Ich lese ...

  • Seit 2009 lese ich die gesamte Reihe von Warrior Cats. Eine Fantasy Reihe aus Sicht von freilebenden Katzen. Bisher hab ich alle bisher erschienenen Bücher. 52 an der Zahl. Allerdings habe ich mir zwischendurch mit dem Lesen leider Zeit gelassen.


    In Warrior Cats fängts an mit dem roten Hauskater Sammy, der in die Wildnis geht und sich einem Clan anschließt. Dem DonnerClan. Es gibt insgesamt 4 verschiedene Clans. Neben dem DonnerClan noch den WindClan, den FlussClan und den SchattenClan. (Es gibt auch den WolkenClan aber der wird vorallem in den Sonderbänden noch angesprochen wird) . Sammy wird umbenannt zu Feuerpfote, weil er zum Schüler ernannt wurde. Nach und nach wird er zu Feuerstern, dem Anführer des DonnerClans. Das genau zu beschreiben wäre jetzt zu viel.


    Aber ich liebe die Warrior Cats Bücher, es ist so liebevoll geschrieben, aus Sicht der freilebenden Katzen. Als Beispiel heißen Menschen dort einfach "Zweibeiner". Man verliert sich beim Lesen wirklich in diese Welt und gerade wenn man Katzen so toll findet, wie ich, dann ist das genau das richtige!


    Momentan lese ich einen Sonderband.


    Gelbzahns Geheimnis


    Gelbpfote, Schülerin des SchattenClans kann es kaum erwarten, Abenteuer für und mit ihrem Clan zu erleben. Als sie schließlich nach und nach ihren Kriegernamen Gelbzahn erhält, wird ihr schmerzlich bewusst, dass sie eher zur Heilerin bestimmt ist, da sie die Schmerzen ihrer Clangefährten am eigenen Leibe spüren kann. Sie ist ihren Clan nach wie vor treu, bewahrt aber ein dunkles Geheimnis in sich, was noch für alle Clans böse werden kann.


    Spannend und immer wenn ich die Zeit dafür finde, lese ich auch weiter. Es hat insgesamt 545 Seiten, habe da auch noch ein paar vor mir.

    Seit 1999 leidenschaftliche Pokémonspielerin :D

    Konsolen im Besitz: Nintendo Wii (Weiß), PS4 (Orange-Schwarz), GBC (Pikachu Edition), GBA (Neon-Orange), GBA SP (Super Mario Edition), NDS (Rot), 3DS (Aqua-Blau), New3DS XL (Orange-Schwarz), Nintendo Switch (Neon-Rot-Blau)

    Pokémonspiele im Besitz: B/R/G (Cartridge&VC), G/S/K (Cartridge&VC), R/S/Sm, FR/BG, D/P/Pl, S, HG/SS, X/Y, OR/AS, S/M, US/UM, LGP/LGE, Collosseum, XD, TGC


    Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum!:heart:

    Gib niemals auf! Blitza



  • Andreas Eschbach - Herr aller Dinge



    Noch während ich NSA vom gleichen Autor las, fiel mir dieses Buch auf einem Wühltisch in die Hände. Da konnte ich natürlich nicht widerstehen...

    Bereits als Kind ist Hiroshi von dem Gedanken fasziniert, dass es allen Menschen gleich gut gehen müsste und jeder alles haben sollte, was er benötigt. Von dieser Idee erzählt er Charlotte, die ihm aber nicht so recht glauben will, dass soetwas je möglich sein könnte... Im Verlauf der Geschichte kreuzen sich die Wege der beiden immer wieder, Charlotte studiert mittlerweile Paläoanthropologie und Hiroshi ist mit nichts Geringerem beschäftigt, als die Welt für immer zu verändern. Ein Zusammentreffen der beiden auf einer Insel löst schliesslich Ereignisse aus, die kaum vorstellbar sind.

    Was dieses Buch für mich so spannend macht, ist die Vermischung aus tatsächlich technisch möglichem und Fiktion. Ich glaube sagen zu können, dass ich einen neuen deutschen Lieblingsautor gefunden habe.

    http://www.andreaseschbach.de/…/assets/leseprobe_had.htm

  • Ich habe in dieser Woche 2 Bücher beendet und ich freue mich mehr darüber, als ich sollte, denn eigentlich sollte ich mich schämen, denn es sind die ersten beiden Bücher, die ich in diesem Jahr beende.


    Der Insasse - Sebastian Fitzek

    Der Vater eines entführten Kindes bringt sich in eine psychiatrische Anstalt, da er in dieser den Entführer zur Rede stellen will.
    Ein knapper Satz der die Handlung beschreibt.
    Und das Buch war wahrlich gut, es macht immer wieder Spaß sich in Fitzeks Büchern zu verlieren, wenn auch nur kurz, weil man es einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Muss sagen, dass mir das Paket besser gefallen hat, also wenn ihr euch überlegt den Insassen zu holen, dann zieht vielleicht lieber das Paket vor. Insgesamt fand ich es erstaunlich, dass man diesmal relativ wenig von der eigentlichen Grausamkeit liest, ich hab immer auf etwas wirklich verstörendes gewartet, aber irgendwie hab ich nicht das bekommen, was ich vermutet und gerne gehabt hätte.

    SPOILER: so war die größte Grausamkeit doch tatsächlich, dass sich jemand selbst einen eigenen Fingernagel aushebelt, hab das beim Zahnarzt gelesen und dann tatsächlich erst mal ne kleine Pause gebraucht, lol, weil AUA. Und weiterer Spoiler; die Auflösung kennt man so schon ähnlich aus einem großartigen Film, was mir irgendwie gefallen hat, auch wenn es so, minimal weniger überraschend für mich war, sondern viel einfacher nachzuvollziehen.


    Sag, dass du mich liebst - Joy Fielding

    Eine Privatdetektivin wird während einer Beschattung vergewaltigt und nachher ist natürlich nichts mehr in ihrem Leben so, wie vorher.
    Hier passiert eigentlich die meiste Zeit nach dem Vorfall relativ wenig und ich habe mich wirklich gefragt, wieso so viele (laut Zitaten) dieses Buch so spannend finden, denn eigentlich ist es gar nicht so spannend. Es ist viel eher interessant, wie alles weitergeht, denn ich hab mich auf den letzten 50 Seiten oder so wirklich gefragt, wie man das jetzt noch auf die Schnelle aufklären will und es wird tatsächlich noch aufgeklärt, aber irgendwie empfand ich die Aufklärung als... schwach. Also es macht schon (denke ich) Sinn, wie es aufgeklärt wird, aber es ist irgendwie unspektakulär und so gezwungen.
    Aber Joy Fielding bringt gefühlt so viel in kurzer Zeit raus, da können nicht nur Meisterwerke dabei sein. X:

  • Ich habe früher immer gerne lustige Taschenbücher gelesen, auch heute kaufe ich ab und zu mal eines, dann ist es die LTB Spezial Version, wo dann nach einem speziellen "Thema" Geschichten aus vorherigen Lustigen Taschenbüchern rausgepickt worden sind, mittlerweile finde ich diese Bücher leider relativ überteuert. Jetzt habe ich mir zuletzt wieder ein LTB Spezial gekauft und lese es gerade.


  • Ich habe mir tatsächlich auch mal wieder ein Buch bestellt, weil ich seit Langem endlich mal wieder richtig Lust aufs Lesen hatte ^_____^


    ~ Rashômon von Akutagawa Ryûnosuke

    Jaa, gut, ich gehe die Autoren von Bungou Stray Dogs durch und da es von Tatsuhiko Shibusawa tatsächlich kein Werk gibt, das zumindest ins Englische übersetzt wurde, musste ich eben mit Akutagawa Vorlieb nehmen; den Film Rashômon von Kurosawa, der auf einer von Akutagawas gleichnamigen Kurzgeschichte beruht, hatte ich ja schon vor einer Weile gesehen.

    Und ich muss sagen: seine Kurzgeschichten gefallen mir wirklich sehr, sehr gut. Vielleicht habe ich einfach auch einen guten Übersetzer erwischt, da mir die Wortwahl und der Satzbau auch sehr zusagen, aber vor Allem der Aufbau und der gewisse Stil haben einfach etwas, das ich bisher so noch nicht gelesen habe. Womit ich mich etwas arrangieren musste bzw womit ich zuerst überhaupt nicht gerechnet habe, war, wie viele von Akutagawas Kurzgeschichten ausgehen. Natürlich sind es Elemente des täglichen Lebens und Momentaufnahmen, aber ich für meinen Teil dachte beim Lesen zuerst "Ah, jetzt kommt der Konflikt und gleich kommt die Moral, gleich löst sich das Problem oder der Protagonist gewinnt zumindest die Einsicht, wieso es so ist, wie es ist" - und genau das passiert eben nicht. Man wird einfach mit dem Problem stehen gelassen, es geschieht keine Wandlung, kein "Oh, das war jetzt böse und ich muss geläutert werden", sondern im Grunde wird fast nochmal nachgetreten und auch wenn es mich zu Anfang sehr irritiert hat, inzwischen finde ich es einfach großartig :D



    Also ja. Es ist definitiv mal etwas anderes x3 Akutagawa schafft es sehr gut, dem Leser Gefühle zu vermitteln, die man gar nicht wirklich benennen kann und die, wenn man sie selbst empfindet, ebenfalls sehr undefinierbar sind; die aber trotzdem jeder mindestens einmal in seinem Leben schon einmal kennengelernt haben dürfte. Und dann lässt er einen damit alleine. Ich habe bisher fünf Geschichten aus dem Buch gelesen und am Besten gefallen haben mir bisher Rashômon und Der Affe :grin:

  • Schon seit geraumer Zeit habe ich mit dem Gedanken gespielt, mal etwas in diesen interessanten Thread zu posten. Durch meinen Urlaub hatte ich endlich mal wieder sehr viel Zeit, um das eine oder andere Buch zu lesen. Nachdem ich zuletzt nur Bücher auf Englisch oder in den skandinavischen Sprachen gelesen hatte - und das oftmals aus einer Notwendigkeit heraus und nicht, weil ich Lust darauf hatte - , habe ich mich zur Abwechslung mal wieder mit Literatur auf Deutsch beschäftigt. Unter anderem habe ich mich folgenden Büchern gewidmet:


    Orth, Stephan: Couchsurfing im Iran - Meine Reise hinter verschlossene Türen, Piper Verlag, München/Berlin 2015.

    Zu meinem Geburtstag bekam ich von einer Freundin das Buch "Couchsurfing im Iran" geschenkt, in dem der deutsche Journalist und Autor Stephan Orth seine Erlebnisse während seiner Reise durch alle Regionen des Iran niedergeschrieben hat. 62 Tage war er in der Islamischen Republik unterwegs, wurde dabei von 22 Gastgebern willkommen geheißen und hat alle Reiseführer in den Wind geschossen. Nach Beenden der Lektüre konnte ich gar nichts anders als die Iraner für die gastfreundlichsten Menschen auf der Welt zu halten. Sein Schreibstil hat mich sofort in seine Geschichten hineingesogen. Am liebsten hätte ich direkt die Koffer gepackt und ein Touristenvisum beantragt, um mit dem nächsten Flugzeug nach Teheran zu fliegen. Doch dann sind mir wieder die Erzählungen zu den Verhören auf den Polizeistationen eingefallen und mir wurde klar, dass es doch einige Risiken birgt, im Iran - einem Land, in dem du als ausländischer Tourist nur in Hotels, die du am besten bei der Einreise direkt angibst, übernachten darfst - auf fremden Teppichen zu schlafen. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der eine ungebremste Reiselust und Neugier auf fremde Kulturen in sich trägt und mal ein anderes Bild vom Iran vermittelt bekommen möchte, als aus deutschen oder internationalen Nachrichten. Da mir das Buch so gut gefallen hat, hatte ich mir direkt in der Buchhandlung meines Vertrauens Couchsurfing in Russland gekauft, das mich hoffentlich nicht mehr allzu lange vorwurfsvoll anschaut, weil ich es immer noch nicht gelesen habe.


    von Kleist, Heinrich: Der zerbrochene Krug - Ein Lustspiel, Realschulbuchhandlung, Berlin 1811.

    Insbesondere auf Reisen finde ich es praktisch, kleine handliche Bücher zum Lesen dabei zu haben, wenn man mal etwas Zeit überbrücken möchte. So war unter anderem "Der zerbrochene Krug" in der aktuellen Fassung vom Reclam-Verlag diesen Sommer mein treuer Begleiter. Schon zu Schulzeiten durfte ich das eine oder andere von Heinrich von Kleist (Die Marquise von O...., Das Erdbeben in Chili) lesen, aber Dramen waren bislang nicht darunter. Meine Erwartungen an das Werk wurden jedenfalls bei Weitem übertroffen. Nach der Einleitung bewegt sich die Handlung zwar zuerst etwas schleppend vorwärts, aber gerade als in mir die Resignation einsetzen wollte, ging mir ein Licht auf und die Handlung gewann an Fahrt. Im Rückblick schäme ich mich dafür, dass mir das Offensichtliche erst so spät aufgefallen ist, aber hierauf werde ich nicht weiter eingehen, weil der eine oder andere das Drama vielleicht noch nicht gelesen hat. Denjenigen, die dennoch in alle Kürze wissen möchte, worum es geht, sei gesagt, dass sich das gesamte Stück vordergründig um eine Gerichtsverhandlung dreht, die klären soll, wer für den Schaden an einem Krug aufkommen muss. Das Werk ist mit einer Fülle von Komik gespickt, wie man sie nur selten in einem Drama aus dieser Zeit findet. Interessanterweise scheint das Buch dazu einzuladen, von fremden Menschen angesprochen zu werden. So wurde ich mehrfach an Bushaltestellen und in Zügen darauf angesprochen, was ich lese, woraus sich dann kurze Gespräche über Literatur aber auch über andere Dinge entwickelten. Als nächstes werde ich mir wohl Michael Kohlhaas oder Das Käthchen von Heilbronn kaufen, wenn es mal wieder auf Reisen geht. Mal schauen, ob ich dann auch angesprochen werde.


    El-Bahay, Akram: Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt, Bastei Lübbe, Köln 2017.

    Aus irgendwelchen Gründen bekomme ich oft Bücher geschenkt. Hierunter fiel auch dieser Fantasy-Roman von Akram El-Bahay. Der Autor hat mir gar nichts gesagt, weshalb ich frei von bestimmten Erwartungen an die Sache herangehen konnte. Seinen Schreibstil fand ich in Ordnung, aber dafür haben mich die Rechtschreibfehler maßlos gestört. Man kann meiner Meinung nach schon erwarten, dass ein Buch vernünftig korrekturgelesen wird. Aber kommen wir zum Buch an sich: Die Geschichte ist für mich in ihrer groben Handlung nichts Neues, wobei ich eh bei Fantasy-Literatur oft das Gefühl habe, dass ich die Rahmenhandlung schon irgendwoher kenne. Man muss dem Buch allerdings zugute halten, dass es nicht mit Fantasy-typischen Klischees arbeitet. Die Geschichte um den Dieb Sam, der sich in die Palastwache der Stadt Mythia schmuggelt und dort nun Bücher in einer Bibliothek unter der Stadt bewachen soll, ist in weiten Teilen solide (allerdings etwas arm an Details) und hat einen schönen Spannungsbogen. Dennoch weiß ich nicht, ob ich die Trilogie des deutsch-ägyptischen Autors fortsetzen werde. Ich denke, da warte ich lieber den nächsten Fantasy-Roman ab, den ich geschenkt bekomme.


    Togashi, Yoshihiro: Hunter x Hunter Band 35 - Nen-Bestien, Carlsen Manga, Hamburg 2019.

    Eigentlich habe ich schon vor Jahren damit aufgehört, mir Manga zu kaufen. Die einzige Ausnahme stellt der Manga Hunter x Hunter des Mangaka Yoshihiro Togashi dar, den ich mir nach wie vor in gedruckter Form auf Deutsch zulege, wenn mal wieder ein neuer Band veröffentlicht wird. Das war hin und wieder aufgrund der gesundheitlichen Probleme des Mangaka eine Geduldsprobe. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, dass im Juli dieses Jahres ein neuer Band in den deutschen Buchhandlungen gelandet ist, den ich natürlich direkt für meinen Flug von Deutschland nach Schweden erstanden habe. Die Zeichnungen im Band sind größtenteils schlicht gehalten, aber ich lese den Manga ohnehin der Handlung wegen. Den hochgelobten Ant arc fand ich persönlich zu langatmig, ich bin eher Fan des Greed Island arc gewesen. Aber allgemein gefällt mir die Richtung, die dann im Hunter Election arc und im Dark Continent arc genommen wurde und bislang bin ich auch zuversichtlich, dass der Black Whale arc mich überzeugen wird. Persönlich finde ich es schön, dass mal wieder der Fokus auf Kurapika gelegt wird, wobei mich die Vernachlässigung anderer Protagonisten wiederum traurig stimmt. Ich kann jedenfalls jedem nur empfehlen, nicht nur den Anime zu beachten sondern auch dem Manga eine Chance zu geben, der übrigens nicht nur - wie man sich denken kann - umfangreicher als die Anime ist sondern auch einfach schlichtweg besser ist, wenn man mich fragt. Ende Oktober werde ich mir beim Manga-Händler meines Vertrauens auf jeden Fall auch den 36. Band kaufen.


    Kaminer, Wladimir: Einige Dinge, die ich über meine Frau weiß, Wunderraum, München 2017.

    Mit dem wohl bekanntesten russischstämmigen Autor in Deutschland setze ich mich schon seit vielen Jahren auseinander. Sein Sprachstil ist recht einfach gestrickt, doch was das betrifft, hat er bei mir einen Freifahrtschein. Es ist einfach seine ganz persönliche Note, die übrigens bei Lesungen noch viel besser zur Geltung kommt. Ich lese seine Bücher auch nicht der ausgefeilten Sprache wegen, sondern weil ich seine Sicht auf alltägliche Dinge und die in meinen Augen urkomischen Beschreibungen dieser liebe. Während meines Urlaubs kam es dann, dass ich ein Interview mit Wladimir Kaminer im Fernsehen sah und einige Tage später noch eine CD mit dem Hörbuch "Es gab keinen Sex im Sozialismus - Legenden und Missverständnisse des vorigen Jahrhunderts" in einem Auto fand, die mir sehr gefallen gefiel. Also habe ich mich wieder auf den Weg zur Buchhandlung meines Vertrauens gemacht und mir das obige Buch gekauft, in dem es zum großen Teil um Wladimir Kaminers Frau Olga Kaminer geht. Das Buch ist nicht besonders dick, wodurch es sich prima auf einer Zugfahrt von Hamburg nach Frankfurt durchlesen lässt. Hierzu sei gesagt, dass der Autor kaum Romane sondern hauptsächlich Erzählungen schreibt. Man kann die meisten seiner Bücher auch als eine nie enden wollende Erzählung sehen. Das vorliegende Buch sehe ich als eine Liebeserklärung an seine Frau, so charmant und liebevoll aber auch humorvoll wie er über ihre Eigenheiten schreibt. Man darf nicht alles für bare Münze nehmen, was er niedergeschrieben hat, aber das tut dem ganzen keinen Abbruch. Sein Humor trifft ohne Einschränkungen meinen Geschmack. Egal ob es um die Liebe seiner Frau zu Pflanzen geht oder um ein historisches russisches Kochbuch oder um ihre Herkunft von der Insel Sachalin oder um den Dolch für die Georgier, alles wird zu einer interessanten, humorvollen Geschichte verdichtet. Am Ende hat man allerdings ein wenig das Gefühl, dass ihm die Ideen ausgegangen sind, weshalb er dann Anekdoten erzählt, die hauptsächlich ihn betreffen. Das hat mein Leseerlebnis aber keineswegs getrübt. Daher habe ich schon fest eingeplant, zur Überbrückung der nächsten Zugfahrt oder des nächsten Fluges, Die Kreuzfahrer vom gleichen Autor zu kaufen.


    Auf Inhaltsangaben habe ich bewusst verzichtet, da man diese eh überall im Internet finden kann. Vielleicht hat ja irgendjemand Lust bekommen, eines oder mehrere der genannten Bücher zu lesen. In dem Fall würden mich die Meinungen anderer nach Durchlesen der Lektüre interessieren. Abschließend sei noch gesagt, dass ich noch Kabale und Liebe von Friedrich Schiller gelesen habe, mir aber die Motivation fehlt, auf weitere Bücher einzugehen. Momentan bin ich dabei, QualityLand von Marc Uwe Kling zu lesen und des Weiteren liegt hier noch Wer beherrscht die Welt? von Noam Chomsky rum, das ich letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt bekommen habe, mich aber bislang aus undefinierbaren Gründen abschreckt. Mal schauen, ob das mit uns beiden noch was wird.