Sammelthema für Einzelwerke

  • akashi Vielen Dank!

    Ich orientiere mich beim Stil tatsächlich ziemlich stark an den offiziellen Artworks, auch wenn ich den Stil nicht unbedingt zu 100% übernehmen will, aber die Art der Augen und die schwarzen Outlines würde ich z.B. schon eher beibehalten wollen. Die Stil-Tipps kann ich aber gern mal bei Zeichnungen in einem anderen Stil für andere Zwecke ausprobieren.

    Die Beine waren für mich auch eine große Herausforderung, da ich wenig Übung in Fullbody-Artworks habe. Dass sie teilweise recht weit auseinander stehen, fand ich zu den jeweiligen Persönlichkeiten passend, es kann aber sein, dass ich das auseinander stehen nicht richtig umgesetzt habe. Hast du eine Idee, was du da komisch findest? Bei Melissa (schwarz-weiße Haare) fällt mir jetzt, wo du es sagst, auf, dass der von ihr aus rechte Fuß unnatürlich gedreht zu sein scheint, weil der Schuh im falschen Winkel ist (man sieht zu viel von der Seite), bei den anderen sehe ich nicht direkt etwas.

    Beim selben Charakter hatte ich es mir eigentlich so vorgestellt/skizziert, dass der Daumen mit Gelenk komplett hinter dem Pokéball verschwindet. Weil das irgendwie blöd aussieht, wenn man den Daumen gar nicht sieht, hatte ich dann aber auch schon versucht, ihn noch irgendwo an die Seite zu packen, war mir aber nicht sicher, ob das anatomisch noch hinkommt, dass er so weit außen sitzt. Wenn ich eine Kugel in dem Format finde, probiere ich es vielleicht mal mit meiner eigenen Hand aus, danke.

    Bei Gilbert (lila Haare) hast du völlig Recht, dass gerade die äußeren Fingergelenke zu weit von Togetic weg sind, das war mir bisher nicht aufgefallen, das sollte ich auf jeden Fall korrigieren, vielen Dank.

    Hautfarbe und Outlines sind hauptsächlich eine Stil-Sache, aber ich kann mal gucken, was ich subtil noch für Details in den Gesichtern eingebaut bekomme - wenn ich Melissa schon leicht Lippenstift und rötliche Wangen gegeben habe, sollte etwas in der Intensität bei den anderen ja auch nicht den Stil brechen. Die Sommersprossen kann ich auf jeden Fall überarbeiten und Outlines in den Gesichtern dünner machen, da gefällt mir auch Katia (der Charakter ganz oben) am besten, wo die Outlines etwas dünner als bei den anderen geraten sind.

  • Wie ich sehe, gibt es im Sammelthema noch gar nichts Gekochtes :O Dann änder ich das mal gleich:




    Sundubu jjigae (순두부찌개)



    Der Sundubu jjigae ist ein scharfer Eintopf aus der koreanischen Küche, dessen Kern das sogenannte Seidentofu bildet. Der Eintopf ist einer meiner persönlichen Favoriten aus der koreanischen Küche und zählt durch die heiße, scharfe Art zu meinem absoluten "comfort food".

    Da mein Lieblingskoreaner aufgrund Corona nur Essen zum Mitnehmen anbieten kann und ich ungern Eintöpfe mitnehmen möchte (Angst, dass ich etwas verschütte und dann wäre die Laune am Tiefpunkt), habe ich die letzten Wochen über mich am Sundubu jjigae selbst versucht. Wer etwas Scharfes und Warmes möchte, liegt mit dem Gericht nicht falsch. Und das Gericht lässt sich ganz schnell in eine vegane Variante umwandeln.


    Dauer: ca. 1 1/2 Stunden


    Zutaten für 2 große bzw. 3 normale Portionen

    • 2-3 große Champions; ihr könnt auch gerne andere Pilze verwenden (zB. Shiitake oder Enoki)
    • 3 EL Gochugaru (rotes koreanisches Chilipulver); wenn ihr es weniger scharf möchtet, könnt ihr auch entsprechend weniger nehmen. Aber ich finde, dass Sundubu von der Schärfe lebt
    • 4 EL Sojasauce
    • 1 Knoblauchzehe
    • 1/2 TL Salz
    • 2-3 TL Gemüse- oder Hühnerbrühe + 2 TL Vegeta Gewützmischung oder 4-5 TL Gemüse- oder Hühnerbrühe
    • 400 g Seidentofu
    • 1 EL Sesamöl
    • 1 1/3 EL Fischsauce (nehmt am Anfang lieber weniger, da Fischsauce sehr geruchs- und geschmacksintensiv ist) (es gibt auch vegane Fischsauce auf Algenbasis!)
    • ca. 700 mL Wasser oder Pilzbrühe/Sardellenbrühe (wenn ihr Pilz- oder Sardellenbrühe verwendet, könnt ihr folgende Zutaten weglassen: Fischsauce, Brühe, 1 EL Sojasauce)
    • ca. 1 Frühlingszwiebel
    • ggf. 1 Ei
    • ev. Gemüse wie zB. Spinat, Zucchini oder Pak Choi

    Für ein paar der Zutaten, wie etwa das Gochugaru, müsst ihr eventuell in einem gut sortierten Asialaden auf die Suche gehen. Seidentofu gibt es inzwischen aber auch bei einigen größeren Läden mit Asia-Abteilung.

    Vorab noch: Ich koche Sundubu immer im sogenannten Dolsot. Das ist ein koreanischer Steintopf, der primär für Bibimbap verwendet wird. Aber durch die dickwandige Keramik hält der Topf den Inhalt immer schön lange warm. Der Topf selber kann leider nur auf Gasherden verwendet werden, weswegen ich den Topf selbst im Backofen benutzen muss. Ihr könnt das Sundubu aber auch ganz normal in einem Topf kochen und auf normale Schüsseln verteilen. Der Dolsot ist lediglich meine persönliche Präferenz.


    Zubereitung

    Befüllt den Dolsot mit dem Wasser und heizt diesen langsam im Ofen hoch (120°C, anschließend drehe ich nochmal auf 140°C hoch) (diesen Schritt könnt ihr auslassen, wenn ihr in einem Topf kochen wollt). Zerstoßt oder schneidet die Knoblauchzehe möglichst fein und gebt sie in eine Schüssel mit dem Gochugaru, Salz und 3 EL Soja-Sauce. Vermischt anschließend alles, dann erhaltet ihr eine pastenartige Konsistenz.


    Schneidet die Pilze in Scheiben und bratet diese kurz für ca. 3 Minuten an. Gebt anschließend die eben angefertigte Gochugaru-Mischung hinzu und rührt diese unter.


    Holt den Dolsot aus dem Ofen und gebt alles in das heiße Wasser (oder für Topf: gebt zu den angebratenen Pilzen das Wasser hinzu).

    Jetzt müsst ihr eigentlich nur noch alles in den Topf schmeißen: Gebt 1 EL Sojasauce, die Fischsauce und die Brühe hinzu. Falls ihr Pilz- oder Sardellenbrühe verwenden möchtet, könnt ihr euch diesen Schritt sparen. Gebt das Sesamöl hinzu. Schmeckt am besten die Suppe ab, bevor ihr weitermacht! Gebt schließlich den Seidentofu in großen Stücken hinzu und stellt den Dolsot wieder in den Ofen (ich heize erst auf 140°C und dann auf 180°C auf) (Topf: einfach zum Kochen aufheizen). Wenn der Topfinhalt kocht, könnt ihr noch abschließend vorsichtig ein Ei hinzugeben. Gebt dieses am besten vorsichtig auf einen großen Brocken Tofu, damit das Ei nicht komplett zerfließt und kompakt bleibt, wenn es stockt. Natürlich könnt ihr das Ei auch weglassen, wenn ihr es lieber als vegane Variante haben möchtet. Wartet bis das Ei vollständig gestockt ist. Jetzt könnt ihr noch Gemüse hinzugeben und dekorativ die fein geschnittenen Frühlingszwiebeln drüberstreuen.


    Perfekt dazu eignet sich eine Portion Reis.

    Guten Appetit!

  • Ich habe das erste mal eine Animation kreiert! Ich wollte immer schon einen eigenen kleinen hüpfenden Sprite (oder ist das Pixelart?) besitzen.


    Gezeichnet und animiert in dem Programm, was ich auch zum digitalen Zeichnen benutze: Clip Studio Paint


    Wie findet ihr es, was haltet ihr von den Farben usw.?



    Edit 13.04: Ich habe ihm nun noch etwas Schatten und Licht verpasst, sowie eine Kante ausgebessert!



    Edit 14.04: Nochmal bissl was angepasst (Lichtpunkte & Schatten am Schweif korrigiert und ein Bein bewegt sich). Zusätzlich gibt es jetzt exklusiv die Farbe orange.


         

    Support: https://ko-fi.com/laurayka

    Follow: https://www.instagram.com/laurayka_art/

                                                                                                                                                                                                                                          

    3 Mal editiert, zuletzt von Laurayka ()

  • Sieht sehr süß aus, Laurayka, wie es sich in seinen buschigen Schwanz schmiegt ^-^

    Die Farben sind nicht gerade Tarnfarben, aber sie bilden einen schönen Kontrast. Ich hatte gerade den Gedanken, ob der Farbübergang am Schwanz vielleicht etwas weicher sein könnte, also nicht direkt von blau zu weiß, sondern mit ein paar Zwischentönen? Manche Stellen sind noch ein wenig grob (zum Beispiel rechts an der Schwanzrundung), aber für einen ersten Versuch sieht es toll aus und die Animation wirkt sehr glaubwürdig. Nur eine Sache hat mich etwas irritiert, nämlich die "Zwischenfläche" zwischen Schwanzende, Kopf und Brust. Da schaut noch etwas hervor, aber ich kann nicht genau definieren, was es ist. Für Beine ist es eigentlich zu hoch angesetzt, oder?

  • Laurayka ich finde die Animation auch total süß.

    Beim zweiten Sprite finde ich es aber ein wenig irritierend, wie der Lichtpunkt auf der Stirn sich bewegt. Ich glaube, es würde natürlicher aussehen, wenn er relativ zur Stirn seine Position behält. Außerdem ist mir aufgefallen, dass die Schattierung der Schweifspitze komplett gleich bleibt. Ich meine, wenn der Schweif nach oben geht, sollte sich der Schatten mehr an die Form anschmiegen. Für die Lichtreflexion auf dem Schweif wäre vielleicht eine leicht gekrümmte Form besser statt einer Ellipse (bei dem Punkt bin ich nicht ganz sicher, müsste man ggf. ausprobieren).

    Ich würde auch noch versuchen, im Weiß der Ohren kleine blaue Schatten zu setzen. Aber das ist nur so eine Idee, es gefällt mir auch jetzt schon wirklich gut. Die Farben wirken jetzt auch harmonischer, weil du die weißen Stellen etwas abgedunkelt hast.


    Edit: Der Schatten an der Schweifspitze sieht jetzt noch mal überzeugender aus, und die rotbraune Farbvariante ist auch toll :)

  • Moin,

    Ich habe Mich nach langer Zeit mal wieder als Poet versucht und Mich dabei von E. A. Pottrotts ,,das Krarmor" inspirieren lassen!

    Habe ja vor 3 Monaten begonnen meinen Horizont von c.a. 300 auf 800 Pokemon zu erweitern und jenes, dem dieses Gedicht gewidmet sei, begeistert Mich ganz besonders. Sagt Mir gerne mal was Ihr davon haltet, oder weißt Mich auf andere Gedichte hin die aus eine ähnlichen Kategorie kommen.



    Als so he'll der Sichelmond über Wirrscheins Blättern stand,
    wartete Ich an der Esche, wollt Dir ewig Treue schwören,
    mein Herz sollt immer Dir und Du solltest nur noch Mir gehören.
    Dies rasend Herz pocht voll Verlangen, als wäre Ich bis hier gerannt.


    Nicht aber rannten die Stunden, wie Ich voller Sehnsucht harrte,
    über Moosbedecktem Boden schleierhaft stand Nebel schon,
    so laut mein Herz wie Gortroms Hiebe überhört Ich Krarmors Hohn.
    Ohne Katarsis blieb die Stunde, Ich blieb allein und warte, warte ...


    Alle Götter dieser Welt, beschwor Ich oh erhört mein Flehen,
    bis dann endlich, aus dem Nebel, zwischen raschelnd Blättern vor
    Du tratst und der kühle Nachtwind trug mein Sehnen an dein Ohr.
    Du bliebst stumm. Wandest Dich ab. Warum Schicksal? Mein Herz blieb stehen.


    Sag Mir wieso und noch dazu, warum Ich auch Mich selbst verlor,
    Tief im Wald, wo Lichtel leuchten, habe Ich Dich dann verscharrt,
    Oh grausig Götter was geschah dort, nie War dieses meine Art.
    Und während Ich im Bette zitter, spottet wieder das Krarmor.


    Als Ich Dich dort der Erde gab, den Blick verzerrten Trän' und Schmerz,
    welch trefflich Omen kam hervor, daß harrte Mir im Erdengrund,

    wie meine Seele mutet an in meiner Hand der finst're Fund.
    Ein Edelstein schwarz wie die Nacht, des Lebens poetisch böser Scherz.


    Wie kann Ich jemals Ruhe finden, die Dunkelheit in Herz und Händen?
    Mein Herz zerreißt, mein Körper bebt, erst wird Mir kalt, dann wieder heiß,
    geht diese Nacht jemals zu End, das Laken tränken Trän und Schweiß.
    Ist dies bereits die Hölle oder muss Ich mein Leben selbst beenden?


    Träum Ich schon oder ist es Wahn? Ein helles Licht am Bettenrand.
    Ein Tor für meine Seel zur Hölle? Ich fühle Mich so schwach und leer,
    oh Bitte Schmerz lass ab von Mir, Ich wünsche Mir den Tod jetzt sehr.

    Zum Schreien fehlen Kraft und Luft, von Kopf bis Fuß steh' Ich in Brand.


    Bevor der Morgenschwingen Strahl'n den Wald in rot Gewandung kleiden,
    fall'n Blätter auf zerwühlten Grund. Ein letztes Mal noch Krarmor kräht.
    Der Wind weht leis wie Trauer als ein Leuchter aus dem Fenster schwebt.
    Ausgebrannt das Dachgeschoss, vorbei die Nacht, Warten und Leiden



    BlubellaBlumeBlubella

    Blubella ,,Ja es ist wahr! Wir sind Alle eins mit dem Universum!" (Charlene, Trainerin in der Psycho-Arena in Fluxia City)Blubella

    :bigheart:      :bigheart: ,,Das ist Liebe! Die wahre Kraft der Liebe!" (Astrid, Arenaleiterin der Psycho-Arena in Fluxia City) :bigheart:      :bigheart:

    . . . . . . . . . . . . . . ,,Ich habe während seiner letzten Attacke sehr viel Liebe empfunden!" (~Auch Astrid~) . . . . . . . . . . . . . .

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  • Gestern gab es in der Nacht so ein schönes Gewitter, dass ich einfach nicht schlafen wollte :love:

    Ich habe die Zeit stattdessen genutzt, und ein Bild gemalt, das ich jetzt hier teilen möchte.


    Das Bild heißt Masken und ist entstanden, weil ich Entei zur Zeit sehr feiere. Entei Ich bin besonders zufrieden damit, wie sauber die Lineart der Trainerin Tess geworden ist. Ich habe dazu einen neuen Stift dazu genutzt, der wesentlich dünner/feiner ist als meine bisherigen Favoriten.

    Am liebsten hätte ich das Bild auch mit Filzstiften o.ä. koloriert, aber ich habe bisher nur so Mainstreamstifte, die viel zu nass sind/ das Papier fast schon verformen, wenn man sie verwendet, und mit denen ich keine größeren Formen gleichmäßig ausmalen kann. Ich habe gehört, dass es Copic Marker oder so etwas gibt, die dafür gut sein können, aber die sind recht teuer und ich kenne mich da noch nicht gut genug aus, um die einfach spontan zu kaufen.

    Falls jemand Tipps bezüglich solcher Sachen hat, würde ich mich freuen, sie zu hören. :saint:

  • Hallo @Emerald,


    Tess' Aussehen ist dir wirklich sehr gelungen und bei ihr merkt man dein Gefühl für Feinarbeit. Enteis Proportionen wirken besonders beim Körperbau nicht ganz so ausgereift, aber bei ihm gefällt mir vor allem die Andeutung des flauschigen Fells. Ich freue mich jedenfalls darauf, weitere Bilder zu sehen!


    Und hallo Cloudstripe,


    bei dem Kopfgewand musste ich erst überlegen, ob es wirklich das aus Breath of the Wild ist. Das hast du mit dem etwas durchsichtigen Stoff jedenfalls gut getroffen, und ich frage mich ja, ob sie so ins Gerudo-Dorf einziehen darf. Wenn sie nicht gerade vertrocknet.


    Wir lesen uns!



  • Vorwort: Vor einigen Wochen hat sich im Fanfiction-Bereich die Challenge herumgesprochen, dass ein User (den ich jetzt namentlich nicht erwähne, damit er mal seine Ruhe hat xD) gerne Shipping-Fanfics sehen würde. Tapfere User:innen stellten sich dieser Quest ehrenhaft und lieferten super-süße Shipping-Geschichten ab! :love::bigheart:

    Ursprünglich wollte auch ich mich der Challenge stellen, aber bin nicht rechtzeitig dazu gekommen, meine Geschichte zu beenden. Jetzt habe ich es aber geschafft und wollte das gute Stück dann auch hier posten. ^^

    Was Ships aus dem Pokémon-Fandom angeht, ist Olivia x Rose sicherlich nicht das bekannteste, weil die beiden Figuren erst in der achten Generation auftreten und keine attraktiven Teenager, sondern langweilige Erwachsene sind. Naja, so langweilig vielleicht nicht, haha. :whistling:

    Ich mochte aber die eher reife Beziehung der beiden zueinander immer, weshalb ich ihnen auch diese Geschichte gewidmet habe. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen! :saint:



    Samstagmittag in Score City


    Durch die halb geschlossenen Jalousien fielen helle Sonnenstrahlen und wanderten direkt auf das Gesicht von Olivia. Die Frau wachte langsam aus einem tiefen Schlaf auf. Sehr langsam, es war schließlich Wochenende.
    Sie spürte, wie eine warme Hand ihr über den nackten Rücken streichelte. Eine tiefe Stimme gurrte ihr ins sanft Ohr: „Bist du schon wach, liebste Olivia?“
    „Mmhm.“
    Olivia hielt ihre Augen noch ein wenig geschlossen und ließ sich weiter von ihrem Partner Rose streicheln. Unter der Woche verlangten ihre Tätigkeiten als wissenschaftliche Leiterin beim Firmenkomplex Macro Cosmos immer, dass sie sehr früh aufstand, aber am Wochenende konnte sie sich ausruhen. „Wie viel Uhr...“, murmelte sie verschlafen.
    Die Hand von Rose entfernte sich kurz von ihrem Rücken und sie hörte, wie er sich auf dem Doppelbett umdrehte. Dann antwortete er: „Jetzt ist es kurz nach elf Uhr. Du hast über zehn Stunden geschlafen, Liebste.“
    Olivia nickte langsam und versuchte, langsam ihre Augen zu öffnen. So recht wollte es noch nicht klappen, aber immerhin fühlte sie sich gut ausgeruht. „Schmusen?“, murmelte sie leise.
    Rose gluckste: „Ja, ich schmuse gerne mit dir. Soll ich zu dir unter die Decke?“
    Olivia nickte sachte, dann hob sie langsam eine Hand und fasste sich an ihren Kopf. Ihr langes Haar band sie über Nacht immer zu einem Pferdeschwanz, damit es sich nicht verlegte. Jetzt zog sie den Pferdeschwanz weg vom Kissen, damit Rose seinen Kopf dorthin legen konnte. Olivia hörte das Rascheln der seidigen Bettdecke und spürte, wie sich der warme, nackte Körper ihres Partners an sie schmiegte. Olivia liebte es, dass sie sich bei ihm immer aufwärmen konnte und sie spürte auch sein Brusthaar an ihrem Rücken. Rose legte seinen Arm um sie und lag nun auf der Seite hinter ihr. Olivia öffnete nun endgültig ihre Augen. Sie sah den warmen Braunton von Roses Haut, die im Kontrast zu ihrem eigenen hellen und eher blassen Körper stand. Sie griff mit ihrer eigenen nach Roses Hand und streichelte über seine Finger. „Deine Haut ist mittlerweile so weich.“
    Sie konnte hören, dass Rose bei seiner Antwort lächelte: „Ich will dich und deinen wunderschönen Körper beim Streicheln ja nicht mit meiner rauen Haut verletzen. Die Handcreme, die du mir empfohlen hast, hat wirklich geholfen, Beauty-Expertin Olivia.“
    „Pflege-Expertin, wenn ich bitten darf. Schminke und so etwas ist Beauty, aber Handcremes fallen unter Pflege-Produkte.“
    Olivia spürte, wie Rose nickte. Dann drückte er ihr einen Kuss in den Nacken. Seine Lippen waren ganz warm und weich, während sein Bart sie ein wenig kitzelte. Dann fuhr er fort: „Natürlich, meine Pflege-Gottheit Olivia. Dank euch kann ich endlich meinem Job als Pressesprecher und Humankapital von Macro Cosmos gerecht werden und den gepflegten Eindruck hinterlassen, den die Firma verdient.“
    Olivia lachte. Dann drückte sie ihren Rücken noch näher an Roses Körper. Sie wünschte sich einen weiteren Kuss in den Nacken, als er fortfuhr: „Aber so kann ich meinen Teil zur Rettung der Welt beitragen. Du warst immer die Wissenschaftlerin von uns, ich kann die Leute gut zulabern.“
    Olivia schüttelte den Kopf: „Du bist auch schlau. Aber die Leute zulabern kannst du definitiv besser.“
    Rose lachte und Olivia spürte wieder seinen angenehm warmen Atem im Nacken. Er sagte: „Ich habe neulich gelesen, dass intelligentere Menschen länger schlafen als unintelligente. Und du, liebste Olivia schläfst am längsten von allen, die ich kenne.“
    Olivia kicherte: „Das sind aber keine aussagekräftigen Probandengruppen, die du da hast, oder? Nur dich und mich?“
    In gespieltem Entrüsten entgegnete Rose: „Wo denken Sie denn hin, Frau Laborleiterin? Ich habe mir als Kind ein Zimmer mit meinem Bruder Peony geteilt, und der hat auch immer länger als ich geschlafen.“
    „Alles klar, verzeihen Sie bitte, Herr Liga-Präsident, dass ich die Zahlen Ihrer wissenschaftlichen Untersuchung angezweifelt habe.“
    Rose kicherte, dann flüsterte er Olivia ins Ohr: „Ich finde es toll, dass ich diese Seite von dir kennenlernen durfte.“
    „Welche denn, meine Rückseite?“, fragte Olivia in gespielter Unschuld. Dabei drückte sie ihren Po an Roses Körper. Sie spürte, dass ihm das gefiel, aber er ließ sich nicht ablenken: „Nein, deine emotionale Seite. Ich liebe es einfach, dass du in der Arbeit die professionelle Wissenschaftlerin bist, aber auch eine andere Seite an dir hast. Das ist wie ein kostbares Geheimnis.“
    Olivia wurde rot. „Danke, Rose. Ich... Ich teile gern meine Gefühle mit dir. Bei dir muss ich mich nicht verstellen.“
    Rose hob seinen Arm und streichelte Olivia nun über ihren Unterarm. Olivia fühlte, wie ihre Haut an den berührten Stellen stimuliert wurde. Es fühlte sich toll an, wenn Rose sie so ausführlich streichelte. Dann war sie das Zentrum ihrer gemeinsamen Welt. Sie hörte, wie Rose wieder hinter ihr kicherte.
    „Was ist?“
    Rose antwortete: „Ich habe mich nur daran erinnert, wie wir uns kennengelernt haben. Ich hatte immer geahnt, dass hinter dir mehr steckt als nur die perfekte Wissenschaftlerin.“
    Jetzt wurde Olivia neugierig: „Und wie hast du das erahnt?“
    Rose fuhr fort: „Nun, man sagt doch, dass Pokémon nach ihren Trainern kommen. Und du hast ein Deponitox.“
    Olivia nickte: „Und was hast du daraus geschlossen?“
    Rose lachte unschuldig: „Na, dass du es insgeheim dreckig magst.“
    Jetzt lachte Olivia überrascht auf. Er hatte nicht unrecht, aber die Herleitung hatte sie nicht kommen gesehen. Sie grinste und drehte sich nun zu ihrem Partner um. „So ist das also?“
    Rose grinste sie mit seinem typischen Charme an und nickte. Olivia richtete sich leicht auf und setzte sich mit ihrem Becken auf Roses Brustkorb. Er war so unglaublich warm und Olivia spürte seinen Herzschlag unter sich. Sie antwortete: „Und du hast ein Patinaraja. Was sagt das wohl über dich aus?“, fragte Olivia gespielt nachdenklich.
    Bevor Rose antworten konnte, wanderten Olivias schlanke Finger zu seinem Mund und hielten ihn zu: „Vielleicht, dass du es besonders hart magst?“
    Rose konnte nicht antworten, aber Olivia sah, wie er nickte. Sie spürte, dass ihm das gefiel, und ihr machte es auch Spaß, ein wenig die Kontrolle zu übernehmen. Sie sah zur Uhr herüber. „Es ist jetzt kurz vor zwölf. Sollen wir langsam frühstücken gehen?“
    Während Olivia das sagte, löste sie ihre Hand von Roses Mund und strich ihm sanft über das Brusthaar. Er schüttelte eilig den Kopf: „Ich habe noch keinen Hunger, du?“
    „Ich auch nicht.“
    Olivias Finger wanderten wieder langsam zu Roses Mund hinauf und sie lächelte. „Dann lass uns doch noch ein wenig hierbleiben.“