Die dunklen Seiten der Videospiel-Community? Hass und "toxisches" Verhalten von "Gamern"

  • Als ich vor 2 Tagen auf Twitter war, fiel mir der trending Hashtag "Gamer" auf. Unter diesem Hashtag wurde das Verhalten von "Gamern" diskutiert. Eine häufige Behauptung war dabei Gamer seien sehr oft "sexistisch, rassistisch und auch homophob", verhalten sich elitär und allgemein sehr toxisch (beleidigend, unfair, verachtend).

    So unsachlich viele der Posts und Diskussionen geführt wurden stellte ich mir doch die Frage:


    Ist die Videospiel-Community toxischer als andere Communities?


    Und beim Überlegen sind mir doch viele Fälle aufgefallen, bei denen Gamer sich toxisch verhalten. Ein paar Beispiele hierfür sind z.B.:


    • Der nahezu übermäßige Hass vieler gegenüber bestimmter Entwickler, Spielereihen oder auch anderer Konsolen. Immer wieder liest man heutzutage darüber wie "scheiße" EA beispielsweise sei und dass es ihnen nur um das Geld geht. Dabei wird oft unsachlich und mit falschen Informationen argumentiert. Denn hat EA früher häufig eher unfaire Bezahlmodelle benutzt, haben Sie nach Kritik an Star Was Battlefront im Herbst 2017 auch reagiert und seitdem die Bezahlmodelle in ihren den meisten Spielen grundlegend geändert. Der Hass allerdings bleibt bestehen und nimmt oft erschreckende Maßstäbe an.
    • Hass gegen Spielereihen wie Fortnite und co. liest man in sozialen Medien täglich. Häufig gilt hier: was beliebt ist, hat auch viele Gegner. Aber oft haben die Kritiker die Spiele nie gespielt und kaum einen EInblick in die Materie. Gehatet wird trotzdem.
    • Ingame Chats in Spielen strotzen oft nur so von beleidigenden, sexistischen, rassistischen oder auch homophoben Behauptungen. Wer Spiele wie League of Legends und ähnliches spielt wird dies bereits am selbst erlebt haben. Natürlich sind diese Beleidigungen nicht immer 100% ernst gemeint. Aber dennoch sind Aussagen wie "kill yourself" oder derbe Beleidungen in vielen Spielen an der Tagesordnung. VIele Spieler scheinen dabei zu vergessen, dass am anderen gegenüber auch ein Mensch sitzt, der solche Beleidigungen oft nicht einfach so wegsteckt. Der gegenseitige Respekt fehlt in Spielen oft. Viele Spieler haben oft als Ziel den anderen Spielern durch Trolling, Spamming oder Beleidigungen das Spiel zu verderben.
    • Hass zwischen den Videospiellagern. Das eine gewisse Rivalität zwischen den großen Videospielmarken wie Sony, Microsoft und Nintendo besteht ist klar. Jedoch nimmt dies sehr oft in Kommentarspalten übertriebene und oft schon peinliche Maßstäbe an. Oft werden die Befürworter anderer Konsolen heftig beleidgt. Auch "Bewegungen" wie die "PC-Masterrace", welche anfangs scherzhaft die Überlegenheit von PC-Spielen thematisiert hat, wird immer häufiger in Kommentarspalten beleidigend und verhält sich unnötig elitär.
    • Elitäres Auftreten von selbsternannten "Gamern". Diese Menschen sehen sich oft durch verschiedene Dinge anderen überlegen. Sie entscheiden wer wirklich ein Gamer ist und das ist in ihren Augen ein privileg was nicht jeder verdient. Oft werden beispielsweise "Handy-Gamer", also Spieler von Smartphone Spielen nicht ernst genommen. Wer wenig spielt oder das falsche Spielt ist dann nicht in ihrem elitären Kreis willkommen.


    Auch mit dem Thema "Gamer sind oft sexistisch" findet man immer wieder Beispiele. Frauen werden sehr oft in der Gaming Community im E-Sport Bereich nur belächelt und nicht ernst genommen. In der Vergangenheit kam es auch bereits mehrmals vor dass professionelle weibliche Spielerinnen sich nach massiver Kritik und Beleidigungen bis hin zu Drohungen (sogar Morddrohungen) von Zuschauern aus der Szene zurückziehen und nicht mehr öffentlich auftreten (so geschehen beispielsweise in der LoL Szene sowie der Overwatch Szene). Auch werden weibliche Streamer auf Plattformen wie Twitch oft nicht ernst genommen und schnell als "Thot" abgestempelt, was quasi bedeutet, dass diese Spielerinnen eigentlich nur sich und ihren Körper im Stream verkaufen um einfaches Geld zu bekommen. Dass beispielweise attraktive Frauen auch Videospiele mögen können wird oft als unmöglich dargestellt. Die Kommentarspalten sind deutlich stärker auf das Aussehen der Streamerinnen fokussiert und weniger auf die Spielweise und die Fähigkeiten der Streamerin. Dies ist natürlich nicht immer der Fall, kann jedoch täglich auf Twitch in vielen Streams mitverfolgt werden.

    Auch als weibliche Spieler selbst erlebe ich es tagtäglich dass man oft nicht wirklich ernst genommen wird in der competitiven Szene von Videospielen. Man wird belächelt und es wird einem unterstellt, man tut das nur um Aufmerksamkeit zu erhalten. Von Belästigungen mal ganz zu schweigen.


    Hass und Beleidigungen existieren natürlich in allen Communitys und auch in der Gesellschaft selbst. Die Frage ist nun? Haben die Kritiker auf Twitter am Ende recht und die Gaming Community ist schlimmer als andere?


    Dies sind nur ein paar Beispiele von Hass und Beleidigung in der Gaming-Community. Natürlich will ich jetzt nicht die gesamte Community verteufeln. Ein Großteil der Spieler verhalten sich so nicht und respektieren ihre Mitmenschen und Mitspieler. Hass und Beleidigungen existieren natürlich auch in anderen Communitys und auch in der Gesellschaft selbst. Aber dennoch liest man sehr oft in der Gaming Community von solchen Negativbeispielen. Deshalb hab ich jetzt einige Diskussionsfragen vorbereitet:


    1. Haltet ihr die Gaming-Community für überdurchschnittlich toxisch. Dies kann alles umfassen (Sexismus, Rassismus, beleidigend, elitär, etc.).
    2. Findet ihr solches Verhalten sehr schlimm oder könnt ihr eher darüber hinwegsehen?
    3. Habt ihr selbst solche Fälle wie oben beschrieben bereits miterlebt? Wenn ja eventuell sogar am eigenen Leib?
    4. Identifiziert ihr euch trotz solchen Negativbeispielen auch und gerne als "Gamer"?
    5. Habt ihr vielleicht Lösungsansatze wie man solches Verhalten verringern kann?
  • Auch werden weibliche Streamer auf Plattformen wie Twitch oft nicht ernst genommen und schnell als "Thot" abgestempelt, was quasi bedeutet, dass diese Spielerinnen eigentlich nur sich und ihren Körper im Stream verkaufen um einfaches Geld zu bekommen. Dass beispielweise attraktive Frauen auch Videospiele mögen können wird oft als unmöglich dargestellt.

    Selbst wenn es so ist entschuldigt dies nicht das Verhalten von so manchem Zuschauer der entsprechende Kommentare ablässt.

    Ich bin allerdings recht aktiv auf Twitch als Zuschauer unterwegs und muss hier einwerfen, dass das leider auf sehr viele Streamerinnen zutrifft, gerade bei den sehr erfolgreichen (Amouranth, anyone? Die hat sogar ihre Ehe abgestritten damit der Rubel weiter rollt).


    Gegen nackte Haut rollt halt einfach der Rubel in Form von Donations/Subscriptions rein, auch wenn es dank dem rigorosen Vorgehen seitens Twitch gegen einige sehr freizüzige Streamerinnen ein bisschen eingedämmt worden ist.

    Sie können sich längst nicht mehr alles erlauben.


    Nochmal zum Klarstellen:

    Es ist auch bei wirklichen "Thots" (manche geben es sogar zu) nicht angebracht, einfach jeden geistigen Dünnschiss in die Kommentarspalte zu kotzen.

  • Ich finde, das ist ein interessantes Thema, denn ich bin auch viel in der gaming-Szene unterwegs und spiele die verschiedensten Spiele. Online Spiele spiele ich auch oft, weshalb ich zum Beispiel in viele Discord Gruppen über bestimmte Spiele bin. Es gibt da zum Beispiel Turniere und so, wobei mir natürlich öfter mal auch toxische Leute (es wird meistens toxic gesagt) auffallen.

    Dazu kann ich aber nur sagen, dass es meiner Meinung nach nicht daran liegt, dass sie Gamer sind, sondern eher daran, wie sie sind, also wie sie ticken.

    Aus dem real life kenne ich aber keine Leute, die sich elitär verhalten, nur weil sie sich als Gamer bezeichnen. Eher aus dem Internet. Es gab da aber mal einen Fall, wo jemand in meiner Schule als Gamergott bezeichnet wurde, nur weil derjenige Terraria spielt, was die anderen scheinbar lächerlich fanden.

    Ich finde das Verhalten nervig, aber bei so einem Verhalten bleibe ich den Leuten lieber fern, denn ich möchte Spaß an den Spielen haben und mir nicht die Laune durch toxische Leute versauen lassen.

    Trotzdem identifiziere ich mich gerne als Gamer, denn gaming gehört auch zu meinen Hobbys. Es gibt ja auch sehr viele nette, höfliche und respektvolle Gamer, wobei es schon schön wäre, wenn es mehr von dieser Sorte geben würde.


    Was die weiblichen Gamer angeht, frage ich mich, was einige Leute für Probleme haben, dass auch Frauen Gamer sein können. Das ist doch nur das Geschlecht, also wo ist das Problem? Ich kenne jedenfalls kaum weibliche Gamer, aber es ist definitiv nicht schlecht, wenn Frauen Videospiele spielen. Eher im Gegenteil, denn es gibt irgendwie recht wenige weibliche Gamer, wobei ich mich auch freue, wenn sie Interesse am gaming zeigen. :grin:


    Bei der Sache mit den Streamern stimme ich ewok voll und ganz zu.

    Wie man aber so ein Verhalten verringern könnte, weiß ich leider nicht.

  • Sehr interessante Thematik, kann man einfach so mal unterstreichen. Ich muss jetzt zwar dazu sagen, dass ich solch toxisches Verhalten nicht ganz so wahrnehme, liegt aber auch daran, dass ich das bewusst nicht verfolge. Aber über eine Sache möchte ich dann doch sprechen:


    Ich als Nintendospieler darf mir immer mal wieder zumindest leicht abwertende Bemerkungen anhören, wenn ich zu jemandem sage, dass ich hauptsächlich Nintendo spiele.



    Elitäres Auftreten von selbsternannten "Gamern". Diese Menschen sehen sich oft durch verschiedene Dinge anderen überlegen. Sie entscheiden wer wirklich ein Gamer ist und das ist in ihren Augen ein privileg was nicht jeder verdient. Oft werden beispielsweise "Handy-Gamer", also Spieler von Smartphone Spielen nicht ernst genommen. Wer wenig spielt oder das falsche Spielt ist dann nicht in ihrem elitären Kreis willkommen.

    Smartphones sind der eine Punkt. Dass Smartphone-Gamer ja keine richtigen Gamer seien, diese Einstellung kann ich irgendwo im Entferntesten vielleicht noch verstehen, da Smartphone-Games einfach "anders" sind. Aber da ich selber keine Smartphone-Spiele spiele, möchte ich mich hierzu auch nicht wirklich äußern, da ich da wenig zu sagen kann. Aber ich möchte hier an der Stelle mal den typischen Casual-Publisher hervorheben: Nintendo!


    Besonders im "Konsolenkrieg" - ein Begriff, der medial immer gerne umher geworfen wird - wenn es mal wieder darum geht "Sony, Microsoft oder Nintendo" wurde letzterer ja lange Zeit eher belächelt. Gerade zu Zeiten der Wii (Und auch teilweise zu Zeiten der Wii U) wurden Nintendo-Gamer eben auch nicht als richtige Gamer bezeichnet, weil sie eben eher Casual seien. Und "Casual-Gamer sind ja keine richtigen Gamer", Und "Nintendo ist ein Casual-Entwickler, der nur Familienspiele und Mario entwickelt". Gott sei Dank hat sich diese Einstellung seitens der Fan-Lager aus Richtung Microsoft und Sony ja wieder verringert und heute wird Nintendo als ein normaler Publisher neben Sony und Microsoft angesehen. Aber noch heute herrscht ein solcher Konsolenkrieg. Das ist eben auch ein Phänomen, welches einfach immer da war. Vor etwa einem Jahr habe wir uns im Verwaltungslehrgang zusammen mit unserem Dozenten darüber unterhalten, welche Konsole besser ist: "xBoxOne oder Playstation 4"? Und da geht es doch schon los: Wo ist denn da bitte die Nintendo Switch? Die Meinungen dazu waren doch relativ deutlich und kamen von Kollegen, die eben nur eine Playstation 4 oder eine xBox besitzen und keinen Nintendo: "Ja, aber Nintendo Switch ist doch eher so ein sekundäres Gerät, was man zwischendurch mal anwirft. Ist ja eher casual". Über diese Aussage musste ich irgendwo dann doch sehr lachen. Das hört sich zunächst wirklich so an, als seien die Nintendo Spiele wirklich reine Casual-Spiele und als wäre der Begriff Casual-Gamer nur für Nintendo-Spiele klassifiziert, während auf der Playstation und der xBox nur Core-Games zu finden sind - Und das ist völliger Humbug. Was ein Casual-Gamer und was ein Core-Gamer ist, hängt ja nicht von der Konsole ab, sondern vom Konsumverhalten eines jeden. Wer nur sporadisch, hin- und wieder mal spielt - egal, welche Konsole - geht mehr in die Richtung Casual. Wer sich wirklich mit den Mechaniken und dem Tiefgang eines Spieles auseinandersetzt, geht eher in Richtung Core. Das heißt natürlich, auch ein Mario Kart 8 für die Nintendo Switch kann ein Core-Game sein und das heißt auch, Spiele wie Call of Duty - in der Vergangenheit profilierten sich selbsternannte Gamer immer damit, dass sie dieses Spiel spielen und daher sogenannte "Pro-Gamer" seien - können auch Casual sein. Als ich das meinen Kollegen und meinen Dozenten auf sachlicher Ebene so erklärte, war Ruhe.


    Warum erzähle ich das? Weil Gamer Vorurteile haben. Weil Gamer zumeist nicht die andere Seite der Medaille kennen und von sich aus sagen "Ich spiele dies und das und jedes und bin daher ein echter Gamer: Und der da... ach, der spielt doch nur Nintendo. Casual-Scheiß.


    Letztendlich ist das auch alles, was ich zunächst zu der Thematik sagen möchte. Konsolenkrieg ist das, was mir noch am stärksten tatsächlich auffällt, wenn ich im Internet unterwegs bin und das ist eine Sache, die sich zwar merklich verbessert hat, aber immer noch vorhanden ist und auch niemals enden wird. Es wird immer jemanden geben, der Sony feiert und mit Hate gegenüber den anderen um sich schlägt - natürlich auch umgekehrt, wir wollen ja schon fair bleiben. Auch einige Nintendo-Fans beobachte ich, die in der Nintendo-Blase hängen und ja nix anderes auf dem Markt sehen wollen, so nach dem Motto: "Ey, Nintendo ist beste und Sony und Microsoft... ach, die haben ja nur COD und Fifa und den ganzen Müll". Aber ich als jemand, der Nintendo sehr mag, kann aus Erfahrung sprechen, dass ich immer noch schief angeguckt werden, wenn ich Leuten erzähle, dass ich Nintendo spiele. Dann ist die allererste Frage: "Ja, wie... Hast du keine Playstation?". Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, dass ich dann wie ein Auto angeguckt werde, wenn ich nicht mit "Ja" antworte.

  • Selbst hier im BB.


    (Hard)Core bezeichnet Spieler die sich ganz intensiv mit dem Thema Gaming beschäftigen und dies mache ich.

    Welche Titel ich dabei Spiele, ist vollkommen irrelevant. Auch wenn ein Spiel vl für 30 Minuten zwischendurch ausgelegt wurde, spiele ich Spiele gerne länger.

    Es ist nicht in Ordnung, wenn andere Gamer die Auffassung haben, sie können sich ein Urteil über andere Spieler bilden.

    Casualgaming ist nichts verwerfliches.



    Elitäres Auftreten von selbsternannten "Gamern". Diese Menschen sehen sich oft durch verschiedene Dinge anderen überlegen. Sie entscheiden wer wirklich ein Gamer ist und das ist in ihren Augen ein privileg was nicht jeder verdient. Oft werden beispielsweise "Handy-Gamer", also Spieler von Smartphone Spielen nicht ernst genommen. Wer wenig spielt oder das falsche Spielt ist dann nicht in ihrem elitären Kreis willkommen.

    Stört mich genau so, die Gruppe Casual wird einfach nicht anerkannt, egal ob am Handy oder der Konsole. Die N-Zone hat leider früher massiv dagegen gehetzt, bis ein Leserbrief sie umstimmte.

    In dem stand, es ist egal, welche Titel Leute spielen und, dass auch diese Gruppe auch irgendwann Spieler werden können, denn das Interesse ist ja bereits vorhanden. Anstatt ich etwas einzubilden, man sei besser mit seinen Games, ist es besser genau dort anzusetzen und Leute so gezielter ans Spielen heranzuführen, in dem ihnen gezeigt wird, schau mal, dein Spiel oder das was du magst, gibt es auch am PC oder auf der Konsole, magst du mal schauen?

    Ich verstehe es nicht, wo das Problem an der Gruppe Casual sein soll, für diese Menschen ist Gaming eben nicht so wichtig, wie für uns, deshalb sind sie oder ihr Spielverhalten nicht weniger wert.


    Der Konsolenkrieg ist lächerlich. 99% aller Sony- und Microsftgames erscheinen auf beiden Konsolen. Schade das die Zeit vorbei ist, als es noch einen Unterschied gab, ob man Sega, Sony oder Nintendo besaß. Heute kommen auf den beiden Multikonsolen fats die selben Titel heraus, das es im Grunde nur eine Frage ist, lieber Playsstaion oder lieber eine XBOX.


    Auf Nintendo braucht keiner zu schimpfen, viele haben doch selbst damit angefangen. Ich finde auch die Spielauswahl wesentlich besser, da gibt es mehr für Kinder.

    Was mich an dem Konsolenkrieg stört, ist die Herabstufung von Nintendo. Oft werden nur Sonys und Mircosofts Konsolen miteinander verglichen, ganz ohne Nintendo.

    Die meisten Spiele für PS und Box sind ab 16 oder 18, also nichts für Kinder.

    Es gibt auch Gamer, die möchten lieber Nintendospiele spielen, denn diese drehen sich nicht nur um Waffen und Gewalt, wie es bei vielen Konkurrenzspielen der Fall ist.


    Jungs sollten sich nichts darauf einbilden, dass sie die einzig waren Spieler sind, Mädchen können es genauso. Frauen sollten sich da zu Wehr setzen.

    Mich hat noch keiner angefeindet in der echten Welt, im Gegenteil, für mein Wissen gibt es sehr viel Bewunderung.

    Wer andere bedroht, gehört bestraft.


    Über eine Spielreihe sich aufzuregen oder sie zu beschimpfen, finde ich auch einfach nur albern. Wem ein Spiel nicht gefällt, braucht es nicht zu kaufen, ich verstehe das Problem nicht.

    Hass ist vor allem Online, da sich die Leute anonym fühlen, wissen ihnen passiert nichts und der springende Punkt, sie müssen es dem Gegenüber nicht ins Gesicht tragen, daheim schön bequem am Display geht so eine Beschimpfung eben wesentlich einfacher.

    Es wird sich zu viel hinein gesteigert und dann muss man sich nicht wundern, wenn es Vorurteile gibt.

    sexistisch, rassistisch und auch homophob"

    Habe ich noch nie gehört, eher Dinge wie diese hier gelesen:

    Keine Freunde, süchtig, Einzelgänger, lebt isoliert, dunkelt sein Zimmer ab, geht nicht an die Frische Luft, isst nur Fast Food, pflegt sich nicht, kann ein Amokläufer werden.

    Persönlich bekam ich noch keine Vorurteile zu hören.

  • Nun ja ,meiner Erfahrung nach hängt es sehr von der Community ab, in der man sich gerade befindet und wie sehr dieser elitäre Status in Form von Preisgeldern und Fame gewürdigt wird. Auch gewisse Muster wiederholen sich überall, z.b das es talentierte Spieler gibt die trotzdem unlautere Mittel verwenden um diesen Famesstatus schnell zu erreichen, wobei es in den meisten Fällen um das eigene Ego geht und garnicht mehr um das Spiel. Auch die übrigen Dinge wie homophobe Äußerungen oder rassistische Kommentare zeigen sich auf jegliche Plattformen , was eigentlich mir nur zeigt, das es keinen Unterschied zwischen "Offline" und "Online" gibt und sie eigentlich nur ein Spiegelbild der Welt wie sie nun mal existiert ist. Das Dingen ist nur ich kann in der echten Welt mich von solchen Leuten fernhalten, Online funktioniert das weniger gut,, besonders wenn man nicht nur für sich verantwortlich ist sondern durch seinen Status oder auch durch seine Arbeit andere Mitspieler inspiriert und unterstützt. Man benötigt da oftmals einen bestimmten Umgang. Von daher denke ich auch ,das jede Community auch ausserhalb von Videospielen sehr toxisch sein kann ,was aber nicht von dem Status "Videospiel" abhängt sondern wirklich von den Leuten die sich oftmals auch zufällig oder durch bestimmte Dinge angelockt zusamnenfinden. Gibt bestimmt auch Mütterforen wo sich die Mütter gegenseitig den Kopf einschlagen :D Kriegt man nur nicht so mit.


    Was Frauen in Videospielen und da insbesondere der Competetive Aspekt angeht ist das auch son Mixed bag: Ich bin mir eigentlich relativ sicher wenn eine Frau es schafft in einem Videospiel einen bestimmten Status zu erreichen wird sie genauso ernst genommen wie ihre männlichen Mitspieler. Minus nartürlich den Männern , die eine Sexismus Schiene fahren, aber diese Männer würde man dann auch genau im RL begegnen , wobei natürlich das Internet als relativ anonyme Plattform dazu beiträgt, das es häufiger passiert. Anderseits gibt es aber auch die Art von Frauen, die mehr "sich selbst" als ihr Produkt verkaufen und weniger ihre Videospiel-Künste (Z,b auf Twitch und Co.) und da muss man sich als Frau schon bewusst sein, das man dadurch gerade die chauvenistischen Männer anzieht und man auch belächelt wird (auch wenn das per se nicht richtig ist natürlich) und damit auch der gesamten Frauenwelt einen Bärendienst aufbindet. Aber wie gesagt das sind zum Teil auch archaische Gewohnheiten und Intolleranz wird niemals verschwinden solange es Menschen gibt in meinen Augen.

  • Ich denke nicht, dass die Gamingszene besonders toxisch, rassistisch oder sexistisch ist. Sie ist nur ein Querschnitt der jüngeren Gesellschaft. Nur ist diese Szene verhältnismäßig technik- und internetaffin und hat damit eine viel größere Reichweite als frühere Generationen. Die Anonymität im Internet tut dabei ihr übriges.


    Aber jeder, der schon mal nen Stammtisch belauscht hat, der weiß, dass Gamer bei weitem nicht die einzigen sind^^

  • Als ich vor 2 Tagen auf Twitter war, fiel mir der trending Hashtag "Gamer" auf. Unter diesem Hashtag wurde das Verhalten von "Gamern" diskutiert. Eine häufige Behauptung war dabei Gamer seien sehr oft "sexistisch, rassistisch und auch homophob", verhalten sich elitär und allgemein sehr toxisch (beleidigend, unfair, verachtend)

    Elitäres Auftreten von selbsternannten "Gamern". Diese Menschen sehen sich oft durch verschiedene Dinge anderen überlegen. Sie entscheiden wer wirklich ein Gamer ist und das ist in ihren Augen ein privileg was nicht jeder verdient. Oft werden beispielsweise "Handy-Gamer", also Spieler von Smartphone Spielen nicht ernst genommen. Wer wenig spielt oder das falsche Spielt ist dann nicht in ihrem elitären Kreis willkommen.

    Denkst du nicht, da gibts einen Zusammenhang?
    Sich 2019 als "Gamer" zu bezeichnen ist imo ziemlich rückständig, da Videospiele ein etabliertes Medium sind. Es hat einen ähnlichen Effekt zu sagen wie "Ich atme gerne Sauerstoff". Der Tweet, durch den diese Debatte losgelöst wurde, lässt sich darauf zurückführen, dass jemand "Gamer" in seiner Twitter Bio stehen hatte - nicht, dass er es ist, sondern dass er sich darüber identifiziert. Und es jeden in seiner Twitter Bio wissen lässt.


    Natürlich lässt ein Blick auf das Profil jener Twitterbubble erahnen, dass das eher nur Nebensache war - und dass "Gamer" nicht die einzigen sind, die toxisch sind. Jedoch ist der Grundsatz imo sogar nicht komplett verkehrt: Sind es Leute, die Spiele spielen, die toxisch sind? Oder sind es Leute, die sich über das spielen jener Spiele großartig identifizieren, die toxisch sind - eben WEIL sie sich damit in einer elitären Position sehen? Möchte man sich im Anbetracht dessen noch als "Gamer" identifizieren - so wie einem die Medien es aufdrücken wollten? Liegt die Toxität - die eben über jene normale Toxität in normalen Demografischen Überschnitten liegt - nicht einfach nur daran, dass Medien jenen "Gamern" ein gesondertes Image aufdrücken wollten und jene mit diesem Image nun was besonderes sein wollen?


    Um dieses Problem zu bekämpfen braucht man auf lange Zeit imo endlich das eindämmen des Bildes, was Smaarty oben beschrieben hat - und zeitgleich auch eine Eindämmung dessen, dass Frauen im Bereich der Videospiele was besonderes sind. Denn erst durch jenes Bild entsteht der Sexismus und der Elitärismus, der existiert.


    Nur sehe ich leider nicht, wie sich dieses Problem in nächster Zeit ändert. Wie sollen sich Frauen im Gaming etablieren, wenn die Kultur grundsätzlich abschreckend ist? Wie kann es möglich sein, eine Kultur als ungesondert darzustellen, wenn jene Kultur tatsächlich gesondert behandelt werden muss?

    Ich sehe leider nicht dass das aktiv abnimmt bzw dass man aktiv Schritte dagegen einleiten kann.

  • Haltet ihr die Gaming-Community für überdurchschnittlich toxisch. Dies kann alles umfassen (Sexismus, Rassismus, beleidigend, elitär, etc.).


    Kommt immer ganz aufs Spiel drauf an. Wenn ich jetzt z.B. Leguea of Legends nehme, würde ich dem leider schon recht geben und das schlimme daran ist, es wird nicht wirklich besser. Es fängt sogar schon bei der Championauswahl manchmal an. Jeder sucht sich seinen Champion aus, man bannt einen und dann bannt der Gegner den Yasou und unser Yasou "main" im Team kündigt sofort an "I will troll". Geil. Nicht alle machen das dann wirklich oder mancheiner kriegt noch die Kruve, aber ein größteil macht dass dann leider schon. Sowie mit dem Rage Quite oder auch dem provokanten "?" nach einem Kill.

    Wenn ich mir nun andere Spiele anschaue wie die Smash szene, ist dort das Verhalten besser. Man kann es drehen wie man will, nicht jede Community ist so, sondern es kommt immer aufs Spiel an.



    Findet ihr solches Verhalten sehr schlimm oder könnt ihr eher darüber hinwegsehen?


    Es ist auf Dauer nervig. Klar gibt es meistens den Troll, wo man nicht drauf einsteigen sollt, damit der Ruhe gibt, aber auch Leute, die sowas wirklich ernst meinen. Selbst schon gehabt. Da spielt man mit seinem Team zusammen und wird je nach Spiel als "Cheater, Hacker, Scripter" bezeichnet oder bekommt zu hören "Go die, noob" oder ähnliches. Ich kann über sowas teilweise ausblenden, aber ich reporte solche spieler dann, wenn es die option dafür gibt.


    Habt ihr selbst solche Fälle wie oben beschrieben bereits miterlebt? Wenn ja eventuell sogar am eigenen Leib?


    Leider keine Seltenheit, wenn ma LoL spielt. Besonders verstärkt kriegt man das nicht nur in Game mit, sondern ab und an sogar im Discord/Ts. Man spielt mit Leuten zusammen (männlich als auch weiblich) und das erste Urteil, was öftermals fällt ist :"Lass mich raten, du als Frau spielst support?" und dann wird die Rolle auch noch als Abwertend einfach abgestempelt. Oder wenn man mehrere Runden zusammen gespielt hat und dann die weibliche Mitspielern gegangen ist durch Verpflichtungen oder ähnlichen Gründen, dass dann sowas kommt wie "War ja wieder typisch Frau. Kann nichts" oder ähnliche abwertende Aussagen. Ich finde sowas schlimm und dazu noch traurig. Es geht im Spiel nicht immer darum der aller beste zu sein, sondern auch um den Spaß und Teamgeist. Wenn ich solche Kommentar höre, denke ich mir manchmal,dass ich mit randoms besser dran wären, die könnte ich im notfall im chat muten.


    Identifiziert ihr euch trotz solchen Negativbeispielen auch und gerne als "Gamer"?


    Defenitiv ja. Wieso sollte man nicht zu dem Stehen, was ws nun wirklich ist? Damals wurde man noch eher als Nerd bezeichnet, wenn man Videospielen ausführlich erzählt hat, heute ist das akzeptiert (großenteils) und wird Gamer genannt. Die Definition, ab wann man Gamer ist, ist eh je nach Seite anders erklärt. Einige Seiten sagen, wenn man nur am Handy schon sowas wie Candy Crush Saga spielt, ist man ein Gamer. Ich sehe das persönlich etwas anders, aber gut. Ich sehe an dem Begriff nichts abwertendes, wie auch nicht an Nerd (besonders weil Nerd heutzutage nicht mal richtig benutzt).


    Habt ihr vielleicht Lösungsansatze wie man solches Verhalten verringern kann?

    /mute all .

    Einfach gesagt, dont feed the troll. Die Leute wollen Aufmerksamkeit, die wollen euch provozieren und je nach Tageslage,klappt das besser oder weniger. Ignoriert diese,muted diese oder was noch alles geht, wenn ihr an dem Tag nicht dagegen resistent seit. Es gibt sonst keine Möglichkeit. Communityregeln stehen ja schon ewig in vielen Spielen, aber ändert trozdem nichts an einer riesigen Community mit x Spielern,wo jeder amders ist und man nicht jede sekunde alles überschauen kann.

  • Um dieses Problem zu bekämpfen braucht man auf lange Zeit imo endlich das eindämmen des Bildes, was Smaarty oben beschrieben hat - und zeitgleich auch eine Eindämmung dessen, dass Frauen im Bereich der Videospiele was besonderes sind. Denn erst durch jenes Bild entsteht der Sexismus und der Elitärismus, der existiert.

    Das wird es aber nie geben. Dieses Problem gibt es ja überall. Eine Gruppe von "Fans" bildet sich ein, sie haben das Recht darüber zu urteilen, wer in ihren Kreis gehört und wer nicht.

    In der N-Zone schrieben sie so etwas über das Thema Let´s Go, auch hier war die Rede davon, das Fans sich das Recht herausnehmen, zu bestimmen, wie ein Spiel sein soll oder eben nicht.

    Ich erlebe es sehr oft im Fußball, die Ultras/Hooligans sehen sich als die einzigen Fans an, da sie dem Verein hinterherreisen und ihn ihm Spiel suporten. Fans die sitzen, sind keine Fans.

    Oft gehen Mannschaften auch nur zu den Fans in den Stehblöcken, als würde es die anderen gar nicht geben.

    Und eben auch in den Videospielen hast du dieses Problem, siehe mein Beispiel, laut dem Verfasser habe ich nicht das Recht mich überhaupt Gamerin zu nennen, da ich nach ihren Ansichten ja nur Spiele daddel, die es in ihren Augen nicht wert sind, als Spiel überhaupt betitelt zu werden.

    Gamer müssten dazu lernen, dass es verschiedene Arten von Gamerin gibt, sowie es auch verschiedene Menschen gibt.

    Zu Casualspielen gibt es die Meinung, sie wären alle Inhaltslos, Smartphonespiele zählen nicht, Nintendo hat nur Kinderspielen im Programm usw.

    Nicht jeder spielt, möchte es auch so intensiv betreiben, wie manch anderer. Nicht jeder der zockt, mag auch dieselbe Genre.

    Die selbsternannten Hardcoregamer kann man nicht umstimmen, sie sind zu festgefahren in ihrer Meinung.

    Sich nur selbst als Gamer einzuteilen ist sehr ignorant, denn dazwischen sind noch viele, verschiedene Stufen, aber dies möchten sie eben nicht sehen. Die bleiben auch ein Leben lang bei ihrem Weltbild, dass nur gewisse Menschen, die nach ihren Ansichten handeln, auch es würdig sind, sich Gamer zu kennen.


    Die selbsternannten Hardcoregamer sollen eine Sache nicht vergessen, es waren die Casualspiele, die Gaming aus der Nische hervorgeholt und bekannt gemacht haben, da plötzlich Nicht-Spieler begonnen haben zu spielen.

    Ohne DS und Wii, würde Gaming immer noch ein Nischendasein fristen.

  • » Haltet ihr die Gaming-Community für überdurchschnittlich toxisch? Dies kann alles umfassen (Sexismus, Rassismus, beleidigend, elitär, etc.)

    Ganz simpel: Ja, zumindest im Vergleich zu anderen Communities, die ich kenne. Ich bin noch nicht allzu lange aktiv in Onlinespielen (circa ein Jahr jetzt) und als ich einstieg, war ich schon geschockt über die Sachen, die man im VC hörte oder im Gamechat las. Besonders stark ist imo Sexismus, aber vorallem elitäres Verhalten vorhanden; zumindest beziehen sich die meisten Nachrichten darauf, wie schlecht die anderen Spieler sind. Klar sind auch andere Communities davon betroffen; in der AniMa-Community gibt es auch Leute, die sich für etwas besseres halten, weil sie X Anime gesehen haben, aber in diesem Ausmaß war es da definitiv nicht der Fall. Und sie kommen in der Gaming-Community in vielen verschiedenen Formen vor; nicht nur in Spielen selber, sondern auch außerhalb auf sozialen Plattformen wie Twitter und Co oder eben auch - wie bereits in vorherigen Posts erwähnt - auf Twitch. Diese große menge Hass, die man da miterlebt ist schon etwas erschreckend teilweise, imo.

    Manche Spiele sind davon definitiv mehr betroffen als andere, auch wenn ich hier wirklich nur von zwei erzählen kann, weil es die einzigen Onlinespiele sind, in denen ich aktiv bin/war: Overwatch und League of Legends. Und während man bei Ersterem dummerweise immer wieder auf Trolle und Leaver tritt, ist die allgemeine Toxicity selbst bei Comp-Spielen geringer als (zumindest für mich) positive Erfahrungen mit Mitspielern. LoL ist da hingegen das krasse Gegenteil; manchmal hat man eine extrem smoothe Runde und bekommt ggs im Chat, aber viel öfter lese ich Beleidigungen besonders oft auch gegen bestimmte Spieler.


    » Findet ihr solches Verhalten sehr schlimm oder könnt ihr eher darüber hinwegsehen?

    Es kommt sich immer auf den Fall an; wie ist es rübergebracht (aggressiv oder ruhig) und war es begründet? War es ernst gemeint oder nur etwas ärgern? Mitspieler auf Fehlverhalten hinzuweisen ist vollkommen in Ordnung, wenn das aber mit unnötigen Beschimpfungen daherkommt, dann ist das imo nicht in Ordnung. Ich finde es auch nicht schlimm, sich etwas aufzuregen während einer Runde und Kommentare abzulassen, die nicht immer notwendig sind, aber wenn es einfach nur noch eine Masse von Beleidigungen ist, hat davon auch keiner was.


    » Habt ihr selbst solche Fälle wie oben beschrieben bereits miterlebt? Wenn ja eventuell sogar am eigenen Leib?

    Ja, sowohl bei anderen als auch selber einiges abbekommen; in Overwatch weniger (eigentlich fast gar nichts Persönliches), aber in LoL für die unterschiedlichsten Gründe. Ich denke, dass es fast schon unausweichlich ist, selber auch etwas abzukommen, und wenn es nur Toxicity wegen eines Killsteals ist.


    » Identifiziert ihr euch trotz solchen Negativbeispielen auch und gerne als "Gamer"?

    Ja, auf jeden Fall, am Ende sind diese toxischen Gamer ein Teil der Community, aber eben nicht die komplette Community. Und man hat sie ja auch nicht in jeder Runde dabei; es gibt auch viele Gamer, die tolerant und nicht toxisch sind.


    » Habt ihr vielleicht Lösungsansatze wie man solches Verhalten verringern kann?

    Verringern nicht wirklich; muten, was geht, damit es einen selber zumindest nicht zu sehr angreift. Davon abgesehen kann man andere Menschen leider nicht ändern.

  • Als das Ganze auf Twitter explodiert ist hat mich das Ganze wieder sehr stark an den #menaretrash-Hashtag erinnert. Eine bestimme Gruppe nutzt so einen Verallgemeinerten Tweet um ihre Agenda zu pushen, nur diesmal werden eben anstatt von Männern "Gamer" stigmatisiert und verallgemeinert.

    Klar gibt es schwarze Schafe, aber nach meinen Erfahrungen sind wenn überhaupt 1-3% aller Leute wirklich rassistisch und homophob (worauf das Ganze in der Twitterdebatte eigentlich abgezielt hat).


    Für Leute die halt gerne Leute aufstacheln und provozieren ist das dann halt n gefundenes Fressen, weil eben nur die schwarzen Schafe rausstechen und so prominent wirken, obwohl sie einen sehr kleinen Teil der "Community" einnehmen. Aber vom stillen Großteil bekommt man nunmal kaum was mit

  • Ich muss sagen, Teile der Animecommunity sind nicht besser und auch, wenn du mit so manchen Leuten über Literatur und Filme sprichst, kommen die pretentious... nunja ... heraus. Das kannst du überall haben.


    Allerdings glaub ich, dass der Anteil toxischer Leute bei den "typischen Nerdhobbies" größer ist, da es mehr Leute gibt, die sich in dieses Hobby fliehen, sich von anderen abkspseln und ein gewisses Mindset haben.

    So findet man doch des Öfteren sehr sexistische, homophobe und rechte Leute in solchen Communuties. Dass dieses Mindset aus eigener Verbitterung stammt, schreit einem nunmal bei so einigen entgegen.

    Klischees sind eben für manche Leute, oder einen Teil einer Community, eben doch nicht so unwahr. Einige dieser Männer haben auch selten mit Frauen zu tun und behandeln sie auch so und denken dementsprechend über sie.


    Und was elitäres Verhalten betrifft, ist es auch klar: manche steigern sich einfach so in alles hinein, was sie tun und anderen merkt man an, dass sie durch ihr Umfeld und auf ihrer Arbeit wenig Anerkennung bekommen, sodass Erfolg im Gaming unglaublich wichtig ist. Demnach ist es auch einigen Leuten wichtig sich von anderen abzuheben und Grenzen zwischen Casuals und Core zu ziehen.


    Ich spiele nun nie online und bin auch Casualspielerin, aber ich hab einiges gelesen und von Freunden gehört, dass es einiges an Sexismus und Homophobie gibt. Es ist ja nicht so, dass sich die meisten absichtlich outen und Aufmerksamkeit auf sich lenken wollen, sondern eher sagen wollen "mein Freund spielt dann und dann mit / ich kann da nicht, da wollte ich mit meinem Freund weg" etc ... wie das ein normaler Mensch halt so sagt? xD

    Dann gibt es ja auch diese Paranoia, dass "SJW"s angeblich die Industrie unterwandern würden. Damit meinen die nicht unbedingt militante Leute, sondern jedes Mal, wenn eine Frau, oder ein nicht weißer oder LGBT Charakter überhaupt in irgendeiner, wichtigen Rolle auftritt und als normaler Charakter behandelt wird.


    Dass wem ein "geh sterben" rausrutscht, ist schon verständlicher, da man sowas wie "geh dich bitte eingraben" oder ähnliches rasch zu seinen Freunden im Spaß sagt und es meist so gemeint ist. Bei solchen Sprüchen müssen viele erst verstehen, dass es nicht jeder Fremde als Spaß und Teasing auffasst.


    Zitat von Smaarty

    Es gibt auch Gamer, die möchten lieber Nintendospiele spielen, denn diese drehen sich nicht nur um Waffen und Gewalt, wie es bei vielen Konkurrenzspielen der Fall ist.

    Da hast du aber auch viele Vorurteile gegenüber anderen Spielen angehäuft. ^^"


    Zitat von ewok

    Gegen nackte Haut rollt halt einfach der Rubel in Form von Donations/Subscriptions rein, auch wenn es dank dem rigorosen Vorgehen seitens Twitch gegen einige sehr freizüzige Streamerinnen ein bisschen eingedämmt worden ist.

    Sie können sich längst nicht mehr alles erlauben.

    Naja, wenn manche Leute so einfach gestrickt sind und gleich mit ihrem Geld um sich werfen, sobald sie nackte Haut sehen. Da kann man sagen, dass beide Seiten gleich schlimm sind. 😅

  • Haltet ihr die Gaming-Community für überdurchschnittlich toxisch?

    Nicht wirklich. Das ist - wie bereits mehrfach erwähnt - einfach ein Phänomen, welches bei jeder Community auftritt und eher mit dem Internet allgemein zusammenhängt. Wobei ich den Begriff "Gaming-Community" als Ausgangspunkt schon sehr problematisch finde. Gaming ist meiner Meinung nach kein guter Begriff um eine bestimmte Gruppe zu definieren. Es dient eher dazu, um Millionen einzelne Communities zusammenzufassen, damit man letztendlich irgendeine Schublade gefunden hat. Ich behaupte jetzt aber mal, dass die Minecraft- und Pokémon-Community allein schon trotz Überschneidungen grundverschieden sind. Ein Großteil der Leute spielt natürlich mehrere Spiele/Franchises/auf mehreren Konsolen, aber man kann Menschen, die RPGs und Adventures für den Genuss jeder Cutscene spielen nicht mit Platformer-Speedrunnern vergleichen. Und so hat man dann eine Gruppe von Menschen so schwammig definiert, wie es Rassismus oder Sexismus tun.
    Und auch innerhalb der Pokémon-Community gibt es die unterschiedlichsten Lager, ob nun casual, competitive, storyinteressiert etc. Dabei habe ich auch schon erlebt, dass Leute, die Pokémon für die Story spielen, CP als "casual" bezeichnet haben (und natürlich auch umgekehrt). Jeder hat halt seine eigene Definition davon, was den "core" eines Spiels/Franchises ausmacht.

    Und dann gibt es noch den Konsolenkrieg. Wundert mich, dass die PC-Elite in diesem Thread noch nicht erwähnt wurde (oder ich habe es einfach nur überlesen ^^') Jedenfalls ist das ein allgemeines Internet-Phänomen. So kann man nicht in die YT-Kommentare von z.B. Musikvideos gehen, ohne dass man direkt den Krieg zwischen Fans von verschiedenen Musikern mitbekommt, weil eine sehr laute Minderheit nicht das Essen auf dem eigenen Teller genießen kann, ohne das auf dem Teller vom Nachbarn als absolut widerwärtig darzustellen. Und dann natürlich noch mit Argumentationen, welche Meinungen nicht von Fakten unterscheiden können.


    Habt ihr selbst solche Fälle wie oben beschrieben bereits miterlebt? Wenn ja eventuell sogar am eigenen Leib?
    Allgemein bekomme ich von solchen Vorfällen nur aus zweiter Hand mit, weil ich mich aus Drama immer gerne raushalte. Die Kommentare auf Youtube sind aber immer eine hervorragende Quelle, wenn man nach "Toxizität" sucht. Ich kenne aber auch Fälle von Freundinnen, welche Discordserver aufgrund von Sexismus verlassen haben. Nicht direkt gegen sie, aber logischerweise fühlt man sich auf einem Server, wo frauenfeindliche Memes am Band gepostet werden, als Frau nicht wohl.
    Aber ansonsten habe ich in den competitive Communities, in denen ich unterwegs bin, den Eindruck, dass man als guter Spieler immer ein gewisses Ansehen für seine Leistungen bekommt, unabhängig vom Geschlecht.


    Findet ihr solches Verhalten sehr schlimm oder könnt ihr eher darüber hinwegsehen?

    Habt ihr vielleicht Lösungsansätze wie man solches Verhalten verringern kann?

    Natürlich ist Rassismus/Sexismus/Homophobie/Elitärismus etc. schlimm. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass man mit solchen Menschen absolut nicht diskutieren kann - im Internet sowieso schon gar nicht. Daher bleibt einem nichts anderes übrig, als dem keine Beachtung zu schenken bzw. sich davon zu entfernen und die Trolle nicht zu füttern.


    Identifiziert ihr euch trotz solchen Negativbeispielen auch und gerne als "Gamer"?

    Natürlich. Ich spiele Videospiele, sogar täglich, also bezeichne ich mich gerne als Gamer. Allerdings sehe ich mich dadurch nicht als Teil der (mMn nichtexistenten) Gaming-Community, sondern nutze diese Bezeichnung wie andere sich als "Bücherwurm" oder "Sportler" bezeichnen würden. Man hört ja doch sehr selten von einer Lese-Community oder Bewegungs-Community in demselben Kontext, wie es bei Videospielen der Fall ist.

  • Wann hat sich das eigentlich so weit aufgetan?

    Als ich vor einiger Zeit mal wieder auf Twitter war (Monate nicht gewesen) habe ich gelesen wie ein guter Youtuber (Corrupted) ziemlich übel in einem Tweet runter gezogen und beleidigt wurde. Ich weiß nicht von wem oder welcher Gruppe, Name vergessen, aber sie meinten daran erkenne man dass Gamer einfach nur rassistische, sexistische Wesen sind und so weiter und so fort.

    Daraufhin habe ich bei den Antworten gemerkt dass dies anscheinend eine ganze Truppe ist die so denkt und handelt. Und dass dies anscheinend schon länger rum geht und der Fall ist.


    Ich meine, ja, Gamer leben schon seit jeher mit Vorurteilen und so weiter.

    Aber sexistisch und so weiter... das fand ich doch schon ziemlich krass.


    1. Haltet ihr die Gaming-Community für überdurchschnittlich toxisch. Dies kann alles umfassen (Sexismus, Rassismus, beleidigend, elitär, etc.).

    Nein. Natürlich hat jede Community (damit meine ich in den verschiedenen Spielen) ein bestimmtes Verhalten. Nehmen wir mal als Beispiel die bekannte toxische League of Legends Community. Sie gilt als sehr beleidigend, runter ziehend und unter anderem auch als sexistisch und rassistisch. (Schreib einmal bei falschen Leuten etwas Deutsches in den All-Chat und es heißt auf einmal Nazi oder erst die Beleidigungen gegen die Franzosen - okay, gut die haste echt in jedem Game)

    Aber dies haste ja nicht nur in den Gaming-Communitys. Dies haste in vielen Gruppen und dies auch im Alltag. Auch im Büro, auf Arbeit. Da schießt nicht heraus dass es Gamer sind. Es kommt auf die einzelnen Menschen an und nicht auf die Gamer-Gruppe. Finde ich zumindest.

    1. Findet ihr solches Verhalten sehr schlimm oder könnt ihr eher darüber hinwegsehen?

    Ich weiß wenn ich in Lol als Nazis bezeichnet werde, oder als Hurensohn oder was weiß ich, dass der Gegenspieler Frust hat und ihn abbauen muss und was interessieren mich nichtssagende Beleidigungen von irgendwelchen fremden Menschen, die mehrere Stunden von mir entfernt wohnen? Deren Gesicht ich niemals sehen werde. (Höchstwahrscheinlich zumindest) Ich kann darüber ohne Probleme hinweg sehen.

    Natürlich mag es niemand wenn jetzt seine Mutter oder sonstiges beleidigt wird, aber ich würde bei solchen Dingen einfach sagen: Für einen selbst ignorieren und ansonsten bei den Leitern des Spiels melden. Oder der jeweiligen Seite auf welcher sie halt aggressiv etc sein sollen.

    1. Habt ihr selbst solche Fälle wie oben beschrieben bereits miterlebt? Wenn ja eventuell sogar am eigenen Leib?

    Ja, das habe ich ja auch bereits beschrieben. Zumindest grob.

    Wie gesagt schrieb ich mal im All-Chat dass ich Deutsch bin und als Antwort kam mehrere Male Nazi und irgendein gequältes deutsch geschriebenes Zitat von Hitler oder sowas. Ist länger her. Aber auf anderen Seiten bin ich damit eigentlich nie konfrontiert worden, oder habe irgendwas mitbekommen. Auch Let's Player die ich gucke und kenne (Gronkh, Pan, Corrupted etc) äußern sich nie im Ernst so.

    Sie machen aber hin und wieder sexistische Witze, oder Ähnliche. Und auch wenn ich die Menschen persönlich nicht kenne, würde ich niemals vermuten dass sie es ernst meinen. In den meisten Fällen merken sie auch wenn sie zu weit gegriffen haben und entschuldigen sich danach bei ihrer Community.

    1. Identifiziert ihr euch trotz solchen Negativbeispielen auch und gerne als "Gamer"?

    Jup. Definitiv. Da ich dies nur als Vorurteile ansehe.

    Genau wie die damaligen Vorurteile dass wir alle fett sind, stinken und nichts anderes machen und im Keller unserer Eltern wohnen um zu zocken, sind die heutigen Vorurteile halt anscheinend Sexismus und Rassismus. Vorurteile von fremden Menschen, die mich nicht interessieren.

    1. Habt ihr vielleicht Lösungsansatze wie man solches Verhalten verringern kann?

    Solche Menschen haben meist ihr Urteil gefällt und ich habe selten mitbekommen, dass sie sehr schnell ihre Meinungen ändern. Weil sie denken, sie haben die einzig richtige Meinung und Ansicht.

    Sie steigern sich da in Gruppen in solch eine Sache rein, dass man meistens bei sowas nur gegen Wände spricht. Steinharte Wände... unkaputtbar. Nur manchmal, wenn man in Ruhe mit ihnen spricht (meist Person zu Person und nicht eine Person zu evtl 100 wie auf Twitter mit Corrupted und der einen Seite da) dann hören sie einem auch zu und man kann ihnen seine eigene Sichtweise vorstellen.