Das Wut- und Trauertopic

  • Neferpitou

    Also rein von dem, was du schreibst, kommt mir das so vor wie bei mir am Anfang meines Studiums. Ich habe auch ständig sämtliche Präsentationen und alles an Stoff noch am selben Tag wiederholen wollen, war umso verzweifelter, wenn das mal nicht geklappt hat und hatte ständig das Gefühl, trotzdem nicht genug getan zu haben; dabei habe ich nach meinen meist sechs bis acht Stunden Uni oft noch mehrere Stunden lang gelernt.

    Das Ding ist : es wird nicht besser, wenn man mit so einem Perfektionismus oder eben diesem inneren Druck da rangeht, sondern fruchtet umso weniger. Ich meine, wer zwingt dich, das Studium in der Regelzeit zu schaffen? Drüber zu liegen und mehr Semester zu benötigen, ist gerade für Leute, die nebenbei arbeiten, das Normalste von der Welt und die finden später auch noch einen Job.


    Und bezüglich des Bestehens: zumindest in Japanologie war es an meiner Uni immer so, dass man zum Beispiel Grammatik halt wiederholen musste, wenn man das nicht bestanden hat und noch nicht die nächsten Kurse besuchen durfte, die anderen Module waren davon aber gänzlich unberührt und da durftest du dann auch die nächsten Semesterkurse schon mitmachen. Das hängt aber auch davon ab, was du studierst und an welcher Uni und eben von deiner Studienordnung.


    Versuche, dich nicht ganz so sehr dort hinein zu steigern. Etwas nicht sofort zu bestehen, ist keine Schande, da dich dort - anders als in der Schule - die wenigsten Dozenten persönlich kennen oder sich etwas aus deiner Leistung machen, die Uni generell anspruchsvoller ist als Schule und für deinen Abschluss meistens ohnehin nur bestimmte Prüfungen zählen.

  • Mir geht es immer wieder auf an die Nerven, wenn ich so einiges von Mitmenschen höre.

    Viele betiteln sich als "Gutmensch" (ja ich weiß, das Wort hassen einige, aber meist reagieren genau die Leute darauf, auf die das Wort sarkastischerweise passt :P), aber verhalten sich total abartig.

    Um mal ein paar Beispiele zu nennen, damit man weiß was gemeint ist.

    Stand letztens in der Bäckerei und wollte mir meine Brötchen holen, neben mir eine Mutter mit Kind, die Verkäuferin hat etwas nicht ganz verstanden und da kommt dann schon die Aussage (Mutter zum Kind) "guck dass du nicht so endest wie Sie", ich hab gedacht ich höre nicht richtig, so abfällig (und ja Gestik und Mimik hätte man dazu sehen müssen) über eine Verkäuferin zu reden.

    Ich bin da persönlich jemand, der seinen Mund nicht halten kann, ich habe Sie gefragt ob noch alles in Ordnung ist, sich so abartig zu äußern und das ist einem nicht gerade leisen Ton (sorry, aber bei solchen Leuten platzt mir echt der Kragen), dass ging dann soweit, dass Sie schnell die Bäckerei verlassen hat und ich noch zum Kind "nehm dir bloß kein Beispiel an deiner Mutter".

    Schon kacke wenn man mal das große ganze betrachtet, wie abartig doch hier und da das Miteinander ist, ist ja nicht so als hätten wir weitaus schlimmere Probleme auf der Welt, nein man macht sich wo man nur kann gegenseitig fertig.

    Diese Aussagen die dann noch kommen von wegen "Augen auf bei der Arbeitssuche", von irgendwelchen Leuten, die meinen Sie wären es, da stellt man sich immer wieder die Frage, warum sich solche nicht mal morgens hinstellen und Brötchen backen, bzw. wer würde die Brötchen backen, wenn aufeinmal keiner mehr diese Jobs ausführt, weil alle nach höheren Abchlüssen/Arbeiten gehen würden, ein Akademiker würde sich sicherlich nicht hinter die Theke stellen wollen.


    Aber auch diese Leute, die einem permanent was reindrücken wollen, weil Sie neidisch sind und einem nichts gönnen.

    Leute die alles schlecht reden, bsp. Umwelt, man spricht sich dafür aus, bekommt von anderen was an den Kopf geworfen von wegen, du benutzt ein Smartphone, du isst Eis und und und, Hauptsache man hat irgendwas dagegen zu sagen und hängt sich an allem auf. (bei solchen Menschen müsste man wahrscheinlich nur noch mit Jutesack rumlaufen und selbst dann würden Sie noch sagen, man hat Sie nicht alle)


    Menschen die ach so schlau sind und einem immer wieder Ihre hohen Abschlüsse unter die Nase reiben müssen, meinen Sie wären so intelligent und wüssten wie man sich richtig verhält, im nächsten Moment aber abfällig über andere Leute reden, die nicht einen so hohen Bildungsstand haben (auf Papier nachweisbar).

    (In meinem Umfeld habe ich nen Studenten, der meint auch, "hey ich bin Student, deshalb bin ich so schlau", dann aber die einfachsten Aufgaben nicht hinbekommt, zig Jahre studiert und immer noch keine Arbeit hat (wo dann wirklich die Aussage passt "ein Arbeitsloser, auf den die Eltern stolz sind" (ja bei manchen Studenten muss man den Spruch echt mal bringen, damit man Sie von Ihrem hohen Ross wieder runter holt).

    Ja es gibt Leute, die sind nicht so helle, dass Sie bspw. ein Abitur packen, aber es gibt genauso Leute, die darauf keine Lust haben, diverse Leute im Netz und in meinem Umfeld haben mir immer wieder gezeigt, dass man doch immer wieder über diverse Studenten schmunzeln muss, "ich bin so schlau", hat aber dann schon zig Studiengänge abgebrochen, spottet aber dann auch noch über diverse Arbeiten und "wie kann man nur soetwas machen". (gibt halt auch Leute die an Ihrer Arbeit spaß haben, egal ob man jetzt hinter einer Theke steht und Brötchen verkäuft, auf ner Baustelle oder in einem Büro sitzt und auf der Tastatur rumtippt)
    Ich nehme mich immer nur wieder gerne als Beispiel, ich hatte nur (aus reiner Faulheit (blödes Vergangenheits-Ich) einen mittelmäßigen Realschulabschluss und jetzt hocke ich in einem Unternehmen in leitender Position und das in jungen Jahren, so viel zu dem Thema, aus dir wird nur was, wenn du Abi machst oder studierst, die anderen Arbeiten sind nur was für nicht so helle Leuchten.

    Viele Leute überschätzen sich anscheinend maßlos, nur weil Sie ein Abitur machen/haben und/oder studieren.

    (Und nein, keine Sorge, das bezieht sich nicht auf alle Abiturienten und Studenten, bevor hier irgendwelche Leute im Forum nur die ersten 2 Zeilen lesen und meinen er hatet alle Abiturienten und Studenten)


    Dieses Gutmenschen dasein, "wir wollen nur das beste für unser Land", sich aber dann darüber lustig machen, dass sich ein Deutscher (ja wird ja immer noch viel gegen Ausländer gehetzt) das Leben nimmt.

    Ein Widerspruch in sich selbst, gerade, wenn es immer wieder von den selben Leuten kommt, eienrseits will man was gutes für sein Land und ist dann so blöde und wählt die AFD (viele scheinen mir was das Thema angeht nur den Ausländerpunkt im Kopf zu haben und nicht dass ganze Programm), damit man fälschlicherweise meint, so könnte man irgendwann wieder hamonisieren, wenn die "Probleme" beseitigt sind, aber auf der anderen Seite geht man sich, wegen Rechtschreibung, anderer Meinung usw. an die Gurgel, lacht wenn sich ein Mensch das Leben nimmt, geht fast schon in Hass auf, weil man vor lauter Neid niemanden was gönnt, beginnt sich über das Aussehen anderer lustig zu machen, weil man sonst keine anderen Argumetne mehr hat und meint dann noch drohen zu müssen.

    Ich verstehe die Leute nicht so ganz, ganz besonders wenn das von Leuten kommt, die WESENTLICH älter sind als ich, mir hat man immer gesagt "Respekt vorm Alter", wenn ich aber sehe was manche für ein extremen Scheiß von sich geben, da mächte man alle nur noch ein eine Schlucht werfen, weit ab von jeder Zivilisation, den die genannten Personen aus meinem Text, sind in meinen Augen genauso schändlich wie andere, die begehen zwar keine Morde, aber verzeuchen die Gesellschaft ebenfalls.


    Und nein keine Sorge ich bin kein besserer Mensch und fühle mich anderen überlegen, nur die Ansichten die man mir so rüberbringt, sind für mich der reinste cringe Faktor, wo ich immer nur sagen kann, "warum?, warum muss das so in unserer Gesellschaft laufen", ich sehe mich bei genannten Aussagen nämlich als das komplette Gegenteil an (und wie gesagt, ich bin ebenfalls nicht fehlerfrei), aber wenn ich mir das immer wieder anhöre, frage ich mich "wo ist das Mensch sein hin?", Hauptsache man fährt seinen eigenen Egotrip und pisst sich gegenseitig ans Bein.

    Das ist etwas, was mich seit Jahren abfuckt und so bescheuert es klingt, ich gucke deshalb immer wieder gerne Videos von Helden des Alltags an, einfach um mehr psotive Vibs von Menschen zu sehen und nicht zu viel in den negativen Bereich zu rutschen.



    Edit: Genauso gehen mir die Leute auf den Nerv von wegen "du bist intolerant gegen über intoleranten Menschen", ja bin ich, wenn man sich so anguckt was sich diese intoleranten Menschen alles erlauben und man dann treu nach dem Motto gehen sollte "Leben und leben lassen", dann hätten wir irgendwann ein riesiges Problem, ich sage nur homophobe Leute und so als Beispiel.

    Jemand macht meinen schwulen Kumpel an und kriegt von mir verbal eins vor den Latz und dann kriegt man diese Aussage "du hälst dich für etwas besseres und bis selbst intolerant", ALTER?!?!?!?!, wie ich so abartige Leute hasse, so als Todschlagargument soetwas rauszuhauen, am besten wir halten bei allem den Mund bei dem man was sagen sollte, Hauptsache man macht damit keine Umstände.

  • Tolle Weihnachten... :rolleyes:


    Mein Kater ist krank... mein Baby hat sich den Magen verdorben. Vermutlich Magen-Darm. :meh:

    Hab mich schon gefreut, dass ich ENDLICH seine Schilddrüsen-Tablette drin hatte, weil er sein Leckerli genommen hat... und dann kam sie gerade Retoure. :mellow:


    Dann müssen wir wohl Freitag mal zur Tierärztin, wenn es ihm morgen nicht besser geht. Vielleicht ist ihm auch einfach zu viel los in der Bude und es beruhigt sich wieder...


    Meh. Ich gehe mein Baby gesund kuscheln. :bigheart:

  • Uff... ich muss auch was los werden.


    Ich habe ja wie ihr wisst meine Haustiere (also meine Babys <3), Familie, Freunde, Hobbys, Partnerschaft, usw. Also nichts Ungewöhnliches.

    Jedenfalls bin ich mittlerweile wieder auch in Online Chats aktiv (nenne keine Namen).

    Und ich hab das jetzt so ca. 8-10 Kontakte. Mit manchen schreibe ich sehr oft und mit manchen fast gar nicht.


    Alles kein Thema.


    Nur passiert es mir oft, dass ich dann die Person treffe die gerne mehr schreibt.

    An sich okay, aber ich bin eher der Typ der sich vlt. jede Woche 1x oder sogar noch weniger meldet. Einfach weil ich genug andere Dinge zu tun habe.

    Und das ist mir schon ZU OFT passiert. Vor allem, dass man es mir persönlich genommen hat. *sfz*


    Es ist zum Verzweifeln. Vor allem weil die Menschen sich oft dadurch verletzt fühlen egal wie gut ich es ihnen erkläre.

    Ich weiß nicht... ich will nicht aufhören online mit Menschen zu schreiben, aber ich fühle mich dann so unter Druck gesetzt.


    Als hätte ich kein Anrecht auf Privatleben.


    Wisst ihr was ich meine?


    Na ja... das lag mir auf der Seele :confused:


    Eine Lösung hatte ich bisher jedenfalls noch nicht dafür gefunden.

    Oft endete es meist in Streit und Schmerz und dann ging es auseinander weil die Person das auf Dauer nicht respektieren konnte.

    Selbst wenn die Bekanntschaft an sich dann eine sehr Nette war... wahrscheinlich weil die andere Seite dann mehr will als ich und ach... zum Mäuse melken.


    Und btw. ohne sexistisch zu sein. Es sind ungewöhnlich oft Männer die dann genau so reagieren. :totumfall:

  • Die Lösung die ich in diesem Fall für mich gefunden habe, ist, mein Leben gegenüber der Befindlichkeiten irgendwelcher Bekanntschaften zu priorisieren. Mit guten Freunden kann ich auch mal ein paar Tage oder ne Woche nicht schreiben, und wenn man das Gespräch wieder aufnimmt, ist es so als hätten wir nie aufgehört zu reden; kein wie geht's und was machst du, sondern einfach am letzten Gespräch anknüpfen oder ein neues anfangen.


    Habe auch die eine oder andere Onlinebekanntschaft. Auch jene die dann tag ein tag aus dasselbe "wie geht's, was machst du" raushauen. Hab's irgendwann angefangen einfach zu ignorieren und bei Nachfrage zu sagen, dass ich zutun hab. Bringt einen sonst einfach aus dem Flow raus wenn man produktiv ist. Manchmal vielleicht auch einfach das Internet auf dem Handy deaktivieren, dann gibt's kein Whatsapp in der Zwischenzeit. In Onlineforen ist das ganze noch einfacher. Geh einfach nicht auf die Seite drauf.


    Musst im Endeffekt fragen wo deine Priorität liegt. Bei dir selbst und den Dingen die du machen musst und die dir wichtig sind, oder darin, irgendwelchen Individuen bei der Langeweile Gesellschaft zu leisten. Denk nicht immer daran wie andere sich fühlen.

  • Das hat nichtmal was mit Zeit zu tun. Ich hab das Handy zB. immer auf lautlos und lass mir keine Benachrichtungen in der oberen Leiste mehr anzeigen.


    Man darf sich nicht immer so zu Herzen nehmen, ob sich andere etwas zu Herzen nehmen, imo. Erwachsene Menschen sollten das verstehen und nicht die Dramaqueen spielen. Irgendwo suchst du dir das unnötige Drama, das sie dir damit bereiten, dann auch selbst aus.

    Du kennst vll. eher die bestimmte Art von Männern, die unbedingt irgendwen haben wollen, aber sich schwertun sonst Kontakte zu knüpfen?

  • LadyEndivie08 Ich hab dich in dem Bereich ja selbst erlebt und verstehe dich da nicht, weil du zwar sagst, dass du nicht so oft schreiben willst, aber statt dann nicht zu antworten, wenn es dir nicht passt, was ja völlig in Ordnung wäre, antwortest du quasi ständig. Deine Taten sprechen hier eine ganz andere Sprache als deine Worte, was dein Gegenüber dann natürlich verwirrt, denn wann und wie oft du antwortest, ist das einzige, was deinem Gegenüber bleibt, um herauszufinden, wann von dir am ehesten eine Antwort erwarten kann. Wenn du jetzt aber einfach immer antwortest, obwohl du eigentlich weniger Zeit für diesen Bereich deines Lebens aufwenden willst, dann ist es so, dass wenn die andere Person kein Verständnis dafür hätte, wenn du seltener antworten würdest, ihr einfach nicht zusammenpasst und ihr die Bekanntschaft beenden solltet.

    Wenn es aber so ist, dass die andere Person Verständnis dafür hat und dich nicht unter Druck setzt, dass du mehr schreiben musst, und du der Person dann auch noch vorwirfst, dass du nicht widerstehen kannst, zu antworten, dann ist das respektlos und eigentlich ein Problem, an dem du selbst arbeiten musst.

  • LadyEndivie08 Ich hab dich in dem Bereich ja selbst erlebt und verstehe dich da nicht, weil du zwar sagst, dass du nicht so oft schreiben willst, aber statt dann nicht zu antworten, wenn es dir nicht passt, was ja völlig in Ordnung wäre, antwortest du quasi ständig. Deine Taten sprechen hier eine ganz andere Sprache als deine Worte, was dein Gegenüber dann natürlich verwirrt, denn wann und wie oft du antwortest, ist das einzige, was deinem Gegenüber bleibt, um herauszufinden, wann von dir am ehesten eine Antwort erwarten kann. Wenn du jetzt aber einfach immer antwortest, obwohl du eigentlich weniger Zeit für diesen Bereich deines Lebens aufwenden willst, dann ist es so, dass wenn die andere Person kein Verständnis dafür hätte, wenn du seltener antworten würdest, ihr einfach nicht zusammenpasst und ihr die Bekanntschaft beenden solltet.

    Wenn es aber so ist, dass die andere Person Verständnis dafür hat und dich nicht unter Druck setzt, dass du mehr schreiben musst, und du der Person dann auch noch vorwirfst, dass du nicht widerstehen kannst, zu antworten, dann ist das respektlos und eigentlich ein Problem, an dem du selbst arbeiten musst.

    Na gut, das versteh ich schon. Du siehst, dass du neue Nachrichten hast, willst ursprünglich bloß mitteilen, dass du momentan / in nächster Zeit keine Zeit oder Lust hast zu antworten und daraufhin wirst du in einen Streit verwickelt. Mittlerweile kann ich auch eher als früher nach einem kürzeren Gespräch sagen: "Es sieht so und so aus, akzeptiere es." Früher ließ ich mich eher auf langwierige Gespräche oder Streit mit aufdringlicheren Leuten ein. Muss man eben auch mit der Zeit lernen.

    Wenn ich jemanden kaum noch kenne oä. und nach drei Stunden kommt schon "Wieso antwortest du mir nicht!?", aufdringlichen "hallo!?"-Posts dahinter und sowas nach ein paar Bitten nicht aufhört, hab ich den Leuten auch schon gesagt, dass sich der Kontakt so nichts bringt.

  • Ich spreche ja die Personen vorher immer darauf an. Viele wissen, dass ich oft zu nett bin um "Nein" zu sagen. Und das ist wohl das Hauptproblem.

    Zum Glück passiert mir das nur in den wenigsten Fällen. Jedenfalls bin ich eigentlich immer sehr ehrlich zu diesen Menschen. Ich sage dann auch immer wie viele Freunde, Familie, ect. ich habe und, dass ich nebenher auch noch andere Hobbys pflege.


    Zum Glück hat sich das mit der einen Person geklärt. :grin:

    Die hatte da auch sehr viel Verständnis dafür. Ich finde es nur schade wenn man sich damit die Kontakte zerstört nur weil es nicht gleich was Richtiges wird.

    Bin ja an sich mit meinem Freundeskreis zufrieden. Und wenn ich mit jedem befreundet wäre aus dem Internet hätte ich wohl irgendwann gar kein Privatleben mehr.


    @Vast Vision Ich glaube ich hab da oft mit Schuldgefühlen zu kämpfen. Einerseits weiß ich, dass ich ein gutes Recht auf mein Leben habe. Jedoch passiert es mir allzu oft das ich Menschen mit Problemen treffe. Und dann neige ich dazu die "Schulter zum Ausweinen" zu sein. Leider hilft oftmals nicht mal Klarheit. Selbst wenn ich genau erkläre warum das nicht geht wird das dann schon oft auf Angriff auf die Persönlichkeit gesehen.


    Aber du hast Recht. Ich sollte mir da echt mal mehr Priorität setzen. *sfz*


    Bewundere einfach auch Menschen die sich da besser durchsetzen können. Ich lenke zu oft ein selbst wenn ich noch einen Berg Haushalt, usw. vor mir habe.


    Das hat nichtmal was mit Zeit zu tun. Ich hab das Handy zB. immer auf lautlos und lass mir keine Benachrichtungen in der oberen Leiste mehr anzeigen.


    Tatsächlich ist mein Handy auch auf stumm. Nur wenn ich erst mal anfange mit "Hallo" ist es meist schon aus. Dann lass ich mich so lange ins Gespräch verwickeln und lasse jegliche Prioritäten den Bach runter rutschen. Bin froh, dass viele aber auch mich dann selbst darauf hinweisen wenn ich den Haushalt zu lange vor mich herschiebe. Ich bin oft einfach in dem Struggle... und ja... irgendwie ist es oft so wenn die Person jemanden zum Aussprechen braucht... da gebe ich oft sehr schnell nach. :verysad:


    Ich denke den Rest antworte ich dir privat.


    Für mich ist das echt kein einfaches Thema weil mir doch schon einiges in dem Punkt passiert ist.

  • 2019 lief einfach zu gut.

    Gestern ist unerwartet einer meiner Kater gestorben. Er hat angestrengt geatmet, ich habe mich dann morgens entschieden mit ihn in eine Tierklinik zu fahren, als ich noch im Wartezimmer wartete hat er angefangen sich in der Transportbox etwas umher zu werfen, ich dachte wirklich erst, dass er einfach raus möchte, aber mit jeder Sekunde wuchs natürlich zusätzlich noch meine Angst, bis ich dann am Empfang wieder jemanden gesehen habe und meinte, dass jetzt wirklich irgendetwas nicht mit ihm stimmen würde. Dann konnte ich gleich mitkommen, sie haben ihn intubiert und beatmet, immer wieder mal etwas gespritzt, ich dachte wahrscheinlich Adrenalin(?) und nach, ich weiß gar nicht wie langer Zeit, hat der Arzt gemeint, dass es wirklich nichts mehr bringt und er nicht mehr zu retten wäre. Er vermutete dann einen Herzinfarkt.

    Damit hab ich da natürlich nicht gerechnet, ich dachte eh ganz am Anfang, ich würde vielleicht übertreiben oder er hat vielleicht nur eine Lungenentzündung oder sowas, weil ich ja wegen der Atmung gekommen bin und dann ist er tot.

    Ich hatte ihn ein Jahr und drei Monate, habe noch einen Kater, der ihn quasi schon sein ganzes Leben lang kannte.

    Jetzt möchte ich gar nicht so lange von zu Hause weg, weil er allein ist und das alles andere als gewohnt ist. Die beiden haben immer gekuschelt, es bricht mir wirklich das Herz. :(

    Er wird nie wieder kommen und sich aufs Bett neben mich werfen, damit ich sein Bauch kraule, er wird nie wieder zusammen mit Socke irgendwo kuscheln und er wird nie wieder mit ins Zimmer rennen.

    Ich vermisse ihn sehr, er fehlt hier. :( Natürlich habe ich in der Klinik dann direkt mal die falsche Entscheidung getroffen und ihn dort gelassen - ich hab gelesen, dass ich ihn definitiv mit hätte nach Hause nehmen sollen, damit Socke sich von ihm verabschieden kann. Ich weiß gar nicht was er jetzt denkt, ob er es vielleicht spürt, weil ich so traurig bin und mehrmals am Tag einfach in Tränen ausbreche. :(

    Im Internet steht auch, dass man eigentlich mehrere Monate, wenn nicht ein Jahr warten soll, bis man einen Ersatz-Gefährten holt, aber wenn ich dann wieder in die Arbeit muss und er jeden Tag 8 Stunden alleine ist, tut er mir so leid. :( Ich weiß nicht wie lange ich warten soll.
    Ich weiß überhaupt nicht, was ich machen soll. :(

    Ich mache mir natürlich auch vorwürfe, dass ich nicht schon früher gehandelt habe, er hat auch den Abend zuvor schon so geatmet aber ich dachte, ich könnte sicher noch den nächsten Tag abwarten, aber vielleicht war an dem Herzinfarkt dann auch einfach der Stress schuld, das fahren in die Praxis etc. Es tut mir einfach alles so leid, auch, wenn ich weiß, dass ich es nicht mehr ändern kann und die Vorwürfe auch dumm sind, aber es geht nicht anders. :(

    Er ist einfach nicht mehr da. Es tut mir so leid, Raven...

  • Nortia

    Mein herzliches Beileid. Ich weiß wie weh das tut. :crying:


    Ich habe Oktober 2018 auch mein Gretchen verloren. Ihr ging es auch von einem Tag auf dem anderen schlecht(er). Sie hatte ebenfalls keine Luft mehr bekommen und war sehr kurzatmig. Wir haben dann die Diagnose bekommen, dass sich ihre Lungen mit Wasser gefüllt hatten und es gab auch nichts, um sie davon zu heilen. Leider blieb uns nur, sie auf dem letzten Weg zu begleiten.


    Ich weiß zwar nicht, welche Diagnose da 100% hintersteckt, aber ich glaube nicht, dass du es hättest verhindern können. Wenn er keine Luft bekommen hat, vermute ich, dass sich seine Lungen mit Wasser gefüllt haben - und das hättest du nicht heilen können.


    Ob man sich nach so kurzer Zeit direkt ein neues Tier ins Haus holt, muss oder sollte man davon abhängig machen wie sehr das zurück gebliebene Tier trauert und leidet. Barney fand es zwar komisch, dass Gretchen nicht mehr da war und hat sich eine Woche gesucht, aber letztendlich hat er sich damit abgefunden und ist jetzt umso glücklicher (gut, die beiden haben sich auch nicht verstanden).

    Meines Erachtens würde ich schauen wie sich Socke in den nächsten Wochen verhält und dann eine Entscheidung entsprechend zu treffen.


    Es tut mir Leid, dass du in dieser Situation bist. :mellow: Fühle dich ganz doll gedrückt. :sad:

  • Hey Nortia,


    mein herzliches Beileid für deinen Verlust. Ich habe ja auch dieses Jahr meine langjährige Wegbegleiterin verloren und kann deinen Schmerz auch sehr gut nachvollziehen. Auch wenn es bei dir noch um einiges schlimmer sein muss, da du Raven schon nach einem Jahr und dazu sehr plötzlich verloren hast.

    Ich denke, es wäre wirklich besser, wenn sich Socke von Raven verabschieden kann. Auch wenn es dir mit Sicherheit nicht leicht fallen wird, aber du musst Raven noch einmal von der Klinik holen, bevor er eingeäschert oder beerdigt wird, damit Socke weiß was los ist.

    Wenn du dann deine Trauer verarbeitet hast und du das Gefühl hast, dass Socke es ebenfalls geschafft hat (auch wenn das bei Katzen schwer zu beurteilen ist) kannst du ja darüber nachdenken, dir eine neue zweite Katze als Spielkamerad für Socke zu holen.

    Ich persönlich kann das leider nicht beurteilen, da ich nie zwei Katzen aus denselben Wurf hatte und davon eine verstorben ist. Wenn wir (im Familienhaushalt) zwei Katzen hatten, hat das entweder gut funktioniert, weil der Altersunterschied/Geschlecht trotz der Fremde nicht ausschlaggebend war, oder es hat überhaupt nicht funktioniert (auch wenn das bei Fritzi und Nala, wobei erstere 10 Jahre lang allein war und Nala erst ein Jahr alt) sicher am Alter lag


    Was ich dir auf jeden Fall auch empfehlen kann, ist einen Nachruf zu schreiben, entweder hier im Forum oder für dich persönlich. Man kann nach meiner Erfahrung am besten von wichtigen Personen Abschied nehmen, wenn man sich nicht nur darauf konzentriert, was man alles nicht mehr machen kann, sondern was man alles schönes erlebt hat.


    Ich bin im Herzen auf jeden Fall bei dir. Fühl dich gedrückt

  • Nortia


    Das tut mir so leid für dich, aber auch für Socke. Ich kann mir gar nicht vormalen, wie schrecklich das für euch sein muss. Ich hab selber so etwas schreckliches noch nicht erlebt. Am nächsten kommen dann wohl die verstorbenen Koi, die handzahm waren und jedes direkt ankamen und spielen/fressen wollten. Oder der Hund eines Bekannten, mit dem wir seit Jahren Spaß hatten, plötzlich verstirbt. Man ist eine Zeit lang wirklich traurig, aber man verdrängt sowas doch aus dem Alltag nach einer gewissen Zeit.


    Aber jemand so nahestehenden plötzlich zu verlieren, mit dem man so viel gemeinsam erlerbt, davor hab ich eine unfassbare Angst. Meine Angst vor dem Tod und auch von Nahestehenden besteht seit dem ersten Tag, an dem ich darüber nachdenken konnte. Das ist bestimmt schon etliche Jahre her, aber jedes mal, wenn jemand Bekanntes jemanden verliert, weiß ich dass mir selbst das auch passieren wird, aber auch wahrscheinlich meinen Eltern und einigen anderen Verwandten vor mir. Manchmal lieg ich schläfrig abends im Bett und komme plötzlich auf diesen Gedanken. Mir kommen die Tränen, wie auch jetzt gerade und plötzlich dreht sich alles wieder um das Thema. Ich hoffe wirklich, dass es irgendwas nach dem Tod gibt, aber wirklich davon überzeugt bin ich nicht.


    Es ist das eine Thema, bei dem ich wirklich Panik, Schweißausbrüche und Angst bekomme. Da verstehe ich auch nicht so viel Spaß.

    Ich bin sehr glücklich, dass ich schon so viel Zeit mit meinem Eltern, Verwandten und Bekannten verbringen durfte. Ich bin für jeden schönen Moment dankbar, da die Möglichkeit, diese zu erleben irgendwann enden wird.

  • Irgendwelche *Beleidigung jeglicher Art einfügen* haben wohl Böller in das Affenhaus im krefelder Zoo geworfen. Nun ist das Haus komplett abgebrannt, wahrscheinlich sind alle Tiere gestorben. Ich wünsche diesen Personen die dafür verantwortlich sind hundertfach die Pest und mehr an den Hals.

  • Oooook, nachdem ich gerade mal eine Nacht darüber geschlafen habe und es mich doch ziemlich beschäftigt hat habe ich gerade doch das Bedürfnis meine Gedanken mal nieder zu schreiben, einfach damit ich mich damit schriftlich beschäftige. Ich erwarte aber jetzt keine Hilfe oder sowas, ein bisschen Anteilnahme oder in irgendeiner Art und Weise emphatisches Verständnis wäre sehr nett, aber ich bin mir bewusst, dass es viele Menschen gibt die meine Ansichten nicht teilen...es ist einfach, es beschäftigt mich gerade und ich hoffe ich finde da irgendwie eine Lösung dazu.


    Alsooooo ich habe dieses Silvester in Berlin gefeiert, bei meinem besten und längsten Freund den ich so habe (18 Jahre!) und eigentlich wenn man zumindestens das Neujahrsevent so betrachtet war es eigentlich ziemlich schön: Wir haben zusammen bei Bekannten von ihnen gefeiert und danach waren wir in einem Club in Berlin wo wir megalange abgehangen haben, solange, dass wir fast 1.5 Tage gebraucht haben um uns zu erholen (was im Nachhinein aber keine gute Sache war, weil es irgendwie den Lagerkoller erhöht hat). Wir haben zusammen etwas gezockt und Serien geschaut, also wie gesagt von den Einzelevents betrachtet alles in Ordnung.


    Das Problem war folgendes: Mein Freund ist Musiker (DJ mit eigenen Livesets) und lernt demtentsprechend sehr viele Menschen kennen. Er hat ständig neue Beziehungen und Menschen um sich herum was einerseits natürlich sehr nice ist, aber andererseits auch ziemlich stressig sein kann, wenn man auch irgendwie zumindestens in der partnerschaftlichen Seite mal etwas festeres haben will (wobei ich mich manchmal frage ob er das wirklich will?). Ich scheine in dieser Funktion irgendwie ein Ruhepol für ihn zu sein, jemand auf den er sich verlassen kann und der eigentlich immer ziemlich supportive ist.


    Nun jaaa und er hatte mal wieder eine Freundin am Start. Ich bin es aus der Vergangenheit gewöhnt, neue Gesichter um ihn herum zu sehen und eigentlich schaffe ich es auch immer mich mit diesen Menschen irgendwie zu arrangieren und ich weiss gerade nichtmal ob ich das in diesem Fall wirklich geschafft habe, aber das wäre auch eigentlich egal. Ich persönlich kann eigentlich nichts schlechtes über sie sagen, sie scheint ziemlich smart zu sein und ich wünsche den beiden wirklich das es für länger hin klappt, weil sie es verdient haben.


    Nur sie war die vollen 3 Tage die ich da war auch da und mein Freund hat mir vorher nichts über sie gesagt. Wäre auch kein Problem und geht mich nichts an, aber wenn sie dabei noch so MEGA anhänglich ist und die beiden gefühlt 12 Stunden aneinander geklebt haben. Ich weiss ehrlich gesagt nicht was meine Funktion in diesem Fall gewesen ist und warum ich überhaupt dann die 3 vollen Tage dageblieben bin. Ich konnte nicht wirklich gute Gespräche führen, weil es immer irgendwie so abgelaufen ist, dass die beiden dann wieder aneinandergehangen haben. Ich weiss es gibt dann Menschen die sind witziger und lockerer und besser im Smalltalk aber so bin ich einfach nicht vorallem wenn ich die Themen die ICH lustig oder witzig oder interessant finde nicht wirklich ansprechen kann, entweder weil es niemanden interessiert oder weil halt immer ein weiterer Kopf ist, der diese Gespräche in bestimmte Richtungen lenken will und mein Freund hat leider die Eigenschaft, dass er Dinge die er nicht interessant findet ziemlich schnell abbricht und das wäre in einem Zweiergespräch kein Problem gewesen, weil man dann sich an den Themen weiterhangelt und ich eh besser zuhören als erzählen kann, aber in einer 3 Gruppe ist das schwieriger...da war zum Beispiel ein Fall , wo ich eine Sache erklären wollte, den beiden , und er unterbricht mich komplett. Das hat mich richtig angepisst diesmal, weil ich mich Frage, warum ich überhaupt mir die Mühe mache ihn zu sehen und ich versuche meine Rolle in dieser Konstallsation zu finden, wenn es faktisch so aussieht, dass ich eine passive und auf eine Art "dumme" Rolle spielen MUSS weil es einfach von dieser Konstallation so gegeben ist.


    Und dass dann meine Laune schlechter wurde und er das anspricht...was hätte ich tun sollen?


    Ich weeeiss natürlich wollte niemand dass ich mich schlecht fühle und es war eigentlich auch nur phasenweise so, aber warum wird mein Verhalten immer als unmenschlich dargestellt?? Versetzt euch doch mal andersrum in der Lage, was hättet ihr gemacht? Ich wette die ,meisten hätten entweder versucht alles zu sprengen, was die beiden gerade so untereinander erzählen, vielleicht hätte ich mit ihr flirten sollen einfach weil es anscheinend menschlicher ist, wenn Reibungen entstehen und man irgendwie Nerven treffen muss wenn man bestimmte Rollen einnimt, anstatt das man wie ich einfach ziemlich interessiert und neutral daherkommt und eigentlich nur eine gute Zeit mit Personen verbringen will. Eine andere Möglichkeit wäre gewesen, dass ich mich spätestens am 2. Tag hätte völlig ausklinken und alleine was starten sollen, aber dann frage ich mich , warum ich überhaupt gekommen bin, sooft sehen wir uns ja jetzt nicht und ich hätte das als ziemliche Unhöflichkeit empfunden, wenn ich das getan hätte.


    Eine andere Sache die indirekt damit zusammenhängt und mit der ich mich auch beschäftige, ist die Tatsache, dass ich anscheinend einfach nicht Sarkasmus oder Ironie erkenne. Nun ja , ich bin mir bewusst, dass es ein Zeichen von Intelligenz ist , wenn man sarkastisch oder ironisch ist und irgendwie für mein Empfinden denke ich, dass unsere Gesellschaft heutzutage ziemlich stark davon durchsetzt ist. Jeder versucht sich zu toppen!


    Also bin ich strunzdumm? Ich weiss es nicht. Es ist eine Spielart die ich einfach nicht verstehe, weil irgendwie...Wenn ich witzig sein will, beziehe ich mich auf eine Situation und wenn mich etwas stört dann spreche ich es an oder halt nicht. Ich kapiere es einfach nicht. Und das macht auch vieles mit mir als Person schwierig und von aussen betrachtet "komisch" und manchmal leide ich wirklich darunter innerlich, aber ich weiss ehrlich gesagt auch nicht was ich da ändern kann. Sarkasmus und Ironie ist ein Wert der ziemlich positiv heutzutage besetzt ist und ich besitze ihn nicht. Also muss ich ständig gegen sehr viele Menschen ankämpfen,. die mich als dumm oder unlustig betrachten. Ich kommer damit schon klar, so ist es nicht, aber es ist anstrengend und manchmal wirklich auch frustrierend wie jetzt gerade :/



    Ich weiss nicht ob ich das Gespräch mit meinem Freund suchen soll, oder ob es nicht besser wäre einfach es so zu belassen. Ich mag ihn nicht verlieren und ich werde es auch sicher nicht aber es ist eher so eine Sache, wo ich mich auch hinterfragen sollte. Witzigerweise meinte seine Freundin indirekt, dass ich wie ein Vulkanier (aus Star Trek) wirke und wenn ich darüber nachdenke, muss ich dem ganzen fast zustimmen. Es ist umso witziger, weil ich eigentlich als ich jünger war, ziemlich emotional war und ich würde mich schon noch als emotional bezeichnen, besonders wenn sich Dinge für mich nicht erklären lassen.

  • Picollo Ich kann verstehen, dass das frustrierend ist, wenn man sich in einer Dreiergruppe ausgeschlossen fühlt. Ich sehe auch nicht, was du falsch gemacht haben solltest - sich schlecht zu fühlen ist ja nichts Böses (und in dieser Situation auch sehr menschlich, meiner Meinung nach.) Als er das angesprochen hat, was hast du dann gesagt? Gab es Streit? Wenn da irgendwas nicht richtig geklärt wurde, wäre es vermutlich sinnvoll, es ihm später noch einmal in aller Ruhe zu erklären, wie du die Situation empfunden hast.

    Ist seine Beziehung mit seiner Freundin neu? Es kann gut sein, dass sie in der Anfangsphase im frisch verliebten Zustand besonders aneinander kleben und sich das bald wieder normalisiert.

    Wurdest du mal auf Autismus/Asperger-Syndrom untersucht? Sarkasmus und Ironie nicht zu erkennen und wie ein Vulkanier zu wirken ist da relativ typisch. Autistische Menschen erleben soweit ich weiß die gleichen Emotionen wie andere Menschen, teils sogar noch stärker, aber können sie nicht so gut zeigen oder verstehen.

    Du wirkst auf mich jedenfalls ziemlich intelligent und ich hoffe du hältst dich nicht für "unmenschlich", "dumm" oder "komisch". Wenn man etwas anders ist als der Durchschnitt, kommt es leider vor, dass man so bezeichnet wird (mir wurde da auch schon so einiges an den Kopf geworfen.) Manche versuchen wohl auch, sich auf Kosten anderer besser zu fühlen, indem sie diese mit solchen Begriffen runtermachen. Das ist aber nicht gerechtfertigt, sondern gemein. Eigentlich ist es ja innerhalb der sehr vielseitigen Menschheit ziemlich normal, nicht ganz durchschnittlich zu sein.

  • Picollo Ich kann mir das so wie es Gray Ninja schon vor mir gesagt hat gut vorstellen dass du vielleicht eine Form von Autismus haben könntest


    Ich selbst habe auch eine Asperger Diagnose und kann das so nachvollziehen wie du dich fühlst bzw wie du gehandelt hast. Miteinander reden kann sehr schwierig sein aber es gibt dem Gegenüber auch die Sichtweise die du selbst hast, somit würde ich dir raten einfach mit ihm darüber eine Konversation zu führen, sofern du dich selbst wohl fühlst damit natürlich. Was ich dir noch sagen kann ist, dass du dich eventuell über Autismus informieren solltest. Auch wenn du es vielleicht nicht hast, schadet Allgemeinwissen ja niemanden :grin: Was ich mich nur noch frage ist, wie stehts du zu deiner Beziehung gegenüber deinem Freund bzw was erwartest du dir von ihm? Die Zeit die du mit ihm hattest ist ja ziemlich lang. Hinterfrag deine Gedanken dazu, vielleicht bringt dich das auch ein Stück weiter. Hoffe du findest das, was die glücklich macht. :)

  • Gray Ninja und fuso erstmal danke für eure Anteilnahme :) Ja ich werde das definitiv mal anschauen ob ich da etwas in der Richtung habe, beim ersten Durchlesen habe ich da ein paar Sachen gefunden die schon zeimlich zu mir passen könnten bei anderen bin ich mir noch nicht wirklich sicher. Ich denke irgendwie spielt der Faktor Zeit bei mir immer sehr oft eine Rolle. Natürlich erkenne ich schon, wenn ich eine Person ziemlich lange kenne ob sie etwas ironisch oder sarkastisch meint ,aber bei neuen Personen ist das Erkennen überhaupt nicht vorhanden und ich selber wende sowas halt überhaupt nicht an....


    fuso du hast da auch einen ziemlich guten Punkt gebracht und darüber sollte ich wirklich nachdenken..18 Jahre sind eine lange Zeit und Menschen ändern sich auch immer wieder. Vielleicht hat sich die Erwartungshaltung die ich an ihm gestellt hatte diesmal wirklich nicht erfüllt und dann muss ich mich fragen ob er sich geändert hat, ob das durch diese neue Situation so geschehen ist ,oder ob ich mich verändert habe. Für mein Empfinden waren einige Dinge schon deutlich anders als sonst: Er war viel ablehnender in den Dingen die ich vorgebracht habe (mehr als früher) und was mir jetzt auch besonders aufgefallen ist, wir haben irgendwie kaum Musik bei ihm zuhause gehört LOL. Etwas, was sonst immer ziemlich elementar bei ihm verankert war ,wirkte diesmal so..distanziert..und ich weiss nichtmal warum.


    Aber hey alles gut. Natürlich bin ich dadurch auch ein bisschen sauer und phasenweise auch traurig (weil ich es einfach nicht ganz verstehe) gewesen aber letztendlich sehe ich das auch eher so, dass ich durch solche Erfahrungen auch mehr über mich selbst lerne , so komisch das jetzt klingt. Und da ist eigentlich alles wirklich in Ordnung.

  • Ich möchte auch ein paar Zeilen hier verewigen um mich selbst vielleicht etwas besser zu fühlen. Für die, die meine früheren Posts hier noch nicht gelesen haben fasse ich das nochmal kurz zusammen. Ich bin Autist weshalb ich wirklich keine realen Freunde habe und gleichzeitig bschwul, lebe aber in einer homophoben Familie. Dazu warte ich jetzt schon seit 4 Jahren auf die Liebe eines Mannes, der mich aber nur noch ignoriert weil er eine angebliche "Freundin" hat.


    Es gibt ein paar Dinge die ich hier einfach mal gesagt haben will um mein Innerstes zu entlasten. Mein eingener Vater hat mir ins Gesicht gesagt, "Wenn ich ein schwules Kind hätte, würde ich es umbringen". Trotz dieses Tatsache und auch obwohl ich noch bei meinen Eltern wohne habe ich jetzt nach Jahren den Mut gehabt mich zu outen. Ich musste das tun denn ich hatte jahrelang Albträume, konnte nie wirklich schlafen und da ich aufgrund des Autismus seit 5 Jahren praktisch 24/7 nur zu Hause bin hatte ich wirklich ständig Angst um mein Leben. Ihr könnt euch sicher erwarten dass mein Outing nicht wirklich gute Reaktionen erzielt hat. Ich kann nicht verstehen wie man seinem eigenen Kind, noch dazu jemandem mit Autismus und vielen sozialen Problemen so wenig Respekt erweisen kann. Ich habe diesem Menschen ja nichts böses getan aber jetzt bin ich für ihn nichts mehr wert. Ich bin ein Stück Dreck. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Sollte ich wütend sein? Traurig vielleicht? Das bin ich alles aber nicht. "Leer" trifft es eigentlich ziemlich gut.


    Das Zweite ist dann die Geschichte mit den 4 Jahren die ich gewartet habe und auch immer noch theoretisch warte. Er war der erste und auch der einzige Mensch der mich einen "Freund" nannte. Er war auch der einzige der mir ein frohes neues Jahr gewünscht hat. Wenn ich ihn nicht sehe, dann sehe ich nur die eigenen vier Wände meines Zimmers, auch für Monate weil ich wirklich niemanden sonst habe. Diese Einsamkeit ist pure Folter. Jedenfalls habe ich wirklich alles getan das mir eingefallen ist. Mehrmals sagte ich ihn dass ich ihn liebe, manchmal mit einer Reaktion aber meistens wurde ich ignoriert. Dass ich so alle bin weiß er. Ich habe Bilder für ihn gemacht, eine Calvin Klein Uhr um 300€ geschenkt, eine Luffy Figur weil er ein großer One Piece Fan ist, auch für 100€ und sogar einen Laptop von HP um 1000€ weil "HP" die Initialien meines Namens sind damit er immer daran denken möge.


    Vielleicht glaubt ihr jetzt dass ich aufdringlich bin aber all das hatte seinen Grund und eine tiefe Bedeutung. Ich wollte ihm erstens beweisen dass mir das wirklich wichtiger ist als alles andere und zweitens, dass ich ihm zuhöre. Er sagte mir mal dass er ein OP Fan ist, deshalb dachte ich mir er würde sich über die Figur freuen. Oder ich hörte ihn sagen, dass er keinen Laptop bzw Computer habe bzw einmal sagte er mir dass seine Uhr alt schwer und unangenehm sei, deshalb die Uhr. Das was mich so verwundert ist, dass er nie wirklich eines meiner Geschenke annehmen wollte. Er sagte mir auch immer ich müsse aufpassen dass man mich nicht ausnutzt. Was ich noch erwähnen will ist das er neben mir auch mal schlecht über seine Freundin bzw allgemein über Frauen geredet hat. "Unter Männern fühle ich mich wohler". "Frauen sind so dumm, Männer sind viel inteligenter". Jetzt Frage ich euch, würdet ihr jemals schlecht über die Person reden die ihr angeblich liebt? Das verwirrt mich total.


    Ich habe es mit Emotionen wirklich nicht einfach, vieles verstehe ich einfach nicht. Was aber wirklich nicht in meinen Kopf will ist wie man es schafft jemanden dermaßen kalt zu ignorieren, wenn man weiß dass die Person sich wirklich mühe gibt und viel Zeit ihn Texte steckt nur um einen zu beeindrucken. Ich habe ihm ab und zu lange Texte geschrieben die mir absolut aus dem Herzen kamen aber eine Antwort habe ich nie bekommen. Ich weiß dass das etwas lang ist aber ich möchte einige dieser Texte hier teilen, denn sie bedeuten wir sehr viel.


    Text 1. :


    Ich schreibe diese Zeilen, weil ich es nicht schaffe mit dir darüber zu reden. Vielleicht hätte ich es dir doch sagen sollen aber ich habe es nicht getan. Womöglich wird ein Tag kommen, an dem es zu spät sein könnte, ich werde es bereuen wer weiß? Aber jedes Mal wenn ich an dein Lachen oder deine Augen denke spüre ich einen tiefen Stich der Verzweiflung in meiner schwachen kleinen Brust. So das Schicksal will, hoffe ich glücklich werden zu können, nur stelle ich mir die Frage wie das Glück mich finden soll wenn ich dir nicht den Mut erweisen kann ein normales Gespräch zu führen? Wenn ich etwas für dich tue, dann deshalb weil ich dir aufmerksam zuhöre. Keinen meiner Versuche hast du jemals so erwidert wie ich es mir erhofft habe. Regen ist etwas Leben spendendes, ohne das es kein Leben gäbe, jedoch kann auch dieser Zerstörung und Verwüstung verursachen. Würdest du mir jetzt glauben schenken wenn ich dir sage, dass sich meine Emotionen genauso wiederspiegeln wie dieser Regen? Der erste Moment in dem ich dir in die Augen sah war wie ein Wunder, ein leichter Regen der mit seinen Wolken über ein ausgetrocknetes Land zog um es zu retten, jedoch über all die vergangenen Jahre nie nachlies und somit das wiederbelebte Land überflutete. Gibt es nur eine Möglichkeit dir zu zeigen dass dieses "Land" das tiefe innere meines Herzens ist? Glaubst du mir wenn ich dir sagen würde, dass du der Grund bist weshalb ich die Schönheiten der Jahreszeiten wieder lieben kann? Und obwohl sie alle auf ihrer eigenen Art und Weise faszinierend sind, sind sie alle beisamt nichts im Vergleich zu der Schönheit, welche meine Augen erblicken durften, als sie sich in deine Richtung wandten. Auch wenn du mich nicht verstehen wirst, möchte ich mir diese Liebe bewaren, denn genauso wie die verschiedensten Jahreszeiten ihre induviduelle Bedeutung haben, hat auch diese Liebe ihre eigene ganz besondere Bedeutung für mich, genauso besonders wie du.


    Text 2. :


    Ich weiß nicht, warum ich deinen Namen tief in meinem Herzen trage, noch kann ich dir sagen wie es dazu kam dass ich dich bei weitem mehr liebe als alles andere, dass mir im Leben entgegen kam. Dieses Organ das wir "Herz" nennen steht unter großer Spanung. Manchmal entlädt es sich einfach wie ein starkes Erdbeben, mal spontan ohne Vorwarnung oder eben dann wenn du, der mir Besondere mich ignorierst. Dann zieht es mir den Boden unter meinen Füßen weg. Es mag vielleicht sein, dass Gebäude nach einem straken Erdbeben einstürzen. Die, die dennoch stehen, tun das auch nur deshalb weil ihr Fundament es auch zulässt. Mein Herz steht aber auch noch und wird es auch so lange wie es schlagen kann, aus eben einem einfachen Grund. Es hat etwas das es nicht aufgeben will. Etwas, das ihm große Kraft und einen Sinn gibt um weiter zu schlagen. Mag sein das dannach heftige Wellen des Meeres die Küstenregionen heimsuchen um nach dem Beben auch die letzte Hoffnung des Menschen zu nehmen, aber mein Herz ertrinkt nicht, den es hat den besten Schutz, die beste Ruhestätte gefunden. Nur mit dem überwindet es jede Zerstörung und jede Hoffnugslosigkeit. Entnimmt man ihm aber das, wonach es immer schon gesucht hat, reicht der keinste Wind schon aus um das eins so strake Herz einfach zu stürzen. Ich weiß das du mich nicht verstehen wirst, aber ich wollte dir das dennoch sagen. Vielleicht wird ja irgendwann alles gut.


    Text 3. :


    Siehst du den Baum, voll mit all seinen Blättern in seiner ganzen Pracht? Und doch, er wird diese auch wieder verlieren müssen wenn die trostlosen Momente in seinem Leben kommen und gewiss, sie werden es. Dann zerfällt jedes einzelne von ihnen, die Erde verschont sie alle nicht. Jetzt wo der Baum kahl und leblos ist glaubst du vielleicht, er würde die Hoffnung aufgeben aber dem ist nicht so trozt all seinen Verlusten, denn er weiß genau dass die Hoffnung kommen wird. Mit der Zeit treffen ihn die warmen Sonnenstrahlen die ihm entzogen wurden und er erblüht wieder so grün wie er es einst mal war. Das Licht dass das Leben brachte ist stärker als die Dunkelheit der Nächte. Ist es denn bei uns, dem Menschen anders? Erwartest du dir denn nicht auch die Wärme spüren zu können? Und doch, zwischen dem Mensch und dem Baum liegt ein Unterschied, wenn auch nur sehr klein. Er, der Baum benötigt seinen besten Freund im Leben, um sich mit seinen Wurzeln festigen zu können, die Sonne - aber wir brauchen im Gegensatz dazu nur ein Lächeln der Personen die uns wirklich wichtig sind. Diese Wurzeln können zwar tief in der Erde stecken und einem am Leben halten, jedoch sind sie ohne ihr Paar niemals grün, sinnlos und nie voller lebensfreude, so werden auch wir Menschen nicht glückerfüllt sein ohne dass man uns unsere wärmenden Sonnenstrahlen zukommen lässt. Unzertrennlich eben dieses Paar. Gewiss, solange ich auch am Leben verwurzelt bin gebe ich die Hoffnung genausowenig auf. Der kalte Winter wird enden und der Sommer wird das Leben in neuem Glanz erstrahlen lassen. Daran glaube ich und daran halte ich auch fest. Lasse dein Lächeln mir meine Strahlen sein.


    Ich fühle mich gerade absolut schlecht. Kennt dass irgendwer wenn man weinen möchte aber man einfach nicht kann? Die Familiensituation ist schon belastend genug aber ich kann den Rest irgendwie nicht verkraften. Jedesmal wenn ich daran denke zittert mein ganzer Körper. Ich weiß nicht mehr was Richtig und was Falsch ist. Was sollte ich jetzt machen. Ich habe keine Familie und keine sozialen Kontakte bei denen ich Trost suchen könnte.

  • Zitat von fuso

    Jetzt Frage ich euch, würdet ihr jemals schlecht über die Person reden die ihr angeblich liebt? Das verwirrt mich total.

    Ja natürlich, wenn man sich mit einer Person gerade geärgert hat? Kommt zwar aufs Niveau an, aber klar erzählt man anderen mal, dass dein Partner nervt, es nicht gut läuft kA.

    "Frauen sind dumm" hört sich dann eher sexistisch an tbh. ^^" oder er hatte gerade mit ihr Zoff und meint es nur halbernst.


    Natürlich hat er so teure Geschenke abgewiesen, das wäre mir auch sehr unangenehm.

    Es sollte auch nicht darum gehen jemanden zu beeindrucken. Tausend irrsinnig teure Geschenke, die ihn unter Druck setzen, treiben ihn wirklich noch eher von dir weg.

    Vielleicht reagiert er auch nicht kalt, sondern ist mit diesen Texten schlicht selbst überfordert, weswegen es sein kann, dass er selbst nicht weiß, wie er darauf reagieren soll.


    Zu deiner Familie: Das ist ja eine miese Situation. Ich hoffe, du kommst von dort irgendwie weg :/ und bekommst auch bald ein weiteres soziales Umfeld.