Behindert - verstoßen von der Gesellschaft?

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  • Hallo,


    Heute geht es um das Thema „Behinderte Menschen.“
    Da die Moderation mich gebeten hat einige Sachen zu erklären und das Thema zu modifizieren.


    Ich mach das in Form einer FAQ, Ich überlege mir, Welche Fragen auftauchen könnten und ich beantworte sie selbst und wenn Tante Wiki auftaucht, grüßt sie von mir.
    Ich bin nicht allwissend, aber ich weiß eine Menge.


    Mehr fällt nicht ein.



    Jetzt kommt die große Preisfrage, warum schreibe ich so eine FAQ? Hab ich Langweil? Nein, definitiv nicht, eine Moderatorin hat mich gebeten einige Sachen genauer zu beleuchten. Ich habe allerdings mein Bestes gegeben.


    Jetzt wollt ihr bestimmt wissen, wer sich hinter dem Nick Windmond steckt.
    Windmond ist althochdeutsch für meinen Geburtsmonat, den November.
    Ich bin 1987 als mehrfach behindertes Kind auf die Welt gekommen und lebe seitdem.
    Ich versuche das Leben zu genießen und gelte als durchaus lebensfröhlich und Intelligenz.
    Ich neige durchaus zum Negativismus und Selbstzweifel.


    Da ich selbst dieser Randgruppe angehöre, kann ich darüber was sagen. Fakt ist, ich kann nicht für alle sprechen. Ihr wisst ja, jeder hat eine andere Ansicht.
    Es folgt einer subjektiven Ansicht, die ihr nicht unbedingt teilen müsst.
    Für manch eine Person sind wir einfach nur Schmarotzer, die von Staat leben, andere sehen in uns Abschaum der allerersten Klasse, andere ignorieren uns und manch eine Religion hält uns für die Ausgeburt der Hölle. Gerade beim letzten Gedanke werdet ihr denken „WTF!“
    Euch fällt nur das nötige Hintergrundwissen.
    Ihr wisst doch, dass Contergan die werdenden Mütter in den 60er Jahren geschädigt hat. Dadurch wurden mit Kinder mit zu kurzen Armen und andere Missbildungen geboren. Damals gab es Forderungen von Politiker eben diese Kinder zu ermorden, da dies kein lebenswertes Leben sei. Warte, das kennen wir doch.
    Adolf Hitler, der böse Judenmörder, ermordete auch Behinderte mithilfe des Eustasieprogramm T4 mit derselben Begründung.
    So, das war ein kurzer Ausflug in der Geschichte.


    Es gibt auch Menschen, die bewundern behinderte dafür, dass sie ihr Leben so meistern. Aber das sind nur eine Handvoll Menschen, die das tunen.
    Die meisten von uns werden als störend empfunden, angestarrt oder sonst was.
    Es wird oft so getan, als hätten wir kein Recht selbst etwas zu sagen oder es wird über die Köpfe hinweg gesprochen. Ihr denkt bestimmt papperlapapp, das ist Unsinn.
    Ich sag nein und mitunter können durchaus Sätze fallen wie „Was hat der denn?“ oder „Das sowas leben muss“. Hin und wieder fallen auch Sätze von Eltern „Geh weg xyz, der ist krank!“
    Diese Narren haben absolut keine Ahnung davon, ich bin nicht krank, krank ist ein temporärer Zustand und ich bin ein Leben behindert.


    Das waren natürlich nur einige Beispiele.
    Stell dir vor, du willst als Rollstuhlfahrer ins Kino oder andere öffentliche Einrichtung gehen, das hat ein Aufzug und dann stellst du fest, öhm Der Aufzugs ist kaputt oder niemand weiß, wo der Aufzugsschlüssel ist.
    Es wird ein neuer Gehsteig angefertigt, der nicht rollstuhlgerecht ist.
    Mitunter hält der Zustand über Monate an.


    Es gibt noch andere Beispiele, aber das muss reichen.
    Ich muss allerdings auch hinzufügen, dass die Gesellschaft sich veränderthat. Sowohl positiv, als auch negativ.
    Positiv sei hervorzuheben, dass Behinderte Menschen in der Gesellschaft nur geduldet sind, keinesfalls erwünscht. Im Gegensatz zu heut hat man früher die Behinderten versteckt.
    Negativ werden die Menschen dümmer, auch trifft die Behinderten es.
    Ich kenn sogar einen Rollstuhlfahrer, den man locker ins rechte Spektrum könnte. Wenn das Adolf wüsste, dann ….


    Ich komm von Thema ab.


    Wie geht ihr mit Behinderten um?
    Was haltet ihr davon

  • Vermutlich willst Du wie viele andere Deiner Leidensgenossen kein Mitleid, aber ich komme nicht darum herum, es Dir doch auszusprechen: Ich finde es schlimm, dass Du nur ein eingeschränktes Leben hast, und hoffe, dass Du zumindest eine gesunde Seele hast.
    Vor ein paar Tagen lieferte ich mir in einem sozialen Netzwerk, aus dem ich inzwischen ausgetreten bin, eine heftige verbale Schlacht mit verschiedenen Rechtsextremisten. Die folgende Person nenne ich namentlich, da sie schließlich auch ihr abscheuliches Gedankengut propagandiert: Ein gewisser Manfred Waldukat (NPD-Funktionär) hat wortwörtlich Folgendes geschrieben:


    "Wir brauchen ein gesundes Europa voller gesunder Vaterländer. Behinderte dürfen nicht länger toleriert werden, sie zerstören unser Ansehen in der internationalen Staatengemeinschaft. Diese Menschen machen sich auf Kosten von uns Steuerzahlern ein gemütliches Leben und genießen darüber hinaus auch noch Empathie-Bonus."


    Hallo? Man kann doch nichts dafür, dass man behindert auf die Welt kommt oder wird! Solche Worte aus dem Mund eines erwachsenen Mannes - ich könnte kotzen. Das ist so widerlich und menschenverachtend - ich möchte diesen Waldukat mal sehen, wenn er selbst behindert ist. Ob er dann auch noch dieses Geschwafel von sich gibt? - Ich wage es zu bezweifeln.


    Außerdem haben wir es in Deutschland viel mehr mit einem Behinderten-Malus zu tun, weil viel zu wenig Rücksicht genommen wird. Ich kenne genug Beispiele, wo kein Schwein auch nur einen Finger zu krümmen gewillt war, um einem Blinden zu helfen. Man sieht Behinderte als komische, ungewaschene Geschöpfe an, mit denen man möglichst wenig zu tun haben will.
    Dabei sind es gerade diese Leute, die keine Zivilcourage zeigen, die verachtet gehören!


    Ich will mich jetzt nicht selbst beweihräuchern, aber ich schäme mich nicht, betroffenen Personen meine Hilfe anzubieten. I.d.R. geht es nur darum, jemandem hochzuhelfen oder ihm seinen Sitzplatz anzubieten etc. Was bitte ist daran so schlimm?

    Bin auf der Suche nach Freundescodes von Animal Crossing: New Leaf-Spielern schickt mir doch eine PN :) 


    Stahl-Safari mit Flunkifer, Forstellka und | Bronzong ----- PN an mich (FC: 4828 - 5886 - 1305, 3DS-Name: Florian)


    --- Im Sommer ärgere ich mich über schwüle Hitze, Schweißausbrüche, Fliegen, Spinnen und andere Insekten und wünsche kältere Jahreszeiten herbei;
    Im Winter ist mir kalt, ich habe raue Haut und liege mit Fieber im Bett und will endlich wieder ins Freibad! ---

  • Ich muss auch noch was posten ;)
    Ich bin selber behindert aber nur im körperlichen und auch nichts großes also ich werde später normal leben, also arbeiten etc. Ich kann zwar nicht große körperliche arbeiten verrichten z.B. bin ich schwach weil ich eine Muskelschwäche habe. Sonst habe ich noch eine gleichgewichtsstörung das heißt ich habe probleme mit dem gleichgewicht ich kann z.B. nicht gerade gehen etc. Dann habe ich noch eine feinmotorische und grobmotorische störung das kann ich euch leider nicht sehr gut erklären müsst ihr leider googlen. Ich wurde oft gemobbt war sehr oft depressiv wegen meinen behinderungen und habe deswegen selber noch angst das es wieder schlechter wird also wieder mobbing, depressionen. Man selber akzeptiert sich so weil man es auch nicht anders kennt.
    Ein Hauptproblem an behinderungen ist: nicht die behinderung selber sondern wie die gesellschaft damit umgeht. das zeigt meine Lebenserfahrung und auch gesprächen mit anderen behinderten und psychologen. Ich habe deswegen sehr viel respekt an behinderten ich sehe sie als normale menschen an ist natürlich auf den ersten blick komisch aber nur weil das ungewohnt ist und nicht weil es nicht ''normal'' ist. ich sehe menschen egal ob behinderte oder nicht egal welche sexualität etc. als was gleiches an ;)
    Ich hoffe ihr versteht meinen text und das ihr behinderte Leute als normale Leute anseht ;)

    Meine shineys in Y:
    Evoli nach 39 Eiern
    Trasla beim breeden. also kp nach wie vielen eiern :)
    Hypnomorba in der kontaktsafari war das erste wo ich mega glurak x getestet habe

  • Die nächste Frage wird lauten „Sind behinderte Menschen krank?“
    Meine Antwort lautet nein, warum auch? Ganz einfach, eine Behinderung hält oftmals ein Leben lang, Der Zustand des Krank seins ist nur temporär vorhanden. Sie endet mit der Genesung oder den Tod der betreffenden Person.

    Kann man Behinderungen heilen?
    Nein, leider nicht.

    Es gibt auch chronische Erkrankungen. Diese halten ebenfalls ein Leben lang an, sind diese Menschen dann auch 'nur behindert' oder sind sie krank?


    Ich persönlich habe nichts gegen Menschen mit Behinderungen, kenne selbst einige (geistig) behinderte Menschen - mit denen kann ich auch gut umgehen, ist eben anders aber trotzdem kein Ding der Unmöglichkeit.
    Dass es Leute gibt, die sich über behinderte Menschen lustig machen oder diese nicht akzeptieren, ist mir bewusst; ich selbst habe allerdings noch nie irgendetwas in dieser Form selbst miterlebt. Selbst die, die oft die größten Fressen haben, helfen den Menschen.
    Menschen mit einer Behinderung werden oft mal dumm angeguckt, ja, das heißt aber imo nicht, dass man sie nicht akzeptiert. Es ist eben was anderes und ungewohnt, grade für kleine Kinder.

  • Ich schließe mich simsalafan an. Ich habe war keine Gleichgewichtsstörung aber den Rest habe ich auch. Die meisten "Behinderten" wollen kein Mitleid, wenn man seit der Gerburt hat, weiß man nicht wie es "anders" ist. Ich sehe natürlich, dass andere geschickter sind als ich......aber ich habe zum Glück damit aufgehört...ich hab einfach meine Talente gesucht.
    Ich finde es extrem widerlich, wie andere Menschen mit Behinderten umgehen...... Heute lachst du noch......morgen hast du einen Autounfall... dann wirst du angegafft... Es kann jeden treffen..
    Es liegt an der Gesellschaft, die bestimmen was "normal" ist. Aus meiner Sicht gibt es Leute, die wollen so sein, sie verbiegen sich, lügen usw.... und wenn sie alt sind: fragen sie sich: Wieso hatte ich so ein Leben?Was ist eigentlich normal? Ich frage mich, wieso manche Menschen, die keine Einschränkungen haben und trotzdem ihr Leben in den Dreck schmeißen, als sei es nichts wert.
    Ich wurde oft geärgert, ich höre nicht mehr hin. Wenn ich in den Bus steige und der dann losfährt und ich mich hinsetze sieht das aus, als hätte ich Alkohol getrunken, was natürlich nicht stimmt.
    Und natürlich alle Menschen sind GLEICH, dieses Gleich gibt es nicht.....Wir sind alle aber gleich wert und wir alle wollen nicht abgewertet werden. Es ist gut, dass es verschiedene Menschen gibt.
    Es gibt Menschen, die dir ungeheuer weiterhelfen, dich wieder aufbauen. Andereseits gibt auch blöde Menschen.... Ich bin froh später normal zu leben und zu arbeiten. Und gerede an uns liegt es, diesen Menschen zu helfen und zwar nur dort, wo sie wirklich Hilfe brauchen, nicht da wo es scheint als würden sie Hilfe brauchen.
    So das ist meine Meinung dazu.

  • Meiner meinung nach, sind leute mit einer behinderung auch nur "normale " menschen, wobei normal je eigtl relativ ist.
    Es beeindruckt mich immer wieder wie menschen mit handycap/behinderung damit und mit dem leben umgehen. Ich z.b.
    Habe persönlich die erfahrung gemacht, das solche menschen sehr besonders sind. Sie mögeen uns vielleicht "anders"
    Vorkommen, doch ich finde, bis auf das hadycap/die behinderung sind sie genauso normal wie wir anderen auch. Ich habe
    Im moment ziemlich viel mit leuten zu tun,die das down syndrom haben, oder an einer anderen behinderung leiden. Ich finde diese
    Menschen einfach nur toll. Sie sind lieb, kommen einem entgegen, wollen dazu gehören, nur müssen sie dafür immer härter kämpfen.
    Ich glaube, die meisten Menschen wissen nicht, wie sie mit jemandem umgehen sollen, der anders ist, der sich anders verhält.
    Und dann fällt ihneen nichts besseres ein, als sich über den "schwächeren" lustig zu machen bzw. Ihn als"böse" zu empfinden.
    Ich habe mal über die sache mit Hitler und den menschen mit down syndrom etwas gelesen, und ich muss ganz ehrlich sagen,
    Ich musste beim lesen fast brechen. Ich finde es einfach nur bescheuert von menschen zu sagen: der ist ander der muss sterben!
    aber wenn wir alle gleich wären, wo wäre dann das selbstbewusstsein, das abenteuer, und das selbstwert gefühl?
    Ich stimme auch Animalcrossingfan in allen punkten zu, es kann immer was passieren, und ehe du dich versiehst, ist etwas völlig anders,
    Das nie wieder rückgängig zu machen ist. Die Gesellschaft die bestimmt was "normal" ist, weiß vielleicht nicht, dass leute mit behinderung
    Sich selbst auch als Normal empfinden. Sie denken nicht darüber nacch, dass wir im grunde die "unnormalen" sein könnteen. Wenn ich später
    Einmal die wahl haben, dannwill ich, nicht nur menschen mit behinderung/krankheiten helfen,sondern sie auch weiterbringen. Ich will dass
    Die gesellschaft sie aktzeptiert und nich auf offener straße mit deem Finger auf sie zeigt und "guck mal da ein abnormaler!" ruft.


    Ich weiß nicht, ob physisch krank auch zum behindert sein zählt, aber wenn ja, dann kann ich von mir sagen, dass ich ebenfalls eine, wenn auch nur leichte,
    Behinderung habe.


    Ich hoffe meine meinung hat geholfen, LG: Shiny-Mewtu XY

    Für Rechtschreibfehler haftet mein Handy!!!
    Dann möchte ich einmal Werbung für meine FF machen! lasst mir doch bitte nen Kommi da,
    ich würde mich freuen
    :D ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Shiny-Mewtu XY ()

  • Ich finde es schlimm wie manche Menschen mit Behinderten umgehen. Hab schon keine Ahnung wie oft in der Öffentlichkeit erlebt wie man sie wirklich beleidigt hat usw. Für mich sind sie Menschen wie jeder andere und ich bin bisher genau so mit ihnen umgegangen.
    Der Sohn meiner Großkusine ist ein Jahr jünger als ich und ist seit einer OP in der Kindheit körperlich behindert. Als wir noch jünger waren, hab ich mich eigentlich fast nur mit ihm beschäftigt als mit seinen beiden Geschwistern. Leider ist der Kontakt mittlerweile fast ganz abgebrochen.
    So war das auch mit dem Mädchen aus meiner Nachbarschaft. Die meisten Kinder haben sie früher immer geärgert. Sie hat mir zwar immer gesagt, dass es ihr egal sei, aber ich hab sie trotzdem verteidigt. Wir haben immer noch Kontakt und sie führt ein wirklich schönes Leben :)
    Viele Menschen sollten wirklich mal drüber nachdenken was sie sagen, auch wenn Kinder natürlich oft noch nicht verstehen was eine Behinderung ist.. Aber manchen Leuten ist es einfach egal und beleidigen sie, oder schlimmeres. Das sollte sich wirklich ändern.
    Jeder Mensch ist ein Individuum und sollte so akzeptiert werden, wie er ist. Aber das wird wohl leider nie geschehen. Konflikte gehören ja auch zum Leben und manchmal nicht zu verhindern.

  • Ich habe mal über die sache mit Hitler und den menschen mit down syndrom etwas gelesen, und ich muss ganz ehrlich sagen,
    Ich musste beim lesen fast brechen. Ich finde es einfach nur bescheuert von menschen zu sagen: der ist ander der muss sterben!


    Der Vergleich mag makaber und extrem sein und ich möchte dabei erwähnen, dass ich mich auf letzteren, kursive Satz stütze und den Punkt Vergangenheit, als auf die Hitler-Tatsache, bevor das noch jemand in den falschen Hals bekommt ;)
    Auf diese Aussage: Überleg mal, ist das denn heute arg so viel anders, vor allem, wenn du an Schwangerschaften denkst? Da muss der Arzt seine Patientin auf die Möglichkeit der Abtreibung bis zum 6. Schwangerschaftsmonat aufmerksam machen, falls er einen Umstand feststellt, der dies rechtfertigen würde - eben das, was wir "bürokratisch" dann als Behinderung verstehen. Macht er das nicht, kann er am Ende unter Umständen, wenn das Kind mal auf der Welt ist, ordentlich zur Kasse gebeten werden und hat mit rechtlichen Konsequenzen zu rechnen.
    Die Schwangere ist von Rechtswegen auch geschützt, wenn sie sich nach der 11. Schwangerschaftswoche dann unter diesen "rechtfertigenden" Umständen für die Abtreibung entscheidet. Gut, Abtreibung ist ein anderes Thema, aber in diesem Zusammenhang passiert genau das: Die Entscheidung, wer leben darf und wer nicht, nur eben zu einem anderen Zeitpunkt.
    Aber wer kann einem schon verübeln, dass sich eine werdende Mutter ein gesundes Kind wünscht?


    Ich finde diese
    Menschen einfach nur toll. Sie sind lieb, kommen einem entgegen, wollen dazu gehören, nur müssen sie dafür immer härter kämpfen.


    Ich habe mit geistig Behinderten zwar auch öfter die Erfahrung gemacht, dass sie sehr herzlich sind, als gegenteiliges, aber das kommt eben auch vor.
    Problematik dabei: Auf der einen Seite sagst du, es sind auch nur ganz normale Menschen wie du und ich, auf der anderen Seite sind sie toll, lieb und entgegenkommend. Im Endeffekt ist das auch nichts anderes, als damit pauschalisierend eben nicht davon auszugehen, dass das auch "nur" Menschen wie du und ich sind.


    Generell muss ich persönlich sagen, hab ich zu viel Mitleid - als anderes extrem des "anders Behandelns" - öfter erlebt, als extreme Diskriminierung, Beleidigungen, Ausgrenzung o.ä., wie hier einige beschrieben haben.
    Grad im Familien- bzw. Bekanntenkreis kommt das meiner Erfahrung nach häufig vor, dass diese dann dazu neigen, die Schiene "Ach Gott, du bist so arm dran" zu fahren.
    Wollte ich einfach nur mal als anderes Extrem, als andere Seite davon anbringen.


    Den Mittelweg davon? Ja, den sucht man oft vergeblich, das stimmt.

  • Hallo erstmal^^


    Also selst wenn andere mich zu den Behinderten zählen(z.B. mein Schuldirektor) und ich keines Falls was dagegen hab finde ich bin ich keiner.
    Meine"Behinderung" ist eher ne Krankheit da sie wirklich temporär ist, den ich habe S.U.N.C.T. seit ich 7 jahre alt bin und meine "Anfälle"
    hab ich so ca. alle 15 Minuten also doppelt temporär^^


    Aber die Reaktionen von manchen Leuten find ich trotzdem "übertrieben".
    Ich mein in der U-Bahn angestarrt zuwerden ist nichts worüber man sich wirklich freuen kann aber wenn man dann an Leuten vorbei geht und die dann ihre Freunde oder Kinder weg ziehen im Sinne von "Geh besser weg von dem sonst hast du's auch" ist das meiner Meinermeinung nach nicht ok.


    Ich komm mit mir und meiner Situation klar, ich mein an die Zeit davor kann ich mich nicht mehr erinnern^^"
    Und auch wenn ich mir im klaren darüber bin das wahrscheinlich nie nen Führerschein haben werde, geschweige den irgendetwas machen kann bei dem ich auf längere Zeit zusehr anstreng bin ich mit meiner Situation zufrieden.
    Wieso sollte ich mich bemitleiden es gibt Leute die schlimmer dran sind als ich und wenn die mit ihrem Leben klar kommen wieso sollte ich das nicht?
    Ein Paar Großteil meiner Freunde ist "Behindert" da ich auf ne Integrations-Schule gehe.
    Nur komm ich mit manchen nicht ganz klar z.B. hab ich nen Autisten in der Klasse bei dem ich manchmal nicht ganz mitkomm warum er ausflippt :/
    Dennoch sind wir zwei Freunde weswegen es mich auch aufregt wenn er von unsere Klassenkameraden gemobbt wird da er nichts dagegen unternehmen kann und es sonst keiner wirklich tut.


    Im großen und ganzen hab ich fast täglich mit Behinderten zu tun und somit ist das für mich normal und wer entscheidet den überhaupt was normal ist?


    Das wars jetzt erstmal von mir(Bei dem Thema musst ich meine Meinung einfach äußern)^^ Sollte das was ich her geschrieben hab jemandem nicht gefallen oder hier nicht hergehören kann nartürlich was dagegen unternommen werden^^

    Also gut, ich, einen Witz kenne ich. Ähm ... eine Miesmuschel ... Die zu einem Heilbutt, na ja ging ist nicht ganz richtig, sie schwamm. Also eigentlich bewegt sich die Muschel ja gar nicht. Sie ist festgewachsen ... jetzt bin ich raus. Noch mal, ´ne Miesmuschel und ´n Heilbutt, keiner von beiden kann gehen.

    -Marlin der Clownfisch

  • Verstoßen von der Gesellschaft? Dafür unternimmt der Staat aber auffällig viele Anstrengungen, um öffentliche Orte behinderten- und altengerecht zu machen (Aufzüge, Blindenschrift, Integrationsklassen, Werkstätten, Tagesstätten, Beihilfen…) und political correct zu sein. Warum ich das sage? Weil Gesetze und staatliche Förderungen eig. oft die Gesellschaft widerspiegeln. Dass man die Integration nie ganz erreichen kann bzw schwierig ist, ist klar.

  • Ein recht schwieriges Thema. Ich selbst habe auch schon ein paar Erfahrungen mit behinderten Menschen gemacht. Ein Cousin von mir ist Autist, allerdings habe ich an sich keinen wirklichen Kontakt zu ihm, weil er in einem anderen Land lebt. Bislang habe ich ihn nur einmal persönlich gesehen, das war vor sechs Jahren und damals war er erst zwei Jahre alt. Ich weiß auch nicht viel über die Art von Autismus, an der er leidet. Ich weiß nur, dass er zwar sehr intelligent ist und besonders sein mathematisches Verständnis sehr ausgeprägt zu sein scheint, allerdings kann er noch immer nicht richtig sprechen, was sich laut den Ärzten aber noch ergeben wird. Ansonsten habe ich bei meinem Praktikum in einem Altersheim einen Querschnittsgelähmten kennengelernt, der seit einem Fahrradunfall an den Rollstuhl gefesselt ist. Dabei hat mich eine Sache ziemlich verwundert: Es kostete ihn zwar etwas Anstrengung, aber er konnte seine Arme noch ein bisschen bewegen. Das hat auch die Pfleger sehr verwundert.


    Mir persönlich tun behinderte Menschen sehr leid. Ich weiß, dass die meisten von ihnen gar nicht bemitleidet werden wollen, aber ich kann das ja auch schlecht abstellen. Ich selbst kann mir übrigens nicht vorstellen, wie mein Leben verlaufen würde, wenn ich z.B. durch einen Unfall körperlich eingeschränkt werden sollte, und ich möchte es mir eigentlich auch gar nicht vorstellen, weil es mir Angst macht. Richtig toll finde ich, wie diese Leute mit ihrer Behinderung umgehen, wie sie ihr Leben damit leben können. Mein Respekt gilt jedoch vor allem Eltern, die ein behindertes Kind großziehen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das eine ziemlich schwierige Aufgabe ist und es den Eltern auch emotional zu schaffen macht. Die Akzeptanz, die sie ihrem Kind und seiner Einschränkung entgegenbringen, ist in meinen Augen jedoch eines der schönsten Dinge auf der Welt. Das gilt natürlich auch für "normale" Kinder. Weniger schön finde ich, wie die Gesellschaft mit Behinderten umgeht. Klar, diesen Leuten wird geholfen, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass sie in der Gesellschaft nicht voll und ganz akzeptiert werden und das ist einfach traurig. Dass sich viele Leute über Behinderte lustig machen, ist natürlich auch unter aller Sau. Ich habe einmal von ein paar Klassenkameraden mitbekommen, wie sie sich über Senioren im Rollstuhl lustig gemacht haben. Es gab deswegen auch eine heftige Diskussion in der Klasse, weil solch ein Verhalten einfach nicht akzeptabel ist.

  • Das Problem fängt schon damit an, dass Menschen andere Personen, die sie noch nicht kennen, nach bestimmten Kriterien bewerten/einteilen wollen. Ich spreche hier von der ersten Begegnung, wo man sich schnell eine Meinung über sein Gegenüber bilden muss, um sich entsprechend zu verhalten. Und worauf achtet man beim ersten Kontakt mit einer Person? Auf das Erscheinungsbild. Und da fallen Behinderte eben sehr stark auf.
    Weil Behinderte nun mal eine Minderheit darstellen, sind sich viele Menschen die bewusst tolerant sein wollen nicht sicher, wie sie sich zu verhalten haben. Da kommt es eben zu Situationen, wo man Behinderte komisch ansieht, weil man krampfhaft versucht tolerant zu sein und über die Behinderung hinwegzusehen. Das geht aber aus verschiedenen Gründen einfach nicht. Selbst wenn man diese Klischees aus dem Weg räumt, z.B. dass viele Benachteiligte arme und zerbrechliche Persönlichkeiten sind, ist immer noch diese optische Auffälligkeit vorhanden. Wenn man den Charakter des Behinderten kennt, kann man schon eher über seine Person urteilen und sich normaler verhalten, aber dazu muss es erst kommen. Von daher halte ich das Thema für sehr schwierig - ich selber bin mir oft unsicher, wie ich denn möglichst respektvoll rüberkomme, wenn ich mit einem Rollstuhlfahrer ein Gespräch führe. Das hängt aber auch mit dem Selbstbewusstsein der Person ab. Schüchterne Personen werden den Kontakt mit benachteiligten Menschen vielleicht noch mehr vermeiden als den mit gesunden.
    Ich bin, wie man sieht, der Überzeugung, dass man behinderte Menschen so behandeln sollte wie gesunde Menschen (natürlich meine ich damit nicht dass ein Rollstuhlfahrer auch Treppen wie jeder andere benutzen soll, ich beziehe mich nur auf den psychischen Aspekt). Damit kann man enorm viel bewirken, und der Behinderte kann über seine Benachteiligung hinwegsehen...

  • Muss mal einige Dinge verbessern, hinzufügen


    1.) Es gibt 4 Gruppen Geistig Behindert, Körperbehindert, Seelisch Behindert und Lernbehinderte
    Inselbegabung muss nicht gleich geistige Behinderung sein.


    2.) Natürlich sind Behinderte Menschen krank. Was sie haben sind Krankheiten, die sie in ihrem Leben einschränken. Viele müssen Hilfsmittel in Anspruch nehmen oder schlucken Tabletten. Krankengymnastik ist auch für viele Alltag


    3.) Selbstverständlich kann man Behinderungen heilen, es kommt immer auf die Erkrankung an und ihre schwere.


    4.) Natürlich gibt es Alternativen für das Wort. Körperlich oder Geistig eingeschränkt. Für geistig Behinderte kannst du auch Mental Redratiert nennen. Oder Invalide oder Kranke Menschen


    Viele Behinderte Menschen wurden aus Heimen geholt und Vergast.


    Heut zu Tage ist man bemüht Behinderte und Nicht-Behinderte Kinder gemeinsam zu Unterrichten. Was viele Menschen vergessen ist, das man diese Kinder zwar aktezpiert, aber kaum Integriert. Ich war selbst auf so einer Schule und weiß leider auch von anderen schulen das man die Kinder nicht mal aufklärt und ihnen mitteilt, unter uns sind auch behinderte Kinder.
    Auch hier kommt es immer auf die Erkrankung des Kindes an. Jemand der nur im Rollstuhl sitzt und sonst keine größeren Einschränkungen hat, wird besser integriert, als ein geistig behindertes Kind.


    Ich habe selbst 2 Behinderte Geschwister. Mein Bruder ist Lernbehindert und autistisch, aber bei ihm merkt man es nicht so sehr. Meine kleine Schwester ist geistig und körperlich schwerst eingeschränkt, aber ich habe kaum negative Erlebnisse. Eher im Gegenteil, viele finden sie süß und freuen sich wenn sie kommt. Na klar wird sie im Rollstuhl angestarrt, aber das bekommt sie nicht mit zum Glück.
    Jeder Mensch reagiert anders darauf und man versucht ja schon mit diesen Integrationsschulen die Kinder zusammen zu bringen. Eine Lehrerin sagte einmal zu mir und auch ich sehe das ähnlich, besser wäre es die Kinder hätten einen gemeinsamen Schulhof oder würden Feste und Ausflüge zusammen machen.
    Behinderte Kinder sind in ihren Schulklassen viel weniger Schüler und man kann individueller auf den einzelnen eingehen. Ein schwerst geistig behinderter Mensch hat ein viel höheres Aufmerksampotiential. Er kann nicht lernen, da er nicht Schulbildbar ist und hat somit nichts davon mit 30 Kindern in der Klasse zu sitzen. Er will spielen und toben, er würde seine Mitschüler nur massiv stören.
    In einer Klasse mit 5-8 Kinder wird sich mit mehreren Personen um diese Kinder gekümmert und man macht auch genau das , was zu ihnen passt.

  • In unserem Grundgesetz ist festgelegt, das niemand aufgrund seiner Behinderung, welche physisch, psychisch und/oder mental sein kann, benachteiligt werden soll. Soll auch meinen, dass der Staat, die Regierung entsprechend darauf reagieren muss, um den Menschen mit Handicap das Leben im öffentlichen Verkehr zugänglicher zu machen. Und dies wird von Wohlfahrtsorganisationen auch gerne durchgeführt oder von anderweitigen Instituten. Aber kann man wirklich glauben, dass ein Teil der Gesellschaft das überhaupt will? Ich glaube nämlich, dass viele es nur erdulden, weil es geschieht. Einige Menschen würden den Behinderten in ihrem Umfeld sowas gar nicht gönnen. Für die gehören Menschen, die nicht der "Norm" entsprechen, in einen Narrenturm oder in eine Psychiatrie eingesperrt, da sie "der Gesellschaft keinen Nutzen erbringen" und dem Staat nur unnötig Geld kosten.
    Außerdem habe ich oftmals das Gefühl, dass vieles nur darauf hinausläuft, dass man unser Land nicht als feindselig gegen über diesen Menschen mit Handicap interpretiert. Das Vergangenes nicht wieder hochgespült wird. Aber darüber kann man streiten und ich weiß manchmal selber nicht, ob diese Welt des Seins, nichts weiter ist als bloßer Schein.


    Als Altenpflegerin habe ich viel mit alten und behinderten Menschen zu tun und begleite sie auf ihrem Weg bis zum Tod. Oftmals sind diese Menschen so viel schöner als jene, die weder "einen an der Klatsche haben" oder sonstiges. Meiner Meinung nach müsse man sie viel stärker in die Gesellschaft integrieren als es zur Zeit ist, weil eine Veränderung so nur recht langsam vonstatten geht.


    Ich selber habe eine Freundin, die körperlich behindert ist. Ihre Wirbelsäule ist nicht gerade und das Becken ist so verschoben, dass sie praktisch X-Beine hat. Neben extremer Rückenschmerzen und der Schwierigkeit zum Gehen/Laufen, hat sie auch das Problem, dass gerade Kinder und Teenager ihr in der Öffentlichkeit oftmals aufzeigen, dass die nicht "normal ist". Sie selber ist gegen solche Bemerkungen aber bereits immunisiert und es stört sie nicht.
    Zudem hat sie die Ausbildung zur Kindererzieherin gemacht und arbeitet in einem Kindergarten. Sie will einfach, dass Kinder bereits in frühen Lebensjahren erfahren, dass Menschen mit Behinderung nicht anders sind als jene ohne.

    "Wie beim Kartenspiel kommt es auch im wirklichen Leben darauf an,
    das Beste aus dem zu machen, was einem gegeben wurde,
    anstatt sich über ein ungünstiges Blatt zu beschweren und mit dem Schicksal zu hadern."


    [Astor, Pokémon - Schwarze Edition]

    Nur noch sporadisch im BisaBoard.

  • Zitat

    Es gibt auch Menschen, die bewundern behinderte dafür, dass sie ihr
    Leben so meistern. Aber das sind nur eine Handvoll Menschen, die das
    tunen.


    Die meisten von uns werden als störend empfunden, angestarrt oder sonst was.

    Ich war gerade bissl schockiert über den Satz. Wenn es so sein sollte dann sind das Menschen ohne Gehirn und Mitgefühl. Jeder normale Mensch fängt an zu denken wenn man eine Person im Rollstuhl sieht oder eine Person die geistig behindert ist. Manche werden sich vielleicht denken das es stört, aber sehr viele denken daran wie schön sie es haben und welch Glück sie haben das sie gesund sind oder normal am Leben teilhaben können. Wir haben in der Schule auch einen Gesundheitszweig und es werden sehr viele Aktionen unternommen wie Spendensammlungen, Workshops oder änliches. Das letzte mal hatten wir einen den Invalidenverband zu besuch. Wir konnten verschiedene Sachen ausprobieren. Zum Beispiel wie es ist Blind oder taub zu sein und wir konnten auch ins EKZ in der Nähe mit dem Rollstuhl fahren. In manchen Situtaionen hab ich gedacht das ich da jeden Moment stecken bleibe und das es unmöglich ist weiter zu kommen, manchmal kommt man ohne fremde Hilfe nicht weiter. Es war wirklich erschreckend, aber durch diese Aktion haben einige gelernt ihre Gesundheit zu schätzen und sind froh darüber gesund zu sein. Lieber die Gesundheit vorher schätzen als ihr später nachzutrauern.

  • Es folgt einer subjektiven Ansicht, die ihr nicht unbedingt teilen müsst.
    Für manch eine Person sind wir einfach nur Schmarotzer, die von Staat leben, andere sehen in uns Abschaum der allerersten Klasse, andere ignorieren uns und manch eine Religion hält uns für die Ausgeburt der Hölle.


    Sorry, aber einiges in deinem Startpost (z.B. dieses Zitat) sehe ich als ziemlich fragwürdig an. Wir leben eben nicht mehr im dritten Reich und wer solch eine Meinung hat, hat sie wohl auch, wenn es um Farbige, Ausländer usw. geht. Das ist allgemein gesehen menschenverachtend und mit so jemandem will ich auch garnicht anfangen zu diskutieren bzw. würde der das hier wohl eh nicht posten. Ja, es gibt diese Situationen im Alltag, in denen es mitleidige/genervte/verachtende/amüsierte/bewusst schnell abgewandte Blicke (oder auch Reaktionen) gibt, aber das würde ich nie überbewerten. Das gleiche werden dir Übergewichtige oder auffällig gekleidete Menschen usw. auch berichten können. Das ist nun mal eine spontane menschliche Reaktion, die ist, wie sie ist. Trotzdem halte ich diese Wortwahl einfach für falsch.



    Es gibt auch Menschen, die bewundern behinderte dafür, dass sie ihr Leben so meistern. Aber das sind nur eine Handvoll Menschen, die das tunen.


    Bewundern ... ich weiss nicht, ob ich dieses Wort in diesem Zusammenhang überhaupt hören möchte. Für mich klingt das immer ein bisschen nach einem dressierten Zirkustier, das von den Leuten bewundert wird, was es alles für Kunststücke beherrscht. "Guck mal, der Schimpanse kann echt Fahrrad fahren, ich fass es nicht, davon muss ich ein Foto machen und jetzt zündet der sich auch noch eine Zigarette an, ich werd verrückt, fast wie ein richtiger Mensch." :ahahaha:
    Das soll jetzt bitte nicht falsch rüberkommen, aber es ist nunmal so, dass man sich mit bestimmten Dingen zwangsläufig abfindet und lernt, mit ihnen zu leben, sonst kann man gleich ins Pflegeheim gehen. Der Mensch ist ein erstaunliches Lebewesen, das vieles irgendwie kompensieren kann. Er kann lernen, mit den Füssen zu schreiben, sich ohne Arme anzuziehen usw. Ob man dafür Bewunderung verdient, oder bewundert werden möchte, ist aber eine andere Frage. Vielleicht kommts da auch auf jeden selbst an.



    Behindert ist ein hässliches Wort, gibt es da Alternativen?
    Es ist schon ein schönes Wort!
    Krüppel klingt doch nicht schön oder?


    Ich finds nun garnicht schön, irgendwie klingt das ... ziemlich behindert halt (und bitte, Krüppel sollte genauso wie Nigger eigentlich aus dem allgemeinen Sprachgebrauch verschwunden sein :rolleyes: ), kann aber nicht abstreiten, dass ich es selbst verwende, schon weil viele sonst garnicht wissen, wovon man redet. Zugführer hat ja schon ein paar Alternativen genannt, obwohl ich es auch nicht unbedingt als Krankheit ansehe. Kürzlich hatte ich dazu auch an anderer Stelle schon eine Diskussion, weil für mich persönlich eine Krankheit etwas anderes ist, obwohl sich das natürlich teilweise auch überschneiden kann. Ein Rollstuhlfahrer ist für mich nicht Zeit seines Lebens krank und viele würden sich auch nicht als krank bezeichnen.


    Vielleicht poste ich irgendwann nochmal länger, aber vorerst muss das reichen. Den Startpost könnte man aber sicherlich noch etwas übersichtlicher gestalten.

  • Natürlich sind Behinderte Menschen krank

    Falsch. Ein behinderter Mensch muss nicht krank sein, es kommt drauf an, woran er leidet. Wenn es nur eine körperliche Einschränkung ist, man aber sonst klar im Kopf ist, kann man diesen Menschen nicht als krank einstufen. Wer Depressionen hat, manisch wird oder sonstige kognitiven und psychischen Leiden hat, der gilt klinisch als krank. In dieser Hinsicht zählt dies über einen längeren Zeitraum als Behinderung, weil man aufgrund dessen nicht mehr in der Lage ist, seinen eigenen Alltag selbst zu gestalten und am öffentlichen Leben teilzunehmen.

    Selbstverständlich kann man Behinderungen heilen, es kommt immer auf die Erkrankung an und ihre schwere.

    Auch da muss ich leider ein wenig widersprechen. Man kann nicht jede Krankheit heilen und einige führen zum Tod, selbst wenn man dies medikamentös und durch Therapien zu behandeln versucht. Man kann vieles eben nur abmildern, aber nicht heilen. Oder eben durch künstliche Gliedmaßen ersetzen. Man kann die Blindheit eines Menschen auch nicht heilen. Es gibt zwar schon technische Möglichkeiten, welche es ihnen durch eine Operation ermöglicht, hell von dunkel zu unterscheiden, aber nur dürftig. Die Technik steckt da einfach noch in den Kinderschuhen.

    Viele Behinderte Menschen wurden aus Heimen geholt und Vergast

    :dos:

    "Wie beim Kartenspiel kommt es auch im wirklichen Leben darauf an,
    das Beste aus dem zu machen, was einem gegeben wurde,
    anstatt sich über ein ungünstiges Blatt zu beschweren und mit dem Schicksal zu hadern."


    [Astor, Pokémon - Schwarze Edition]

    Nur noch sporadisch im BisaBoard.

  • Zitat von Foxhound

    Oftmals sind diese Menschen so viel schöner als jene, die weder "einen an der Klatsche haben" oder sonstiges. Meiner Meinung nach müsse man sie viel stärker in die Gesellschaft integrieren als es zur Zeit ist, weil eine Veränderung so nur recht langsam vonstatten geht.


    Und genau das mag ich nicht. Das ist keine Gleichberechtigung, das ist eine Verherrlichung einer Menschengruppe und sie ist absolut sinnlos und wider jeder Vernunft.
    Das ist nämlich die falsche Herangehensweise an Behinderungen, weil das Leute sind, die von normalen Menschen enttäuscht wurden und für sich selbst etwas "Reineres, Ehrlicheres, whatever" in behinderten Menschen zu finden glauben - und diese eben verherrlichen, was wiederrum anderen gegenüber Unrecht ist.


    Was das Mitleid oder einfach nur der Aufmerksamkeit auf den Straßen angeht. Wie Gucky bereits geschrieben hat, ist das eine menschliche Reaktion. Etwas, das man nicht stündlich sieht, ist nun einmal speziell.


    Zitat von Foxhound


    :dos:


    Genauso wie Juden, Roma und Sinti, Homosexuelle, politische Gegner und teilweise Prostituierte oder Frauen, die man dazu gemacht hat (nachdem sie "verbraucht" waren).

  • Falsch. Ein behinderter Mensch muss nicht krank sein


    Aber z.B. Krampfanfälle sind eine Krankheit, genauso wie Spastik. Für mich ist eine Behinderung wie diese eine Krankheit.


    Auch da muss ich leider ein wenig widersprechen. Man kann nicht jede Krankheit heilen


    Ich schreibe doch es kommt auf die Art der Behinderung an, ich weiß das es nicht immer geht :)


    Es gibt auch immer Streit zu dem Thema heilen oder nicht heilen. Viele Außenstehende können sich eben nicht vorstellen, das es Leute gibt die sagen, ich möchte blind bleiben. Es trifft nicht auf jeden zu und nicht auf jede Behinderung, aber es gibt dennoch Menschen die sagen, sie möchten so bleiben wie sie sind und ich finde das muss man auch respektieren und nicht sagen, hey du musst aber sehen/hören/laufen können.
    Meine Schwester ist ziemlich eingeschränkt, aber sie ist glücklich, sie lacht und strahlt und mich nerven Leute die meinen, sie können es besser beurteilen, es kann doch keiner in den Kopf meiner Schwester sehen. Sie kennt sich nicht anders, versteht es nicht und ist trotzdem glücklich. Es muss ja auch nicht jeder ein Einstein sein

  • Sagen wir es mal so. Kein Mensch ist wirklich "Normal". Jeder hat etwas, was ihn mehr oder weniger zum Freak macht, auch wenn man es jetzt nicht zugibt.
    Bei geistig und/oder körperlich eingeschränkten Personen ist dieser Faktor aber offensichtlicher. Damit will ich auf keinen Fall sagen, dass solche Leute "Freaks" sein, mir fällt nur in dem Fall nicht ein, wie ich es anders formulieren könnte.
    Fakt ist: Jeder ist auf seine Art "Normal". So ist es auch mit Behinderten. Also ja, geistig und/oder körperlich Eingeschränkte sind auch ganz normale Menschen.
    Für solche Menschen ist es aber meistens so, dass sie ihre Behinderung oft mit etwas anderem ausgleichen in dem sie dann verdammt gut sind. Das gilt dabei nicht nur für eine Inselbegabung.
    Auch körperlich Eingeschränkte versuchen das. Bei geistig Eingeschränkten ist das wiederum fast unmöglich, es sei denn, es handelt sich eben um eine Inselbegabung.


    Es gibt aber viele, die Behinderungen mit Krankheiten gleich setzen. Wie schon am Anfang des Threads beschrieben, sind Krankheiten temporär und Behinderungen in den meisten Fällen dauerhaft.
    Dennoch gibt es eine Sache, die auf manche Krankheiten, als auch auf Behinderungen zurückzuführen ist. Nämlich Unzurechnungsfähigkeit. Es gibt geistige Behinderungen als auch psychische Krankheiten (Beispiel: Depression, wenn diese sehr stark sind) die zur Unzurechnungsfähigkeit führen. Also haben diese auch irgendwo Gemeinsamkeiten.


    By the way: Im Startpost wurde beschrieben, ein besseres Wort für Behinderte zu finden. Dabei würde ich körperlich bzw. geistig Eingeschränkte verwenden. Meiner Meinung nach, klingt das etwas besser als Behinderte.


    So, soweit war es das erstmal von mir!


    Highlife