Das Corona-Virus

  • Weil das Masketragen nur tatsächlich effektiv ist, wenn das Gegenüber auch eine trägt. Das wurde schon am Anfang der Pandemie gesagt und immer und immer wiederholt und bewiesen. Deswegen kann ich nicht glauben, dass man davon noch nie gehört hat... es sei denn natürlich jemand will es nicht wissen und blendet diese Information absichtlich aus.


    Mir ist btw auch egal ob sich jemand "gut fühlt", in dem man was eine Person tut und das ist nichtmal moralische Frage ... ich will einfach nur nicht angesandelt werden von einem Random im Bus.

    Mit wem man Sex hat, kann man halt entscheiden. Wer dir gegenübersitzt nicht.

    Finde es daher von Loun scheiße, wenn man die "omg, willst dich nur gut und moralisch überlegen fühlen was? Andere fühlen sich auch gut in dem, wie sie handeln"-Keule holt und es lächerlich ist wie viele das liken und ignorieren, dass es Leuten um ihr eigenes Wohl geht.

    Ich erlebe es nun seit Jahren, dass Mitmenschen meine Gesundheit (und eben auch die anderer) am Arsch vorbeigeht.

  • Und das bedeutet, dass wir diese Maßnahmen niemals überdenken, hinterfragen oder anhand neuer (wissenschaftlicher) Erkenntnisse aktualisieren, oder wie darf ich das verstehen?

    In wie fern ist das jetzt eine „neue wissenschaftliche Erkenntnis“? :) Dass Masken einen Nutzen haben, ist keine neue Erkenntnis, ebenso, dass je mehr Prävention stattfindet, desto mehr Leben potentiell geschützt werden können. Man muss Masken jetzt wirklich nicht als bahnbrechende Erkenntnis verkaufen, die großen Nutzen bei minimalen Kosten haben. Mit Kosten meine ich hier nicht das bloße tragen zu gegebenem Anlass, denn muss man ja die gesamte Kreislaufwirtschaft von in diesem Fall medizinischen Produkten betrachten, von Herstellung, bis Beschaffung, Nutzung und Entsorgung. Masken und Tests waren ein Milliardengeschäft, ebenso, wie in diesem Zuge hunderttausende Tonnen medizinischer Abfall entstanden ist, der auch mehr oder weniger in Natur und Umwelt gelandet ist.


    Man muss halt auch mal das Gesamtbild betrachten und nicht nur diesen klitzekleinen Ausschnitt von „10 Minuten Maske im ÖPNV tragen“.

  • Ihr wisst schon, dass es nicht nur um vulnerable Gruppen geht (wobei ich absolut zustimme: Wer nicht bereit ist, Maske zu tragen, weil es ihn ja so sehr einschränkt, und damit keine Rücksicht auf vulnerable gruppen nimmt, ist menschenfeindlich - und sorry, wenn ihr "zusammenbrecht" dann ist das in eurem Kopf, weil ihr euch reinsteigert, nicht weil die Maske so schlimm ist), sondern auch um das Verhindern von Long Covid. Denn Long Covid wird immer häufiger, einige neue Forschungen gehen von bis zu 20% aller Genesenen aus. Und ja, das kann auch euch betreffen. Zumal Long Covid mit jeder Erkrankung mit dem Virus wahrscheinlicher wird - und auch die neue Varianten es wahrscheinlicher machen, dass betroffene heftige Long Covid Symptome wie ME/CFS entwickeln - ein Krankheitsbild gegen das es bisher keine Heilmöglichkeit gibt, wie ich anmerken möchte und das in nicht wenigen Fällen auf Dauer zum Tod führt.

    Also nur einmal zur Einordnung: Wenn die neuen Forschungen, die du zitierst, wirklich von etwa 20% Long Covid ausgehen, wird Long Covid nicht häufiger, sondern eher seltener. So vor einem Jahr, zu Delta-Zeiten, wurde regelmäßig davon berichtet, dass etwa 1/3 aller Betroffenen Long Covid entwickelt. Soweit ich erkennen kann, wären 20% Spätfolgen im Vergleich zu anderen Atemwegserkrankungen eher Mittelmaß - mit anderen Worten ist Covid meines Erachtens gar nicht wegen der Prozentzahl besonders gefährlich, sondern die Brisanz ergibt sich eher aus der Anzahl der Erkrankungen, also der pandemischen Lage. Dazu kommt natürlich auch noch, dass Impfungen angeblich das Risiko auf Long Covid verringern, man den Wert mit Selbstschutz also wohl noch unter 20% drücken kann. Zu der Häufigkeit von ME/CFS bei Long Covid habe ich jetzt noch keine belastbaren Daten, sodass ich darauf schlichtweg nicht seriös eingehen kann. Hast du da Ergebnisse zu?


    Die nächste Frage ist dann natürlich, wie man mit der Einordnung umgeht. Das ist zur Zeit etwas schwierig, weil wir seit Omikron nicht mehr wissen, ob wir jemals Herdenimmunität erreichen werden. Aber grundsätzlich ist wohl auch in dem Bezug davon auszugehen, dass sich leider jeder früher oder später mit Covid infizieren wird. Wir wissen noch zu wenig darüber, wie sich weitere Infektionen auf das Long-Covid-Risiko / allgemein auf Ansteckungswahrscheinlichkeiten auswirken, aber ich wage einfach mal die Prognose, dass spätestens sobald Covid in den endemischen Zustand übergegangen ist die Auswirkungen von Long Covid eine Maskenpflicht nicht mehr oder weniger rechtfertigen können als die anderer viraler Erkrankungen. Mit anderen Worten sind wir dann wieder bei der Frage, warum wir wegen Covid plötzlich Maßnahmen beibehalten sollten, die wir sonst nie Bedacht haben. Und da gibt es tatsächlich gute Gründe, denke ich - weil Menschen nun einmal dazu neigen, erst dann zu reagieren, wenn sie persönlich betroffen sind weswegen wir den Klimawandel ja nicht mehr aufhalten werden kann man natürlich sehr gut vertreten, dass die Gesellschaft nach Corona anders funktionieren sollte. Das heißt für mich, dass ich persönlich einer zeitlich begrenzten Maskenpflicht zur Verhinderung von Infektionswellen - egal welcher Krankheit - ab einer bestimmten Intensität - über die Wissenschaftler besser entscheiden können als ich - stand jetzt zustimmen würde. Eine generelle Maskenpflicht schießt da aber meiner Meinung nach weit über das Ziel hinaus - gerade auch weil die Dinger halt unbestritten lästig und teuer sind und Kommunikation einschränken, sodass man für unverhältnismäßige Maßnahmen keine Akzeptanz in der Bevölkerung erreichen wird. Meines Erachtens wirkt die Maskenpflicht wie eigentlich auch alle anderen Maßnahmen besser, je Punkt genauer sie eingesetzt wird.

    Bezogen auf die aktuelle Situation heißt das meines Erachtens, dass eine Maskenpflicht im ÖPNV wohl (noch) okay ist, aber in Supermärkten wohl eher nicht (siehe die Argumentation von Sirius). Ich sage aber auch ganz ehrlich, dass ich es zum Beispiel sehr genossen habe, in der Schweiz ohne Maske Zug zu fahren und es mir deutlich lieber wäre, wenn wir das ganze jetzt bis November aussetzen würden und damit hoffentlich die Akzeptanz erhöhen, sodass die Leute die Dinger dann im Winter wieder vernünftiger tragen als jetzt. Ob so ein Vorgehen der Infektionslage insgesamt helfen würde, wird man wohl nicht herausfinden können.


    Und ob man das Ganze dann als menschenfeindlich betiteln muss, obwohl da vor drei Jahren noch keiner dafür war und ja durchaus auch Argumente gegen die Masken sprechen, also ich weiß nicht.


    Ich bin zwar nicht Bastet, aber bei mir ziehe ich die Grenze dort, wo alle, die sich anstecken könnten, sich einigen, dass man die Maske bleiben lässt und das Risiko in Kauf nehmen. Wenn auch nur eine Person lieber hat, dass wir Masken benutzen oder es unpraktisch ist zu erfragen, dann tragen wir eine.

    So haben wir es auch im Büro gemacht. Uns zuerst alle möglichst oft boostern lassen, bis vor paar Wochen noch alle mit Maske unterwegs und jetzt, wo der Schutz da ist, sind wir in unserem Büro ohne unterwegs (haben wahrscheinlich auch einige neurodivergente Leute da), ziehen sie aber sonst noch an.

    Auch wenn du nicht Bastet bist, danke für die Rückmeldung. Ich finde auch, dass die Abgrenzung sich durchaus hören lässt, ich setze ja auch gerne weiter Masken auf, wenn man mich drum bittet. Eine solche Argumentation setzt aber natürlich einzig und allein auf individuellen Schutz, während ich bei Bastet herauszuhören glaube, dass dort gerade auch kollektiver Schutz als wichtig erachtet wird, und da ist der Ansatz natürlich nicht mehr wirklich zielführend, da er wie eigentlich alle Maßnahmen außer der Impfung nur verlangsamt, nicht aber stoppt.

    Ich möchte auch anmerken, dass nach der Argumentation halt eine Maskenpflicht im ÖPNV und gerade im Fernverkehr nicht zwangsläufig ist, denn zumindest in Zügen könnte man problemlos neben den Kinder- Ruhe- und Restaurantabteilen auch Maskenabteile einrichten, sodass die 20% der Bevölkerung (anekdotische Evidenz aus dem Supermarkt), die noch Maske tragen wollen, sich dann auch geschützt fühlen.


    Doch, das tu ich, weil es mir dabei auch sehr um MEINE Safety geht und ich bin dementsprechend nicht gewillt Abstriche zu machen. Ich hab Asthma, ziemlich Starkes (PS: Kann trotzdem eine Maske tragen) und bin nicht gewillt mich mit Long Covid oder einem schweren Verlauf auseinanderzusetzen, weil viele Menschen kleine Arschgeigen sind, die ständig und im vollen Bewusstsein meine Gesundheit gefährden und dann meinen viele like: „Kannst ja daheim bleiben, was muss man auch mit dem Bus fahren oder einkaufen gehen lol, oder jemanden besuchen. Kann man auch zu Fuß gehen… quer durch eine Großstadt und so.“


    Find ich immer auch zum Kotzen, sag ich einfach direkt so wie es ist, wenn man anderen vorwirft man würde sich einfach nur als toller Mensch fühlen wollen, wenn man das Bare Minimum von Menschen einfordert und nichtmal das bekommt.
    Und ja, ich sehe es als Bare Minimum an, dass man die Gesundheit anderer nicht gefährdet, weil man keine kleinen Unbequemlichkeiten hinnehmen will, genauso wie dass jemand nicht sexistisch, queerfeindlich oder rassistisch ist, oder eben in diesen Fällen auf das Leben anderer scheißt.
    Ich hab sonst auch keinen Grund Respekt vor Menschen haben, die so wenig Respekt vor mir haben (und allen anderen haben), dass sie im normalen Alltag nichtmal meine Safety mit einfachsten Maßnahmen garantieren wollen, oder auch erlebt, dass man es verweigert auf kleinen Events oder bei persönlichen Treffen sich weigern, dass man sich nicht testen lässt.


    Solange es keinen harten Lockdown gibt, diktiert Corona auch nicht dein Leben. Wenn du das so siehst, ist das eine Kopfsache in die man sich extrem hineingesteigert, genauso wie viele, die angeblich unter der Maske nicht atmen können oder für die es eine große Herausforderung ist alle paar Tage mal testen zu gehen, und eine Sache von Egoismus.

    Also um das zusammenzufassen: Du hältst deine Interessen für besonders wichtig und deswegen sind alle, die sie nicht teilen, unabhängig von ihren Argumenten Egoisten? Ist natürlich auch eher eine gewagte Argumentation, aber wenn du damit glücklich bist, nur zu. Aber nur mal so gefragt: Ich habe da eine Kommode im Flur, an der ich mich alle paar Monate mal stoße, sodass das auch Gästen passieren könnte. Das Problem könnte ich auch lösen, indem ich die weiter unter die Treppe schieben würde, dann müsste ich mich aber jedes Mal bücken, wenn ich da dran will. Bin ich jetzt eine Arschgeige, weil ich blaue Flecken meiner Besuchern in Kauf nehme, oder gibt es auch beim Gesundheitsschutz vielleicht Grenzen? Und wenn es die gibt, warum zur Hölle glaubst du, alle Leute, die Dinge anders sehen als du, hier in einer Tour beleidigen zu dürfen? Finde ich schon ziemlich enorm daneben von dir, und dass das auch völlig kontraproduktiv ist habe ich denke ich oben schon klar gemacht.


    Und nur um dich zu beruhigen: Asthma ist bei Corona wohl kein erheblicher Risikofaktor.



    Zitat von Bastet

    Weil das Masketragen nur tatsächlich effektiv ist, wenn das Gegenüber auch eine trägt. Das wurde schon am Anfang der Pandemie gesagt und immer und immer wiederholt und bewiesen. Deswegen kann ich nicht glauben, dass man davon noch nie gehört hat... es sei denn natürlich jemand will es nicht wissen und blendet diese Information absichtlich aus.

    Und das hier ist halt einfach falsch. Der, der hier Informationen ausblendet bist du. Das wurde am Anfang der Pandemie gesagt, weil Leute da Stoffmasken getragen haben und es da stimmte. Bei FFP2-Masken stimmt das nicht. Die schützen auch wenn nur einer sie trägt zu über 90%, und damit mehr als jeder andere Typ Masken selbst wenn beide sie tragen. Wenn beide Leute FFP2 tragen schützt das Ganze übrigens zu etwa 99% und das ist die Differenz über die wir uns dann halt unterhalten.


    Und ich möchte übrigens einfach mal vermuten, dass Loun dir die moralische Überlegenheit nicht wegen deiner Meinung an sich vorgeworfen hat, sondern wegen deiner Ausdrucksweise, die halt wirklich enorm deutlich macht, dass du dich in einem Maße für was Besseres hältst, dass du offenbar der Meinung bist andere Leute ungestraft beleidigen zu können nur weil sie anderer Meinung sind als du.

  • Okay, was ich hier jetzt nicht ganz verstehe ist, wenn es in diesem Fall nicht um Menschen geht, die wirklich Angst vor Corona haben müssen und sich auch nicht impfen lassen können. Inwiefern macht es dann einen Unterschied, zu jeder anderen ansteckenden, tödlichen Krankheit?

    Insbesondere frage ich mich, inwiefern nimmt die Person es dann halt selbst in Kauf, öfter an Corona zu erkranken, wenn sie sich nun mal dagegen entscheidet, bewusst keine Maske zu tragen und dann trotzdem an öffentliche Plätze geht, wo die Chance höher ist?

    Wie Bastet schon sagt: Es geht nicht nur um den Eigenschutz bei Masken, sondern vor allem auch um den Schutz von anderen. Zum einen dadurch, dass nun einmal die beste Schutzwirkung erzielt wird, wenn ALLE Masken tragen - zum anderen nun einmal dadurch, dass wenn sich ein Maskenverweigerer Infiziert und dann den Virus auf die Arbeit oder in andere Räume weiterträgt und eben so zu Infektionsketten beiträgt. Niemand infiziert nur sich selbst.


    Soweit ich erkennen kann, wären 20% Spätfolgen im Vergleich zu anderen Atemwegserkrankungen eher Mittelmaß

    Das stimmt nicht. Man spricht bei den üblichen Atemwegserkrankungen (also Bronchitis, Grippe etc.) von einer 1-7% Chance, dass sich daraus chronische Beschwerden entwickeln. Also deutlich unter den 20%. Auch beim klassischen SARS liegt die Wahrscheinlichkeit Langzeitfolgen zu entwickeln bei 9,4%. Bei der Vogelgrippe bei etwa 13%.


    Darüber hinaus ist aber vor allem das Ausmaß der Folgen sehr unterschiedlich.


    Bronchitis führt bei Langzeitfolgen zu einer Vernarbung des Lungengewebes, seltener zu einer Entzündung des Herzmuskels.

    Selbiges gilt für die Vogelgrippe, wobei hier häufiger auch noch Gefäßerkrankungen hinzukommen können.

    Das klassische SARS kann neuronale Folgen haben - doch diese sind sehr, sehr selten. (Genaue zahlen konnte ich nicht finden, aber sehr selten heißt in Medizinsprech üblicherweise <1%)


    COVID-19 dagegen führt in mindestens 20% der chronischen Fälle zu neuronalen Beeinträchtigungen. Soweit sagt man in etwa 8% zu Erinnerungsproblemen und greift darüber hinaus auch noch diverse andere Organe an, die von den meisten anderen Atemwegserkrankungen nur sehr selten betroffen sind.



    Dazu kommt natürlich auch noch, dass Impfungen angeblich das Risiko auf Long Covid verringern, man den Wert mit Selbstschutz also wohl noch unter 20% drücken kann.

    Das stimmte - bis BA.5, bei dem (soweit wir es aktuell wissen) die Impfungen das Risiko nur noch wenig verringern. Das ist ja auch der Grund, warum gerade so nach einem neuen Impfstoff geforscht wird.


    Dazu kommt, dass wir zumindest eine Sache recht sicher wissen: BA.4 und BA.5 haben ein hohes Potential zu einer direkten Neuinfektion. Bei alten Varianten war es so, dass eine Infektion in den meisten Fällen für mehrere Wochen vor einer neuen Infektion recht gut geschützt hat - aber BA.4 und BA.5 haben das Potential, dass man sich direkt nach Genesung direkt wieder infizieren kann - in welchem Fall der zweite Verlauf häufig schwer und häufig mit Landzeitfolgen versehen ist.


    Zu der Häufigkeit von ME/CFS bei Long Covid habe ich jetzt noch keine belastbaren Daten, sodass ich darauf schlichtweg nicht seriös eingehen kann. Hast du da Ergebnisse zu?

    Da ME/CFS aktuell noch nicht medizinisch gut erforscht ist, variieren die Zahlen massiv. Ich habe Zahlen zwischen 1 und 7% in verschiedenen Studien gesehen. Die größte Studie in den USA, die ich gesehen hatte, hat die Wahrscheinlichkeit auf 3% ausgelegt - aber auch die war kritisch gesehen, weil die wohl nur an der Westküste durchgeführt wurde und entsprechend natürlich wieder nur eine Gruppe berücksichtigt ist.


    Gestern ist eine Studie herausgekommen, dass zum Beispiel allgemein LGBTQ* Menschen (in den USA) eine höhere Wahrscheinlichkeit für alle Long Covid Symptome, aber vor allem für ME/CFS haben. Vermutet wird, dass es mit unterschiedlicher Qualität in der medizinischen Versorgung und zusätzlicher Stressbelastung durch Diskriminierung zusammenhängen kann. (Das würde auch dadurch bestätigt, dass Schwarze Menschen in einer anderen Studien ähnliche Wahrscheinlichkeiten aufgezeigt haben.)



    Aber grundsätzlich ist wohl auch in dem Bezug davon auszugehen, dass sich leider jeder früher oder später mit Covid infizieren wird.

    Was aber kein Grund ist, dass Infektionsgeschehen zu beschleunigen. Wie bereits gesagt: Reinfektionen sind möglich und können offenbar bei BA.5 sehr kritisch ausfallen.


    Dazu kommt, dass es nun einmal tatsächlich so ist, dass - auch weil wir nachwievor Pflegemangel haben - in vielen Gegenden auch jetzt die Krankenhäuser überlastet sind. Es sind vor allem die Ärzt*innen und Pflegekräfte, die aktuell die Regierung beknien, wieder stärkere Maßnahmen einzuleiten, weil sie vielerorts aktuell regelmäßig Entscheidungen treffen müssen, wen sie aufnahmen und wen nicht. Nur weil die Medien aufgehört haben über die Überlastung der Krankenhäuser zu sprechen, heißt es nicht, dass sie aufgehört hat.

  • Also nur einmal zur Einordnung: Wenn die neuen Forschungen, die du zitierst, wirklich von etwa 20% Long Covid ausgehen, wird Long Covid nicht häufiger, sondern eher seltener. So vor einem Jahr, zu Delta-Zeiten, wurde regelmäßig davon berichtet, dass etwa 1/3 aller Betroffenen Long Covid entwickelt.

    Irreführende Berichterstattung bei Long Covid, wir sprechen bei Delta wohl von 10%, bei Omikron 4,5% (Alles bezogen auf Erstinfektionen).


    die Brisanz ergibt sich eher aus der Anzahl der Erkrankungen, also der pandemischen Lage. Dazu kommt natürlich auch noch, dass Impfungen angeblich das Risiko auf Long Covid verringern, man den Wert mit Selbstschutz also wohl noch unter 20% drücken kann. Zu der Häufigkeit von ME/CFS bei Long Covid habe ich jetzt noch keine belastbaren Daten, sodass ich darauf schlichtweg nicht seriös eingehen kann. Hast du da Ergebnisse zu?

    Mich hat die Aussage selbst etwas überrascht, da bis dato eigentlich Konsens war, dass Reinfektionen eigentlich sogar harmloser verlaufen. Was ich gefunden habe ist eine relativ neue Studie (Artikel, Original), die das von Alaiya gezeichnete Bild bestätigt. Ein paar Nitpicks an dieser Stelle:

    • Die Studie befindet sich noch im Peer Review. Beim ersten Überfliegen kann ich als medizinischer Laie aber zumindest keine groben methodischen Fehler feststellen. Einzig die relativ geringe Sample Size bei Drittinfektionen könnte sich negativ auf Aussagegenauigkeit ebendieser Gruppe auswirken, diese sollte aber an sich noch immer hoch genug sein.
    • Eine wichtige Limitation der Studie (die die Autoren auch selbst erwähnen) ist, dass diese (logischerweise) nur Personen umfasst, die sich auch getestet haben. Sollten also Reinfektionen eigentlich sogar harmloser verlaufen als Erstinfektionen, würde das das Bild verzerren, da sich im Falle der Reinfektion mehr Menschen asymptomatisch anstecken und dementsprechend seltener testen lassen.

    Letzterer Punkt schwächt das Bild etwas ab und erschwert so ein bisschen die Gegenrechnung, sollte sich dieses Bild durch weitere Studien allerdings erhärten, wäre das durchaus besorgniserregend. Und jetzt mal ganz unabhängig von der Aussagekraft der Studie sind auch die regulären Wahrscheinlichkeiten auf Long Covid nicht wirklich zum Lachen. Trotz dessen, dass es sich das letzte halbe Jahr so angefühlt hat, sind wir leider noch immer nicht in der Endemie und mit jeder Infektion erhöhen wir natürlich auch die Wahrscheinlichkeit auf neue Varianten, die nicht unbedingt harmloser sein müssen. Auch wenn ich Menschen, die mal keine Maske aufziehen, jetzt nicht als Menschenfeind bezeichnen würde (Ich Hooligan hatte heute in der Bahn ausversehen selbst keine auf), kann ich mir schon bildhaft vorstellen, dass es im Herbst wieder heißt: Wären wir mal vorsichtiger gewesen. Und das dann leider auch zurecht.

  • Das stimmte - bis BA.5, bei dem (soweit wir es aktuell wissen) die Impfungen das Risiko nur noch wenig verringern. Das ist ja auch der Grund, warum gerade so nach einem neuen Impfstoff geforscht wird.

    Also es wird nicht wirklich nach einem neuen Impfstoff geforscht, der bestehende muss lediglich angepasst werden, bzw. wurde er das ja im Grunde schon und steht vor der Zulassung. Manche sind sogar schon dabei, die an Omikron angepassten Impfstoffe wiederum an ihre neusten Subtypen anzupassen. Wobei ich hier vermuten würde, dass die an die ursprüngliche Omikron-Variante ausgelegte Impfung auch relativ gut gegen ihre Subtypen wirken sollte. Immerhin hat die ursprüngliche Impfung auch ziemlich gut gegen die Delta-Mutation gewirkt. Und die an Omikron angepasste Impfung in Kombination mit der Tatsache, dass Omikron an sich milder ist als Delta, ist schon mal eine ziemlich gute Ausgangslage wie ich finde.

    aber BA.4 und BA.5 haben das Potential, dass man sich direkt nach Genesung direkt wieder infizieren kann - in welchem Fall der zweite Verlauf häufig schwer und häufig mit Landzeitfolgen versehen ist.

    Wie hoch ist das Potential denn genau, und von welcher Wahrscheinlichkeit sprechen wir bezüglich eines schwereren Verlaufs mit häufigen Langzeitfolgen? Also wie wir wissen, verbreitet sich Omikron deutlich schneller, als es bei Delta der Fall war. Dennoch nehme ich es jetzt nicht so wahr, dass das Gesundheitssystem momentan vor derselben Herausforderung steht, wie es damals in der Hochphase Deltas der Fall war. Wenn man sich allerdings deine Formulierungen anhört; „sehr häufig schwere Verläufe, sehr häufig Langzeitfolgen, Subtypen, die einander ergänzen und zu mehreren Infektionen hintereinander führen“ - einhergehend mit fast nicht mehr existenten Maßnahmen, dann müsste das Gesundheitssystem momentan vor einer noch größeren Katastrophe stehen, als es in der Hochphase der Pandemie der Fall war.


    Also ich glaube, so krass, wie das hier dargestellt wird, ist es momentan nicht. Nichtsdestotrotz macht es ziemlich Sinn, sich entsprechend auf den Herbst vorzubereiten mit Konzepten, Infektionsschutzmaßnahmen und Impfangeboten. Absolut.

    LGBTQ* Menschen (in den USA) eine höhere Wahrscheinlichkeit für alle Long Covid Symptome, aber vor allem für ME/CFS haben. Vermutet wird, dass es mit unterschiedlicher Qualität in der medizinischen Versorgung und zusätzlicher Stressbelastung durch Diskriminierung zusammenhängen kann.

    (...)

    weil wir nachwievor Pflegemangel haben - in vielen Gegenden auch jetzt die Krankenhäuser überlastet sind. Es sind vor allem die Ärzt*innen und Pflegekräfte, die aktuell die Regierung beknien, wieder stärkere Maßnahmen einzuleiten, weil sie vielerorts aktuell regelmäßig Entscheidungen treffen müssen, wen sie aufnahmen und wen nicht.

    Wichtiger Punkt, der zeigt, wo die Probleme in erster Linie liegen. Und zwar nicht an der Unwilligkeit mancher, Maske zu tragen, sondern an fundamentalen Stellen im System, lange können wir uns davor nicht hinter der Maske verstecken. Ich meine, bezüglich der Maske hat Tic ja schon mal angesprochen, dass eine FFP2 Maske, selbst wenn nur von einer Partei getragen, zu über 90% vor Ansteckungen schützt, beidseitiges Tragen den Schutz auf bis zu 99% erhöhen würde, wir uns hier also effektiv in einem Rahmen von unter 10% bewegen, der diese Maßnahme für alle rechtfertigen soll, einhergehend mit den direkten und indirekten Kosten die entstehen, wie z.B., dass FFP2 tragen jetzt halt wirklich unangenehm ist - dagegen sind medizinische Masken Luxus - und die von mir erwähnte Beschaffung, Finanzierung und Entsorgung. Ähnlich verhält es sich mit Tests, die bei mit Omikron Infizierten mit asymptomatischem Verlauf eine geringe Effizienz aufweisen.

  • Wichtiger Punkt, der zeigt, wo die Probleme in erster Linie liegen. Und zwar nicht an der Unwilligkeit mancher, Maske zu tragen, sondern an fundamentalen Stellen im System, lange können wir uns davor nicht hinter der Maske verstecken. Ich meine, bezüglich der Maske hat Tic ja schon mal angesprochen, dass eine FFP2 Maske, selbst wenn nur von einer Partei getragen, zu über 90% vor Ansteckungen schützt, beidseitiges Tragen den Schutz auf bis zu 99% erhöhen würde, wir uns hier also effektiv in einem Rahmen von unter 10% bewegen, der diese Maßnahme für alle rechtfertigen soll, einhergehend mit den direkten und indirekten Kosten die entstehen, wie z.B., dass FFP2 tragen jetzt halt wirklich unangenehm ist - dagegen sind medizinische Masken Luxus - und die von mir erwähnte Beschaffung, Finanzierung und Entsorgung. Ähnlich verhält es sich mit Tests, die bei mit Omikron Infizierten mit asymptomatischem Verlauf eine geringe Effizienz aufweisen.

    Ich muss mich an dieser Stelle schon fragen: Verstehst du das Konzept Infektionskette (und die zusätzliche von Quartilein angesprochene Gefahr neuer Mutationen) nicht oder willst du es nicht verstehen?


    Noch einmal: Selbst wenn bei korrekter Anwendung (die allgemein noch mal dahingestellt sei) der Selbstschutz bei 90% liegt, gilt dieser auch nur, wenn Leute eine Maske tragen - was sie in vielen Situationen halt nicht tun, bspw. in Schulen oder im Büro. Also auch die Leute, die brav im ÖPNV ihre Masken weiter tragen.


    Und so ein Maskenverweigerer, der sich infiziert, ist keine Einzelinfektion. Wenn er eine Familie hat, schleppt er es bei dieser ein. Dann hat Partner*in und Kind es noch. Weil die Maskenverweigerer in der Regel ja "Corona nicht so schlimm" finden, wird erst mal weitergearbeitet (wenn überhaupt getestet wird) und das Kind zur Schule geschickt. Kind schleppt es dann in den Kindergarten oder die Schule, wo keine Masken mehr getragen werden - und keine Luftfilter stehen, weil das war ja zu viel verlangt von der Regierung. Dann tragen es da dann auch gerne noch mal 10 Kinder mit nachhause usw.


    Und bei JEDER neuen Infektion ist eben eine kleine Chance da, dass das Virus mutiert - schlimmstenfalls in eine gefährlichere (lese: Entweder tödlichere oder zu heftigeren Langzeitfolgen führende) Variante. Das ist genau das, wovor Epidemiologen aktuell warnen: Dass die hohe Ansteckungsrate mit BA.5 zu einer neuen Mutation führen kann.


    Darüber hinaus: Ja, klar, das wäre alles machbarer, würden wir in einer Welt mit einer besseren medizinischen Versorgung leben. Tun wir aber nicht. Wir müssen mit der aktuellen Welt leben. Und in der sorgt gerade die überlastung von Krankenhäuser - unter anderem eben durch das extrem unvorsichtige Verhalten der Leute - dafür, dass gerade Menschen sterben, die normal nicht sterben müssten. Nicht nur an COVID, sondern auch an anderen Krankheiten, die dank der Überlastung dann nicht rechtzeitig behandelt werden.


    Und zweiteres Problem ist deutlich komplexer zu lösen (auch wenn ich absolut der Meinung bin, dass die Politik gerne mal damit anfangen könnte), als verdammt noch mal eine Maske aufzusetzen. Idealerweise auch beim Einkaufen und in anderen Kontexten, wo man mit anderen Menschen auf engem Raum ist.

  • ndirekten Kosten die entstehen, wie z.B., dass FFP2 tragen jetzt halt wirklich unangenehm ist - dagegen sind medizinische Masken Luxus

    Das ist dein subjektives Empfinden. Ich und mein Umfeld nutzen fast nur FFP2-Masken, weil sie zum Einen besser schützen und zum anderen kann ich mit ihnen besser atmen.

    Bei medizinischen Masken hingegen wird mir ab und zu übel und es kribbelt überall an meinem Gesicht, weil sie eben durchgehend die gesamte Haut berühren. Zudem kann ich den Geruch der medizinischen Masken nicht leiden.


    Nicht nur an COVID, sondern auch an anderen Krankheiten, die dank der Überlastung dann nicht rechtzeitig behandelt werden.

    Es kommt auch zu mehr Fehlern durch den Stress.

    War zwar bei meinem Vater Glück im Unglück (Metastasen im Rückenmark), aber in den meisten Fällen wäre das Leben der Person noch lebenswert gewesen oder die Konsequenzen einer Fehlbehandlung schränken die Lebensqualität anschliessend massiv ein.

  • Alaiya

    In wie fern ändert das jetzt etwas an der Ausgangsaussage, dass du durch das korrekte Tragen einer FFP2 Maske zu 90% vor Ansteckungen geschützt wärst, also besser noch, wie wenn beide Personen eine medizinische Maske tragen? Das gilt für die Bahn, das gilt für den Arbeitsplatz, beim Einkaufen und „anderen Kontexten“. Tics Aussage, dass wir uns hier faktisch in einem Spielraum von unter 10% befinden (über 90% wenn du FFP2 trägst, 99% wenn beide FFP2 Maske tragen) bleibt also demnach bestehen, du also nicht das Narrativ zeichnen kannst, „Maskenverweigerer“ würden völlig fahrlässig und menschenfeindlich den Tod vieler vulnerabler Personen in Kauf nehmen. Und ja, das Konzept „Infektionsketten“ ist mir bekannt, aber ich sehe nicht, in wie fern das - Stand jetzt - gegen das Tragen einer Maske auf freiwilliger Basis spricht. Wenn ich weiß, ich habe vulnerable Gruppen in meinem Umfeld, bei denen eine Infektion verheerend wäre, dann könnte ich noch immer für mich entscheiden, ihnen zuliebe eine Maske zu tragen.


    Auch das Potential neuer Mutationen, die im schlimmsten Fall sogar gefährlicher sein könnten, ist natürlich gegeben. Aber anzunehmen, eine allgemeine Maskenpflicht würde daran etwas ändern, ist trügerisch. Angesichts der Ausbreitungsgeschwindigkeit auf globaler Ebene und dem Mutationspotential (hier bereits mehrere Omikron-Subtypen) verlangsamen wir den Prozess höchstens etwas, dem am Ende sowieso niemand entrinnen kann. Für mich hat das dann etwas von blindem Aktionismus zu versuchen, das sinkende Schiff vor dem Untergang zu bewahren, indem man das eindringende Wasser mit Eimern abtransportiert. Ich meine, ist dir klar, dass selbst China mit ihrer aggressiven Zero Covid Politik nicht in der Lage ist, das Virus einzudämmen und es ausbricht, sobald auch nur annähernd sowas wie Normalität einkehrt?


    Deshalb ist das beste, was wir machen können, halt wirklich, uns ordentlich auf Krisenzeiten vorzubereiten, und wenn wir das nicht können, blöd gelaufen. Du sagst, wir müssen mit der Welt arbeiten, in der wir jetzt leben. Das sagst du als Kommunistin und Anarchistin? Also wenn wir als Gesellschaft schon daran scheitern, das Gesundheitssystem auf solche Krisen vorzubereiten, dann ist der globale Turbokapitalismus und der Klimawandel eigentlich gar nicht mehr der Rede wert, und in einer Welt, die es in 100 Jahren nicht mehr gibt, brauchen wir uns über Covid heute auch keine Gedanken mehr machen.

  • Auch das Potential neuer Mutationen, die im schlimmsten Fall sogar gefährlicher sein könnten, ist natürlich gegeben. Aber anzunehmen, eine allgemeine Maskenpflicht würde daran etwas ändern, ist trügerisch.

    Hat sie ja auch effektiv nicht. Das Virus mutierte auch während pandemischen Hochzeiten, wo Maskenpflicht teilweise überall galt und wo man sich nur mit ganz wenigen Menschen treffen durfte.

    Und ich bezweifle in diesem Fall auch wirklich, dass das alleinige Schuld an den Menschen ist, die sich schon damals nicht richtig an die Regeln gehalten haben. Just saying.

    Noch einmal: Selbst wenn bei korrekter Anwendung (die allgemein noch mal dahingestellt sei) der Selbstschutz bei 90% liegt, gilt dieser auch nur, wenn Leute eine Maske tragen - was sie in vielen Situationen halt nicht tun, bspw. in Schulen oder im Büro. Also auch die Leute, die brav im ÖPNV ihre Masken weiter tragen.

    In deinem Beispiel und sowohl auch in meiner Argumentation, ging es ja auch um alle Menschen, die freiwillig keine Maske tragen. Wenn eine FFP2 Maske bis zu 90% vor einer Ansteckung Schütz, selbst wenn sonst niemand im Raum eine trägt, dann sehe ich alle die keine tragen als Menschen, die das Risiko in Kauf nehmen an Corona zu erkranken. Wenn es dir also wichtig ist, trag eine FFP2 Maske an öffentlichen Plätzen und gut ist.

    Es ist absolut utopisch zu glauben, wir führen jetzt auf ewig überall eine Maskenpflicht ein, bis man ein Heilmittel gegen Covid gefunden hat, erstmal, wie lange soll das dauern, zweitens, was wenn wir das nie schaffen? Corona entwickelt sich viel zu schnell weiter und wir kommen nicht hinterher, auch nicht mit Quarantäne und Maskenpflicht überall. Sonst wäre das ja alles gar kein Problem gewesen.


    An irgendeinem Punkt muss man halt den Schlusstrich ziehen, dass Corona existiert und weiterhin Menschen töten wird, oder Menschen mit Long Covid infiziert. Wir können diesen Punkt nicht mehr ändern. Heißt natürlich nicht, dass wir einfach fröhlich alle ins offene Messer laufen, es ist wichtig, dass weiter geforscht wird. Aber eine Krankheit kann nicht auf ewig alle einschränken.

    Es klingt hart, aber so ist das nun mal und wenns mich als nächstes treffen sollte, ist es halt auch fine. *Shrug*

    Ich sehe hier zumindest das Allgemeinwohl vieler, besonders im Bezug auf viele der unnötigen Maßnahmen wie 2G in Geschäften, oder Abendliche Ausgangssperre, sowie Schließung von Restaurants und Schulen, als das größere Übel. Da so viele Leute unter diesen ganzen Maßnahmen ebenfalls, wenn nicht mehr gelitten haben.

    Einiges davon war in dem Moment wohl die beste Lösung, wie die Quarantänezeit, um kurzfristig das Virus zu verlangsamen, aber das können wir halt nicht auf Dauer so durchziehen, ohne, dass immer mehr Menschen drunter leiden.


    Ich muss sagen, dass ich froh bin, diese Entscheidungen alle nicht treffen zu müssen, weil so schwarz und weiß wie das hier einige sehen wollen, ist die Lage halt nicht. EGAL was man macht, irgendjemand wird dadurch benachteiligt und eingeschränkt und abzuwägen wo da das kleinste moralische Übel ist, das will ich mir auch nicht Anmaßen.


  • Lisa-Maria Kellermayr, eine Ärztin aus Österreich die sich für Corona-Impfungen stark machte hat Suizid begangen, nachdem diese von Impfgegner*innen Online mit Morddrohungen etc. überhäuft wurde.

    Ein weiteres Beispiel für die Gefahr, die von diesem rechten Mob für die Gesellschaft ausgeht.


    Edit: Wenn Sie verzweifelt sind und in einer bedrückenden Lebenssituationen keinen Ausweg sehen: Suchen Sie sich Hilfe bei anderen Menschen. Das kann ein Gespräch mit Familienangehörigen oder Freunden sein. In seelische Krisen könne man immer wieder mal geraten, das sei nichts Unnormales, sagen Psychologen. Deshalb gibt es Hilfe und professionelle Beratungsangebote. Hier können Sie auch anonym bleiben. Die Telefonseelsorge ist zu jeder Tages- und Nachtzeit unter der Rufnummer 0800/1110111 erreichbar.

  • Ich muss jetzt doch auch mal meinen Frust darüber loswerden, was ich die letzten Tage zum Thema Coronavirus und den Maßnahmen für den (nun doch zügig kommenden) Herbst/Winter von unserem Gesundheitsminister lesen durfte. Das von ihm getwitterte Foto, was die Eckpunkte zusammenfasst habe ich in den Spoiler unten gepackt.

    Warum hat mich das so entsetzlich geärgert (bzw. tut es immer noch)? Erstmal vorneweg befürworte ich eine richtige FFP2-Maskenpflicht in ÖPNV und öffentlichen Einrichtungen. Wenn es eben konsequent durchgesetzt wird. Der aktuelle Zustand mit medizinischen, keinen, freiwilligen FFP2 finde ich insofern schwachsinnig, als dass ich die großartige Schutzwirkung (besonders den Fremdschutz, wenn man als "Kontaktperson" nicht auf bspw. FFP3 geht) als doch sehr dürftig betrachte. Ich weiß, auch FFP2-Masken kann man sehr eigenartig so tragen, dass sie möglichst minimal schützen, aber man reduziert die Wahrscheinlichkeit einer Ausbreitung doch nochmal ordentlich im Vergleich zu den vielen medizinischen Masken mit schlechtem Sitz und/oder falschem Tragen.


    Was ich allerdings überhaupt nicht verstehe und wo mein Verständnis einfach mittlerweile aufhört sind die netten "Maske und/oder Test"-Regelungen, die man umgehen kann, indem man "frisch" geimpft oder genesen ist. Warum? Das hat zwei Gründe. Erstens: Ich glaube wir haben seit Omikron verstanden, dass die Impfung nicht vor Ansteckung/Verbreitung schützt, sondern lediglich das Risiko eines schweren Verlaufs reduziert. Warum kann dann ein frisch geimpfter sich von einer Test und ggf. sogar FFP2-Pflicht in einem Restaurant ausnehmen? Dann sollten sich in meinen Augen einfach alle testen und fertig, man müsste sich in meinen Augen dann auch darüber streiten, ob es im Restaurant so super sinnvoll ist, auf dem Weg zur Toilette eine Maske zu tragen (ist es nämlich bei räumlich kleineren Lokalitäten nicht wirklich ...). Nur hat man die kostenlosen Bürgertests großteils abgeschafft und die Leute lassen sich aus einem finanziellen Aspekt weniger testen (wir haben hier das Glück, dass meine Stadt weiterhin kostenlose anbietet, das ist aber bei Weitem nicht überall so).


    Ist ja auch kein Problem, denn die allermeisten von uns sind 3x geimpft und ein Großteil aus meinem Bekanntenkreis (einschließlich mir) hat zusätzlich noch eine Infektion durchgemacht. Laut STIKO haben wir damit als junge, gesunde Leute unter 60 einen ausreichenden Schutz und benötigen vorerst keine weitere Auffrischung. Diese würde zwar selbstverständlich einen Nutzen haben, ist aber unter Betrachtung der Tatsache, dass damit eher die schweren Verläufe gemildert werden sollen und diese besonders seit Omikron mit einer niedrigeren Wahrscheinlichkeit bei non-vulnerablen Leuten auftreten, nicht unbedingt notwendig. Die STIKO spricht/sprach daher bisher keine allgemeine Impfempfehlung für den zweiten Booster aus (Link, Link und Link). Zudem macht es nach bisherigem Konsens wenig Sinn, die Impfungen zu eng hintereinander zu platzieren und daher einen Abstand von mehr als drei Monaten einzuhalten.


    Ein Blick auf die Grafik verrät mir allerdings, dass ich quasi noch etwa 14 Tage geimpft/genesen bin und dann wieder in die gleiche Schublade wie Ungeimpfte gesteckt werde. Obwohl es keinerlei Evidenz dafür gibt, dass ich so schnell von einer weiteren Impfdosis profitieren würde und ob meine erworbene Hybridimmunität ausreicht. Zumal wir nichtmal wissen, wann die angepassten Impfstoffe wirklich auf den Markt kommen. Wenn ich mich in meinem Umfeld (also beruflich, sprich in der Klinik) umhöre, sind viele empört darüber, dass da derart unwissenschaftlich vorgegangen wird/wurde.


    Ich muss auch ehrlich gestehen, dass ich das, sollte es wirklich so durchgesetzt werden, garantiert nicht mitmache und mich frühestens Ausgangs des Jahres und dann auch nicht im 3 Monats Rhythmus impfen lassen werde. Dafür nehme ich auch gerne die "Strafe" der FFP2-Maske in Kauf, fühle mich aber schon etwas veräppelt, auch wenn man sich umliegende Länder in Europa anschaut.. Wie seht ihr das?

  • Was ich allerdings überhaupt nicht verstehe und wo mein Verständnis einfach mittlerweile aufhört sind die netten "Maske und/oder Test"-Regelungen, die man umgehen kann, indem man "frisch" geimpft oder genesen ist. Warum?

    Der Meinung bin ich schon die ganze Zeit, es ist natürlich keinerlei Statistik, aber mein Umfeld hat mehr Geimpfte kranke als nicht Geimpfte kranke und auch der Verlauf bei Geimpften ist härter ausgefallen, als bei nicht Geimpften, das soll wie gesagt keine Pauschalisierung sein, aber ich finde es halt immer wieder witzig wie viele Leute darauf behaaren, dass diese Impfung die Superwaffe wäre, ich natürlich bringt die Impfung irgendwo was, aber halt in meinen Augen nicht so viel, wie sich einige Leute einreden wollen, durfte ich als Geimpfter ebenfalls feststellen, mich hat es härter erwischt, ich bin nur zwei mal geimpft (und NEIN, mich hat es definitiv nicht härter erwischt, WEIL ich NUR zwei Mal geimpft bin), die bereits geboosterten Leute bei mir sahen da etwas beschissener aus, vor allem, da der Großteil mittlerweile ein zweites Mal Corona hatte, gut mein Onkel hat richtig die A-Karte, geboostert und davon Nebenwirkung + Long Covid, das ist aber das was ich schon weitaus länger sage, dass das keine Garantie ist, dass man heiler davon kommt.


    Ich habe sicherlich nichts gegen das impfen, aber in den abständen lasse ich mich definitiv nicht impfen und das haben auch viele erkannt, die der ganzen Thematik WEITAUS gesonnener gegenüberstanden als ich, allein in meiner Familie sagen die, die sich weitaus besser mit der Materie auskennen, dass Sie sich in den Abständen nicht mehr impfen lassen, ich sehe es auch nicht ein mich in 3-6 Monatesintervallen impfen zu lassen, wenn ich sehe wie schlecht es einigen nach der dritten Impfung gegangen ist und ich finde das ist nicht Sinn und Zweck dahinter, EINMAL im Jahr wie das mit der Grippeimpfung ist ok, kein Problem, aber irgendwo reicht es dann auch.


    Den Punkt den du angesprochen hast verstehe ich halt wie schon gesagt auch nicht, warum ne Extrawurst für die Geimpften, als Geimpfter bin ich der Meinung, ein Teil der Weiterverbreitung haben wir definitiv denen zu verdanken, die meinen nur weil Sie geimpft sind, wäre jetzt wieder alles super, die nicht Geimpften sind aber komplett an der Weiterverbreitung schuld..., sicher, die Geimpften gehen auf eine Con, Konzert oder was auch immer, machen ne Superspreaderparty und verteilen es schön, so wurde bspw. ich angesteckt, weil man es danach auch nicht für nötig gehalten hat, sich testen zu lassen, ne es ging einem schlecht, aber man rennt halt trotzdem noch durch die halbe Familie durch, dass es auch so gut wie jeder abbekommt (was auch der Fall war).

    Die Impfung mag zwar vor schlimmeren Verläufen schützen (was ich persönlich trotzdem bei weitem nicht als Sicherheit ansehe), aber nicht vor der Verbreitung und wenn die Geimpften hier immer bevorzugt behandelt werden, dann wird so wie auch gerade unseren hohen Herren damit umgehen, noch sehr lange damit rummachen und als Verschwörungstheoretiker ( :ugly: ) kann ich gleich sagen, es wird von Jahr zu Jahr ein auf und ab geben. :)

  • Was ich allerdings überhaupt nicht verstehe und wo mein Verständnis einfach mittlerweile aufhört sind die netten "Maske und/oder Test"-Regelungen, die man umgehen kann, indem man "frisch" geimpft oder genesen ist. Warum? Das hat zwei Gründe. Erstens: Ich glaube wir haben seit Omikron verstanden, dass die Impfung nicht vor Ansteckung/Verbreitung schützt, sondern lediglich das Risiko eines schweren Verlaufs reduziert. Warum kann dann ein frisch geimpfter sich von einer Test und ggf. sogar FFP2-Pflicht in einem Restaurant ausnehmen? Dann sollten sich in meinen Augen einfach alle testen und fertig, [...]

    Zunächst zur Richtigstellung: Die Impfung schützt auch vor Ansteckung, nur treten Impfdurchbrüche bei Omikron häufiger auf. Vor Verbreitung schützt die Impfung ebenfalls, da durch diese selbst bei einer Ansteckung die Viruslast reduziert wird. Nur weil es (viele) Gegenbeispiele gibt bedeutet das nicht, dass der Effekt nicht doch statistisch messbar ist.


    Zur Testpflicht bzw. der Ausnahme für Geimpfte und Genesene: Ich persönlich fände auch eine Testpflicht für alle verhältnismäßig, der aktuelle Beschluss wirkt hier wie der Versuch eines Kompromisses mit denjenigen, die striktere Maßnahmen ablehnen würden. Dennoch kann man schon sagen, dass die drei Monate nicht willkürlich gewählt sind: Nach aktuellem Kenntnisstand ist es so, dass Reinfektionen mit dem Corona-Virus ab 80-100 Tagen seit der letzten Impfung/Infektion wieder gehäuft auftreten. Aus epidemiologischer Sicht ergibt das dann schon Sinn, diese Gruppe an Menschen dann besonders zu schützen und den Genesenen bzw. frisch Geimpften dafür ihre Freiheiten zu erhalten.


    Allerdings glaube ich um ehrlich zu sein auch nicht, dass wir lange mit den "Winterreifen" fahren werden, der Effekt dieser Maßnahmen wirkt auf mich zumindest doch schon stark limitierend. Sobald wir dann die "Schneeketten" aufziehen, ist es um die Ausnahmeregelung ohnehin geschehen. Außer in Krankenhäusern, was ich offen gesprochen schon ziemlich lachhaft finde.

  • Wir haben doch sowieso alle schon verloren. Wenn's selbst Lauterbach jetzt erwischt hat, kann uns nichts und niemand retten. :pfeil:

    Er wandte sich an Gucky: "Der Kommandant hat mich gewarnt für den Fall, dass du bei den Ankömmlingen sein würdest. Deine Kommentare würden schwer zu verstehen sein, weil du in einer Art zwanghaften Humors gefangen bist." Perry Rhodan #3133, Seite 55

    Per aspera ad astra!

    Momentan kein Partneravatar mit Missy!

  • Positiv mitzunehmen ist zumindest, dass das neue Infektionsschutzgesetz noch keine 3G-, oder sogar 2G-Maßnahmen vorsieht. Kann sich natürlich alles noch ändern, ich glaube kaum, dass sich nicht bis zum April noch irgendwas daran ändert. Aber vorgesehen ist es zumindest aktuell nicht und das ist dann doch mal was Gutes. Wenn der einzige Unterschied ist, dass man als nicht frisch geimpfter oder genesener keine FFP2-Maske tragen oder sich testen lassen muss, dann soll es so sein. Auch wenn es wie immer absolut gar nichts mit echter Corona-Schutzpolitik zu tun hat, sondern rein dem Zwecke des "Impfanreizes" dient. Dass der Impfschutz alle drei Monate durch eine Boosterung aufgefrischt werden soll, finde ich sehr abenteuerlich. Spricht nicht unbedingt für eine effektive Impfung, wenn man mich fragt. Ich wüsste nicht, warum ich mich alle drei Monate impfen lassen sollte. Das spricht eher dafür, dass die Imfpung einfach kaum bis gar nicht zu helfen scheint, wenn mans echt alle drei Monate machen soll, lol. Man kann über die Corona-Maßnahmen in Deutschland nur noch den Kopf schütteln. Dass Deutschland als einziges Land in ganz Europa den Genesenstatus auf drei Monate verkürzt hat, sagt zumindest einiges über die Corona-Politik hierzulande aus....

  • Dass der Impfschutz alle drei Monate durch eine Boosterung aufgefrischt werden soll, finde ich sehr abenteuerlich. Spricht nicht unbedingt für eine effektive Impfung, wenn man mich fragt. Ich wüsste nicht, warum ich mich alle drei Monate impfen lassen sollte. Das spricht eher dafür, dass die Imfpung einfach kaum bis gar nicht zu helfen scheint, wenn mans echt alle drei Monate machen soll, lol.

    War das jetzt Polemik oder denkst du wirklich, dass diese Entscheidung quasi impliziert, dass die Impfung nicht hilft? Falls Letzteres, spricht der Absatz eher dafür, dass du das Immunsystem und die Effekte der Impfung nicht gut zu verstehen scheinst. Die Impfung bietet einen guten und langanhaltenden Schutz gegen quasi alle Corona-Varianten, das ist messbar anhand der B- und T-Zellen-Konzentration. Es ist nur so, dass man für den Schutz vor einer Infektion mit Omikron eine ca. 10-25mal höhere Antikörperkonzentration benötigt als bei anderen Varianten. Dabei gilt außerdem, dass Antikörper ungleich Antikörper und dass insbesondere auch die Konzentration an den Schleimhäuten relevant ist. Bei weiteren Boostern oder nach einer überstandenen Infektion kann der Antikörper-Spiegel dort noch eine Zeit lang so hoch sein, dass man vor einer erneuten Ansteckung geschützt ist. Dass der Antikörper-Spiegel überhaupt absinkt ist kein Anzeichen für eine schlechte Impfung, sondern dass das Immunsystem sich - wie bei jeder anderen Krankheit auch - selbst reguliert.


    Die Hoffnung bei regelmäßigen Boostern wäre einmal, darüber den Antikörper-Spiegel wieder auf ein so hohes Niveau zu setzen bzw. konkreter noch die (relativ schlecht verstandenen) Mechanismen, die dafür sorgen, dass sich die Antikörper auch an den Schleimhäuten ansiedeln, wieder anzukurbeln. Optimal wäre es natürlich, hier auch einen langfristigen Effekt zu erreichen, also tatsächlich eine Art dauerhafte Immunität herstellen zu können. Ob das überhaupt klappt, wie groß und langanhaltend der Effekt solcher regelmäßigen Booster tatsächlich wäre und wie die Abstände zwischen den Boostern sein müssen, um eine gute Qualität der Antikörper zu gewährleisten, kann man aktuell schlicht noch nicht sagen. Die Evidenz geht nach meinem Kenntnisstand aktuell in die Richtung, dass die kurzfristigen Effekte mit voranschreitender Zahl und höherer Frequenz der Booster geringer werden, Auffrischungen in einem mit anderen Impfungen vergleichbaren Intervall aber wohl dennoch notwendig sein werden. Deswegen will ich an der Stelle auch gar nicht groß für Booster in einem kurzen Abstand argumentieren - wohl aber dafür, dass man bezüglich des Nutzens der Impfung nicht wieder ins mittelalterliche Präventionsparadoxon zurückfällt.


    Zum Nach-/Weiterlesen: Nutzen und Perspektive weiterer COVID-19-Booster | Science Media Center Germany

  • Unabhängig davon, was ich persönlich von der Politik oder der Impfung halte:
    Kann es doch nicht zweckmäßig sein, die Leute *überspitzt* alle drei Monate zum impfen zu schicken. Auch wenn nicht gerne darüber gesprochen wird oder gerne heruntergespielt wird, sind die Nebenwirkung doch nicht außer Acht zu lassen.
    Es mag sein, dass es nicht jeden betrifft - aber jede einzelne Impfung, jeder Booster, birgt ein Risiko diese zu erleiden. Und dagegen steht das (Achtung! Triggergefahr!) doch eher geringe Risiko einer gefährlichen bis tödlichen Erkrankung.
    Ich bin in meinen Dreißigern und die statistische Wahrscheinlichkeit schwer bis tödlich zu erkranken, ist derart gering, dass es statistisch gesehen, gefährlicher ist in mein Auto zu steigen. Soll ich jetzt kein Auto mehr fahren?

    Ich steh dem ganzen etwas kritischer gegenüber als manch anderer vermutlich. Vielleicht weil ich aufgrund einer Entscheidung, meiner Entscheidung, meinen Job in der Pflege verloren habe. Dieser Tätigkeit bin ich über 10 Jahre nachgegangen, mit Leidenschaft. Und aufgrund der Politik und meiner Entscheidung wurde es mir verwehrt dieser weiterhin nachzugehen.
    Kollegen die noch dabei sind bekommen aktuell Bußgeldbescheide zugestellt. Ist das rechtens?
    Ich denke nicht.
    Ich habe die zwei Jahre quasi an der Front gearbeitet und das was als Coronaerkrankte/-tote verkauft wurde, darüber konnte ich nur schmunzeln bei einen einzigen Blick in die Akten.

    Und das Argument von Longcovid kann ich ehrlich gesagt auch nicht mehr ertragen. All diese Longcovid Symptomatiken gab es schon lange Zeit vor Corona. Nichts neues. Jeder Grippeerkrankte hatte ein potenzielles Risiko solche Symptomatiken zu bilden.

    Jetzt konnt ich wohl doch nicht mehr unpersönlich bleiben, so wie ich es vor hatte - sollte dieses Thema lieber meiden, reagiere derweil zu emotional darauf.