Das Corona-Virus

Wir sammeln alle Infos der Bonusepisode von Pokémon Karmesin und Purpur für euch!

Zu der Infoseite von „Die Mo-Mo-Manie“
  • Wer ein solches Schubladendenken betreibt, wer unterstützt, dass ungeimpfte Menschen mehr und mehr aus der Gesellschaft ausgetoßen werden und all diese Gedanken nach außen trägt, trägt effektiv zur Spaltung der Gesellschaft bei. Kann man nicht anders sagen.

    Aha. Dann muss ich mich wohl schuldig bekennen, zur Spaltung beigetragen zu haben und gleichzeitig beichten, dass ich auch weiterhin dazu beitragen werde. Aber um ganz am begrifflichen Anfang anzufangen, klären wir vielleicht mal, was die in der letzten Zeit vielzitierte "Spaltung" überhaupt bedeuten soll. Dass einfach nur unterschiedliche Ansichten in der Gesellschaft herrschen, kann es wohl nicht sein bzw. kann es nicht als Defizit angesehen werden, denn sonst ist eine nicht gespaltene Gesellschaft wohl realistisch betrachtet nicht möglich; ganz zu schweigen davon, dass ja der einzige Ausweg aus solcher Spaltung wäre, dass alle die gleichen Ansichten haben, und das wird wohl auch keiner wollen.

    Bleibt also Spaltung in dem Sinne, wie er im ersten Teil des Zitats beschrieben wird, mithin also im Sinne der Ausgrenzung einer Personengruppe bzw. in der Verschärfung von Ungleichheiten. Nun haben wir solche Spaltungen in der Gesellschaft ebenfalls seit Jahr und Tag: Arm und reich, cis und trans, hetero und nicht-hetero, Schwarz und weiß, behindert und nichtbehindert, depressiv und nichtdepressiv (sehr spezifisches Beispiel, ich bin sicher, das hat keine später klar werdende Bedeutung) und dennoch kümmern derartige Spaltungen der Gesellschaft die Gesellschaft herzlich wenig. Wobei hier anzumerken ist, dass diese Spaltungen und Diskriminierungen drei wesentliche Elemente aufweisen: Erstens, dass sich keine Person aussuchen kann, ob sie zu der jeweils benachteiligten Gruppe gehört oder nicht, zweitens, dass es für die besagten Spaltungen bzw. Ungleichheiten keinen vertretbaren Grund gibt bzw. eben keinen Grund, der nicht am Ende menschenfeindlich wäre und drittens, dass diese Spaltungen und Ungleichheiten nicht klar zeitlich begrenzt sind (schön wär's).

    Wenn es dann nun um den Vergleich mit der Spaltung zwischen geimpft und ungeimpft geht, dann ist zunächst offensichtlich zu bemerken, dass niemand die Ausgrenzung von Ungeimpften allgemein befürwortet, denn natürlich ist allen klar, dass sich manche Leute schlicht nicht impfen lassen können, und daher geht es hier besten- oder schlechtestenfalls, je nachdem, wie mensch es betrachten will, eigentlich um einen Unterschied zwischen Impfwilligen und Impfunwilligen. Wenn nun bestimmte Regelungen Impfunwillige Menschen aus Bereichen des gesellschaftlichen Zusammenlebens ausschließen, so kann das schlicht zwei Zwecken dienen, nämlich erstens dem Schutz anderer Menschen (ich würde mich hier zumindest so weit aus dem Fenster lehnen, dass 2G+ etwas sicherer ist als 3G) und andererseits natürlich auch dazu, Druck auszuüben, damit sich endlich mal geimpft wird, wofür es, ich sage es nicht zum ersten Mal, ohnehin sehr gute Gründe gibt und keine sinnvollen dagegen. Insofern sehen wir also, dass es sich hier erstens um keinen "Ausschluss" handelt, aus dem sich nicht sehr einfach herausbewegt werden könnte und der zweitens aber nun einmal auch nicht so unberechtigt ist. Die Methode des "Drucks" mag natürlich moralische Bedenken hervorrufen (wobei es monatelang ohne versucht wurde und offensichtlich hat das so viel dann auch nicht gebracht), aber diese sind keine Totschlagargumente, die Beschränkungen für Ungeimpfte als vollkommen und unter allen Umständen indiskutabel gelten lassen würden. Die Frage solcher Methoden (der Sicherheitsaspekt steht übrigens so oder so) ist immer eine Abwägungssache, und es sollte sich auch mal überlegt werden, was jeweils auf der anderen Seite steht, oder besser, wer. Denn während ständig die "Spaltung" beklagt wird, wird offenbar komplett aus dem Blickfeld verloren, was nun einmal die ganze Zeit an Schäden entsteht. Ich habe mehrmals von der Belastung des Gesundheitssystems und der Pflegekräfte gesprochen, es ließen sich zusätzlich die Toten und Langzeitgeschädigten aus grundsätzlich vermeiddbaren Infektionen bzw. schweren Verläufen anführen, aber da alles das wohl nicht geklappt hat und es hier ja jetzt auch spezifisch um Ausschlüsse aus der Gesellschaft geht, versuche ich es mal wieder auf die persönliche Schiene und mit anderen Spaltungen bzw. Ausschlüssen, auch wenn ich wohl insgesamt nicht mehr Empathie werde erwarten dürfen als letztes Mal.

    Aber gut: Ich habe eine Sozialphobie und Depression. War eigentlich schon seit längerer Zeit so, aber ich hatte durchaus noch ein geregeltes und nettes Leben. Ich konnte mich beispielsweise in Seminaren in der Uni melden und mich beteiligen. Ich hatte auch ein paar Sozialkontakte und machte Kampfkunst und Selbstverteidigung. Das Leben war manchmal anstrengend und deprimierend, aber das hielt sich in Grenzen. Nun jedoch, etwas mehr als anderthalb Jahre, nachdem es hier in Deutschland mit Covid so richtig schön losging, kann ich mich in den wenigen Präsenzseminaren, die es überhaupt noch gibt und bei denen ich die Kraft zur Teilnahme habe, eben nicht mehr so schön beteiligen, denn selbst wenn ich dazu die Energie und den Mut während der Sitzung aufbringe, darf ich den Rest des Tages darüber nachgrübeln, ob die Antwort jetzt überhaupt passend und wenigstens halbwegs clever war und nicht in etwa einfach dumm und unpassend. Zur gleichen Zeit sind meine Depressionen allgemein schlimmer geworden und ich habe als Resultat zunehmend Schwierigkeiten, mich auf die Seminare überhaupt ausreichend vorzubereiten. Sport als Ausgleich ist natürlich auch erst einmal gestrichen worden und geht jetzt zwar grundsätzlich wieder, aber nachdem ich lange gesundheitlich angeschlagen war und jetzt vielleicht wieder teilnehmen könnte, muss ich mich zugleich fragen, ob das eigentlich moralisch vertretbar wäre. Sport mit engem Körperkontakt während der Pandemie? Ist ja nicht so gut und wahrscheinlich wäre ich dann auch nur noch einer dieser frivolen Partygeimpften, von denen hier im Thema ja immer zu lesen war, geistige Gesundheit hin oder her. Und bald ist ja auch Weihnachten und ich will Heiligabend nicht wie letztes Jahr in Quarantäne und allein verbringen müssen. Also fällt Sport wohl eher noch mindestens den Rest des Jahres flach (wie auch andere Sachen), und was danach ist, weiß ich auch nicht. Nebenbei habe ich letztens die Nachricht bekommen, dass aufgrund der Tatsache, dass Leute sich den Impfnachweis von Freund*innen "ausleihen", jetzt auch noch immer ein amtliches Ausweisdokument mit sich geführt und nachgewiesen werden muss, dass der Impfnachweis auch wirklich der eigenen Person gehört, mit anderen Worten, die Geimpften müssen aufgrund der Verantwortungslosigkeit anderer selbst weitere Kontrollen über sich ergehen lassen, die alle Abläufe verzögern.

    Aber zu mir zurück: Am Ende des Tages macht eine Sozialphobie die Reduzierung sozialer Kontakte vielleicht kurzfristig einfacher für mich, aber ich bin nun einmal dennoch kein Misanthrop und letztlich ebenso auf soziale Kontakte angewiesen. Die Bilanz ist daher mittlerweile nicht weniger, als dass ich dem Aufhalten der Pandemie über Selbstisolation und Kontaktbeschränkungen einen wesentlichen Teil meiner geistigen Gesundheit geopfert habe. Ich erwarte nicht, dass mir irgendjemand von heute auf morgen eine Lösung der Pandemiesituation präsentiert, die die Pandemiesituation beendet und mir damit ermöglicht, wieder mehr Kontakte zu haben und an der Rückkehr in ein halbwegs geregeltes Sozial- und Universitätsleben zurückzukehren. Ich erwarte und will nicht, dass morgen alle Beschränkungen fallen gelassen werden. Ich erwarte nicht, dass es nie wieder einen Lockdown gibt. Ich erwarte auch nicht, dass die Pandemie in der nächsten Zeit enden wird (2022 habe ich ohnehin schon abgeschrieben). Aber ich erwarte, nachdem ich hier ein doch relativ großes Opfer erbracht habe, dass andere Leute sich vielleicht noch einmal überlegen, ob einen Piks zu verweigern, von dem sie, es kann nicht oft genug gesagt werden, auch noch selber profitieren (!!!), wirklich schwerer wiegt. Denn eine hohe Impfquote ist ein wichtiges Instrument, um ein Ende der pandemischen Situation schneller zu erreichen und/oder es wahrscheinlicher zu machen. Ein Ende, nachdem ich endlich mal an meinen Problemen arbeiten könnte. Und gerade Leute, die den "Ausschluss" oder die "Spaltung" beklagen, sollte das, wenn sie denn aufrichtig sind, ernsthaft interessieren: Denn ich bin jetzt, im Moment, von der Gesellschaft aufgrund meiner Depression und sozialen Ängste ausgeschlossen. Andere sind es auch. In der Gesellschaft existierte schon immer eine Spaltung zwischen Depressiven und Nichtdepressiven, und diese Spaltung wird mit jedem Tag tiefer, den diese verdammte Pandemie geht. Und die anderen Spaltungen, die ich oben erwähnt habe? Ja, auch die werden tiefer. Wie es mit dem Graben zwischen arm und reich aussieht, kann sich jede*r mit gesundem Menschenverstand denken.

    Insofern kann ich hier eigentlich sehr leicht die Gegenthese unterbreiten: Jede Person, die sich impfen lassen kann und es aus irgendwelchen fadenscheinigen Gründen nicht tut, leistet letztlich einen Beitrag zur Fortsetzung der pandemischen Situation und damit konsequenterweise auch einen Beitrag zur Vertiefung realer Spaltungen in der Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund und auch vor dem Hintergrund meiner eigenen Situation befürworte ich durchaus Maßnahmen, die dafür sorgen, dass sich mehr Leute impfen lassen und nachdem sie es nun wirklich lange auch einfach freiwillig tun konnten, ist es meiner Ansicht nach auch vertretbar, wenn es dabei einen gewissen Druck gibt.

    Hierbei sollte übrigens noch etwas bedacht werden, was ich oben als dritten unterschied zwischen dem "Ausschluss" von Ungeimpften und realen Diskriminierungen erwähnt habe: Dieser "Ausschluss" ist temporär. Egal ob die Pandemie morgen, in einem Jahr oder meinetwegen in zehn Jahren endet, die Ungeimpften gehen so oder so raus in die zurückgewonnene Normalität, ohne Einschränkungen, ohne Langzeitschäden, ohne dass sie ihre Entscheidung irgendwie noch verfolgt. Was ist aber mit Leuten wie mir? Ich werde auch nach der Pandemie noch Monate, vielleicht Jahre darum kämpfen, wieder auf mein psychisches Niveau von vor der Pandemie zu kommen. Wenn ich bis dahin überlebe, wohlgemerkt. Wir Depressiven werden unter einem realen Ausschluss noch lange leiden, während die Ungeimpften sich des Lebens freuen dürfen. Und all die anderen Spaltungen und Diskriminierungen, die ich eingangs erwähnt habe, werden natürlich exakt das gleiche Problem haben.

    Aktuell gehe ich einmal wöchentlich zur Therapie. Die Sitzung dauert eine knappe Stunde, aber weil es anstrengende emotionale Arbeit ist, laugt es mich quasi für den ganzen Tag aus. Und abseits der Therapie habe ich natürlich immer meine Phasen. Rechnet das mal bitte auf gegen im schlimmsten Fall eine Impfung alle sechs Monate, gerne auch finanziell.

    Um Einwände vorwegzunehmen: Nein, ich gebe natürlich nicht Impfunwilligen die Alleinschuld an der Situation und auch ich habe einen ordentlichen Rochus auf die Politik und hasse sie für all das, was sie verschlafen hat. Und ich habe sogar, solange das Impftempo noch ein wenig stockt, Verständnis für Leute, die sich gerne impfen lassen möchten, aber nicht mehrere Stunden investieren können, um in einer Schlange zu stehen oder sonst was. Aber ich habe absolut Null Verständnis für Leute, die auch unter besseren Bedingungen noch, keine Ahnung, einem Impfstoff misstrauen, der bereits millionenfach verimpft wurde und der wohl am besten überwachte Impfstoff aller Zeiten ist oder aber (am besten in Kombination mit eben erwähntem "Grund") noch auf einen Totimpfstoff warten, der bei Zulassung dann sehr viel weniger erprobt ist als alles, was wir jetzt schon haben. Es ist sicher absolut legitim, den Beitrag, den Ungeimpfte an der Verlängerung des Pandemie und den damit verbundenen Problemen haben, auch zu benennen, und der Verweis auf die Politik, mag sie auch den größeren Beitrag haben (vielleicht würde ich ja über die Politik schreiben, würde mir nicht de facto vorgeworfen werden, die Gesellschaft mit meiner Meinung zu spalten), ist hier auch keine Ausrede, das nicht zu tun.

    Ich würde mich insgesamt einfach freuen, wenn Leute ihren Beitrag leisten würden, dass Personen wie ich oder Leute, denen es noch viel schlechter geht (denn ich bin wohl vergleichsweise noch in einer relativ guten Situation) bald mal wieder an ihren Problemen arbeiten können oder zumindest die bloße Hoffnung schöpfen dürfen, dass dem irgendwann mal so sein wird. Die Leute könnten aber auch, und das ist nun wirklich das Minimum, uns, die wir uns ein Ende des Elends herbeisehnen und Maßnahmen der Politik, die darauf abzielen, entsprechend gut finden, nicht einfach mal so in die Schublade der "Gesellschaftsspalter*innen" stecken (nachdem sie Schubladendenken vorher kritisiert haben). Aber anscheinend geht nicht einmal das.


    We just can't have nice things, can we?

  • dass sich mehr Leute impfen lassen und nachdem sie es nun wirklich lange auch einfach freiwillig tun konnten

    Die Freiwilligkeit war wenn es hochkommt 1-2 Monate. Die Impfung existiert seit gut 9 Monaten wovon 4 Monate nur bestimmte Menschen sich impfen lassen durften. Dann kam die kurze Phase der Freiwilligkeit und im August wurde schon 2G und 3G eingeführt. Die Meinung von Ungeimpften wurde auch nie respektiert. Der Druck für Ungeimpfte wurde von Monat zu Monat mehr bis schlussendlich zu dem Punkt aktuell wo sie nichts mehr dürfen. Und selbst das reicht noch nicht da wir über eine Impfpflicht reden. Hatte also der "Druck" Erfolg? Absolut nicht und moralisch sowieso fragwürdig. Erinnerst du dich an meinen Beitrag aus August bevor 3G eingeführt wurde? Schon da habe ich von Spaltung der Gesellschaft geredet und davon, dass ich mich nicht impfen lassen werde wenn sie das einführen. So ist es gekommen. Die jetzige Situation hat rein gar nichts mehr mit Freiwilligkeit zu tun und 2G im Einzelhandel sowie 3G in Bus und Bahn bzw. 3G am Arbeitsplatz sind reine Schikanen um Menschen zum impfen zu zwingen. Und ich sage dir ganz ehrlich: Selbst wenn sich 10% mehr hätten impfen lassen würden wir jetzt trotzdem über eine Impfpflicht reden. Wenn diese ausgesprochen wird war eine Impfung nie freiwillig.

    Dieser "Ausschluss" ist temporär.

    Nein Thrawn eben nicht. Und genau das meinte ich in einem der letzten Beiträge, dass es einige unterschätzen was wir gerade eigentlich unterstützen. Erstmal Impfpflicht das heißt man wird gegen seinen Willen geimpft. Selbst wenn diese nicht kommt gilt 2G DAUERHAFT. Denn wir ändern aktuell das Infektionsschutzgesetz so oft wie unsere Unterhose und unsere Beschlüsse basieren nicht mehr auf der Grundlage einer pandemischen Lage sondern als fester Bestandteil unserer Gesetze. Bedeutet: Solange kein Gericht etwas anderes feststellt sind alle Beschlüsse dauerhaft rechtens selbst mit einer Inzidenz von 10 oder wenn Corona als besiegt gelten würde. Die Beschlüsse haben kein Ablaufdatum mehr. Theoretisch könnte man auch einfach den Arbeitsplatz unter 2G stellen und hätte eine "faule" Impfpflicht. Das heißt auch, dass Leute die sich nicht impfen lassen können dauerhaft in dieser Situation verbleiben werden. Durch die Änderungen wäre es sogar möglich eine Impfpflicht gegen Grippe zu veranlassen und auch diese mit entsprechenden Maßnahmen zu belegen. Deswegen rede ich auch immer davon, dass unser Infektionsschutzgesetz missbraucht wird und alle anderen Dinge wie Datenschutz mit Füßen getreten werden. Übrigens sollen bald auch die Impfbücher nicht mehr gültig sein für Zutritte zu Räumlichkeiten. Es soll verpflichtend der QR Code geltend gemacht werden ansonsten gibt es keinen Zutritt mehr. Armer Datenschutz.


    2G und 3G sind das absolute Gift der Gesellschaft. Eine Impfpflicht das Toxin.

  • Eine Sache darfst du nicht vergessen. Bei der Gurtpflicht schränkt der Staat dich bei der Ausübung deines Besitztes ein. Bei einer Impfung handelt es sich rein rechtlich um eine freiwillige Körperverletzung und an die Gurtpflicht musste du dich nur halten wenn du mit dem Auto auf einer öffentlichen Straße fährst, bei einer allgemeinen Impfpflicht wird bei einer Verweigerung ein Bußgeld fällig, selbst wenn man nur in seiner Wohnung ist und so gut wie nie rausgeht.

    Mir ging es weniger darum, Gurtpflicht und Impfpflicht zu vergleichen, als darauf hinzuweisen, dass womöglich nicht die Impfpflicht oder Maßnahmen selbst für derartige Ausschreitungen und Spaltungen in der Gesellschaft verantwortlich sind, sondern es eine bestimmte Gruppe an Menschen gibt, die ganz allgemein einen Hang dazu hat, in allem was der Staat sagt und tut, eine Verschwörung und Unterdrückung der Bevölkerung zu sehen, die man in der Form aus Diktaturen kennt. Interessanterweise sind viele derer, die die Demokratie als gefährdet ansehen, gerade die, deren Gesinnung rechtsaußen einzuordnen ist, die demokratische Prinzipien ablehnen und sich Nazivokabular und Kriegsrhetorik bedienen. Dass laut einer Umfrage 2/3 der Nichtgeimpften rechts wählt (50% AfD, 15% die Basis) ist da nicht verwunderlich.

    Dazu beitragen tun auch zum einen die Politik mit ihren teilweise sehr merkwürdigen Maßnahmen, die mehr willkürlichem Aktionismus gleichen und mehr Scheinsicherheit als echten Coronaschutz bieten. Zum anderen sind es aber die Masse an Leute, die Menschen einfach nur in zwei Schubladen unterteilen und dabei völlig vergessen, dass es zwischen zwei Extremfällen noch Abstufungen gibt. Sieht man jetzt auch wunderbar: Du sagst, Impfgegner tragen als einzige zur Spaltung der Gesellschaft bei und dein Hauptargument ist die Gruppe Querdenker.

    Diese Maßnahmen galten und gelten aber für die gesamte Gesellschaft. Geimpft sein ist keine inhärente Eigenschaft, die einem bestimmten Teil der Bevölkerung vorbehalten ist. Wir waren alle mal ungeimpft. Nun existiert ein Impfstoff, der als wichtiges Werkzeug im Kampf gegen die Pandemie dient, die uns alle betrifft. Ein Impfstoff, der jedem zugänglich ist. Im Namen der individuellen Freiheit entscheiden sich Impfgegner ( = Menschen, die sich aus gesundheitlicher Sicht impfen lassen können aber nicht wollen), sich dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe zu entziehen. Trotz eines Kosten-Nutzen Verhältnisses, das deutlicher nicht sein könnte. Das nichtimpfen dient hier einzig und allein dem Selbstzweck: Ein Vorgang, der seinen Wert in sich selbst findet und nicht etwa dem erreichen eines anderen Ziels dient. "Ich tue es, weil ich die Freiheit habe es zu tun" - in diesem Fall auf Kosten der Gesellschaft.


    Dass es in Anbetracht dessen die Impfgegner sind, die am lautesten schreien und am gewaltbereitesten sind, nicht mal so viel Anstand haben um sich nicht mit den Juden aus dem nationalsozialistischen Deutschland zu vergleichen, ist schon ziemlich dreist.

  • Hatte also der "Druck" Erfolg?

    Scheinbar schon. Schau dir die Kurve der Erstimpfungen an, die jetzt seit Ende November zusammen mit den Fallzahlen wieder steigt. Manche lassen sich wohl nur langsam überzeugen oder mal zur Impfung bewegen.


    Schon da habe ich von Spaltung der Gesellschaft geredet und davon, dass ich mich nicht impfen lassen werde wenn sie das einführen.

    Gut, bei dir ist das anscheinend sowieso nur eine Trotzhaltung ohne jeglicher logischer Begründung, worüber wir uns jetzt hier total aufregen können, was aber sicher sinnlos sein wird.

    Ich denke bei vielen anderen wird es tatsächlich eher die Faulheit und die Unsicherheit sein. Viele haben das nötige Vertrauen in diese Impfung noch nicht, selbst wenn sich Bekannte bereits haben impfen lassen und das schon Monate zurückliegt, die Intensivstationen voll sind und man auch von Bekannten von Longcovid hört. Die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt. Die Hoffnung, dass man es doch nicht bekommt und weil die eigene Fitness doch so gut ist, bekommt man sowieso nur einen milden Verlauf. Oder auch nicht.


    Viele kommen mit 3G aktuell noch gut mit Tests durch, was aber keine Lösung der Situation ist, weil der Staat in der Verantwortung ist, alle Menschen im Land zu schützen. Und genau deshalb muss der Staat handeln und die beste Maßnahme gegen die steigenden Zahlen anwenden. Wahrscheinlich wird das 2G werden, am besten 1G, um nicht noch die Dummen zur Infektion zu inspirieren...


    Durch die Änderungen wäre es sogar möglich eine Impfpflicht gegen Grippe zu veranlassen und auch diese mit entsprechenden Maßnahmen zu belegen.

    Nein, das wäre ein schlechter Vergleich, da die Grippeschutzimpfung meistens nicht annähernd einen so guten Schutz bietet, wie die Coronaschutzimpfung. Wir wissen, die Grippeviren mutieren sehr schnell und sind schneller als die Pharmaindustrie ihre Impfungen erstellen und durch das System bringen kann. Daher wäre eine Impfpflicht gegen die Grippe quasi sinnlos.


    Es soll verpflichtend der QR Code geltend gemacht werden ansonsten gibt es keinen Zutritt mehr. Armer Datenschutz.

    Muss Datenschutz immer analog sein?

  • Scheinbar schon. Schau dir die Kurve der Erstimpfungen an, die jetzt seit Ende November zusammen mit den Fallzahlen wieder steigt. Manche lassen sich wohl nur langsam überzeugen oder mal zur Impfung bewegen.

    Das war aber bisher immer so. Auch im August als 3G eingeführt wurde stieg die Zahl der Erstimpfungen genauso wie bei jeder anderen Verschärfung der Maßnahmen für Ungeimpfte. Das ist dann immer wieder abgeflaut. Ende November kam 3G am Arbeitsplatz und 3G in Öffis. Die Leute sind da auch nicht aus Überzeugung zur Impfung gegangen sondern weil sie keinen andere Möglichkeit mehr hatten. Die Maßnahmen sind eine Teil-Impfpflicht und kein Druck mehr. Wenn jemand am Arbeitsplatz sich nicht testen lassen kann und jeden Tag in ein Impfzentrum muss welches möglicherweise weit weg ist oder man mit Öffis fahren muss und wöchentlich 80 Euro selbst zahlen muss (besonders hart für arme Menschen) dann kann er nur noch zur Impfung oder er wird gekündigt. Und dann kriegst du nach unseren Gesetzen auch erst einmal für 3 Monate kein Arbeitslosengeld. Es gibt sogar Arbeitgeber die sagen "Geh zur Erstimpfung danach darfst du dich auch bei uns im Betrieb testen lassen". Überzeugung gibt es schon lange nicht mehr, wenn dir deine Lebensgrundlage entzogen wird.

    Gut, bei dir ist das anscheinend sowieso nur eine Trotzhaltung ohne jeglicher logischer Begründung, worüber wir uns jetzt hier total aufregen können, was aber sicher sinnlos sein wird.

    Das kannst du so sehen. Ich habe meine klaren Prinzipien und Ansichten zur ganzen Corona Situation. Mich kann man nicht mehr umstimmen. Ich werde nur geimpft, wenn eine Impfpflicht kommt. Daher ist es tatsächlich sinnlos darüber zu reden.

    Ich denke bei vielen anderen wird es tatsächlich eher die Faulheit

    Das denke ich absolut nicht. Die Leute die jetzt noch ungeimpft bleiben nehmen sehr viel auf sich um das zu bleiben. Mal ehrlich: Hättest du Lust jeden Tag in ein Testzentrum zu gehen, 45 Minuten zu warten und 80 Euro wöchentlich hinzulegen? Wer das auf sich nimmt ist sicher alles andere als faul.

    Viele haben das nötige Vertrauen in diese Impfung noch nicht, selbst wenn sich Bekannte bereits haben impfen lassen und das schon Monate zurückliegt, die Intensivstationen voll sind und man auch von Bekannten von Longcovid hört. Die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt. Die Hoffnung, dass man es doch nicht bekommt und weil die eigene Fitness doch so gut ist, bekommt man sowieso nur einen milden Verlauf. Oder auch nicht.

    Das wird es viel eher sein.

    am besten 1G, um nicht noch die Dummen zur Infektion zu inspirieren...

    Das ist doch eh schon passiert. Und wenn dann bitte 1G+ damit die Leute sich nicht auf der Impfung ausruhen und ein Zertifikatsverfall nach 6 Monaten.

    Nein, das wäre ein schlechter Vergleich, da die Grippeschutzimpfung meistens nicht annähernd einen so guten Schutz bietet, wie die Coronaschutzimpfung. Wir wissen, die Grippeviren mutieren sehr schnell und sind schneller als die Pharmaindustrie ihre Impfungen erstellen und durch das System bringen kann. Daher wäre eine Impfpflicht gegen die Grippe quasi sinnlos.

    Es geht nicht um den Vergleich sondern das was möglich wäre. Das Infektionsschutzgesetz wurde so geändert, dass du auch andere Impfungen verpflichtend machen kannst sollte sich eine bedrohliche Lage für Krankenhäuser einstellen oder prognostiziert werden. Wenn also gesagt wird, dass im Winter 2022 eine bedrohliche Grippewelle auf uns zurollen könnte, könnte die Regierung eine Impfpflicht gegen Grippe beschließen. Das ist leichter als jemals zuvor. Da steht nicht drin, dass alles nur wegen Corona ist. Wir geben für Corona gerade Teile unserer allgemeinen Rechte her auch Teile des Datenschutzes und anderer Rechte. Und mal ehrlich: Teile die für eine Corona Impfung sind wären bei einer jeweiligen Prognose doch sicher auch für eine Grippe Impfung.

    Muss Datenschutz immer analog sein?

    Es sollte beides möglich sein. Mit QR Code könnten Daten wieder gespeichert werden usw. dass muss man nicht gut finden und sollte jedem selbst überlassen sein.

  • Die Meinung von Ungeimpften wurde auch nie respektiert. Der Druck für Ungeimpfte wurde von Monat zu Monat mehr bis schlussendlich zu dem Punkt aktuell wo sie nichts mehr dürfen.

    Ja, na und? Man muss nicht jede Meinung und jede sogenannte "Angst" respektieren oder auch nur anhören, wenn diese irrational ist und anderen schadet.


    Ist vielleicht auch das größte Problem heute, dass ein jeder Depp eine Bühne bekommt und seine Paranoien auf dieser lostreten und andere damit anstecken kann.

    Dadurch wird jeder noch so dämlichen Verschwörungstheorie, sehr viel Wissenschaftsfeindlichkeit, und auch sehr viel Rassismus und Queerfeindlichkeit eine Bühne geboten.

  • Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

    Ich finde das jetzt nicht wirklich schlimm. Im Endeffekt sagen die ja nur, dass sie sich nicht impfen lassen egal was kommt. Ist ihr freies Recht.

    Ja, na und? Man muss nicht jede Meinung und jede sogenannte "Angst" respektieren oder auch nur anhören, wenn diese irrational ist und anderen schadet.

    Immer dieses "anderen schadet". Solange niemand krank ist wird gar nichts geschadet. Wenn der Andere geimpft ist wird es noch schwieriger und wenn er eine Maske trägt fast unmöglich. Genauso ist es unmöglich, wenn der Ungeimpfte eine FFP2 Maske trägt. Schaden kannst du nur wenn du von deiner Infektion nichts weißt oder unvorsichtig bist. Wenn du es weißt bist du in Quarantäne. Ich stell mich auch nicht hin und erzähle jeden Tag, dass doch bitte alle Geimpften unterm Weihnachtsbaum in der Familie eine Maske tragen sollen, da die Infektion bei Geimpften noch schwerer zu erkennen ist. Da kann man andere genauso schaden. Und das der Großteil der Infektionen im privaten Umfeld passieren sollte selbst dir inzwischen klar sein. Überall da wo man gerne mal keine Maske trägt. Ich kenne keinen Geimpften der privat unter Angehörigen oder Freunden eine Maske trägt. Da gilt eher "die Impfung wird schon regeln". Ist mir aber auch egal. Jeder ist alt genug selbst zu entscheiden was er tut.

  • Überall da wo man gerne mal keine Maske trägt. Ich kenne keinen Geimpften der privat unter Angehörigen oder Freunden eine Maske trägt. Da gilt eher "die Impfung wird schon regeln".

    Jap, jeder kennt's. Während Geimpfte leichtfertig durch's Leben gehen, sagen sich Impfgegner, die die Impfung bis jetzt noch ablehnen, "aber FFP2 Maske tragen wir privat trotzdem, weil so ernst nehmen wir die Pandemie schon noch".

    Schaden kannst du nur wenn du von deiner Infektion nichts weißt oder unvorsichtig bist. Wenn du es weißt bist du in Quarantäne.

    Hat super geklappt angesichts dessen, wie sich die Pandemie global entwickelt hat und wie hoch die Inzidenz unter Nichtgeimpften im Vergleich zu Geimpften ist. Ich glaube, diese übervorsichtigen Nichtgeimpften kennst nur du.

  • Jap, jeder kennt's. Während Geimpfte leichtfertig durch's Leben gehen, sagen sich Impfgegner, die die Impfung bis jetzt noch ablehnen, "aber FFP2 Maske tragen wir privat trotzdem, weil so ernst nehmen wir die Pandemie schon noch".

    Schau dir mal das Bild oben an und was auf dem Plakat steht. Und dann schau dir mal an ob diese Personen eine Maske tragen oder nicht. Und die haben die bestimmt nicht nur für das Foto aufgesetzt ;) .

    Hat super geklappt angesichts dessen, wie sich die Pandemie global entwickelt hat und wie hoch die Inzidenz unter Nichtgeimpften im Vergleich zu Geimpften ist. Ich glaube, diese übervorsichtigen Nichtgeimpften kennst nur du.

    Die Inzidenz sagt immernoch nichts aus. Weder wissen wir die Dunkelziffer unter Geimpften die symptomlos sind noch müssen sich diese in umfangreichen Maße testen während Ungeimpfte an jeder Ecke zum Test gebeten werden und diese immer weniger werden. Außerdem ist es nicht unwahrscheinlich, dass diese sich auf der Arbeit bei ungetesteten Geimpften anstecken.

  • Die Inzidenz sagt immernoch nichts aus. Weder wissen wir die Dunkelziffer unter Geimpften die symptomlos sind noch müssen sich diese in umfangreichen Maße testen während Ungeimpfte an jeder Ecke zum Test gebeten werden und diese immer weniger werden. Außerdem ist es nicht unwahrscheinlich, dass diese sich auf der Arbeit bei ungetesteten Geimpften anstecken.

    Laut den Informationen des Robert Koch Institutes Verringern die Impfstoffe nicht nur Symptome, sondern auch stark die Wahrscheinlichkeit sich nachweisbar zu infizieren. Also damit auch die Weitergabe des Virus. + Verringern die Zeit in der eine Person ansteckend ist deutlich. Dadurch alleine ist klar das geimpfte, unabhängig ihre sonstigen Verhaltens weniger infiziert und weniger ansteckend sind. allerdings .... Suchen wir doch mal Bilder von Versammlungen von Impf " Skeptikern ". Immerhin kann man sich da sicher sein, dass keiner geimpft ist !


    Hmmm sahen wir der Sicherheitsabstand KÖNNTE besser eingehalten werden. Aber immerhin sieht man DREI Masken ! Also zwei bei der Polizei eine bei nem Kameramann.


    Noch EINE Maske ! Aber ich bezweifle das die den Medizinischen Standart genügt.


    Bild 3 und ich kann die Masken immernoch an einer Hand zählen. Sieht nicht so gut aus mit dem Argument.

    Bilder mit Maskentragenden Impfgegnern finden sich WESENTLICH seltener und meistens bei kleinen Protesten die nur unter der Auflage zugelassen werden. Und selbst auf den Bild da oben hat im Hintergrund einer die Maske runter um zu quatschen. XD

  • Schau dir mal das Bild oben an und was auf dem Plakat steht. Und dann schau dir mal an ob diese Personen eine Maske tragen oder nicht. Und die haben die bestimmt nicht nur für das Foto aufgesetzt ;) .

    Also diese Demo hat in Frankfurt stattgefunden. [1]

    "Nach erheblichen Verstößen gegen die Versammlungsauflagen hat die Polizei zwei Demonstrationen von Impfgegnern in Frankfurt aufgelöst. Die Teilnehmer hätten die Abstandsregeln missachtet und keine Masken getragen, berichtete die Polizei am Samstag"


    Dass es auch solche gab, die sich an die Maskenpflicht gehalten haben, eben um der Demo nicht noch mehr zu schaden, heißt jetzt im Umkehrschuss nicht, dass Nichtgeimpfte der Pandemie vorsichtiger gegenübertreten. Warum sollten "nur über meine Leiche" Impfgegner bei anderen Maßnahmen plötzlich verständnisvoll und einsichtig sein, ja gar einsichtiger als Geimpfte selbst?

    Die Inzidenz sagt immernoch nichts aus. Weder wissen wir die Dunkelziffer unter Geimpften die symptomlos sind noch müssen sich diese in umfangreichen Maße testen während Ungeimpfte an jeder Ecke zum Test gebeten werden und diese immer weniger werden. Außerdem ist es nicht unwahrscheinlich, dass diese sich auf der Arbeit bei ungetesteten Geimpften anstecken.

    "Nichts" ist ziemlich übertrieben. Ja, eine Dunkelziffer existiert - im übrigen auch bei Nichtgeimpften - aber zum einen erfüllt die Impfung ja wie gesagt ihren Zweck, wenn eine Infektion symptomlos verläuft und zum anderen konnte ja auch durch Proben im Labor nachgewiesen werden, dass Geimpfte a) eine geringere Virenlast haben und b) die von Geimpften weitergegebenen Partikel weniger infektiös sind. Durch die Dunkelziffer an Infizierten erklärt sich der hohe Unterschied in der Inzidenz Geimpft/Nichtgeimpft jedenfalls nicht.

  • Und die haben die bestimmt nicht nur für das Foto aufgesetzt ;) .

    Richtig, denn es wurden ja reihenweise Demos aufgelöst, weil sich die Teilnehmer vorbildlich an Maskenpflicht, Abstandsregeln und sonst irgendwelche Maßnahmen gehalten haben. Ich finde es schon sehr satirisch, dass du hier den Leuten ständig Framing und Schubladenstecken vorwirfst, während du von Ungeimpften stets ein Bild des verantwortungsvollen, mündigen Bürgers zeichnest, der brav auf den Totimpfstoff wartet und alle sinnvollen Maßnahmen der Regierung mitträgt.


    Nichts für ungut, aber nur weil du dich vorbildlich verhältst und ein paar Leute kennst, die das auch so sehen, ist die Generalisierung ebenso unangebracht, wie wenn ich behaupten würde, dass alle Geimpften so reagieren würden. Es gibt zwischen den beiden Lagern nur einen großen Unterschied:


    Weder wissen wir die Dunkelziffer unter Geimpften die symptomlos sind noch müssen sich diese in umfangreichen Maße testen während Ungeimpfte an jeder Ecke zum Test gebeten werden und diese immer weniger werden. Außerdem ist es nicht unwahrscheinlich, dass diese sich auf der Arbeit bei ungetesteten Geimpften anstecken.

    Das Problem sind nach wie vor weniger die Geimpften, die sich bei Geimpften anstecken, sondern die Ungeimpften, die sich anstecken, völlig egal von wem. Und auch wenn die Studien darauf hindeuten, dass der Impfschutz gegen Omikron durch die aktuellen Impfstoffe sinkt (Quelle), so schützt insbesondere ein Booster weiterhin effektiv vor schweren Verläufen. Zudem hat BionTech-Chef Sahin bereits angekündigt, dass in wenigen Monaten eine adaptierte Version des Impfstoffs bereit stehen könnte. Dabei gilt aber auch zu bedenken, dass die Hürden für Zulassungen hoch sind und trotz der aktuellen Lage alles geprüft und validiert werden muss. Das ist übrigens auch was, was man beim Warten auf den Totimpfstoff bedenken sollte - Die mögen zwar bald auf den Markt kommen, sind aber meines Wissens nach auch nicht auf Omikron angepasst..

    Ändert aber nach wie vor nichts daran, dass die Rate an schwer erkrankten eben dann sinkt, je mehr Leute sich impfen lassen.

  • Dass es auch solche gab, die sich an die Maskenpflicht gehalten haben, eben um der Demo nicht noch mehr zu schaden, heißt jetzt im Umkehrschuss nicht, dass Nichtgeimpfte der Pandemie vorsichtiger gegenübertreten. Warum sollten "nur über meine Leiche" Impfgegner bei anderen Maßnahmen plötzlich verständnisvoll und einsichtig sein, ja gar einsichtiger als Geimpfte selbst?

    Trotzdem haben sie auf dem Bild eine Maske getragen obwohl sie völlig gegen die Impfung sind. Das heißt sie sind vorsichtiger sonst würden sie wie einige andere auch ohne Maske da herumlaufen. Ich habe zwar etwas gegen die Impfung aus anderen Gründen aber so ein Schild würde ich nicht hochhalten. Ob das jetzt ist um der Demo nicht zu schaden ist spekulativ aber selbst wenn haben sie ja trotzdem ihren Kopf eingeschaltet. Das sollte man auch mal akzeptieren.

    dass Geimpfte a) eine geringere Virenlast haben und b) die von Geimpften weitergegebenen Partikel weniger infektiös sind. Durch die Dunkelziffer an Infizierten erklärt sich der hohe Unterschied in der Inzidenz Geimpft/Nichtgeimpft jedenfalls nicht.

    In den ersten 4-6 Monaten. Die sind aber bei vielen schon längst um und trotzdem müssen sie sich nicht testen. Ich glaube schon, dass die hohe Inzidenz gerade durch Arbeitsplätze entsteht. Und unter den Nichtgeimpften sind ja auch die ganzen Kinder.


    Ninjatom-ate Deine Bilder sind ziemlich veraltet und jetzt auch nichts was überraschen sollte. Soll ich jetzt 3 andere Bilder wieder mit Maskenträger posten? Ist doch Unsinn. Es ging lediglich darum, dass auch harte Impfgegner sich an Maßnahmen halten können.

    Richtig, denn es wurden ja reihenweise Demos aufgelöst, weil sich die Teilnehmer vorbildlich an Maskenpflicht, Abstandsregeln und sonst irgendwelche Maßnahmen gehalten haben. Ich finde es schon sehr satirisch, dass du hier den Leuten ständig Framing und Schubladenstecken vorwirfst, während du von Ungeimpften stets ein Bild des verantwortungsvollen, mündigen Bürgers zeichnest, der brav auf den Totimpfstoff wartet und alle sinnvollen Maßnahmen der Regierung mitträgt.


    Nichts für ungut, aber nur weil du dich vorbildlich verhältst und ein paar Leute kennst, die das auch so sehen, ist die Generalisierung ebenso unangebracht, wie wenn ich behaupten würde, dass alle Geimpften so reagieren würden. Es gibt zwischen den beiden Lagern nur einen großen Unterschied:

    Weißt du wie viele sich daneben benommen haben? Der Fackellauf vor das Haus der Ministerin wurde auch sehr reißerisch dargestellt. Dabei waren es nur ungefähr 30 Personen. Davon mal ab ging es jetzt lediglich um dieses eine Foto und das der Satz kam, dass Ungeimpfte sich nicht schützen. Es gibt welche die das tun. Ich habe nichts von ALLE Ungeimpfte geschrieben oder behauptet sondern lediglich auf das gepostete Foto verwiesen dass es eben nicht nur Hardcore Verweigerer gibt.

  • Ninjatom-ate Deine Bilder sind ziemlich veraltet und jetzt auch nichts was überraschen sollte. Soll ich jetzt 3 andere Bilder wieder mit Maskenträger posten? Ist doch Unsinn. Es ging lediglich darum, dass auch harte Impfgegner sich an Maßnahmen halten können.

    Das älteste Bild ist Von September. Ok suchen wir doch ein Bild der Aktuellesten Demo !


    Also das hier war Samstag.



    Ebenfalls vom Wochenende XD

    Oder is dir das zu alt ? Muss ich eine Demo finden die JETZT grade läuft ? Übrigens wurde eine der wenigen Demos die ich gefunden habe mit Masken aufgelöst wegen Verletzungen gegen die Maskenpflicht XD so viel dazu.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Anderes Aktuelles Beispiel.

  • Die Beispiele sind sicher spannend und interessant, jedoch muss dabei bedacht werden, dass wahrscheinlich nicht die Mehrheit der Ungeimpften zu irgendwelchen Demos geht. Daher sind diese Beispiele eher irrelevant. Daran lässt sich nicht ablesen, ob die Mehrheit der Ungeimpften sich an Maßnahmen gegen Corona hält.

    Überall da wo man gerne mal keine Maske trägt. Ich kenne keinen Geimpften der privat unter Angehörigen oder Freunden eine Maske trägt. Da gilt eher "die Impfung wird schon regeln".

    Jap, jeder kennt's. Während Geimpfte leichtfertig durch's Leben gehen, sagen sich Impfgegner, die die Impfung bis jetzt noch ablehnen, "aber FFP2 Maske tragen wir privat trotzdem, weil so ernst nehmen wir die Pandemie schon noch".

    Eben.

    Und warum sollten wir Geimpften den Vorwurf machen, dass sie ihr Möglichstes probieren, um wieder einigermaßen einen normalen und unkomplizierteren Alltag zu erleben? Wollen wir das nicht eigentlich alle?


    Die andere Alternative wäre nur, dass wir auf ewig mit Masken rumlaufen und uns dann blöderweise beim Wechseln der Maske doch irgendwie ein paar Viren einatmen und uns infizieren - mit dementsprechenden Folgen. Ich würde mal behaupten, dass das eine unvernünftige Alternative ist.

  • RKI - Empfehlungen der STIKO - Pressemitteilung der STIKO zur COVID-19-Impfempfehlung für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren (9.12.2021)


    Mittlerweile frage ich mich echt, ob die STIKO eigentlich zumindest teilweise mit Impfskeptikern besetzt ist. Nicht nur, dass man ewig lang benötigt, um zu Entscheidungen zu gelangen, die in anderen Ländern schon vor Ewigkeiten getroffen wurden (ich erinnere mich nicht, dass wir hierzulande schonmal zu wirklich anderen Erkenntnissen gelangt sind). Nein, man formuliert dann auch noch dermaßen zweideutig, dass ich mich nicht wundere, dass die Bevölkerung verunsichert ist. Für Kinder ohne Vorerkrankungen wird die Impfung jedenfalls nicht empfohlen, die Entscheidung überlässt man großzügig den Eltern, weil die es sicherlich besser als die "Experten" einschätzen können. Zu allem Übel dann noch ein Satz wie "Hinzu kommt, dass das Risiko seltener Nebenwirkungen der Impfung auf Grund der eingeschränkten Datenlage derzeit nicht eingeschätzt werden kann." Das wird jeden Impfgegner in seinem Handeln bestätigen. denn was für Kinder womöglich schlecht ist, kann für Erwachsene nicht gut sein.

    Ansich ist diese Kommission sicherlich sinnvoll und hat ihre Berechtigung, jedenfalls bisher. In Krisensituationen ist sie schlicht unbrauchbar.


    Gut auch der Beitrag dazu von Extra 3.


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Er wandte sich an Gucky: "Der Kommandant hat mich gewarnt für den Fall, dass du bei den Ankömmlingen sein würdest. Deine Kommentare würden schwer zu verstehen sein, weil du in einer Art zwanghaften Humors gefangen bist." Perry Rhodan #3133, Seite 55

    Per aspera ad astra!

    Momentan kein Partneravatar mit Missy!

  • Gucky

    Das Video, Made my day. :biggrin: :biggrin:


    Mir ging es weniger darum, Gurtpflicht und Impfpflicht zu vergleichen, als darauf hinzuweisen, dass womöglich nicht die Impfpflicht oder Maßnahmen selbst für derartige Ausschreitungen und Spaltungen in der Gesellschaft verantwortlich sind, sondern es eine bestimmte Gruppe an Menschen gibt, die ganz allgemein einen Hang dazu hat, in allem was der Staat sagt und tut, eine Verschwörung und Unterdrückung der Bevölkerung zu sehen, die man in der Form aus Diktaturen kennt. Interessanterweise sind viele derer, die die Demokratie als gefährdet ansehen, gerade die, deren Gesinnung rechtsaußen einzuordnen ist, die demokratische Prinzipien ablehnen und sich Nazivokabular und Kriegsrhetorik bedienen. Dass laut einer Umfrage 2/3 der Nichtgeimpften rechts wählt (50% AfD, 15% die Basis) ist da nicht verwunderlich.

    Naja, noch ist Deutschland eine Demokratie. In einer Demokratie steht es dem mündigen Menschen zu den Staat und deren Gesetze zu kritisieren, unabhängig davon wie man selber zu dem Thema steht. Ich bin selber geimpft und bin für gewisse Berufe auch für eine Impfpflicht, aber das ist nur meine Meinung. Jeder muss ebenhalt selber wissen wie er dazusteht.


    Ich habe selber im Bekanntenkreis Leute die sich normal geimpft haben es aber nicht einsehen sich boostern zu lassen weil sie nicht immer einen neuen Stoff im Körper haben wollen und einige dachten das der normale Coronaimpfstoff ein Totimpfstoff handelt.

  • Scheinbar gibt es immernoch Ungeimpfte, die Einfach bisher zu faul waren bei denen es nichts mit ner Ablehung zu tin hat. Frag mich wie viele die Impfung tatsächlich aktiv ablehnen. Kinder unter dem Alter ab dem Impfungen empfohlen waren sind ja glaube ich auch ca. 10 Millionen der Ungeimpften. Einige werden auch Leute sein die den Impfstoff aus medizinischen Gründen nicht bekommen. Vielleicht sind die Verweigerer tatsächlich einfach eine sehr laute Minderheit.

    Und von denen sind ja auch noch welche dabei die einfach zu stur sind und vielleicht anfangen sich impfen zu lassen wenn es zu ungemütlich wird ohne. Vielleicht hilft ja der Omikron Schreck.

    Also diese :



    Sind vielleicht garnicht so viele. XD