und ich weiß auch dass meinen Cousin das generell wenig tangieren wird. Mich hat einfach nur diese gehässige Art und Weise unfassbar aufgeregt, gerade weil es von jemandem kam, der mir eigentlich nahe steht. Da triggert sowas wirklich nochmal anders und ich hatte einfach das Gefühl, das mal rauslassen zu müssen.


    Vielen Dank euch <3

  • Meine Familie macht mich wütend. Und lässt mich einfach nur beschämt zurück.


    Gestern hatte ich ein Telefonat mit meiner Mum und es lief eigentlich ganz gut, bis sie plötzlich anfing aus heiterem Himmel über meinen Cousin herzuziehen. Ich hab mit ihm schon länger keinen Kontakt mehr, weshalb ich gar nichts konkretes über ihn weiß. Aber meine Mutter schickte mir ein aktuelles Foto von ihm auf dem er als Frau auftritt. Scheinbar ist es so, dass er ab und zu als Frau gekleidet unterwegs ist (ich muss an der Stelle sagen dass ich nicht mal eine Ahnung habe ob er dennoch als Mann wahrgenommen werden will oder ob er trans ist, dafür hatten wir bereits zu lange keinen Kontakt mehr). Ich fand das Foto cool und wenn er/sie sich so wohl fühlt dann ist das wunderbar. Meine Mutter hingegen krähte mich bestimmt 10 Minuten lang zu wie abartig und abnormal das sei, absolut unzumutbar für die Kinder und die Familie die mein Cousin hat. Auf meine Aussage hin dass es doch am allerwichtigsten ist dass er/sie glücklich damit ist, kam nur als Antwort, dass das keine Rolle spielt, so hat man sich als Mann nicht aufzuführen. Und dass sie sich in Grund und Boden geschämt hätte, wäre ihr Vater damals „so rumgerannt“.


    Die ganze Unterhaltung hat mir Tränen in die Augen getrieben und mir einmal aufs Neue aufgezeigt, wie wenig Menschlichkeit und Support ich bei meiner eigenen Familie erwarten kann. Ich hatte erst noch die Hoffnung dass wenigstens mein Vater in der Hinsicht offener wäre, bis ich erfahren habe dass er ihr dieses Foto überhaupt erst hat zukommen lassen, um sich gemeinsam darüber aufzuregen. Ekelhaft. Mehr fällt mir dazu nicht mehr ein.



    :ahahaha:


    Was ich nicht verstehe ist, dass diese Leute anscheinend keine Hobbys zu haben scheinen?


    Ich meine, ja, man kann Leute weird finden, vor allem wenn man anders aufgewachsen ist oder einfach keine Berührungspunkte mit einer bestimmten Personengruppe hat und ich bin mir sicher, wenn ich selbst weder queer noch neurodivergent wäre, würde mich weder das eine noch das andere wirklich interessieren tbh (außer ich würde einen Charakter schreiben wollen und natürlich aus neurobiologischer Sicht ist beides sehr interessant), aber dann verbring ich halt meine Zeit halt damit Anime zu schauen, zu schreiben oder Sonstiges anstatt mich über Menschen aufzuregen, die halt keine Berührungspunkte mit mir hätten und die meisten jener Leuten auch per se niemanden etwas aufdrängen bzw. andere in derer Art zu leben einengen wollen. Nun die meisten erzkonservativen und religiösen jedoch wollen ihre Art zu leben im Gesetz verankert haben, sodass ja niemand von dieser Norm abweichen darf, oder sonst mit Konsequenzen zu rechnen hat / hätte.


    Und ich empfinde weder Gender noch Sexualität als wirklich interessante Themen, außerhalb der Neugierde herauszufinden wieso Menschen inherently verschieden ticken, und ich würde mich am liebsten auch im Alltag nicht damit auseinandersetzen, aber man wird von der Gesellschaft so halb dazu gezwungen und halt nie mit in Ruhe gelassen.


    Das ist ein ziemlicher kick in die Einerstöcke kann ich mir vorstellen.

    Ich habe die ältere Generation immer als jende wahrgenommen, die Wasser predigen und Wein trinken.

    Es wird sehr oft gepredigt respektvoll zu sein. Meine Eltern selbst beschweren sich oft, dass Kinder einen seltener auf der Straße Grüßen.

    Aber Respekt und Anstand existiert nur, um gut auszusehen, oder selbst Respekt einzufordern, alles andere wird zu tode gelästert.


    Ich hab den Eindruck recht viele ältere Leute haben keine eigene Agenda entwickelt und einen Plan vorgelegt bekommen, was von ihnen erwartet wird etc., und sind jedes Mal irritiert, wenn jemand anderes sagt "joa, ist mir doch egal was von mir erwartet wird, ich hab andere Pläne."

    Meine Mutter meinte auch mal, sie findet mich seltsam "und das macht man halt einfach nicht, weil es komisch ist", dann hat sie mir erzählt, dass sie verschiedene Hobbies zb ausprobieren wollte, aber irgendwie waren die zu komisch für die Gesellschaft damals, also hat sie es lassen. Dazugesagt sei, dass meine Mom naja... kein besonders starker Charakter ist und dann oft nachgibt und sich untergräbt und so. So auf Charakterebene kommt man dann manchmal auch nicht aus.


    Sie ist jetzt nicht feindlich gesinnt oder so, aber sie findet "das alles halt schon irgendwie komisch" und es sind oft die Menschen, die selbst keine Möglichkeit sehen sich auszudrücken und nicht besonders viel Selbstbewusstsein haben, deswegen treten sie auf andere ein und fühlen sie sich von anderen bedroht, die einfach tun, was sie selbst für richtig halten und was ihnen gefällt.

    Gerade solche Leute verstehen es halt nicht, wenn andere nicht so Milquetoast sind wie sie selbst, aka tun was ihnen gefällt. Ich weiß jetzt nicht wie Yuki s Mom charakterlich so ist, aber das lässt sich halt an vielen feststellen imo.


    Das sehe ich auch oft in Nerdhobbies, bei denen du von Männern liest, die rumheulen, dass Frauen heutzutage so scheiße sind und ihnen nur Böses wollen, ziehen sich alle an wie Schlampen und kennen ihre Rolle als Frau nicht mehr und blubb, queere Menschen sind auch allesamt scheiße etc... dann hab ich mal zwei von denen kennengelernt (halt eher unfreiwillig, weil die grad in derselben Gruppe waren) und die sind die unsichersten Menschen, die man sich vorstellen kann, mit null Selbstbewusstsein. Wenn man sie in Person auf ihre Ansichten anspricht, sagen die halt auch sehr wenig dazu lol.

  • Kennt wer das?


    Andere sagen, ich sei stark und bewundere mich.

    Ich fühle mich nicht stark, eher schwach und erbärmlich. Ich fühle mich als Untermensch. Ich weiß nicht, ob andere das nachvollziehen können. Ich fühle mich wie ein letztes Stück Dreck oder Müll. So sehe ich mich selbst. Ich komm nicht klar mit diesen Unterschiede wie andere mich sehen und wie ich mich fühle. Das ist so widersprüchlich.

  • Was mir häufig auf den Keks geht ist die Tatsache, dass mich manchmal Bekannte mit meinen Problemen alleine lassen.


    Beispiel: Arbeitstechnisch klappt soweit alles, arbeite als Küchenhilfe, aber manche Kollegen sind "kompliziert". (Ich ja auch.)

    Meine Chefin nimmt mich da selten ernst - als ob die zwischenmenschliche "Beziehung" zu den Kollegen egal wäre und meine Eltern pfeiffen auch drauf...

    T.T

    Da möchte man an liebsten hinwerfen - aber ich will auch nicht "aufgeben"!!!


    Bin ich da vielleicht zu empfindlich?


  • Nein, du bist nicht zu empfindlich. Es stört dich und du verstehst nicht, wieso so ein Verhalten/Situation geduldet wird. Aber das Problem ist eben, dass es den Chefs egal ist, wie sich die einzelnen Mitarbeiter fühlen. Die wollen einfach nur, dass das Geschäft läuft, dass die Aufgaben am Ende des Tages erledigt sind. Ob du dann alleine 80% der Arbeit gemacht hast oder alles fair aufgeteilt wurde, ist dabei egal. Er will nichts von Konflikten hören, er will keine Verbesserungsvorschläge.
    So sieht die Wirklichkeit aktuell aus... =/

    Ich finde es gut, dass du nicht aufgeben willst, aber noch wichtiger ist es, dass du deinen Wert kennst und auch drauf achtest, dass deine Grenzen nicht überschritten werden! Denn schließelich müssen wir alle noch bis an unser Lebensende arbeiten gehen und die meisten von uns werden das Rentenalter in "Armut" verbringen müssen. (Mindestlohn und Kluft zwischen Gutverdiener und Midnestlöhner sei Dank <.<).
    Darum entscheide jetzt, was du willst und lass dich nicht für irgendeinen Mist ausbeuten.

    Zur Not gehst du an die Kasse bei Lidl und verdienst dort deine 15€ die Stunde. Es gibt immer alternativen. ^^ Sei da ruhig selbstbewusst und sag, wie du dir dein Arbeitsklima vorstellst. Denn immerhin wirst du die meiste Zeit deiner Woche auf der Arbeit verbringen. Da ist es wichtig, dass du da wenigstens ein "neutrales Gefühl" hast und dich nicht ständig unwohl und nicht ernst genommen fühlst =/

  • Muss mal (etwas länger) ranten...


    Mich ärgert es, wenn Leute nur etwas studieren, weil "damit kann man gutes Geld machen" oder "meine Eltern wollten das" und dann dauernd vorjammern wie scheiße und uninteressant der ganze Stoff ist. Ich finde das furchtbar, wenn Leute nicht tun, was sie lieben, und dann anderen gegenüber ausnutzerisch sein wollen, weil sie selbst nicht durchkommen.

    Jetzt ist da so eine Person, die alle guilttrippen will, weil niemand ihre Arbeit macht. :hmmmm:


    Ich hab eine gewisse Dame in meinem Studium, die sich für keine einzige Vorlesung auch nur im Entferntesten interessiert und dann soll man ihr alles machen, bzw. hab ich den Eindruck, dass sie es nichtmal ansatzweise zu verstehen versucht. Nach gefühlt den ersten drei Minuten kommt dann: "Kann ich nicht, mag ich nicht, will ich nicht, ist eh alles scheiße."

    Hab dann mal nachgefragt wieso sie halt hier ist; Antwort: "Mein Cousin hat einen Job in der IT und der verdient so gut." Super.


    Sie saß neben mir und hat mir ziemlich laut ins Ohr geraunzt: "Ich versteh das nicht, hallo!! Erklär mir das, ich versteh das nicht!!" (und dann mitten unter der Stunde meine Schulter berührt und geschüttelt ...!!? Ich mag es überhaupt nicht plötzlich von Leuten berührt zu werden, mit denen ich nicht befreundet bin und das war ohnehin!!?) - Meine Antwort war halt dementsprechend, dass sie das sein lassen soll. Und paar Minuten daraufhin das Ganze nochmal und nochmal. Meinte ich daraufhin schärfer: "Sei endlich still! Wenn ich selbst nichts höre, versteh ich auch nichts!", und ihr noch zweimal gesagt sie soll mich nicht berühren, und hab mich in der Pause weggesetzt.

    Mitten in den VOs macht sie laut und häufiger Witze darüber wie scheiße das hier alles ist und sie auch nichts kann und wurde schon von Vortragenden dazu verdammt still zu sein (mit mäßigem Erfolg lmao - dachte schon nur ich sei nicht durchsetzungsfähig genug).

    Zuerst fragt sie auch so einzelne Fragen "wie mache ich den Teil?" Man erklärt's und am Ende hat man den Eindruck, dass man ihr die ganze Arbeit machen soll und natürlich will ich niemanden die gesamte Arbeit neben meiner abnehmen. Hab ihr erneut gesagt ich mach ihre Arbeit nicht für sie und ich weiß genau, sie hat wieder wen anderen um seine Arbeit angehauen. Wir haben einen gutmütigen Kerl, aber der hat nun wohl auch genug.


    An manchen Tagen ist sie schon wirklich ein Energie-Vampir. Sie teilt eine längere Zugstrecke am Heimweg mit mir und hat mich freitags für diese Zugstrecke zugejammert, dass alles so schwer sei und alle sind so scheiße und blubb.

    Und ich meinte in etwa: "Ich will mir das nicht die ganze Zeit über anhören." Aber sie jammert halt weiter.

    Einmal hab ich ihr gesagt, dass ich noch etwas bleibe und dann mit meinem anderen Kollegen heimfahren will, weil ich meine Ruhe am Heimweg haben wollte bzw mich mit ihm unterhalten. Hab das dann so gesagt, gab es eine kurze Dramaszene von "Egal wohin ich komme, niemand mag mich!! Nur der Hund ist gut zu mir!!"

    Aber freitags hatten wir die Strecke zusammen und ich bin heimgekommen und hab mal zwei Stunden in Stille genapped, um mich zu erholen, weil mein Kopf fast explodiert ist, bevor ich mit Freunden ausgehen konnte lol

    Btw mich stört es gar nicht, wenn Leute etwas "viel" sind oder einen manchmal "niederreden" und ich bin genauso, dass ich manchmal viel rede und dann etwas "much" rüberkomme, doch es ist so anstrengend, wenn man dauernd nur zugejammert wird.


    Und sobald ich viel rede, bin ich dann irgendwie seltsam. Sie macht sich auch öfters über neurodivergente Eigenschaften der Leute lustig, vielleicht gar nicht bewusst.

    Es würde mich nicht stören, wenn es ein anderer Kontext wäre. In meinem Freundeskreis machen wir Witze über andere autistische und ADHD Leute in unserem Freundeskreis, mich natürlich inkludiert, ... aber nachdem man zum fünften Mal in sehr kurzer Zeit hört, dass man Sheldon oder ein Roboter für sie sei, reicht das. :pinch:

    Manches wäre ja okay, wenn passender Kontext und passende Person. Bei ihr hab ich den Eindruck, dass sie wirklich abwertend denkt "urghs, was mache ich unter den Freaks (jetzt wahrscheinlich auch den Neurotypischen, aber den anderen noch mehr)" und bloß hofft, dass man in dem Beruf sehr schnell zu einem guten Gehalt kommt, während man keine Zeile Code selbst schreibt.


    Dann kommt wieder der Vorwurf "es gibt heutzutage keine echten Freunde mehr, niemand hilft einen mehr und keiner sorgt sich um meine Mental Health", um allen ein schlechtes Gewissen zu machen. Ja okay, was ist mit unserer. :')

    Hab mich am WE mit drei Freunden aus dem Studium getroffen und hatte einen schönen Tag mit ihnen, und wir haben halt auch einiges weitergebracht. Erst wollte sie ebenfalls kommen, aber es wurde ihr halt die Bedingung gestellt die Aufgabe als Grundgerüst schon vorbereitet zu haben und dass wir das nicht übernehmen, weil wir das ja auch vorbereiten um arbeiten zu können. Kam keine Antwort mehr und sie ist halt nicht erschienen; nun wieder Vorwürfe aufkommen sie auszuschließen und dass sie sich abmelden wird.


    Ich bin echt kein Fan davon als Erwachsener in einer Gruppe ein Problem nicht selbst zu lösen, aber wir haben die Situation, also die Untere, nun gemeldet, weil sie gegenüber Lehrenden andeutet, dass sie hängen gelassen wird und sie würde in einer Gruppe ja auch einbringen. Ha lol, wann. Sie hatte eine Abgabe einer Kollegin gestohlen (kein Code, sondern ein Arbeitsprotokoll), und als die ihre ausgegeben.

    Einmal hat sie angedeutet, dass ein Professor sexistisch sei, weil das in der Tech so üblich sei (also unsere Lehrenden sind an sich schon sehr in Ordnung und die Hälfte an Studierenden sind Frauen / female assigned Personen) und sie deswegen bei einer Prüfung durchfiel. Und dann ist mir ein Draht durchgebrannt: DU HAST NICHTS AUSGEFÜLLT. QUIT THE BULLSHIT.


    Fühl mich in die Schule zurückversetzt, hey, ich hab an einer Uni oder Hochschule noch NIE eine solche Person, die das Ausnutzen und Anraunzen so extrem durchgezogen hat, angetroffen. x.x

  • Ich hab eine gewisse Dame in meinem Studium, die sich für keine einzige Vorlesung auch nur im Entferntesten interessiert

    Wenn man sich nicht für IT interessiert und selbst auch neugierig ist, Sachen nachschaut und lernen will, wird der Arbeitsalltag sehr schmerzhaft.

    Die Vorlesungen sind in der Hinsicht für solche Menschen noch die angenehmste Sache.


    Kenne einige Leute, die durch Vitamin B und Jammern sich selbst bis ins Gymnasium unfair durchschlagen konnten. Aber irgendwann ist damit eben auch Schluss.


    Ich hoffe für euren Seelenfrieden, dass sie lieber früher als später merkt, dass das so nichts wird und sich was sucht, das sie wirklich erfüllt.

    Kenne nur wenige Leute, die irgendein Studium/Job nur wegen dem Geld lange durchziehen konnten. Grade IT ist trocken wie das Brot, das ich Schafen gebe, wenn es einen nicht interessiert.

  • Bastet

    Also, ich finde es nicht schlimm ein Studium/Ausbildung zu machen um später viel Geld zu verdienen. Von deiner Kommilitonin finde ich es schlimm wie sie nur am jammern ist.


    Es ist eine Sache eine Studium/Ausbildung anzufangen und später festzustellen das es nichts für einen ist und es dann abbricht, es ist eine andere Sache wenn man nicht so viel Schneid hat das Studium zu beenden, aber alle anderen außer sich selber für die Miesere verantwortlich macht.


    Ich finde es gut das ihr sie gemeldet habt. Bitte bleibt konsequent und lasst euch nicht einnullen. Manche Menschen egal ob Kind, Teenager, Erwachsener brauchen hin und wieder eine KLARE und DEUTLICHE Ansage.


    Du hast oben geschrieben das du kein Fan davon bist wenn Erwachsene ihre Probleme nicht untereinander lösen können, aber solche Dinge werden dir immer und immer wieder passieren.

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    So jetzt muss ich mal etwas ranten und zwar über mich selbst.


    Seit meinem Burn-Out den ich Anfang Juni hatte spielt mein Körper verrückt. Mein Körper reagiert total "weird" wenn ich unter leichtem Stress stehe, es ist so als ob mein Gehirn "freezt". Meine Arbeitszeit habe reduziert und ich nehme auch Medikamente, aber ich habe das Gefühl das es nicht besser wird.


    In meinem Aufgabenbereich arbeite ich zu 90% alleine. Mir war das immer recht, da ich für meine Aufgaben die alleinige Verantwortung haben wollte.


    In den letzten Jahren ist der Workload stark gestiegen und ich habe an manchen Tagen auf die Pausen nicht geachtet. Juni dieses Jahres ist es passiert und ich musste ins Krankhaus. Seitdem achte ich verstärkt auf meinen Körper.


    Zwar hat man mir angeboten dass man ein paar der Aufgaben mit Kollegen teilen kann, aber ich konnte mich bis heute nicht dazu überwinden dem zu zustimmen. Ich bin gerne 100% für meine Aufgaben verantwortlich. Geht etwas schief oder die Qualität ist mies dann kann ich als einzigen nur mich selber blamen, das motiviert mich sehr.

  • Bastet

    Also, ich finde es nicht schlimm ein Studium/Ausbildung zu machen um später viel Geld zu verdienen. Von deiner Kommilitonin finde ich es schlimm wie sie nur am jammern ist.

    Tbh ist es für mich und manch andere dann eher dieser Gedanke von "das entspricht nicht dem akademischen Geist", wenn man nur einen Goldesel in bestimmten Bereichen sieht.

    Bei Kindern und Jugendlichen find ich es auch schrecklich wenn man sie zu Fächern zwingt, die ihnen nicht liegen (was über Grundfertigkeiten hinausgeht), aber Erwachsene suchen sich das ja selbst aus und wenn du ein Studium oder bestimmte Ausbildung beginnst oä., erwartest du ja, dass da Menschen sind, die ebenfalls Interesse mitbringen.

    Man kann aber ohnehin niemanden vorschreiben aus welchen Gründen jemand in ein gewisses Feld möchte. Ich glaub aber nicht, dass die meisten je gut in etwas werden, die nur finanzielle Gründe haben. Wie Vix bereits sagt muss es für Leute, die keinerlei Interesse daran haben, furchtbar trocken sein.


    Was mich runterzieht ist, dass sie eine derart negative Aura hat und alle anraunzt oder eben andere anschwärzt, wenn niemand ihr den ganzen Stoff füttert und finde das auch sehr kindisch. Das hat nun auch einige Zeit funktioniert. Wie gesagt hatte ich das im Studium zuvor nie und meine Kollegen anscheinend auch nicht. ^^' und in der Bio hatte auch jeder seinen eigenen Fortschritt protokolliert, was hier ohnehin auch geschieht.

    Wenn jemand zu dir kommt und sagt "erklär mir das nochmal" (also nach der Vorlesung, nicht einen mittendrinnen ablenkt und ins Ohr jammert und an dir plötzlich rüttelt), dann sagen die meisten "ya sure", bis man sich denkt: "das war so simpel, das wäre eine zwei-Minuten-Suche auf Google gewesen" oder dass es nun sehr häufig passiert.

    Ich würde sonst schon sagen, dass es eine gute Gemeinschaft gibt und ich hab zwei, drei gute Freundschaften gefunden / komm mit den anderen halt normal-kollegial klar. Wir haben hier und da Lerntreffen, zu denen man halbwegs vorbereitet kommt.


    Ich konnte ihr heute Großteils ausweichen und hab nach der letzten Stunde noch mit jemanden bei einem Laden nebenan gegessen, bevor ich heimgefahren bin.

    Fühl mich selbst echt dumm dabei im Erwachsenenalter das so zu tun und einer Person dann auszuweichen, aber ich weiß sonst nicht weiter, weil ein direktes Ansprechen der Dinge (also alles oben Erwähnte) an ihr vorbeigehen.


    Mein Favorit sind ja dann die Leute, die die "alle sagen immer sie würden Mental Health wichtig nehmen, aber wenn es jemanden schlecht geht, lassen sie dich hängen und es gibt keine echten Freundschaften oder keine Hilfsbereitschaft mehr"-Karte ausspielen und by default erwarten, dass andere Menschen unbegrenzte Energie und zeitliche Ressourcen für sie haben und ständig abrufbereit sind. x.x Ich hab auch versucht das so zu erklären, also dass niemand unbegrenzte Ressourcen hat, aber das hilft nicht.

    Also versuch ich ihr Großteils aus dem Weg zu gehen tbh.



    Ich weiß nicht wo du arbeitest, aber in den meisten Bereichen ist halt so gut wie unmöglich zu 90 - 100 % seine Aufgaben alleine zu erledigen.

    War sonst auch öfters so, auch weil ich dann manchmal zu stur bin um Hilfe anzufragen, und hab mir ein System zusammengeschustert von dem ich denke, dass ich einen guten Mittelweg finde: Wenn ich nach eigener Recherche nicht weiter weiß und mir auch nach einer Pause von der Sache nichts einfällt / ich mit der Sache gar nicht weiterweiß, dann frag ich um Hilfe.


    Dasselbe wenn es sich bei dir zeitlich nicht ausgehen sollte deinen Aufgabenbereich alleine zu 90 % erledigen. Die meisten Jobs heutzutage (und eigentlich auch viele Jobs früher) sind so komplex, dass das einfach nicht funktioniert.



    Ich bin gerne 100% für meine Aufgaben verantwortlich. Geht etwas schief oder die Qualität ist mies dann kann ich als einzigen nur mich selber blamen, das motiviert mich sehr.


    Ansonsten ist es für den Ablauf oftmals eher ineffektiv, wenn eine Person mehr an sich nimmt als sie bräuchte.

    Die Frage ist auch, ob du deinen Kollegen nicht traust und weshalb bzw. ob das bei jedem gerechhtfertigt ist ihre Kompetenz zu hinterfragen. Für die Kollegen sieht das dann vielleicht auch so aus, als würdest du niemand anderen zutrauen, dass sie einen Teil deiner Aufgaben übernehmen.


    Sonst können und werden halt auch immer und von jedem, hin und wieder, Fehler passieren und "blamen" brauchst du dich dafür nicht.

    Ähm außer wärst Arzt und hättest jemanden durch einen dummen Fehler gekillt. Sachschäden, (nicht tödliche) Fehler an Produkten etc. kann man hingegen so gut wie immer bereinigen. Und wenn ein Fehler an einem Produkt (zb Auto, Medizinprodukt etc) gefährlich bis tödlich wäre, sind meistens sehr viel mehr Menschen Schuld, als nur einer.

  • Dieser Ärger ist wahrscheinlich im Vergleich zu meinen Vorrednern eher gering, aber ich bin trotzdem stinkig.


    Ich habe mir eine Secondhand Capture Card gekauft (hiess mit Verpackung etc.).


    Jetzt hat das Ding natürlich gar nie funktioniert. Ich hatte es auf mehreren Betriebssystemen getestet, meinen Gaming Desktop wollte ich auch schon auseinandernehmen, um zu sehen, ob die USB Konnektoren richtig sind (weil das Ding nur mit USB 3 geht, mir aber nur USB 2 angezeigt wurde) und habe in meinem Gutwill da bestimmt 4-5 Stunden mit Fehlersuche, Recherche etc. verschwendet.


    Bevor ich Bios-Update etc. gemacht habe, habe ich den Verkäufer auch gefragt, ob denn das mitgelieferte Daten-Kabel USB 3 und Original wäre.

    Ersteres wurde mir bejaht, dass er zweiteres nicht eindeutig bejahte habe ich überlesen. Nagut, jetzt ist wenigstens mein Bios wieder up-to-date.


    Jedenfalls habe ich dann gestern gemerkt, dass das beigelegte USB Datenkabel ein 3 Dollar Stück von Amazon ist, wo zwar die Datentransferrate (hab sie selber auf zwei Geräten gemessen) auf Amazon falsch angegeben ist, es aber auch deutlich mit dem USB 2 Protokoll angegeben ist.


    Das Kabel konnte gar nie funktioniert haben und ich habe hier meine Lebenszeit verschwendet. Wenigstens habe ich dem Verkäufer das "ich musste ein- und ausstecken, dann klappte es irgendwann" nicht geglaubt, aber er will mir immer noch weiss machen, dass das Kabel funktionieren würde und dass er die Capture Card 2 Wochen lang benutzte und dann weglegte.


    Habe mir jetzt eine neue von einem zertifizierten Händler bestellt, obwohl ich eigentlich Geld sparen wollte und bin gespannt, ob der Verkäufer endlich Einsicht zeigt, nachdem ich ihn nun mit diesem Umstand konfrontiert habe.

  • Habe mir jetzt eine neue von einem zertifizierten Händler bestellt, obwohl ich eigentlich Geld sparen wollte

    Wer billig kauft, kauft zweimal. :geek:

    Er wandte sich an Gucky: "Der Kommandant hat mich gewarnt für den Fall, dass du bei den Ankömmlingen sein würdest. Deine Kommentare würden schwer zu verstehen sein, weil du in einer Art zwanghaften Humors gefangen bist." Perry Rhodan #3133, Seite 55

    Per aspera ad astra!

    Momentan kein Partneravatar mit Missy!