Wettbewerb 07: Geschichte à la Pokémon


  • In diesem Thema habt ihr eine bestimmte Anzahl an Punkten zur Verfügung, die ihr den Texten im nächsten Beitrag geben könnt. Achtet jedoch darauf, dass ihr die Punkte, die euch zur Verfügung stehen, komplett ausschöpft. Votes, welche zu wenige oder zu viele Punkte enthalten, können leider nicht gezählt werden. Des Weiteren solltet ihr eure Punkte mindestens auf drei Texte verteilen, eure Wahl ausreichend begründen und natürlich nicht für eure eigenen Texte voten.
    Es ist außerdem hilfreich, euch das "How to vote-Topic" anzusehen. Schreibt ihr in dieser Saison besonders viele Votes, habt ihr die Chance auf Medaillen. Weitere Informationen findet ihr hier: Informationen und Regeln zu den Wettbewerben.


    Zitat von Aufgabenstellung

    Geschichte à la Pokémon
    Eure Aufgabe besteht darin, eine kurze Erzählung zu schreiben, die historische Ereignisse oder Epochen unserer Welt als Bühne und Figuren aus der Pokémonwelt als Protagonisten verwendet. Ihr könnt z.B. eure Handlung ins alte Rom versetzen, den Gang nach Canossa mit Papst Arceus und Kaiser Giratina nacherzählen oder Pokémon trainierende Samurai in die Schlacht schicken. Wichtig ist, dass man den historischen Kontext bzw. Hintergrund erkennen kann, eine zeitlich losgelöste Alltagsbeschreibung etwa wäre nicht zugelassen.


    Ihr könnt 6 Punkte verteilen, maximal 3 an eine Abgabe. Mindestens 3 Abgaben müsst ihr Punkte geben.




    Schreibt in die Schablone bitte ausschließlich die Zahlen eurer ID und der Punkte ohne zusätzliche Begriffe. Achtet dabei darauf, bei der Schablone zwischen Doppelpunkt und ID/Punktzahl ein Leerzeichen zu machen, damit die Auswertung über den Voterechner ohne Probleme erfolgen kann. Wenn ihr nicht wissen solltet, wie ihr eure ID herausfindet, könnt ihr dies unter anderem hier nachlesen.


    Der Vote läuft bis Sonntag, den 30.04.2017, um 23:59 Uhr.




  • Download-Post


    Wie gewohnt könnt ihr euch die Abgaben der Wettbewerbe hier im PDF- und ePub-Format herunterladen, um so auch unterwegs lesen zu können.
    Die PDF und das ePub wurden von @Sheogorath erstellt. Sollten Fragen und/oder Anregungen bestehen, dann zögert bitte nicht die Urheberin deswegen anzusprechen; konstruktive Verbesserungsvorschläge sind immer willkommen.


    Für eine kurze Einführung könnt ihr euch den Guide "Wie bringe ich meine Geschichte auf einen eBook-Reader?" ansehen.

  • L’incendie d’Illumina
    Mein aller erster Gedanke bei diesem Titel war Nero und wie er Rom anzündet. Aber sehr schnell merkt man, dass das nicht so ganz stimmen kann. Mein zweiter Gedanke war dann Marie Antoinette und die französische Revolution, was ja dann letztendlich auch gestimmt hat. Sehr schön, wie hier viele kleine Hinweise auf das richtige Ereignis versteckt sind (z.B. der französische Titel, die Erwähnung von Kuchen, dass sie ihren Kopf nicht bekommen sollen). Am Ende wurde einmal gesagt „wie ein wildes Pferd die Karre“ und an dieser Stelle hätte man ebenso gut ein Pokémon nennen können, um wie schon zuvor diese wunderbar unauffällig in das historische Ereignis mit einzuweben. Mir hat bei dieser Abgabe letztendlich auch mit am besten gefallen, dass man erst in der letzten Zeile genannt bekommen hat, auf welches Ereignis und welche Person sich die Abgabe bezieht. Trotzdem konnte man es durch die kleinen Hinweise durchaus ahnen und war so die ganze Abgabe über auf die Auflösung gespannt.


    Guams Sternstunde
    Ich muss gestehen, nach dieser Abgabe habe ich erstmal nach dem historischen Ereignis hinter dieser Geschichte gegoogelt, weil es mir vollkommen unbekannt war. Wie sich dabei herausstellte, hatte man dank der Abgabe bereits ein wunderbares und korrektes Bild von diesem historischem Ereignis. Zudem finde ich die Themenwahl hier sehr schön, da dies eben ein Ereignis ist, was vielleicht nicht jeder kennt, was aber dennoch eine gewisse Komik beinhaltet und zumindest ich freue mich darüber, es jetzt zu kennen.


    Idus
    Wie auch in Abgabe 2 wurden hier die Pokémon eher subtil in die Geschichte mit eingebaut, da die Hauptakteure immer noch Menschen sind. Vor allem aber gefällt mir hier die gewählte Sprache. Die Verwendung von eher veralteten Wörtern erzeugt eine gewisse Atmosphäre und versetzt einen gleich in die Vergangenheit. Auch die Anpassung von Pokémonnamen wie Vespritus und das einstreuen lateinischer Begriffe, die entweder übersetzt werden oder deren Bedeutung offensichtlich ist, passt einfach wunderbar zum alten Rom und lässt alles rund erscheinen. Lustigerweise kommt das Ereignis, auf das sich die Abgabe bezieht, gar nicht direkt in ihr vor, sondern erst kurz danach. Trotzdem ist der Bezug ziemlich offensichtlich.


    Das talentlose Farbeagle
    Auch hier wurde ein historisches Ereignis schön mit Pokémon gespickt, ohne dass es aufgesetzt wirkt, und ich denke, auch ohne die Erwähnung des Namen „Adolf“ hätte jeder gewusst, um wen es sich bei dem Farbeagle handelt. Ich frage mich, ob Farbeagle absichtlich genommen wurde, weil das Wortbild eher nach einem englischen als nach einem deutschen Wort aussieht. Würde zumindest ganz gut dazu passen, dass er eigentlich den Idealen, die er aufgestellt hat, nicht so wirklich entsprach. Hier dann eben zum einen das hochloben von allem Deutschen und damit auch der deutschen Sprache und im Gegensatz dazu das Pokémon Farbeagle sein.


    Ich muss sagen, es ist mir dieses Mal echt nicht so leicht gefallen, meine Punkte zu verteilen, weil ich auch zwischen einigen Abgaben die Abstufung nicht so groß fand, dass es ein ganzer Punkt ist, aber mich aus Punktemangel dafür entscheiden musste. Vielen Dank auf jeden Fall an die Teilnehme für ihre interessanten Texte, die ich echt gerne gelesen hab.


    ID: 74538
    A2: 2
    A3: 1
    A4: 2
    A7: 1

  • Frohe Ostern!


    Zunächst einmal der Gesamteindruck: Dieser Wettbewerb war sichtlich schwerer als erwartet! Die Teilnehmer standen gleich vor mehreren Herausforderungen: Ein passendes geschichtliches Ereignis musste her, es musste sinnvoll erzählt werden UND dann musste auch noch ein sinnvoller Pokémonbezug da rein. Nexy freut sich sicher schon, dass ich hier direkt mit dem Edge-Vote anfange, aber ich mache mich nunmal gerne mit ausführlicher Kritik unbeliebt, denn: Meines Erachtens nach ist es keinem Teilnehmer gelungen, diese drei Dinge alle unter einen Hut zu bringen. Besonders der Pokémon-Bezug wirkt an den meisten stellen forciert (weil ist er ja auch...). Offensichtlich steht man immer vor der Wahl "Mache ich alle Charaktere zu Pokémon oder gibt es einfach Pokémon in meiner Erzählung?". Ich habe das Gefühl, niemand hat sich mit letzterem einen wirklichen Gefallen getan, denn auf diese Weise sind Pokémon zwar irgendwo drin in der Story, aber meist nur als Requisiten, die man auch hätte rausstreichen können - naja, macht ja auch Sinn, denn offensichtlich haben die nichts zur Geschichte der Menschheit beigetragen. Macht man nun alle seine Figuren zu Pokémon, muss man sich aber auch nach der Sinnhaftigkeit fragen, denn: Welche neuen Qualitäten gewinnen sie dadurch? Sind sie nur Pokémon, weil sie es sein müssen? Bei manchen bekommt man diesen Eindruck. Ich glaube, man hätte hier seine Szenarien eigentlich nach der Fragestellung aussuchen müssen "Wo hätten Pokémon sich sinnvoll einbringen können?" - die Expedition in die Antarktis, möglich gemacht durch den Flammkörper eines Magcargo. Maschock, die beim Bau der Pyramiden helfen... sämtliche Kriege! Naja, hinterher ist man immer schlauer, nech?
    All that said, muss ich jedenfalls sagen, dass ich mit dem Ergebnis nicht ganz so zufrieden bin, wie ich's sein könnte. Gehen wir mal nach und nach durch, warum:


    Abgaben 01 und 05 L'Incendie de Pompeii: Wo soll man da anfangen... Zunächst mal vllt da, dass ihr beide eure Hausaufgaben nicht gemacht hab. 5 Minuten im Internet und ich hab bereits gelernt, was in Pompeii wirklich passiert ist: Der Vulkan war bereits einen Tag ausgebrochen, bevor alle gestorben sind. Gestorben sind sie auch nicht, weil sie alle von der Lava überrollt wurden (dann wären das alles doch gar nicht so gut erhalten), sondern quasi durch eine Welle extrem heißen Gases. DANN folgte die Asche, die alles so schön abgedeckt hat. 15 Jahre zuvor hatte es da schonmal ein Erdbeben gegen, so dass das römische Ferienörtchen Pompeii ohnehin schon nahezu verlassen war. Da baute niemand groß auf. Die Römer hatten da ihre Ferienhäuser und sind dahin einfach nicht mehr zurückgekehrt, weil sie sich ohnehin um ihr Leben fürchteten. Wer noch da war, waren Sklaven und einfache Leute. Und mit Sicherheit btw kein König.
    Auch wenn offensichtlich alle Hauptfiguren tot sind, ist das die einzige Abgabe, in der die Protagonisten quasi vor Ort noch sterben... und... wirklich? Habt ihr euch die erhaltenen Körperabdrücke aus Pompeii mal angesehen? Glaubt ihr, die haben sich einfach ruhig irgendwo hingesetzt und sich gedacht "Joar... Pech"?? Habt ihr mal einen Menschen in Todesangst erlebt? Man hätte ja vllt sagen können, dass man sich der Entscheidung der - Achtung! - Götter fügt, die gabs damals ja..., aber dass sich gleich in zwei Geschichten die Protagonisten innerhalb von 3 Minuten mit ihrem Schicksal abfinden? Keine Angst, keine Panik, keine Stages of Grief? Ich verschreibe euch beiden je 5 Folgen Attack on Titan, damit ihr euch mal mit nem Todeskampf auseinandersetzt.
    Pokémonbezug übrigens: Abgabe 1 versucht iwie noch, die Fähigkeiten der Pokémon reinzubringen, aber ehrlich gesagt auch nich ganz so glaubwürdig. Da sind Magmar. Es gibt Feuer-Pokémon. Sag mir nicht, die können mit der Lava nich iwas machen. Es gibt auch Flug-Pokémon, die zahllose Leben retten könnten. Wäre wirklich die Lava das Problem gewesen, hätten die echten Römer in einer Welt voller Pokémon das Problem vermutlich relativ leicht lösen können.
    tl;dr: diese Abgaben haben aus meiner Sicht sowohl historisch als auch psychologisch leider wenig zu bieten.


    Abgabe 02: Ich habe mich beim Lesen gelangweilt. Hier der Versuch einer Erklärung, warum das wohl so war: Der "Hauptcharakter" ist unsympathisch. Soller auch sein, ich glaube, niemand versucht, mir Sympathie für Mary-Ann abzuluchsen. Allerdings macht das auch den gesamten "Konflikt" nicht. Der ist offensichtlich keiner. Marie-Antoinettes größtes Problem war ja, woher sie wohl Kuchen kriegen würde und insofern, ist es sehr schwierig, während das Volk draußen verhungert, sich auf ihre Seite zu stellen. Gleichzeitig ist der Text aber auch beinahe sachlich in der Darstellung *ihrer* Probleme, so dass ich auch nicht das Gefühl kriege, dass mir hier verkauft soll, wie überzogen Mary-Anns "Problemchen" sind. Sprich: Weder kann ich mich mit ihr identifizieren, noch kann ich sie wirklich für ihre offensichtlich absurden First-World-Problems (und das waren sie zu dieser Zeit wirklich!) verteufeln. Daher dümpelt das für mich irgendwo im Nichtssagenden rum.
    Schwach auch der Pokémonbezug: MA hatte ein Coifwaff, yay. Pokémon spielen hier wirklich keine wichtige Rolle sondern erscheinen eher reingeschrieben, weil sie mussten. Ja, das ganze spielt in Kalos, okay, aber das macht den Braten iwie auch nicht fett, weil Kalos der Story nichts gibt. Es wurde nichtmal ein PokéCenter angezündet oder so.


    Abgabe 06: Good luck, Mister Gorsky. Was ist da los!? Seriously. Warum sind die Namen abgeändert? Wem bringt das was? Welchen Sinn hat es, dass die Protagonisten Pokémon sind? Das hätten zwei meterhohe Amöben sein können und es hätte nichts an dieser Geschichte geändert. Was ist mit Weltraum-Pokémon? Wo sind Piepi, Lunastein, Jirachi? Hier hätte man so viel mehr rausholen können. Das war sicher ne nette Erzählung der Mondlandung, aber mehr leider auch nicht.


    Und damit zu meinen Favoriten:
    Vorweg: Ich hätte gerne [2 1 0] gevotet, darf aber nicht. Nicht nur muss ich 3 Abgaben bewerten, ich muss auch 6 Punkte verteilen. Ich sags euch ehrlich: Ich hätts eigentlich nicht getan.


    Abgabe 03: Das gute an dieser Abgabe ist die Wahl einer sehr dankbaren Geschichte, die mir bisher im Übrigen unbekannt war. Die Protagonisten sind Pokémon, was ihnen eigentlich nur einbringt, dass sie selber schwimmen können. Das ist irgendwie auch schon alles, der Bezug ist also irgendwie nicht besser als anderswo. Etwas holprig auch das Lesen all dieser spanischen Namen. Überzeugt hat mich hier aber alles in allem die Pointe, die gut vorbereitet war und der Geschichte den nötigen Edge gegeben hat. Daher gibts die meisten Punkte (also 3, obwohl ich für den schwachen Pokémon-Bezug nur 2 geben wollte).
    Pluspunkt auch: Niemand stirbt in dieser Abgabe!


    Abgabe 04: Las sich aus meiner Sicht am angenehmsten. Der Titel und alles nahmen natürlich vorweg, worum es hier gehen würde, so dass das ein bisschen pointenlos war und ehrlich gesagt auch lang erschien. Also da zählen sich gefühlt seitenweise Omen auf, ohne, dass was passiert (Vorteil: Immerhin stirbt niemand!!). Der Pokémonbezug ist ein bisschen schwach, aber das mit den lateinischen Namen ist ein netter Touch (auch wenn ich sagen würde, dass die Römer durchaus Habitac gesagt hätten). Dafür und den guten Lesefluss gibts den zweiten Platz bei mir.


    Abgabe 05: Moment mal! Die hatte ich doch schon! Stimmt, aber ich muss ja irgendwen jetzt noch bepunkten. Deshalb gibt es einen Trostpunkt trotz aller Unakuratheit. Konkret für die beste Einbindung von Pokémon innerhalb all dieser Abgaben. Ich glaube, wenn man iwie noch römische Mythologie reingenommen hätte, hätte man mehr rausholen können, aber Entei und Reshiram(?) waren ein guter Ansatz immerhin!


    Oh und fast vergessen:
    Abgabe 07: Die obligatorische Hitler-Abgabe. Aber: Wo ist in dieser Szene eigentlich Himmelsfegelein? Wenn er sich ohne Befehl entfernt hat, ist das Fahnenflucht, Verrat! Ich will Himmelsfegelein sehen! Sofort! Bringen Sie mir Himmelsfegelein! FEGELEIN! FEGELEIN! FEGELEIN! :cursing:


    Und damit die Punkte:


    ID: 79060
    A3: 3
    A4: 2
    A5: 1


    Edit: Kurzer Nachkappt zu A2: Das Französisch zum Schluss ist falsch. La populace est morte, vive la reine! Musste mein innerer Klugscheißer noch unbedingt anmerken, weil das für mich in die (Nicht-)Bewertung einfloss. Wenn man sich schon dazu hinreißen lässt, ne andere Sprache drinzuhaben...

  • Als ich versucht habe etwas für diesen Wettbewerb zu verfassen, ist mir schnell aufgefallen, dass ich nirgendswo so richtig den Pokémonbezug reinbekomme. Entweder waren die Pokémoncharaktere austauschbar oder einfach nur furchtbar aufgezwungen. Ich habe meine Ideen daher verworfen und wollte sehen, wie andere Teilnehmer mit diesem Thema umgehen. Jetzt sehe ich, dass alle Autoren arge Probleme damit hatten. Ich verfolge die Wettbewerbe so gerne mit, weil ich immer wieder erstaunt bin, was teilweise für wirklich gute Texte dabei rauskommen. Ich fiebere regelrecht mit, wenn ich darauf warte zu sehen, welche kreative Ansätze von den Autoren verfolgt worden sind. In diesem Wettbewerb bin ich erstmals enttäuscht worden. Keine Abgabe ist wirklich bemerkenswert, die meisten haben sich einfach schwer getan reale Geschichte mit Pokémon zu verbinden. Das beste was dabei herausgekommen ist, fand ich nur „ok“, kein Vergleich aber zu den anderen Wettbewerben. Das will ich übrigens nicht den Autoren anlasten. Ich sehe das Problem schlicht im Wettbewerbsthema, welches anfänglich wirklich interessant klang und auch mich, wie bereits beschrieben, zunächst zum Schreiben motiviert hat, bis ich bemerkte, dass sich diese beiden Aspekte – Menschheitsgeschichte und Pokémon – nicht so wirklich verbinden lassen. Krieg wäre wohl tatsächlich noch die beste Option gewesen, da man hier immerhin so etwas wie eine Freikarte für härtere Pokémonkämpfe gehabt hätte, aber nope, daran hat sich niemand versucht. Ist vielleicht auch zu obvious.
    Diese Einleitung liest sich ein wenig wie eine Schuldzuweisung, das soll sie aber gar nicht sein. Ich bin froh drum, dass man sich an dem Thema versucht hat. Festzustellen, dass sich etwas nicht so umsetzten lässt, wie anfangs geplant gehört zum Schaffungsprozess dazu. Das gilt auch für das Veranstalten von Wettbewerben. Letztlich will ich noch sagen, dass zumindest die Idee, Pokémon in von Menschen überlieferter Geschichte einzubauen, überhaupt nicht schlecht ist. Man hätte sich aber besser daran getan, nicht reale Geschichte als Vorlage zu nehmen, sondern sich eher einer Sage zu bedienen. Sowas wie der Fall Trojas oder das Nibelungenlied. In so etwas Pokémon hineinzuarbeiten ist deutlich einfacher und wirkungsvoller.


    So viel zu den einleitenden Worten, auf zum Hauptgang. Ich werde mich dieses Mal kürzer fassen, da sich meine Kommentare zu den verschiedenen Abgaben sehr ähneln, wenn nicht sogar wiederholen.
    Gesagt, getan:


    Pompeji und Enteis Heer

    Ich komme einfach nicht drum herum beide Abgaben in einem gemeinsamen Kommentar abzutun, da zu beiden Texten das gleiche zu sagen habe.
    Erst einmal will ich die historische Korrektheit der Erzählung nicht sehr ankreiden. Ich habe auch eine lange Zeit gedacht, geschuldet durch Filme und schlecht gemachte Dokus, dass der Vulkanausbruch das Städtchen überrumpellte hätte und die Stadt innerhalb eines Tages ausgelöscht hätte. Das dem natürlich nicht so ist, ist euch beiden wohl inzwischen klar. Man muss sich nur mal heutige Vulkanausbrüche anschauen, selbst ohne moderne Messgeräte kündigen sich bereits Tage, wenn nicht sogar Wochen, vorher die ersten Anzeichen an. Es war auch nicht das erste Mal, dass der Vesuv ausbrach, daher wusste man sehr wohl von der Gefahr, die von dem Vulkan ausging. Wo ich allerdings sehr mit den Zähnen knirschen musste war, die Tatsache, dass ihr es so geschildert habt, als ob es die Lava war, die die Menschen getötet hätte. Das kann alleine schon aus dem Grund nicht sein, dass es gut erhaltene Überreste der Menschen gibt. Lava hätte sie einfach geschmolzen ohne etwas übrig zu lassen. Es war die glühend heiße Aschewolke, die der Vulkan ausspuckte, die der Stadt das Leben nahm. Ich bin aber gewillt auch darüber hinwegzusehen, wo ich aber kein Auge zudrücken kann ist, wie ihr die Reaktion der Figuren beschrieben habt.
    Man gibt sich seinem Tod einfach so hin? Ernsthaft? Wenn ich sehe, dass eine gigantische, heiße Wolke des Todes auf mich zurast, die Erde bebt und Gesteinsbrocken vom Himmel stürzen, dann bleibe ich alles andere als ruhig. Es hat keinen Sinn zu fliehen? Ja natürlich hat es den nicht, aber wer um alles in der Welt kann den still sitzen bleiben, wenn er sieht, dass der heiße Tod auf einen zukommt? Da denkt man nicht rational, sondern nur instinktiv. Und der Instinkt, den ich sehen wollte war nun mal die Flucht. Schreie, Tränen, Körper, die sich vor Schmerz krümmen, Verzweiflung. Das hätte geschildert werden müssen. Die Resignation vom unausweichlichen Tod hat man vielleicht, wenn man sich Stunden oder Tage vor seinem Ableben über dieses bewusst ist. Aber nicht unmittelbar nach einer Naturkatastrophe.
    Heieiei, das war jetzt reichlich Kritik. Natürlich habt ihr auch durchaus gute Aspekte in euren Geschichten, die ich auf keinen Fall unerwähnt lassen möchte. Namentlich ist das hauptsächlich der Pokémonbezug, der wie in jeder Abgabe irgendwie aufgezwungen klingt, im Vergleich zu den anderen Abgaben aber immerhin etwas Substanz hat. Absol als den Vorboten einer Katastrophe zu verwenden fügt sich herrlich in die Lore von Pokémon ein, sowie Entei einen realistischen (im Pokémon Kontext, versteht sich) Grund für das nicht Bemerken der Katastrophe gibt. Hier fand der Ausbruch immerhin wirklich spontan und ohne Vorzeichen statt. Was mir dann aber wieder etwas gefehlt hat, war das warum. Wieso ließ Entei es zum Ausbruch kommen, warum gerade an diesem Tag und an diesem Ort? Das kam etwas zu kurz. Sieht man von Schwierigkeiten ab, die jede Abgabe mit den Bezug zu Pokémon hat, habt ihr diesen aber gut verpackt.



    L’incendie d’Illumina


    Warum kann man Spoilertitel eigentlich nicht kopieren? Ich will kein französisch schreiben. Nie mehr.
    Von meiner Unfähigkeit mal abgesehen den Titel der Geschichte korrekt auszusprechen (oder zu schreiben) habe ich das Lesen der Abgabe genossen. Die alt angehauchte Sprache mit dem hohen Pathos fügt sich gut in das altfranzösische beziehungsweise Kalos‘ Setting ein und unterstützt nochmal die Arroganz und Argwohn der Königin. Das (Wort)spiel mit dem Feuer, dass einerseits der Pöbel in seinen Händen hält, andererseits den Zorn Marie-Antoinettes wiederspiegelt ist durchaus gelungen. Der Pokémonbezug ist allerdings schwach, sehr sogar. Man hätte die Pokémon leicht durch Tiere austauschen können und die Geschichte hätte nichts an Substanz verloren. Dabei hätte es sich sogar angeboten Pokémon die Stürmung der Bastille übernehmen zu lassen oder gar die Menschen durch Pokémon zu ersetzen um ihren Charakter wenigstens metaphorisch nochmal zu unterstreichen. Abgesehen davon habe ich weder noch etwas zu bemängeln, noch etwas hervorzuheben.



    Guams Sternenstunde


    Das war interessant. Auf mehrere Arten. Zu einem habe ich da eine Geschichte gelesen, die ich vorher nicht kannte. Von daher schon mehr sehr Aufschlussreich. Eine kurze Google Recherche hat mir dann das nötige Wissen gegeben zu erkennen, was historische Begebenheiten waren und was künstlerische Freiheit. In dem Sinne fand ich die Pointe der Abgabe wirklich schön umgesetzt, die einerseits den Umstand präsentiert, das die Verwaltung auf Guam nichts von Amerikanisch-Spanischen Krieg mitbekommen hat, andererseits noch etwas Witz in die Geschichte einbringt. Ich fühle mich ein wenig an meine Schulzeit im Geschichtsunterricht zurückerinnert, da die Schulbücher einleitende Texte zu bedeutenden Ereignissen auf ähnliche Weise mit einer Pointe als Aufhänger beendet haben. Sollte wohl das Interesse wecken. Hat in den Schulbüchern mal mehr mal weniger funktioniert, hier allerdings sehr schön. Der Pokémonbezug ist – und ich komme nicht drum herum es bei jeder Abgabe zu wiederholen – etwas schwach, führt durch die Assoziationen zwischen dem Aussehen der Pokémon und ihre Stellung in der Geschichte aber immerhin eine metaphorische Ebene hinzu, die die Geschichte nochmals etwas auflockert.
    Bislang eine der besseren Abgaben!



    Idus


    Wäre nicht der Pokémonbezug das ausschlaggebende Kriterium in diesem Wettbewerb, dann hätte ich wohl nichts als Lob für diese Abgabe übrig. Bevor ich aber abermals bemängle, wie sporadisch nur die Pokémon hier eingearbeitet wurden – eingearbeitet ist wohl das falsche Wort. Es liest sich eher, als hätte man die Geschichte vollkommen ohne Pokémon geschrieben und zum Schluss noch etwas Themenbezug drüber gestreuselt – gehe ich lieber zu den positiven Aspekten über. Zumal ich so gerade eben den Mangel bereits aufgeführt habe. Ich hätte mir gerne gewünscht, Pokémon als die Akteure zu haben, eigentlich alleine aus dem Grund, da sich das Wortspiel zwischen Caesar und Caesurio angeboten hätte, dafür gefallen mir aber die lateinisierten (ist das eine Wortneuschöpfung?) Namen der Pokémon wie Gallopus, schönes Detail. Ich habe mir Caesar eigentlich nie als einen egozentrischen und etwas narzisstischen Mann vorgestellt, wie er hier etwas herüberkommt. Sondern eher als ein Mann mit kalten Kalkül, der sich wenig aus Ruhm und Ehre gemacht hat und diese nur als Mittel zum Zweck für seine Pläne brauchte. Jemand, der die Macht nicht an sich genommen hat, weil über Macht besitzen wollte, sondern weil er seine Vision eines Staates als die bessere erachtet, völlig losgelöst von seiner Persönlichkeit. Aber das lässt sich nun schwer noch beweisen, nicht?
    Ich konnte mir schon aus dem Titel ableiten, dass es um Caesars Ermordung gehen wird und in dem Sinne fand ich es gut, wie diese gar nicht beschrieben worden ist, sondern als ständig präsente aber dennoch versteckte Bedrohung in der Luft schwebte. Als Leser wusste man, was auf Caesar zukommen wird und hat deswegen einige Details anders gedeutet, als es ein unwissender Leser tuen würde.
    Der letzte Satz wollte sich mir dann aber doch nicht erschließen. Ich weiß nicht recht, was ich diesem entnehmen soll, wahrscheinlich werde ich mir gegen die Stirn klatschen, wenn es mir jemand verrät, fürs erste hat er mich aber verwirrt zurückgelassen.



    Ein großer Sprung


    Houston, we have problem.
    Was soll ich dieser Abgabe entnehmen? Die Idee ist nett, aber nicht völlig zu Ende gedacht und lässt mich so am Ende mit mehr Fragen als Eindrücken zurück. Zunächst: was hat es mit den Namen auf sich? Kann gut sein, dass mir hier eine Anspielung entgeht, aber ich verstehe ehrlich gesagt wirklich nicht, warum man es nicht bei Armstrong und Aldrin belassen hat? Und warum Maschok? Piepi hätte sich doch viel besser angeboten, vielleicht sogar noch Deoxys. Auf diese Weise wäre es wohl auch die einzige Abgabe gewesen, bei der ich den Pokémonbezug nicht bemängelt hätte, aber so? Ich weiß ja nicht.
    Mit den Wortspielen hat die Geschichte immerhin noch etwas Humor reingebracht aber das täuscht nicht über die Tatsache hinweg, dass sich der Themenbezug sehr gezwungen liest. Schade eigentlich, da die Mondlandung doch eigentlich viel Potential mit sich bringt. Vielleicht hätte sich die Apollo 13 Mission besser angeboten, da man hier mit der Verschwörungstheorie über die dunkle Seite des Mondes spielen könnte. So etwas wie, ein dort ansässiges Deoxys hat die Mission scheitern lassen, kein Triebwerkdefekt, oder so. Nichtsdestotrotz habe ich die Geschichte trotzdem genossen, da mir die Idee einer Pokémonmondlandung sehr gefällt.



    Das talentlose Farbeagle


    Der einzige Lichtblick in diesem Wettbewerb. Aus historischer Sicht ist die beschriebene Szene eigentlich mehr als fraglich, immerhin wird hier eher ein zeitloser Klassiker parodiert oder geehrt, je nachdem wie man es sehen möchte. Aber da hier wenigstens die Pokémon schön eingebaut worden sind, sehe ich darüber mal hinweg.
    Ursprünglich wollte ich den Kommentar mit der Frage eröffnen, warum man ausgerechnet Farbeagle ausgewählt hat um Hitler zu personifizieren. Aber just in dem Moment, in dem ich die erste Taste gedrückte habe, fiel es mir auf und ich konnte mir einen kleinen Lacher nicht verkneifen. Ok, man parodiert nicht nur eine Filmszene, man nimmt diese auch nicht allzu ernst, haha.
    Die Stärke dieser Abgabe ist ganz klar die Einarbeitung von Pokémonnamen, Attacken und Fähigkeiten, die entweder auf den Wortwitz hinauswollen, oder metaphorisch für eine Person oder Personengruppe stehen. Hier sehe ich zum ersten Mal das Wettbewerbsthema richtig erfüllt: Versucht man hier die Pokémon aus der Geschichte zu streichen, büßt man den Kern der Geschichte ein. Das, was ihr ihren Humor gibt. Der Pokémonbezug ist hier nicht nur ein Accessoire um eine eigentlich Pokémon fremde Geschichte in einem Pokémonwettbewerb rein zu quetschen, sondern lebt davon. So erfüllt man das Wettbewerbsthema, etwas, dass die anderen Teilnehmer kaum oder fast schon gar nicht geschafft haben – und dabei bezieh ich mich mit ein. Ich habe aufgegeben, bevor es eigentlich richtig losging, gab dem Thema die Schuld. Mit einem Blick auf die anderen Abgaben fühlte ich mich in dieser Annahme bestätigt. Doch hier zeigt zumindest ein Autor, dass sich das Thema sehr wohl anschaulich umsetzen ließ. Meiner Meinung nach ist das hier die einzige Abgabe, die ihre Punkte wirklich verdient hat, so harsch es auch klingt.




    Und damit kommen wir doch einfach mal zur Bepunktung. Ich habe es eben bereits erwähnt, muss mich aber wiederholen. Einerseits, weil ich es angemessen finde, andererseits, weil sich vielleicht nicht jeder die Mühe machen will meinen Kommentar vollständig zu lesen. Wenn ich eine Abgabe bepunkte, dann immer nach dem Kriterium, wie sehr sie Wettbewerbsbedingung erfüllt hat. Wenn ich drei Punkte vergebe, dann, weil die Abgabe einerseits den Themenbezug gut umgesetzt hat, und andererseits, weil der Text losgelöst vom Wettbewerb gut genug ist, eine hohe Bewertung zu erhalten. Würde ich das hier machen, könnte ich höchstens zwei Abgaben bepunkten und würde damit die Wettbewerbsregeln brechen. Daher lasst mich sagen, dass die Abgaben ihre Punkte so, mit einer kleinen Ausnahme, nicht ganz verdient haben. Sie sind nicht schlecht, keineswegs! Aber das Thema gut umgesetzt haben nur die allerwenigsten.




    ID: 44089
    A3: 2
    A4: 1
    A7: 3

  • So, mich hat man hier lange nicht mehr gesehen, deshalb dachte ich, wäre es wohl mal wieder an der Zeit, dass ich mich blicken lasse. Ich werde mein Bestes geben um hier mitzuvoten und ich hoffe, ich kann den einen oder anderen mit ein paar Punkten erfreuen.


    Wie immer: Ich lese die Votes meiner Vorposter immer erst im Nachhinein, falls ich also etwas wiederhole, was schon gesagt wurde, einfach weiterlesen.


    Idus
    Stiltechnisch sicher die beste Abgabe. Mir fehlt etwas der Bezug zu Pokémon, aber abgesehen davon überrascht mich hier ein nicht nur angenehmer Schreibfluss sondern auch eine sehr gewählte und gezielt gesetzte Sprache. Die Abgabe wirkt sehr rund, nicht der längste Text aber er sagt alles aus, was es braucht. Ich mag die kleinen Details wie lateinische Anpassungen von Namen und der sparsame Umgang mit dem Thema Pokémon schadet hier auch deshalb nicht, weil es so gezielt eingesetzt wird, dass man als Leser kaum merkt, dass es eher im Hintergrund steht. Alles in allem eine tolle Abgabe.


    Guams Sternenstunde
    Vielleicht bin ich die Einzige, die diese Geschichte nicht kennt (verzeiht mir das bitte) aber gerade deshalb fand ich es recht interessant. Der Stil kam mir Anfangs etwas holprig vor, besonders die Namensbezeichnungen. Auch fehlte mir mancherorts ein wenig die Beschreibung der teilnehmenden Pokémon, da sich das für jemanden, der von Pokémon keine Ahnung hat, leichter lesen würde. Dennoch zeichnet die Abgabe ein tolles, historisches Ereignis und somit erfüllt sie die Vorgabe auch komplett. Alles in allem ein guter Text, der hier und da noch ein paar Details mehr hätte vertragen können, dennoch gefiel mir die Story gut!


    Das talentlose Farbeagle
    Hier sind die Pokémon wieder richtig schön eingebunden und das Ereignis, das hier dargestellt wird, dürfte auch genug Boden für eine gute Abgabe geben. Herausstechend sind die Details wie Attacken und Fähigkeiten, die der Geschichte eine Echtheit geben, so dass man den Pokémon-Aspekt gar nicht mehr herausstreichen könnte. Die Abgabe erfüllt die Vorgabe deshalb fast am besten, weil Pokémon hier kein Detail, sondern ein essentieller Bestandteil ist.


    L’incendie d’Illumina
    Die Erwähnung von Pokémon geschieht hier wieder eher subtil und mehr ortsgebunden als dass hier wirklich Pokémon eingebunden wird. Schade! Stil und Textfluss sind nämlich sehr angenehm zu lesen, wenn auch an manchen Stellen viel Wert auf nicht allzu wichtige Details gelegt wurde und wiederum spannendere Dinge ausgelassen wurden mit beschreiben. Ich sehe hier einen Text vor mir, der mich dazu anregt, mehr von diesem Autor lesen zu wollen und das passiert mir auch nicht bei jedem. Ich bin ja wirklich gespannt, von wem diese Abgabe ist.
    Der Text wird gegen Ende besser, man bekommt einen Einblick um wen es geht und die letzten Zeilen regen zum Nachdenken an. Da ich ein dramatisches Ende immer gut finde, vergebe ich gerne Punkte.



    Viel Glück an alle!

  • So, was macht Cynda, wenn sie an einem Sonntag aus irgendeinem Grund nach nur 5h Schlaf um 6:30 putzmunter ist? Genau, sie liest die Wettiabgaben, lol.
    Dieses Mal gibt’s die Punkte zuerst, weil die sowieso interessanter sind, als mein Gelaber dazu. ;)


    ID: 37201
    A03: 2
    A04: 2
    A06: 1
    A07: 1


    Zum Wettithema an sich, finde ich die Ausführungen von @Wenlok Holmes und @Obscuritas sehr interessant. Geh auch mit einigem Gesagten konform. Ich muss sagen, dass ich das Wettithema im Grunde ganz gut fand, selbst aber bissl überfordert war, in Bezug auf das Ereignis, was ich darstellen wollte. Irgendwie sind in der Vergangenheit vor allem negative Aspekte dokumentiert — besonders Kriege und darauf hatte ich irgendwie keine Lust. Dummerweise hab ich wohl auch meine Recherche falsch angepackt, sonst wär vielleicht noch was rausgekommen. Und natürlich hab ich mir die Frage „Wo hätten Pokémon sich sinnvoll einbringen können?“ dummerweise nicht gestellt. Jap, nachher ist man immer schlauer, Wenlok. xD Btw. schöne Recherche deinerseits!
    Ich geb meinen Senf dieses Mal zu allen Abgaben, weil ich mir gedacht hab, dass ich mich auf die Art mal etwas kürzer halte. Ob mir das gelungen ist, keine Ahnung.


    Schöne Sache dieser Wetti, das Thema war durchaus anspruchsvoll und die Umsetzungen gemischt. Vielleicht hätte ich mich doch an meinen Gutenberg-Text setzen sollen. Oder an meine Darstellung einer der Türkenkriege aus der Sicht der Bewohner Wiens. Oh well, am Ende ist man immer schlauer, gell?
    Und ich geh jetzt frühstücken. Habe die Ehre!

  • FF Wettbewerb 07 - Geschichte à la Pokémon


    Da ich 5 Votes etwas sehr wenig finde, kommt hier jetzt auch mein Beitrag.



    Vote

    ID: 71168
    A4: 1 Punkt
    A5: 3 Punkte
    A6: 2 Punkte


    Das wars erst mal von mir


    Lg *Miro*

  • L'incendie d'Illumina
    Vom Stil her auf jeden Fall eine der besseren Abgaben. Auch wenn dieser (zugegeben schwer einzubringende) Pokémon-Bezug quasi nur einmal im Nebensatz erwähnt wird (mal abgesehen von der Stadt selbst), hat mich diese Abgabe vor allem mit der Qualität des Geschriebenen überzeugt. Das Französisch am Ende der Geschichte ist zwar nicht ganz korrekt, aber davon sehe ich mal ab, hier wird sich schließlich kaum ein Muttersprachler herumtreiben.
    Den Geschichtsbezug mag ich auch, einfach weil ich Fan von den Ereignissen rund um Marie Antoinette bin. Tatsächlich hätte ich fast auch eine Abgabe über sie verfasst.


    Idus
    Auch hier die Pokémon nicht im Vordergrund und auch hier macht mir das gar nicht so wirklich etwas aus. Hier mag ich vor allem die (scheinbare, ich habe ja selbst kaum Ahnung) treue Abbildung der Geschichte mit all ihren Akteuren und lateinischen Ausdrücken. Man könnte jetzt meckern, dass das für einen Laien alles ganz furchtbar kompliziert zu lesen sei, aber im Rahmen des Wettbewerbs darf man sich darüber eigentlich nicht beschweren. In meinen Augen ist die Abgabe gut geschrieben und auch ein weniger offensichtliches/0815-Ereignis ist es nicht.


    Das talentlose Farbeagle
    Die Abgabe mit dem wohl besten Pokémon-Bezug. Die ganzen kleinen, unterschwelligen Einflüsse sind wirklich genial, ich wette ich habe selbst nicht alle gefunden, sondern oft einfach drüber hinweg gelesen, weil die Attackennamen so flüssig eingebaut worden sind. Zu dem Geschichtsereignis muss ich wohl nichts sagen, ich denke wir alle haben die Filmszene im Kopf, auf die die Abgabe anspielt. Das einzige kleine Minus bei dieser Abgabe ist für mich, dass der Dialog so gut wie 1:1 aus eben dieser Filmszene übernommen wurde, aber da das nur einen kleinen Teil der Abgabe ausmacht, ist der Eigenanteil noch groß genug, dass ich guten Gewissens Punkte verteilen kann!


    ID: 20138
    A02: 2
    A04: 2
    A07: 2


    Abschließend noch einmal: Ich schließe mich einigen Vorvotern an, ich war großer Fan von der Nacherzählung geschichtlicher Ereignisse, aber es war wirklich verdammt schwer, da noch den Pokémon-Bezug sinnig einzubringen. Daran sind leider viele tolle Ideen meinerseits gescheitert. Kann ich aber auch irgendwie nachvollziehen, eine einfache Geschichtserzählung wäre dann vielleicht doch zu wenig Eigenleistung gewesen.

  • "Die einzige Pflicht, die wir der Geschichte gegenüber haben, ist, sie umzuschreiben."
    - Winston Smith (1984)



  • Ich habe mich heute für Stichpunkte entschieden, weil ich zu mehr gerade nicht fähig bin (ich sollte mehr trinken ...) Und ja, sie sind ein wenig durch *Miro* inspiriert. Eine kleine Erklärung dazu: Ich schreibe die Stichpunkte während des Schreibens, wann immer mir etwas auffällt, sodass einige Sachen später vielleicht weniger wichtig werden könnten. Es gibt drei Zeichen + für Dinge, die mir positiv auffielen, - für Dinge, die mir negativ auffielen, und ~ für neutrale Anmerkungen. Ich hoffe, ihr könnt meinen Gedanken folgen, sonst einfach nachfragen.


    Pompeii
    + Absol als Unglücksbringer/-verkünder sehr schön genutzt
    - Satzkonstruktionen; du hast manchmal ein paar Probleme mit Wörtern und ihrer Stellung
    ~ Überraschend, dass alle Pokémon sind, auch wenn man von "sprechenden" Absol darauf hätte kommen können
    ~ Warum war die Mutter gefangen? Das wurde irgendwie nicht aufgeklärt
    - Ich hätte mir so gewünscht, dass sie überleben, weil sie auf Absol gehört haben. Das ist ein sehr trauriges Ende. Eigentlich stellt das nicht wirklich einen negative Punkt in Hinblick auf die Geschichte dar, ist aber definitiv negativ für den Protagonisten. Armes Luxio )=
    + Ich fühle mich schlecht, weil sie sterben, bedeutet, du hast es mir sehr gut ermöglicht, eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen.


    L'incendie d'Illumina
    + französischer Titel für ein französisches Ereignis (bin zu schlecht in Geschichte, um es aus dem Kopf zu wissen, aber eine Google-Suche nach dem Datum ergab: Französische Revolution - bitte nicht verurteilen, weil das etwas ist, was man wissen sollte ...)
    ~ Mal wieder hatte ich das falsche Geschlecht: Ich dachte zuerst, es sei aus der Sicht des Königs geschrieben.
    ~ Sie berichtete schon einige Male von ihm? Wem berichtete sie von Graf Hans Axel?
    + sehr ausgeschmückt geschrieben
    ~ zunächst kann man Mitleid mit ihr haben, dann wandelt sich ihre Stimmung und man bekommt eher Angst. Ich weiß nicht genau, was ich davon halten soll, aber es erscheint doch sehr plausibel, also ist das fast schon ein Plus
    - "Ein letztes Mal sehe ich aus dem Fenster, voll mit Rissen in ihrem Glas, wo die Steine sie trafen." Zunächst Singular, dann Plural
    - reine ist weiblich, weswegen es "vive la reine" heißen müsste


    Guams Sternstunde
    ~ Oh, schon wieder der zwanzigste Juni, nur gute hundert Jahre später. Vom Spanisch-Amerikanischen Krieg habe ich allerdings noch deutlich weniger Ahnung als von der Französischen Revolution, also lasse ich mich mal überraschen.
    + Wasserpokémon für Spanien, Kampfpokémon für Amerika (ich bin mir zwar nicht sicher, ob ich die Typenverteilung auch so gewählt hätte, aber mir gefällt sehr, dass es eine solche gibt)
    + Ironischer Titel
    ~ Wenns nicht wahr wäre, würde ich die Geschichte doch für sehr seltsam halten. Das Leben schreibt halt die komischste Geschichten^^ Ich merke übrigens, dass ich diese Geschichte gerne als schlechter ansehen möchte, weil der Inhalt einfach so abstrus ist, ich das aber nicht darf, weil der Inhalt eben absolut korrekt ist. Das macht es absolut schwer, die Geschichte zu bewerten.


    Idus
    ~ erinnert mich vom Titel spontan an die Ien des März; mal sehen, was es denn nun ist
    + Richtig geraten! Aber dennoch ist der Titel nicht zu eindeutig, das gefällt mir
    + Pokémonnamen "antikisiert" (oder einfach griechisch klingen lassen, was auch immer, es gefällt mir) und Legenden in griechische Götter gewandelt
    - "Aud dem Verhalten"" Leider doch nicht ganz ohne Fehler, aber auch ich hätte das fast überlesen
    - Ich komme leider ein bisschen mit den Namen durcheinander. Wer war jetzt Spurrina? Und wer Trebonius?
    + sehr schön geschrieben und sehr unaufdringlicher Pokémonbezug


    Enteis Heer
    + scheint ein natürlicher Pokémonbezug zu sein
    + Tiere spüren immer schneller nahendes Unheil als Menschen; und Pokémon wahrscheinlich noch mehr
    - geschichtliches Ereignis schwer zu erkennen; inshesamr sehr kurz
    ~Ist das eine zweite Pompeiigeschichte, in der aber der Vulkanausbruch (als Janusberg in Einall) durch Entei und sein Heer symbolisiert wird? Da hätte man noch deutlich mehr draus machen können. Das was du geschrieben hast, ist gut, nur leider etwas wenig


    Ein großer Sprung
    ~ Der Titel lässt mich ganz spontan an die Mondlandung denken, aber ich vermute, damit liege ich weit daneben
    ~ Wow, ich hätte echt nicht gedacht, dass ich richtig liege, die Namen scheinen aber eher erfunden zu sein; zumindest finde ich spontan nichts dazu außer einer modernen Sage, die du hier wohl verarbeitet hast
    - "die nur vom leisen Summen einiger Instrumente unterbrochen durchbrochen wurde" scheinbar überlesen
    + Moosbach City, welches ja bekannt für seine Raumfahrt ist
    + Abwandung des berühmten Satzes
    - verlöscht -> verloschen
    ~ Irgendwie kann mich diese Geschichte nicht recht begeistern, ich kann aber nicht genau sagen, woran das liegt :/


    Das talentlose Farbeagle
    ~ der Titel lässt an Künstler denken, van Gogh vielleicht oder ..... wenn man länger darüber nachdenkt, auch an Hitler, der ja nicht Kunst studieren durfte ...
    + Hitler. Bzw. Farbeagler. Bin mir nur nicht ganz sicher, was ich von diesem Namen halten soll; die anderen Namensspiele sind besser, wie ich finde. Allerdings halte ich die Kunst/Farbeagle-Anspielung für sehr gelungen
    + Caesurio; das passt da, wie ich finde, sehr gut rein
    - "Niemand wagte es, zu erwidern." da fehlt ein etwas - eine Kleinigkeit im Satzbau
    + Psychopokémon, denn du vermittelst überzeugend, warum du ausgerechnet diese gewählt hast
    - "„Machen Sie, was Sie wollen.“, sprach er müde und trat hinaus." bitte keinen Punkt, wenn der wörtlichen Rede ein Begleitsatz folgt


    Punkte
    ID: 57311
    A4: 3
    A2: 1
    A3: 1
    A7: 1


  • ID: 37843
    A2: 1
    A3: 2
    A4: 1
    A7: 2

  • Dieser Wettbewerb wird in die Geschichte eingehen!


    ID: 113459
    A2: 1
    A3: 1
    A4: 2
    A7: 2


  • ID: 77823
    A7: 3 Punkte
    A3: 1 Punkt
    A4: 1 Punkt
    A6: 1 Punkt

  • Liebe Teilnehmer dieses Wettbewerbs, freut euch jetzt auf die historische Auswertung dieses Wettbewerbs!


    Zunächst aber ein großes Dankeschön an alle Schreiber und auch die Voter @Caroit, @Wenlok Holmes, @Obscuritas, @Lauriel, @Cyndaquil, @*Miro*, @Nexy, @Thrawn, @Shiralya, @Rusalka, @Galileo und @Naoko, dass ihr euch aktiv an diesem schriftstellerischen Kräftemessen beteiligt habt!



    Platzierung

    Titel

    Autor




    1.

    Abgabe 4: Idus

    32

    Nein

    27.59%

    6 + 2 MP

    2.

    Abgabe 3: Guams Sternstunde

    28

    Ja

    26.17%

    5 + 2 MP

    3.

    Abgabe 7: Das talentlose Farbeagle

    25

    Ja

    23.36%

    4 + 2 MP

    4.

    Abgabe 2: L'incendie d'Illumina

    16

    Nein

    13.79%

    3 + 2 MP

    5.

    Abgabe 5: Enteis Heer

    8

    Nein

    6.9%

    2 + 2 MP

    6.

    Abgabe 6: Ein großer Sprung

    7

    Ja

    6.6%

    1 + 2 MP

    7.

    Abgabe 1: Pompeii

    0

    Ja

    0%

    0 + 2 MP






    Herzlichen Glückwunsch an alle Mitstreiter und wir sehen uns beim nächsten Wettbewerb! Wie immer bleibt dieses Topic noch für Rekommis, Anmerkungen u.Ä. für kurze Zeit geöffnet.



    Zum Schluss auch noch ein Dankeschön für das Feedback zu dieser Runde. Wir werden versuchen, das in unserer Planung zu berücksichtigen, um euer Schreib- und Leseerlebnis in Zukunft noch besser gestalten zu können!

  • Zunächst einmal: Entschuldigung fürs Nicht-Voten. Es ging einfach zeitlich nicht. Dennoch meinen Glückwunsch an die Sieger!


    In meiner Geschichte habe ich versucht, den Vulkanausbruch von Pompeji in die Pokémonwelt zu verlegen und mit der dort vorhandenen Geschichte und den Mythen zu kombinieren. Inwieweit mir das gut gelungen ist ... naja. Mein Problem war, dass ich sehr unter Zeitnot litt, weswegen es geschichtlich etwas unakkurat wurde und der Protagonist sehr dürftig ausgearbeitet war. Ich freue mich deshalb über meinen nicht letzten Platz überdurchschnittlich stark.
    Da ich ein paar Dinge in den Kommentaren immer wieder gelesen habe, will ich diese hier mal aufklären.
    1.) Warum tut Entei das?
    Weil die Kausalität anders ist. Laut einem Pokédexeintrag heißt es sinngemäß: Immer, wenn ein Vulkan ausbricht, wird ein Entei geboren. Der Ausbruch bedingt also Enteis Auftauchen und nicht umgekehrt, so wie auch ein Absol selbst nicht die Katastrophe bringt. Die Menschen wissen das natürlich nicht und sehen nur einen Zusammenhang zwischen Entei und Vulkan.
    2.) Was ist mit dem weißen Drachen?
    In Einalls Legenden heißt es, Reshiram hätte einmal die ganze Region verwüstet. Den Zusammenhang kann man sich jetzt hoffentlich denken.

  • Boy oh Boy, Roman an Re-Kommentaren incoming, brace yourself.


    An dieser Stelle aber erst ein ein Gratz an @Sheogorath auf Platz eins, sowie @Nexy und @'Wenlock Holmes', bevor ich das vergesse.
    Dann zum Hauptteil dieses Posts. Anfangen möchte ich mit einem etwas allgemeingültigen Thema, das mich in nahezu allen Votes doch ziemlich verblüfft hat.
    Keine Ahnung, ob ich das Thema so massiv falsch verstanden habe, bei so vielen Votern bekomme ich allmählich das Gefühl, nach einem kurzen Blick zurück in die Aufgabenstellung fühle ich mich dann allerdings wieder in meiner Auffassung bestärkt. In dieser steht folgendes:
    "Wichtig ist, dass man den historischen Kontext bzw. Hintergrund erkennen kann [...]"
    Mein Fokus lag daher von Anfang an auf dem historischen Kontext, der sinnvoll und ungezwungen in die Pokémon-Welt eingebaut werden sollte. Ungezwungen ist dabei das Stichwort. Historische Geschichten fokussieren sich auf ein gewisses Geschehen mit festgelegten, menschlichen Handlungsträgern- Tiere dagegen werden nur im Nebensatz erwähnt, oder wenn sie eine tragende Rolle spielen, was im Normalfall nicht vorkommt. Warum also Pokémon in diesem Wettbewerb eine so riesige Rolle einräumen? Weil die Geschichte in der Welt der Pokémon spielt? Tieren räumt man aber doch auch keine so große Rolle ein. Jeder zu starke Bezug auf Pokémon als Handlungsträger hätte unauthentisch, forciert gewirkt. Mir war es daher wichtig, dass ich bewusst nur im Nebensatz einarbeite, dass Pokémon existieren und dass sie eine Rolle im Leben der Menschen spielen, das hervorzuheben hätte aber keinen Sinn gemacht, denn genauso wie in einer geschichtlichen Erzählung niemand davon berichtet, welche Tiere der Bauer von nebenan hat, während ein Krieg vor der Türe steht, würde Marie Antoinette in ihrem Tagebucheintrag nicht mehr auf Pokémon eingehen, als nötig, ganz einfach, weil diese Alltag sind. Mein Bezug zur Pokémonwelt fand daher (neben einigen Erwähnungen im Verlaufe des Textes) auf geografischer Ebene statt. Zum einen das recht offensichtliche Illumina=Paris, zum anderen aber auch der Herkunftsort vom Fürsten und der angepeilte Fluchort, die, legt man die Karten von Frankreich und Kalos übereinander, geographisch möglichst übereinstimmend gewählt wurden. Der Pokémonbezug war da. Bewusst subtil, weil alles andere forciert gewirkt hätte, aber da. Ich meine, es gab ja einiges an Kritik für das Thema, ich habe aber das Gefühl, dass der Pokémon-Bezug einfach zu sehr in den Fokus gerückt wurde, wo der geschichtliche Aspekt doch eigentlich das Hauptthema war, und das am Ende das war, was für Probleme gesorgt hat.


    Genug aber davon, hin zu den kleineren Re-Kommentaren:



    Anyways, danke an die vielen Voter und an das Lob für den Schreibstil. Ich bin froh, dass zumindest der überwiegend gut angekommen ist. ^^ Seht das hier bitte auch nicht als Rant oder ähnliches, ich möchte nur erklären, warum genau ich mit manchen Sachen nicht übereinstimme, deswegen auch der halbe Roman weiter oben, weil es schwierig wäre, meine Gedankengänge sehr viel kürzer zu fassen, haha.
    Ich hoffe auf eine etwas bessere Platzierung im nächsten Wettbewerb, mal sehen, was bei rumkommt.


    Cáithlyn

  • Zunächst einmal möchte ich mich für eure Punkte bedanken - ich glaube, es ist das erste Mal, dass ich einen Wettbewerb hier gewinnen konnte und freue mich sehr darüber! Auch an die anderen Platzierten meine Glückwünsche und Dank an die Voter (noch einmal ;)), es war schön, dass ihr euch diesem für mich sehr faszinierenden Thema auseinandergesetzt habt! Auf die Kritik am Wettbewerb möchte ich nicht näher eingehen, ist aber angekommen. hauptsächlich war das Ganze einfach so gedacht, dass man mal die Möglichkeit bekommt, sich mit historischen Zusammenhängen auseinanderzusetzen und sie mit pokémonischen Elementen zu vermischen. Viele haben da offenbar an den Ansatz gedacht, dass Pokémon sehr deutlich hervortreten müssen, der Anteil etwa gleich gewichtet sein muss - aber ich persönlich sehe das ähnlich wie @Cáithlyn. Die subtilere Einarbeitung der Pokémon in einen historischen Kontext ist genauso eine Möglichkeit, das Thema umzusetzen. Das sage ich nicht nur, weil ich das selbst so gehandhabt habe - ich habe das so gemacht, weil ich das als natürlichste Form sah, die beiden Welten kollidieren zu lassen. Für mich war es also wichtig, eine glaubwürdige Welt mit Pokémon zu bauen statt die Handlung in Bezug auf die beiden Themengebiete ausgewogener zu gestalten. Wenn man es genau betrachtet, gibt es natürlich sehr unterschiedliche Möglichkeiten, das Ganze aufzufassen, aber es ist ja nur gut, dass wir nicht alle gleich denken und ticken, nicht war? Das wäre ja sonst auch langweilig.


    Nun denn, ich möchte ein bisschen rekommentieren!



    Zum Schluss: Da Geschichte für mich als studierte Historikerin eine kleine Leidenschaft ist, möchte ich noch das ein oder andere loswerden, was andere Abgaben betrifft. Wenn ihr mehr Feedback wollt, könnt ihr mich gern anschreiben! :)


    @Galileo und @Kiriki-chan: Ihr könnt vielleicht schon nicht mehr lesen, zusammen angesprochen zu werden, aber der Hinweis hier geht an euch beide, nehmt es mir daher nicht krumm. Zum Vesubausbruch gibt es eine einschlägige Quelle, die viel an Material liefern kann und an bestimmten Punkten sehr genau wird. In einem Teil seiner Briefe beschreibt Plinius der Jüngere den Tod seines Onkels Plinius' des Älteren, der bei diesem Ereignis ums Leben kam, das nicht nur Pompeii verwüstete. Eine sehr beliebte Lektüre im Lateinunterricht, aber auch als Quelle nicht zu unterschätzen. Ansonsten danke, dass ihr euch an etwas ANtikem versucht habt, das hat mich ungemein gefreut!


    @Cáithlyn: Zunächst, hat es einen bestimmten Grund, dass du dich für "Illumina" statt "Illumis" (den französischen Namen der statt) entschieden hat?
    Ansonsten finde ich die Charakterisierung der Königin recht nachvollziehbar, wenn die Geschichte mit dem Kuchen (ich habe hier jedenfalls den berühmten Ausspruch rausklingen hören) aber nicht gesichert historisch ist.


    @Nexy: Interessante Geschichte, wo hast du die denn ausgegraben? :D



    Aaaaach, ich wollte euch eigentlich komplette Kommentare dalassen, finde aber momentan nicht die Zeit dazu und hab nur Hinweise geschafft, wo ich welche anbringen wollte :( Aber wie gesagt, schreibt ruhig, wenn ihr mehr Feedback möchtet.



    Mir hat es große Freude gemacht, dass sich doch einige von euch mit Geschichte auseinandergesetzt haben, mit teilweise sehr unterschiedlichen Ergebnissen - obwohl ich überrascht bin, dass sich keiner an historischen Mysterien wie Roanoke oder des Geisterschiffes Mary Celeste versucht hat :D