Wettbewerb 12: Bilder sagen mehr als tausend Worte

Die Insel der Rüstung erwartet euch!


Alle Informationen zum ersten Teil des Erweiterungspasses "Die Insel der Rüstung" findet ihr bei uns auf Bisafans:

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  • In diesem Thema habt ihr eine bestimmte Anzahl an Punkten zur Verfügung, die ihr den Texten im Tab "Abgaben" geben könnt. Dabei ist zu beachten, dass ihr nahezu frei wählen könnt, wie ihr die Punkte verteilt und welche Texte mehr Punkte als andere bekommen. Achtet jedoch darauf, dass ihr die Punkte, die euch zur Verfügung stehen, komplett ausschöpft. Votes, welche zu wenige oder zu viele Punkte enthalten, können leider nicht gezählt werden. Des Weiteren solltet ihr eure Punkte mindestens auf drei Texte verteilen, eure Wahl begründen und natürlich nicht für eure eigenen Texte voten.Es ist außerdem hilfreich, euch das "How to vote-Topic" anzusehen. Schreibt ihr in dieser Saison besonders viele Votes, habt ihr die Chance auf Medaillen. Weitere Informationen findet ihr hier: Informationen und Regeln zu den Wettbewerben.


    Wer neben den Votes noch weitere Kritik für sein Werk erhalten möchte, aber kein eigenes Thema erstellen möchte, der kann dies gerne in unserem Feedback-Thema für fertige Texte tun!

    Zitat von Aufgabenstellung

    So gut wie jeder kennt das. Man sieht ein bestimmtes Bild und sofort schleicht sich eine Idee ein, was man schreiben könnte. Mal kommt dieser Einfall langsam und schleichend, mal schießt er in einen, als wäre man vom Blitz getroffen. Genau darum geht es auch bei diesem Wettbewerb der Saison. Es ist eure Aufgabe, euch von einem Bild eurer Wahlinspirieren zu lassen und diese Idee dann in einem Gedicht zu verwirklichen. Gebt bitte das gewählte Bild mit an sowie eine Quellenangabe. Ein Pokémonbezug ist zudem nicht verpflichtend.


    Ihr könnt 6 Punkte verteilen, maximal 3 an eine Abgabe


    Wenn ihr nicht wissen solltet, wie ihr eure ID herausfindet, könnt ihr dies unter anderem hier nachlesen.


    Der Vote läuft bis Sonntag, den 19.07.2015, um 23:59 Uhr.

    [tab=Abgaben]








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  • Download-Post


    Wie gewohnt könnt ihr euch die Abgaben der Wettbewerbe hier im PDF- und ePub-Format herunterladen, um so auch unterwegs lesen zu können.
    Die PDF wurde von @Sheogorath und das ePub von @Sakul erstellt. Sollten Fragen und/oder Anregungen bestehen, dann zögert bitte nicht die Urheber deswegen anzusprechen; konstruktive Verbesserungsvorschläge sind immer willkommen.
    Für eine kurze Anleitung und noch einmal die Einführung zu den "Wettbewerben unterwegs" klicke hier.
  • Abgabe 1



    Abgabe 2



    Abgabe 3



    Abgabe 4



    Abgabe 5



    Abgabe 7



    Abgabe 8




    ID: (76268)


    A1: 2
    A3: 2
    A5: 2

  • [align=justify][font=verdana][tabmenu][tab='Du hast mein Wort:']Naja, nicht ganz wortwörtlich. Aber mit Bildern und Worten haben wir's hier zu tun, also lass ich's gelten! Jetzt, wo ich so oft das Wort "Wort" in seinen Abwandlungen geschrieben und gelesen habe, sieht es einfach nur noch komisch aus. Kennt ihr das, ihr schaut ein Wort zu lange an und auf einmal sieht es nicht mehr wie ein Wort aus ... Wie für mich jetzt "Wort". Was labere ich überhaupt, kommen wir doch einfach zum Vote - ohne weitere Worte!
    [tab='das ist Wortmalerei ...'][subtab=Unity]Ich so erstmal "och neee, englische Titel", gerade bei Gedichten machen die sich meiner Meinung nach nicht wirklich gut. Hier haben wir aber eine Ausnahme, nachdem ich das Gedicht gelesen habe, denn immerhin kommt ja auch Englisch vor und ich denke mal, Unity hat auch mit dem Segen zu tun. Das Bild find ich sehr schick, es ist rosa und niedlich und hat auch eine entspannende Atmosphäre, die wundervoll zum Gedicht passt!
    Ab und an gab es ein paar Schnitzer im Metrum, aber es ließ sich doch recht gut lesen und abgesehen davon, dass in der ersten Zeile kein Komma sein sollte (eventuell ist das ja im Original auch so tho? Alte Sachen haben eine Tendenz zu sowas, lol), fielen mir keine Fehler auf. Die Einschübe (So lass es doch geschehn, / Dass wir uns wiedersehn) brachten mich aber ehrlich gesagt etwas aus dem Konzept, weil sie deutlich kürzer waren als der Rest und da ein wenig aus dem Lesefluss raushauten. Versteh mich nicht falsch, ich mag sie, nur hätte man sie eventuell besser einbinden können - wobei mir grad nicht einfallen würde, wie man die noch länger machen könnte, ohne sie kaputtzumachen. '-'
    Inhaltlich denke ich mal, dass jemand ... Gestorben ist? Jemand, der dem lyrischen Ich wichtig ist, ist jedenfalls nicht mehr da und es betet dafür, dass es dem lyrischen Du gut geht und dass sie sich eines Tages wiedertreffen. Im Jenseits, ganz woanders, who knows? Ich mag hier die Stimmung sehr, weil sie nicht übermäßig traurig ist, sondern eher hoffnungsvoll. Hier gefällt mir vor allem das Ende ("Leben und Tod sind Teil unsrer Reise. / May the road arise until we meet again."), das eine wunderbar positive Note hinterlässt trotz des Verlustes. Hachja, ich find das ganze Gedicht wirklich sehr schön. ;w;
    [subtab=Der fallende Soldat]Das Bild kann ich jetzt ehrlich gesagt nicht so mit dem Inhalt verbinden, aber ich kann sehen, wieso man darauf kommen könnte.
    Auch hier gab es ein paar Problemchen mit dem Metrum oder eher der Silbenanzahl, die oftmals recht willkürlich schien (inb4 da steht ein System hinter und ich bin zu blöd, um es zu bemerken), dennoch liest es sich gut, wenn auch mit etwas Stocken. Von der Sprache her gefällt mir wie schon bei Abgabe 1 das Ende sehr, aber auch "Krieg, das Schlachtfeld der Nationen. / Letztlich gibt es nur Verlierer.", das klang beim Lesen sehr schick. Was mir auch gefällt, ist, dass die erste und die letzte Strophe in gewisser Weise parallel verlaufen (wofür? -> er tut es nicht freiwillig, er wird geschickt -> für Ehre, Ruhm, Sieg -> er stirbt und in gewisser Weise gilt ja auch die Unterwelt mit Charons Boot als "fernes Land". Bei der letzten Strophe dann halt genau andersrum) und auch verschiedene Sichtweisen zu zeigen scheinen (erst einmal werden die Leute beleuchtet, die den Soldat dahinschicken, zuletzt der Soldat selbst, der geschickt wurde). Ich find sowas ja immer total toll, dieses Bilderrahmenprinzip bietet sich bei einem Wettbewerb, der Bilder thematisiert, ja sehr an. =,D
    Interessant, dass es ein "fallender" Soldat ist und kein "gefallener". Tatsächlich stirbt er ja am Ende, aber erst am Ende. "Fallend" impliziert auch, dass es nicht vorbei ist, während "gefallen" endgültiger wirkt, als wäre der Krieg beendet, was er ja nicht ist. Erinnert mich in gewisser Weise an meine Abgabe im Utopie/Dystopie-Wetti, da hab ich über den Ende allen Krieges geschrieben, hier kriegt man eher das Gefühl, als wäre der Krieg ein endloser Prozess. Was die ganze Situation ziemlich karg und hoffnungslos macht. Ich mag die Abgabe, aber es gibt hier so viele gute, dass sie wahrscheinlich keine Punkte kriegt, nicht, weil sie schlecht ist, ganz und gar nicht, sondern weil andere einfach toller sind, verzeih. ;A;
    [subtab=The Game Is On]Auch hier wieder ein englischer Titel, der mich eher an solche Sachen wie Sword Art Online oder so erinnert hat, haha. Das Bild ist sehr schick und wird ja auch thematisiert, also passt es
    Mein Hauptproblem mit dieser Abgabe ist einfach, dass - und dafür würde ich mich selbst ohrfeigen, wenn das hier meine Abgabe wäre und ich das lesen müsste, weil's ne furchtbar blöde Begründung ist - ich mit dem Fandom so gar nichts anfangen kann. So null. '-' Zwar finde ich die Gesamtdarstellung der Situation eigentlich recht gut, weil man sie auch ohne Kenntnisse der Serie versteht und sie sprachlich einige nette Sachen drin hat ("Mein Blick wandert in Erregung zur- / Nein, auch sie scheint echt, die Signatur." fand ich irgendwie nice), aber irgendwie ... Muh. Das mit der Konfrontation am Ende hat mich etwas verwirrt zurückgelassen, was wahrscheinlich auch an mir liegt, was wird jetzt passieren? Konfrontation des ... Fälschers? ._. Fandomsachen sind gerade bei Gedichten (zumindest in Wettbewerben, haha) schwierig, weil während man in einer Kurzgeschichte die Informationen praktischer geben kann, muss man sie in einem Gedicht so einbauen, dass sie auch noch im Gesamtzusammenhang schön klingen xD Muss man im Fließtext auch, aber ... Ein Gedicht mit Exposition ... Finde durchaus, dass dir das größtenteils gelungen ist, das Wichtigste ist ja, dass man versteht, was mit dem Bild das Problem ist und warum es so wichtig ist. Nur ... Mah. Ich bin eine furchtbare Person.
    Zudem gab's auch hier vom Metrum bzw von der Silbenanzahl einige Probleme, sodass ich öfters aus dem Lesefluss raus kam, weil sich irgendwie kein klar ersichtliches Prinzip zeigen wollte. Vielleicht bin ich einfach nur zu blöd, es vernünftig zu lesen, wer weiß. Sprachlich gibt es wie gesagt einige nette Stellen, es ist nicht übermäßig poetisch, aber das ist eigentlich recht positiv, denke ich, denn nichts ist schlimmer als Purple Prose und gerade Gedichte haben da oft ein Faible für, haha. Mit einem regelmäßigeren Prinzip in Metrum und Silben hätte sich das hier super lesen lassen, aber oft bin ich gestockt und musste mich erstmal wieder einfinden.
    Dennoch ist das hier wirklich nicht schlecht, ganz und gar nicht, gerade die Darstellung der Situation an sich hat mir echt gefallen. Du kriegst nur zu einem kleinen Teil für den Fandom-Teil keine Punkte, sondern eher wegen des Metrums und weil es, wie schon bei Abgabe 3, einfach so viele tolle Abgaben hier gibt. Menno. In diesem Sinne haben hier viele Leute echt Pech mit der Konkurrenz. '-'
    [subtab=Hide and Seek]Was haben in diesem Wettbewerb alle mit englischen Titeln? Das Bild passt gut zum Inhalt, nichts zu bemängeln. Wurde sich bei dem Titel vielleicht auch auf dieses Lied bezogen oder ist es nur Zufall? Das Thema liegt ja nun wirklich nicht fern, das kann vorkommen. =D
    Uuh, trotz des awesomigen Themas muss ich hier erstmal meckern / beklagen, dass ich ziemlich Probleme hatte, es zu lesen, weil Silben und Metrum wirklich all over the place sind. Das wirkt in gewisser Weise unterstützend zum Inhalt des Gedichtes, bei dem man ja irgendwie das Fürchten bekommt und beim Fürchten lässt auch die Konzentration nach, daher kann ich mir durchaus vorstellen, dass das mit Absicht gemacht wurde. Nur ... Hatte ich deshalb mehr mit Stocken zu tun als mit Lesen. '-' Insgesamt hat das ganze Ding eigentlich weniger was von einem Gedicht im traditionellen Sinn, sondern eher von einer mit systematischen Absätzen ausgestatteten Kurzgeschichte. Reime gibt's auch nicht (muss auch nicht sein!), aber irgendwie fehlt mir hier das ... Gedichtartige. Y'know?
    Sprachlich mag ich es dennoch sehr, Ausdrücke wie "deine Wände sind zu weiß / das werde ich ändern" sind richtig schön creepy und wirken irgendwie auch ... Knuffig. Also, creepy knuffig! Das Mädchen auf dem Bild trägt einen Teddybär und sieht generell sehr jung aus und dazu passt die Wortwahl einfach perfekt. Im ganzen Gedicht über hatte ich das Gefühl, ich hab es hier wirklich mit einem niedlichen Kind mit manischem Tötungstrieb zu tun, und ich denke mal, das wolltest du auch. Also, nicht das niedliche Kind mit manischem Tötungstrieb, sondern, dass man das Gefühl hat. Warum sollte irgendjemand ein niedliches Kind mit manischem Tötungstrieb wollen? Jedenfalls!
    Solche Stories gab es sicher schon zur Genüge, aber sie funktionieren doch immer wieder gut. Gibt ja auch wenig Gruseligeres als verfolgt zu werden und dann auch noch von so einem unschuldig wirkenden Kind, das sich als Monster entpuppt. Basieren sicher einige Horrorfilme drauf auf, da kenn ich mich aber gar nicht aus, also ...
    Das Gedicht ist sehr schön creepy und inhaltlich wie sprachlich gefällt es mir echt, auch, wenn ich normalerweise wirklich nicht das Horrorpaka bin. (Ich bringe gern Tod und Verzweiflung, aber das heißt nicht, dass ich sie gern ansehe °^°) Nur halt ... War es wirklich schwer zu lesen und weil das eine echt wichtige Rolle spielt ... ;A;
    [subtab=Traum vom Fliegen]WIE AWESOME IST DAS BILD BITTE? Das sieht ja richtig nice aus. *^* "Traum vom Fliegen" ist ein relativ generischer Titel, bei dem ich mir im ersten Augenblick nicht wirklich was vorstellen konnte. Aber dennoch klingt er schick und in Verbindung mit dem Gedicht passt er auch!
    Ein, zwei Problemchen mit dem Metrum gab es (namentlich: Strophe 1), aber größtenteils ließ es sich flüssig lesen. ... *slow clap of respect* an dieser Stelle, weil da tatsächlich die erste Abgabe war, bei der ich mehr oder weniger ohne Stocken durchgekommen bin. Find auch die Wortwahl sehr nice, nichts wirklich Besonderes, aber Stellen wie "Nehmt mir die Ketten von den Schwingen! / Lasst mich doch fliegen, lasst mich schweben!" haben mir wirklich gut gefallen. Hier hab ich tatsächlich nicht allzu viel zu sagen, haha.
    Spontane Deutungshypothese: es dient als eine Metapher für die Gesellschaft und die freie Entfaltung der wahren Persönlichkeit, die von erstgenannter oftmals doch eingeschränkt wird. So nach dem Motto "du kannst alles sein, was du willst ... Nur das da nicht, das wollen wir nicht". Das lyrische Ich hat das salopp gesagt keinen Bock mehr drauf und kämpft dagegen an, wirft sich in die Gefahr, die davon ausgeht (soziales Ausgestoßensein evtl?), immerhin reden wir von einem Sturm und von einem Turm, von dem es sich wirft, das klingt schon recht gefährlich. Hier finde ich das Bild sehr passend, weil es die Atmosphäre wundervoll unterstützt und diese Gefahr deutlich macht. Die kursiv geschriebenen Stellen beschreibt dann die Gesellschaft, die versucht, das lyrische Ich in den bekannten Mustern festzuhalten, doch schlussendlich verlässt das lyrische Ich ihre "Welt" und flieht stattdessen in seine eigene, in der es ist, wie es ist.
    Zugegeben, es könnte natürlich auch sein, dass das hier einfach die Story eines Gefangenen beschreibt oder ... Ich muss gerade an Tangled denken, wie Rapunzel von Gothel festgehalten wurde, das passt da sogar sehr gut drauf, lol. Aber hey, heutzutage ist doch alles eine Gesellschaftsmetapher! Und dies hier schrie sie geradezu heraus. Sorry, falls ich total auf dem Holzweg bin, Deutsch-LK tat mir nicht gut, wie es scheint. '-'
    Insgesamt finde ich das Gedicht wirklich sehr, sehr schick, das kriegt auf jeden Fall Punkte von mir.
    [subtab=Der Sturm und der Mond]Beim Titel dachte ich tbh erst an eine Art Fabel. Nur halt ohne Tiere. Man sollte den Sturm und den Mond sich wirklich mal unterhalten lassen! So wirklich vom Hocker haut der Titel mich aber nicht, weil er doch recht wenig aussagt. Dafür passt das Bild gut und wirkt ziemlich dystopisch, haha.
    Mein Lieblingswort ... Errät es jemand? Hint: es ist "Metrum". Oder "Silbenanzahl". Sucht euch eins aus. xD Hachja, das hier hätte viel mehr Eindruck hinterlassen, hätten wir nicht schon wieder ein Problem mit den beiden genannten Worten. Ich hab das Gefühl, ich wiederhol mich bei jeder Abgabe, aber argh. Ich kam recht oft ins Stocken, man nehme Strophe 3, bei der ich jede Zeile in einem anderen Metrum gelesen habe, lol, und das stört einfach den Lesefluss nur enorm. ;A;
    Was wirklich enorm schade ist, denn die Unmengen an verschenktem Potenzial sind unglaublich. Wir haben ein tolles apokalyptisch wirkendes Szenario, in dem alles drunter und drüber geht und im Kontrast dazu den Mond, der auf seiner Bahn bleibt und das wird noch einmal unterstützt von der stetigen Wiederholung dieses Satzes, denn es ändert sich ja wirklich nichts. Egal, was dem Menschen passiert, schlussendlich betrifft es niemals alles und alles, was um uns geschieht, folgt dem geregelten Ablauf. Das ist wie, wenn jemand stirbt, der einem nahe steht, und man selbst befindet sich in Aufruhr, während andere einfach so weitermachen wie bisher, weil es sie nicht betrifft und sie es vielleicht gar nicht wissen. Ich sehe das Gedicht eher als eine Art Appell, dass "hey, wir sind nur ein ganz kleiner Teil eines ganz großen Ganzen". Was ich wirklich awesome finde, sei dazugesagt, noch dazu ist die Vorstellung dieser gar sintflutartigen Katastrophe ziemlich episch. Äh, lyrisch. *badumm tss*
    Muh, was es kaputt macht, ist wirklich das den Lesefluss so störende Metrum. VERZEIH MIR. Alle, die diesen Vote komplett lesen, können es bestimmt schon nicht mehr hören. ;_____;
    [subtab=ich.]Was ein einfacher Titel. Ähm. Wirkt durch das Kleingeschriebene und den Punkt aber doch irgendwie wichtig, lol, und zum Gedicht passt es auf jeden Fall. Das Bild sieht sehr awesome aus, ich kann auch den Bezug irgendwie erkennen, aber es gab doch Eindeutigeres in diesem Wettbewerb. ._.
    Wir haben hier auf jeden Fall so kurze Verse, dass ich nicht einmal wirklich mit meinen Lieblingswörtern um die Ecke kommen kann. Irgendwie schade. xD Dennoch kann ich hier zumindest ein Metrum ausmachen, nur, dass das zwar innerhalb der Strophen durchaus sinnig und flüssig klingt (Struktur, yay!), allerdings gibt es so viele verschiedene Metrum... Metrumme... Metri? Metra? Eigentlich ja Metra, ne? Metra. Dass ich trotzdem hier und da rausgeworfen werde. Genauer bei den Stellen mit "Ich muss" ist da einfach der Übergang nicht so schön. Die anderen gehen klar, aber ... Meh. Auch am Ende gibt's da das Problem ... Naja, aber immerhin gibt es innerhalb der Strophen vernünftige Metra, so that's nice I guess.
    Sprachlich mag ich vor allem den Anfang, das Ende nicht mehr so ("Du fragst: "Kennst du dich?" / Ich sag: "Ich bin ich." wirkt irgendwie seltsam. Wer fragt schon "kennst du dich", lol? Da wäre ein "wer bist du" wohl passender gewesen. Wobei das auch vom Reim her nicht passt. "Kenn ich dich?" Eventuell ... Andererseits wäre dann "ich bin ich" wirklich keine vernünftige Antwort auf die Frage. Schwierig, schwierig) und überhaupt haben wir es hier hauptsächlich mit diesem neumodernen Kram zu tun, sprich: Einzelwörter, kurze Passagen, Wiederholungen ... Bin da nicht wirklich der Fan von, wo ist die Romantik, wenn man sie mal braucht?
    A propos Romantik. Was haben wir denn hier - eine ... Liebesgeschichte? Coming-of-age-Story? Gesellschaftskritik? Aufrappeln nach einem traumatischen Ereignis? Eine Mischung aus allem zusammen? Und wo ist hier eigentlich die Struktur? Ich erkenne nicht wirklich, was überhaupt das Problem des lyrischen Ichs ist. Erst einmal fühlt sie sich eingeengt und von anderen Personen geleitet, wer sie sein soll ("Wer muss ich wohl sein?"), okay. Dann ... "Willst du mich, willst du mein?" Wir haben auf jeden Fall ein lyrisches Du, aber was ist das lyrische Du? Was will es vom lyrischen Ich? Ist das lyrische Ich verunsichert? Also, auf jeden Fall ist es das, aber ... Argh. Das ist so verwirrend und das ist erst die zweite Strophe. Es geht auf jeden Fall darum, dass es herausfindet, wer es ist, und damit zufrieden ist. Soweit bin ich. Aber weiter? Irgendwie erschließt sich mir das voll nicht. ;A;
    Das ist mir schlicht und ergreifend zu unverständlich. Sorry. .__."
    [subtab=Das Eismeer]Was ein awesomiges Bild. *^* Damit wäre der Titel auch schon geklärt. xD Btw, habe ich nicht gerade die Romantik angesprochen? Caspar David Friedrich hat doch auch das eine Bild da gemalt, das Leitbild der Romantik war. Noch dazu gab es in der Romantik viele Sonette. Coincidence? I think not.
    EIN SONETT EIN SONETT! Und was noch viel wichtiger ist: EIN SONETT MIT PERFEKTEM METRUM EIN SONETT MIT PERFEKTEM METRUM! Damit bist du offiziell die einzige Person in diesem Wettbewerb, die es geschafft hat, ein Gedicht zu schreiben, dessen Metrum mich nicht einmal zum Stocken gebracht hat. Ich schenk dir bei Gelegenheit ein Alpaka, wenn rauskommt, von wem das ist! Ich seh' zwar grad die Aufteilung These / Antithese / Synthese nicht wirklich, aber das liegt bestimmt an mir und der Tatsache, dass ich es immer noch nicht ganz verstehe, lol.
    Ich mag das ganze Ding sehr gerne. Hauptsächlich wegen der doch sehr ausgefallenen Wortwahl. Du hattest mich bei "himmelwärts gefall'ne Pyramiden", weil das so awesome klang, dass es mich gar geflasht hat. Schafft auch nicht jeder, propz! Aber auch sonst gibt es wundervolle Ausdrücke.
    Das Bild ist doch recht all over the place und irgendwie verwirrend, und ebenso auch das Gedicht. Das geht so weit, dass ich absolut keine Ahnung habe, wovon es jetzt eigentlich redet. xDD Aber weißt du was? Das stört mich gar nicht! Ich kapier absolut nicht, was dieses Gedicht mir sagen soll, und es ist ein wunderbares Gefühl. Es klingt wie die geistigen Ergüsse, die ich manchmal im Kopf habe, wo ich einfach Wort auf Wort aufeinanderschmeiße und gucke, was dabei rauskommt. Meistens ergeben nicht einmal die Sätze in sich selbst Sinn, aber sprachlich klingt es toll! Ich finde, der Reiz in diesem Werk liegt darin, dass man wirklich lange darüber nachdenken muss, wenn man überhaupt versuchen will, irgendwie rauszubekommen, wovon es jetzt eigentlich handelt. Ich habe es immer noch nicht rausbekommen. Was nicht heißt, dass ich es nicht weiter versuchen werde!
    Es wirkt auf mich irgendwie wie eine Ortsbeschreibung von, duh, dem Eismeer, dort, wo Glück nicht ist, weil es schon kaputt geht, bevor es entstehen kann ("Macht Glück schon in der Schaffung sich zunichte"). Ist auf jeden Fall ein wirklich trostloser Ort, so ohne Hoffnung und Glück, Worte wie "Grab" und "trostlos" verströmen auch diese furchtbar negative Atmosphäre. Wir haben es hier mit einem Ort zu tun, an dem niemand gern wäre, aber handelt es sich wirklich um einen Ort? Das wäre zu einfach. Ich weiß nicht ganz, was es sein könnte, aber ich denke eher, das Eismeer steht für etwas ganz Anderes. Mein erster Gedanke war eine Person - oder gar eine Empfindung. Depressionen eventuell? Ich finde, es würde durchaus passen - "erstarrt im Chaos, da regiert das Schweigen". Wait, wie das Auge eines Sturmes? Gehen wir weiter mit der Depressionstheorie, dann ist irgendetwas Schlimmes geschehen, die Leute um die betroffene Person herum sind in Aufruhr und die Person selbst sagt einfach nichts, schweigt still in sich hinein in ihrer eigenen, kleinen, falschen, düsteren Welt. Das Gedicht scheint mir auf jeden Fall eher beschreibend als erzählend - andererseits reden wir auch von einer "Weise", also wurde durchaus irgendetwas erzählt. Und wenn's nur die Beschreibung war. ... Whut?
    Wow, ich find das ganze Ding hier wirklich beeindruckend. Weil's nicht einfach ein random Zusammengeschmeiße von Worten ist, sondern ein Gedicht, das zum Nachdenken anregt - und bei dem man dieser Anregung auch folgen muss, wenn man auch nur versuchen will, sich einen Reim darauf zu machen. Und es ist WUNDERVOLL.
    [tab='Wortwörtlich!']Long story short: Metrum ist böse und Nija mag Sachen, die sie nicht versteht.


    ID: 27919
    A1: 1
    A5: 2
    A8: 3


    1+2+3=6! Wow, sogar passend in der Reihenfolge, lol. Shoutout an alle Personen, die keine Punkte gekriegt haben - unglaublich starker Wettbewerb, bei dem mich wirklich jede Abgabe inhaltlich überzeugen konnte. Auch, wenn ich immer über das Metrum gemeckert hab. Tut mir leid. ;A; Und dies, meine Freunde, ist auch schon für diesen Vote mein letztes Wort!

  • [tabmenu]
    [tab='Schließe deine Augen...']
    Hallö ^^,


    nachdem ich mich bereits glaube 2-3 Mal tierisch geärgert habe, dass ich - aufgrund eines nicht abgegeben Votes - einen schlechteren Platz im Endergebniss errungen habe, und ich letztes Mal auch zweite geworden wäre, wenn ich nicht gevotet hätte und Votes irgendwie extrem viel zählen, bin ich mal wieder da. Sorry für den Mamutsatz. Es leben die Mamutsätze :D Worauf wollte ich gleich nochmal hinaus? Ka ist eh egal. xD Das hier interessiert eh keinen und sicher seid ihr schon alle zum nächsten Tab um nach eurem Review zu suchen? :P Dafür, dass so viel gemault, gejammert und geschlachtet wurde, muss ich sagen, das ich persönlich finde, dass wirklich ALLE Gedichte gut geworden sind und ich eigentlich allen einen Punkt geben könnte. Da das hier aber ein Wettbewerb ist, wird das wohl nichts. Deshalb werde ich mich auf die beschränken, die mich total umgehauen haben. Und leider werde ich auch nur zu denen einen Kommentar da lassen, der mal wieder nicht der vor Professionalität am meisten triefenste sein wird. Ich gebe mein bestes, ok? Und ihr haut mich nicht? Deal ^^ So be it!


    [tab='Hast du?']


    [subtab=02]


    02: Der fallende Soldat


    Ich weiß es geht nicht um das Bild, aber darf ich kurz anmerken, dass ich es kenne. Ich glaube es ist eh bekannt, aber ich wollte das nur mal so erwähnt haben. Ich weiß nur nicht mehr wo ich es gesehen habe.
    Als ich den Titel las, die erste Strophe, da musste ich schmunzeln, nicht weil da irgendwas lustiges stand, sondern weil ich in meiner Deutsch Abiprüfung mit einem Gedicht der selben Thematik konfrontiert war. Mal sehen ob ich dieses hier besser analysieren kann xD
    So zuerst mal wieder ein paar Lobeshymnen ... ok was heißt hier paar? xD
    "Jeder endet in Charons Boot."
    Hach, wie sehr ich es Liebe, wenn mythologische Begriffe der grichigschen, oder nordischen Mythologie in Gedichten verbraten werden :3 Vor allem, weil ich jetzt ne total tolle und wahrscheinlich 0 % zutreffende Interpretation abliefern kann und werde. Liest man den Satz nämlich im ganzen, so wird klar, dass wir alle im Grunde gleich sind, wir alle sitze im selben Boot, egal welcher Religion wir angehören. woher ich den Religion Teil nehme? Aufgrund der Tatsache, dass du nicht den "wir sitzen im selben Boot" Spruch gebracht hast, sondern dich gezielt für dafür entschiedst Charon zu erwähnen, - der wie wir alle wissen - der Färmann ins Reich der Toten ist, zielst du mit dieser Metapher gezielt - meiner Ansicht gezielt - auf die Unwichtigkeit der Religionen ab, zumindest in der Hinsicht, dass wir - egal woran wir glauben - irgendwann sowieso alle gemeinsam vereint sein werden, wordurch der Kampf der Religionen, so insinnig ist. So wenn ich nun ein weiteres Zitat aufbringen darf:
    "Starb von einer fremden Hand"
    So oben, wurde uns das Gefühl von Brüderlichkeit vermittelt, gar von Gleichheit und plötzlich ist der Bruder, von Oben ein fremder. Zufall? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Ich glaube, man kann es so sehen, dass der Krieg hier als Verfremdungseffekt benutz wird. Das heißt, das durch den gezielten Einsatz von gekonnten Formulierungen die Botschaft deines Gedichtes - die ich sehr schön finde - verstärkt wird. Die Sinnlosigkeit wird ebenso verstärkt.
    Den Titel - ja das hätte wohl an den Anfang gesollt - finde ich auch gut gewählt, weil es fallende und nicht gefallene Soldat heißt. Ich nehme mal an, die Zukunftsform ist Absicht, wordurch du Gleichzeitig Kritik an Vergangen Kriegen, Zukünftigen, als auch gerade stattfindenden nimmst, denn selbst in diesem Augenblick, in dem du das ließt, indem irgendwer den Vote ließt, ist irgendwo auf der Welt Krieg. Deshalb ist der Titel perfekt für das Gedicht, das ihm folgte.
    Alles in allem eine sehr gelungene Abgabe!


    [subtab=03]
    03: The Game is On


    Das wurde aber auch mal Zeit! Yeah ^^ Sorry freue mich nur gerade über das Fandom ^^ Ich sah das Bild,... sah es nochmal und betrachtete es gefühlte 10 Sekunden bis ich wusste woher ich es kannte und dann musste ich grinsen, und noch mehr grinsen musste ich, als ich bestätigt bekam, dass das Gedicht über Sherlock sein würde. Ich finde, das Gedicht kann man nur in seiner vollen Reife genießen, wenn man die besagte Episode, zu welcher dieses Gedicht gehört, gesehen hat, wenn man Sherlock - den Charakter - kennt.
    Einerseits sagt mir die Wortwahl des Gedichtes sehr zu, andererseits finde ich sie auch - für die Gedankengänge Sherlocks - sehr gut gewählt.



    Zitat

    Mein Blick wandert in Erregung zur-


    Und da sind wir auch schon an einem sehr wichtigen Punkt angelangt, der mich dazu trieb, diesem Gedicht einen Punkt geben zu müssen. Sherlocks Gedanken. Denn genau darum geht es hier. Sherlocks Gedankengänge, bevor der Countdown ablief, dem Moriaty ihm gab um das Bild als Fälschung zu enttarnen. Ich wählte dieses obige Zitat aus einem Grund. Sherlock ist ein Genie, oh nein, warte ich glaube damit beleidige ich ihn, der Mann ist mehr als ein Genie und inteligente Menschen, denken meist schneller als sie Schreiben können, als sie sprechen können. Das heißt, die Tatsache das Sherlock seine eigenen Gedanken unterbricht, immer wieder neue Gedankengänge auffasst, sie bearbeitet, analysiert, wie er es zu tun vermag, kam dem sehr nah, was wohl wirklich bei Sherlock vorging. Natürlich musstest du auch andere Dinge erwähnen, die in der Episode vorkamen, weil sonst kein Mensch - der das Fandom nicht kennt und sich informiert - durchblickt. Das Gedicht an sich ist dir sehr schön gelungen, wobei - unter Anbetracht des von dir gewählten Charakters - mehr Tiefgang betrieben hätte werden können. Aber das ist Sherlock geschuldet. Er ist ein Mysterium und schwer darzustellen. Alles in allem, glaube ich, ist dieses Gedicht das längste von allen, was nicht schlimm ist. Jedoch würde ich empfeheln, beim nächsten Mal mehr Konzentration auf die Gedankengänge zu legen, anstatt auf das Außen herum, womit ich die ständige Wiederholung der Schönheit meine.
    Die Überschrift ist mir nicht ganz ersichtlich, da das Spiel für den Leser zwar beginnt, doch aufgrund des gewählten Fandoms Fragezeichen bei mir aufwirft. Das Bilderrätzel war nicht das erste, mit dem John und Sherlock konfronitiert wurden, also beginnt nichts und da wir auch mitten ins Gedicht geworfen werden, finde ic h auch keinen Beginn. Und auch die Nutzung der schönen englischen Sprache - Englisch ist toll ka was alle immer dagegen haben - lässt die Fragezeichen nicht weniger werden.
    Ansonsten auch ganz gut geworden.


    [subtab=05]
    05: Traum vom Fliegen


    Als ich das Bild sah, und mein Hirn reden könnte, hätte es so etwas gesagt, wie "Uhhhh", was nicht schlecht ist, sondern ein Geräusch des höchsten Interesses ausdrücken soll. Ich liebe düstere Bilder, mit Flügeln, gebrochenen Flügeln oder allgemein dieser Thematik, auch im Hinsicht auf den Titel, von dem ich noch nicht sicher bin, wie ich ihn Interpretieren soll. Insgesamt bin ich nicht sicher wie ich das Gedicht interpretieren soll, da mir das Gedicht nicht 100% eine Antwort auf die Frage der Interpretation gibt.
    So nun sind wir beim Gedicht. Verdammt kam mir das bekannt vor, als ich das laß, weil ich mich letztes Mal genau mit der selben Thematik beschäftigt hatte, und auch die gleiche Symbolik verwendet habe. Einziger Unterschied: Meine Flügel waren gebrochen, diese sind in Ketten, oder sind sie in Ketten? Ich bin nicht sicher. Dieses Gedicht quielt über vor Symbolen und Metaphern, was mir sehr zusagt. Ich liebe es in Symbolen, in Metaphern, gar in Rätzeln zu sprechen, und von daher sagen mir auch solche Gedichte zu, sowenn ich eine Idee habe wie die Symbole zu verstehen sind. Metaphern wie "Der lebende Regenschrim des Todes" hingegen lassen mich nur verwirrt zurück. Aber sowas haben wir hier nicht. Im Gegensatz zu mir, gelingt es dir auf elegante Weise die Konversation in diesem Gedicht a)hervorzuheben und b) A von B zu unterschieden. Das lässt Verwirrung erst gar niht entstehen und hat noch einen weiteren Effekt, der mich unschlüssig über die Botschaft lässt. Die beiden Partaien des Gedichtes scheinen je ihre eigene Sicht der Geschichte zu erzählen, die Eindeutig - nichts mit Altenheimen zu tun hat - über das Leben des in Ketten gelegten Kindes geht. Bleiben wir bei A und B, wobei A die Eltern? oder vielleicht Freunde? sind, während B das Kind darstellt. A scheint nicht damit klar zu kommen, dass B sich weiter entwickelt, dass B sein eigenes Leben leben will, dass er Fehler machen will, um aus ihnen zu lernen, dass er reifen will, dass er fliegen will, während B versucht A klar zu machen, dass er sich eingeähnt fühlt oder das A nicht mehr für ihn da ist, weil etwas passiert ist, was hier nicht genannt wird. Es ist nun die Frage, die Ketten von denen B spricht... wofür stehen sie. Entweder sie sind nur symbolischer Natur, und meinen das Gefühl der Eingeengtheit, stellen dieses dar, das Gefühl der Verzweiflung, der Hiflosigkeit... oder A könnte nicht damit klarkommen das B ist wie er ist und ihn - nicht anketten, doch - ihm Steine in den Weg stellen, ihn verstoßen, wordurch diese Ketten nicht nur ein fiktives Bild wären, sondern soetwas wie "echte" Ketten darstellen. Wir sehen wie unendlich dieses Gedicht ist ^^
    So und jetzt ... jetzt kommt der Teil wo ich nicht weiß wie ich ihn deuten soll, denn ich glaube B stirbt ... ja B stirbt eindeutig... und ich habe KA was ich fühlen soll. Willst du mir jetzt sagen, A hatte Recht? B hätte bleiben sollen? B's Pläne, B's sein war nicht ... gut? Wollte A also wirklich nur das beste? OOOODER kann es sein, dass B verlernt hat zu fliegen, dass er bestimmt war zu scheitern, weil der Sturm, der um sein Gefängnis aufgebaut war, in zu Fall gebracht hat, weil A ihn zu Boden gerungen hat? Ist A also doch der böse OOOOODER willst du mir gerade sagen, dass Selbstmord besser ist als ein Leben voller Schmerz? o.O KA xD Dieses Gedicht ist zu tief, zu vielschichtig. Wie ein Kuchen, mann kann es nicht auf einmal genießen, es würde dich umhauen.
    Sehr gelungen... Leute ihr macht es mir echt schwer, ich habe nicht 100 Punkte, ich habe nur 6 und irgendwer von euch 4 muss noch einen Punkt bekommen. *seufz* Zur Not frag ich meinen Hund und der entscheidet dann :P


    [subtab=07]
    07: ich.


    Ich sitze gerade seit einer halben Stunde hier und denke über den Punkt nach, der in der Überschrift zu finden sitzt und ich finde ihn immer noch nicht weniger faszinierend. Er ist so entgültig, so offen, so endgültig, so vielsagend und nichtssagend. Ich finds cool und auch der Titel insgesamt, das Bild und das Gedicht, einfach wunderschön! Ich muss sagen, das hier ist mein Favourit, wirklich und ich kann noch nicht mal genau sagen, was mich hier so angesprochen hat. Es ist einfach, und doch so komplex. Wenn du mich nun fragen würdest, wer "ich" ist, so könnte ich es dir nicht sagen. Du weißt es doch, oder? Ich war zuerst der Ansicht ein Engel, doch irgendwie ... war, bin ich mir nicht mehr ganz so sicher, und dann dachte ich, vielleicht ist das lyrische ich, gar keine einfache Person, sondern steht für so viele Personen, gefangen im Leben, und doch irgendwie nicht gefangen. Ich glaube es geht, hier auch gaaaaanz leicht darum, zu finden, wer man selbst ist, sein Ziel, seinen Sinn, - ich könnte falsch liegen - und darum, dass wir gut so sind, wie wir sind. Schließe ich einfach mal aus der letzten Strophe, aus den letzten Versen. Ich kann gar nicht so viel sagen, weil dieses Gedicht mit so viel Symbolik gefüllt ist, dass ich das Gefühl habe, in den Symbolen zu ertrinken, doch gerade dadurch wirkt das Gedicht so mystisch und all die anderen Stillmittel verleihen dem Gedicht ein gewisses etwas, einen Zauber den ich nicht ganz begreifen kann, egal ob ich mir das Gedicht 10 mal durchlese oder gar 50 Mal. Doch egal wie oft es noch sein mag, es fasziniert und begeistert mich immer wieder aufs neue.
    Lieber Autor/ liebe Autorin, egal wer du auch sein magst, dieses Gedicht ist dir wirklich gelungen.


    [tab='Träume!']


    OK, also wie bereits gesagt, sind wirklich alle Abgaben gelungen und es war echt schwer zu entscheiden, welcher Abgabe ich Punkte geben möchte und welcher nicht, bzw. das schwerere wahr wohl, die Punktevergabe an sich. Es tut mir Leid, an die, die keine Erhalten haben, wisset, das ihr durchaus Talent habt ;) Am


    Sooooo nun aber genug geredet :grin: Kommen wir zu den Punkten:


    ID: 29857
    02: 1
    03: 1
    05: 2
    07: 2


    2+2+1+1= 6 => Yeah


    *PS: Am schwersten fand ich die Entscheidung zwischen 2 und 5, denn obwohl die Themen vollkommen unterschiedlich sind, sind beide Gedichte äußerst gelungen ... und kurz spielte ich auh damit, 7 einfach 3 zu geben, weil es mir so gefällt, aber dass wollte ich dann irgendwie auch nicht und ka


    PSPS: Ich habe euch ja zum Augen schließen und Träumen aufgerufen... also ... hier etwas Traummusik :saint:
    Dream away ♥

    [align=center][font='Georgia, serif'][size=12]Never doubt that I love you, cause I'm with you till the end of the line RaichuPorenta Caesurio

  • ID: 57311
    A7: 3
    A5: 2
    A3: 1


    ich.
    Dieser Titel ... klein mit Punkt ... irgendwoher kenne ich das. Vielleicht gab es so einen schon einmal in einem Wettbewerb. Dennoch ist dieser Titel einfach anders. Ich weiß nicht, ob besser oder schlechter, aber anders. Trotzdem passt er zum Gedicht. Das Gedicht lebt von der Kürze. Ich liebe es, diese kurzen Verse zu lesen. Du nutzt drei verschiedene Strophenmodelle und gerade die jeweils ersten lassen sich so schön lesen. Sie sehen zwar lang aus, aber sie gleichen das mit Tempo aus. Ich kann dieses Gedicht gar nicht leise lesen. Es verleitet so sehr dazu, dass man die Verse einfach ausspricht. Und es macht Spaß. Mir zumindest. Und ich muss sagen, dass es mich in gewisser Weise an Narimes "meine stimme" erinnert. Aber das ist ja nichts Schlechtes.
    Wenn ich raten sollte, dann würde ich vermuten, dass es um einen gefallenen Engel geht, der im Meer landet. Zumindest gibt es Hinweise dafür und auch das Bild passt zu dieser Theorie. Du stellst das Schwarz und Weiß, welches das Bild vorgibt sehr schön in deinem Gedicht dar. Aber so genau kann man bei dir keinen Inhalt festmachen. Es ist eher etwas wie ein innerer Monolog, auch wenn diese These eigentlich durch die wörtliche Rede am Ende zunichte gemacht wird. Was ich mich dabei frage: Wer ist das Lyrische Du, dass seine erste Frage "Kennst du dich?" ist? Es muss ja in irgendeinem Verhältnis zum Lyrischen Ich stehen, zumal sie (wenn ich das Geschlecht am Bild festmachen darf) es ja schon vorher erwähnt. Dieses Lyrische Du könnte einiges anm Interpretationsansetzen bieten. Wenn wir von der Engel-Theorie ausgehen, dann könnte es vielleicht Gott sein ... Wenn ich das Gedicht unter diesem Aspekt noch einmal lese, dann ergibt das sogar recht viel Sinn. Bitte benachrichtige mich, wenn du das Gedicht ausstellst, ich habe gerade Lust, es zu kommentieren und diesen Gedanken weiterzuspinnen, aber das würde zu viel für einen Vote.
    Das Gedicht ist sehr gut, nur die elfte Strophe (die nach der alleinstehenden Frage) will mir einfach nicht gefallen. Allerdings gibt es nichts, was mich daran hindern würde, ihm die Höchstpunktzahl in diesem Wettbewerb zu geben.


    Traum vom Fliegen
    Ich muss zugeben, dass etwas Probleme mit dem Bild habe. Ich sehe die Verbindung zum Gedicht: Die Flügel, die Ketten, der Turm. Es bringt dem Gedicht eine viel düsterere Stimmung, als es sonst hätte. Mit dem Bild wird aus dem netten Gedicht bitterer Ernst. Es ist ja auch ein Dialog in diesem Gedicht. Die kursiven Verse sind aus der Sicht derjenigen, die das Lyrische Ich bei sich behalten wollen. Ohne das Bild könnten das liebende Eltern sein oder so, aber mit dem Bild wirken diese Verse heuchlerisch. Es ist sehr interessant, wie das Bild doch Einfluss auf die Stimmung des Gedichtes hat. Vielleicht will man ja aber auch nur die Welt vor dem Lyrischen Ich beschützen. Wer weiß. Allerdings besagt der letzte Vers, dass das Lyrische Ich aus der Welt hinaus fliegt und nicht in die Welt hinaus. Das ist ein sehr interessantes Detail. Ich habe dieses Gedicht in der heuchlerischen Variante gelesen. Vielleicht, weil ich darauf hoffe, dass die Protagonisten die Guten sind. Das letzte Argument unterstützt dies aber auch noch. Liebende Eltern passen einfach nicht zum Bild. Obwohl ... wenn man wollte, könnte man es mit der pupertären Auflehnung erklären. Aber das geht vermutlich langsam ein bisschen zu weit.
    Interessant ist es, dass du dein Reimschema im Laufe des Gedichtes änderst, dass aber immer zwei Strophen, eine kursive und eine normale, das gleiche Reimschema besitzen. Hat das irgendeine Bedeutung? Ich könnte mir vorstellen, dass damit das Tempo im Gedicht beschleunigt wird. Mir ist es beim Lesen nicht so sehr aufgefallen, aber ich könnte es mir vorstellen. Den umarmenden Reim liest man häufig etwas "schwerfälliger" als den Paarreim. Ich weiß nicht, ob du dir sowas dabei gedacht hast, aber es könnte eine Erklärung sein.
    Das Gedicht ist an sich sehr einfach gehalten und schöpft seine "Macht" vor allem aus dem Bild, was man bei diesem Wettbewerb eher positiv herausheben kann. Und trotz meiner Probleme mit diesem Bild habe ich doch einige Interpretationsansätze gefunden, was definitiv für das Gedicht spricht.


    The Game Is On
    Im Gegensatz zu einem Großteil meines Jahrgangs habe ich Sherlock nie gesehen. Es wurde aber sehr gehyped; so schlecht kann es nicht sein. Ich habe nun während des ersten Lesens das Fandom nicht erkannt, wie sollte ich auch, mir danach aber den verlinkten Inhalt der Folge durchgelesen. Das erklärt schon mal den Titel, obwohl es mir so vorkommt, als sei dies das Ende des Spiels, während der Titel den Anfang impliziert. Aber ich traue mir nicht zu, ein Urteil zu fällen, weil ich mich dafür zu wenig auskenne. Auch verwirren mich die zehn Sekunden ganz zu Beginn des Gedichts. Nach meinem Gefühl vergeht mehr erzählte Zeit als zehn Sekunden. Vor allem die Internetsuche wird ein paar Sekunden in Anspruch nehmen. Wie gesagt, ich weiß nicht, wie es in der Folge tatsächlich ist, aber mir kommt es doch irgendwie wie ein Logikfehler vor.
    Jetzt lasse ich ein bisschen vom Inhalt ab und komme zum Wesentlichen: Ein schön geschriebenes Gedicht. Ich bin mir zwar nicht sicher, in wie weit die Inspiration vom Bild ausging (oder ob sie nicht viel eher von der Folge mit diesem Bild kam), allerdings spielt das Bild dennoch eine wichtige Rolle in dem Gedicht. Ich würde sagen, es befindet sich an der Grenze der Aufgabenstellung, aber das Gedicht hat mir einfach sehr gefallen. Du schaffst es, (trotz der Gedichtform) ein Gefühl von der Situation zu vermitteln. Mit Hintergrundwissen versteht man zwar ein wenig mehr, aber auch ohne kann man dem Geschehen folgen. (Übrigens habe ich die Sterne auf dem Bild zuerst übersehen. =x) Du wechselst das Reimschema zweimal: In den beiden Strophen, in denen du mit den Sternen reimst. War das Zufall oder Absicht? Ein Wechsel wäre aber nicht unbedingt nötig gewesen.
    Das Gedicht passt gut auf die Situation und wirkt auch ohne Kenntnis des Fandoms gut. Trotz einiger nicht sonderlich schöner Reime, bekommt dieses Gedicht meinen letzten Punkt, weil es mit dem Erzählen punkten konnte.




    Das Eismeer
    Dieses Gedicht hat mich fast wahnsinnig gemacht. Als Sonett hat es eine schöne Form und wirkt professionell. Es passt zum Gedicht und vermittelt durch seine Wortwahl und seinen Ausdruck ebenfalls das Gefühl eines Eismeeres. Dennoch konnte ich ihm irgendwie keine Punkte geben. Ich kann nicht genau sagen, warum, zumal ich bei der Verteilung der Punktvergabe lange überlegte, ob ich ihm wirklich keine Punkte geben kann. Ich habe mich im Endeffekt für ja entschieden, wollte das aber einmal erwähnt haben.


    Und auch alle anderen Gedichte waren sehr gut; dies war ein toller Wettbewerb! Ich habe lange auf dieses Thema gewartet (das Bildimpulsgedicht war damals der erste Wettbewerb, an dem ich teilgenommen und gevotet habe) und freue mich nun darüber, dass er so tolle Ergebnisse hervorbrachte!

  • [tabmenu]
    [tab=Hä]
    Naja, ich lese mal wieder die Gedichte und am Ende stellt sich mir diese Frage. Ohne auf den in Zusammenhang mit diesem Wettbewerb entbrannten Streit zwischen Lyrik und Epik (und Dramatik! :cursing: ) eingehen zu wollen: Ich habe bei Gedichtwettbewerben immer das gleiche Problem, ich weiß nämlich oftmals gar nicht, was mir das Gedicht nun tatsächlich sagen will. Und damit beginnt wieder die fröhliche Interpretations- und Vermutungsrunde. Ich halte es hier auch für schwierig zu sagen, inwiefern die Aufgabenstellung erfüllt wurde. Woher soll man wissen, ob das Bild wirklich zum Gedicht inspiriert hat? Naja, ist ja auch egal, wird schon überall stimmen. Vergesst aber nicht, dass hier auch noch eine weitere Wettbewerbsverzerrungsquelle (meine Güte, was für ein Wort) vorliegt, denn es ist wohl kaum auszuschließen, dass man unbewusst nicht auch das Bild in die Bewertung einfließen lässt. :sarcastic: Ich versuche es zu vermeiden.
    [tab=wie]
    [subtab=Unity]
    Kommt der erste Vers (oder auch die ganze Strophe, glaube ich) nicht auch in irgendeinem Kirchenlied vor oder wird das Lied so auch in der Kirche gesungen? Naja, egal.
    OK, was ist die Aussage? Unter anderem aufgrund der sich wiederholenden refrainartige Strophe tippe ich mal darauf, dass sich das lyrische Ich von einem geliebten Menschen trennen musste. In Verbindung mit dem Bild und einigen Teilen des Gedichts könnte man diesen Baum irgendwie als eine Art Treffpunkt oder eben für diese Menschen irgendwie besonderen oder wichtigen Ort verstehen. Ich hatte auch kurz den Gedanken, dass sich das Gedicht an den Baum selbst richten könnte, aber das erscheint mir doch angesichts einiger Stellen eher unwahrscheinlich. Die letzte Strophe scheint dann den Tod als Grund für die Trennung zu nennen, mit anderen Worten, der oder die Angeredete ist verstorben. Das macht das ganze wieder ein wenig traurig, aber auf eine positive Art (wenn man versteht, was ich damit meine).
    Das Gedicht selbst liest sich wirklich schön, ich mag die Metaphern und auch die Tatsache, dass die Liedstellen schön in das Gedicht eingebunden wurden. Das Gedicht klingt (auch durch diese sich wiederholende Strophe) selbst eigentlich schon wie ein Lied, das man mit passender Melodie singen könnte. Diese Strophe hat mich beim Lesen aber vielleicht auch etwas aus dem Konzept gebracht, jedoch nicht sehr.
    [subtab=Der fallende Soldat]
    Scheint nun doch ein eindeutigeres Gedicht zu sein, wo es nicht viel zu interpretieren zu geben scheint. Banal ausgedrückt ist die Aussage wohl "Krieg ist doof". Natürlich könnte man darüber noch diskutieren (Befreiungskriege etc.), aber wir sind hier (dem FSM sei dank?) nicht in den allgemeinen Diskussionen. Interessant finde ich vielleicht den Bezug zu Öl. Ist das ein bisschen Kritik an Amerika? Jedenfalls nimmt das Gedicht auch Bezug auf die indirekten Opfer des Krieges, nämlich die Familien der Gefallenen, was ich persönlich gut finde.
    Das Gedicht klingt vielleicht stellenweise etwas unrund (z.B. in der zweiten Strophe), aber ich kann es trotzdem ziemlich flüssig und gut lesen. Das unregelmäßige Reimschema gibt mir Rätsel auf. Steckt da ein Sinn oder System hinter? Mir fällt da nichts ein außer vielleicht der Assoziation von Krieg mit Chaos oder einfach die Wechselhaftigkeit, die Krieg (auch in diplomatischer Hinsicht) mit sich bringt, einmal milde ausgedrückt.
    Leider ist ein entscheidender Sachfehler vorhanden: Charon bringt nur die über den Styx, die Kohle dabeihaben. Dummerweise werden heute eher selten noch Münzen in die Münder der Verstorbenen o.ä. gelegt. Dafür muss ich wohl ein Minus notieren. Nein, war natürlich ein Witz. :D  
    [subtab=The Game Is On]
    Joa, wenn man die Chance hat, sich von jedem Bild auf der Welt inspirieren zu lassen, dann nimmt man eins aus einer Fernsehserie und erzählt im Gedicht eine Szene nach? :D  
    Nein, im Ernst: Ich mag das Gedicht (genau wie die Serie; warum hat das eigentlich so lange gedauert, bis einer die mal verwendet?), auch wenn es stellenweise etwas unrund klingt, aber es scheint mir nicht wirklich kreativ und selbst ausgedacht zu sein, da ein zu großer Bezug zu dieser Serie vorhanden ist. Zudem ist das hier wohl die einzige Abgabe, bei der ich ernsthaft daran zweifle, ob sie durch das Bild inspiriert worden ist. Das soll keinesfalls heißen, dass sie schlecht ist, gerade die zumindest ansatzweise vorhandene Darstellung von Sherlock als Menschen (!), der durchaus für Schönheit empfänglich ist (auch wenn er sich nicht wirklich um sie kümmert), gefällt mir, aber ich zweifle eben an der Erfüllung der eigentlichen Aufgabenstellung. Auch bin ich bei so deutlich erzählender Lyrik in letzter Zeit immer vorsichtig.
    [subtab=Hide and Seek]
    Danke, ich wollte heute Nacht sowieso nicht mehr schlafen. :|  
    Die Vereinigung von kindlich und gruselig ist dir wirklich gelungen und weiß mir durchaus zu gefallen. Es scheint insgesamt eben um das klassiche Thema einer kindlichen Horror- und Mörderfigur zu gehen, in dem Fall ein kleines Mädchen. Kindern eine psychopathische Mordlust zuzuschreiben lässt diese ja stets nur umso abgründiger erscheinen.
    Formal gesehen erkenne ich kein wirkliches System, was natürlich ein wenig die Panik der sich versteckenden Person oder eben auch die nicht wirklich systematische Suche und Mordlust des Mädchens ausdrücken kann, bin nicht sicher. Und hier wird es wieder schwierig für mich: Ich mag es eben lieber, wenn doch ein gewisses System klar erkennbar ist, aber das ist nur eine persönliche Meinung und heißt nicht, dass dieses Gedicht deswegen nicht ebenso eindrucksvoll sein kann wie wenn es sich gereimt hätte.
    [subtab=Traum vom Fliegen]
    So etwas ähnliches hatten wir doch schon einmal, im neunten Wettbewerb, wenn ich mich nicht irre.
    Da habe ich eigentlich im Wesentlichen die gleiche Interpretation zu. Hier scheint sich ebenfalls jemand gegen eine vorgeschriebene Ordnung bzw. andere Personen auflehnen zu wollen oder vielmehr, sich von ihrem Einfluss befreien. Diese anderen Personen können das eben nicht verstehen, genauso wie die nun frei Person die anderen nicht verstehen kann. Aufgrund des Wortes "Kind" denke ich da fast schon wieder an die allmähliche Lossagung vom Einfluss der Eltern und den Beginn eines eigenen selbstständigen Lebens (es passt aber durchaus auch auf andere Situationen). Gleichzeitig muss ich sagen, dass ich auch irgendwie Mitleid mit den Eltern (?) habe.
    Die kursive Schrift teilt das Gedicht übersichtlich ein und hilft beim Verständnis. Gleichzeitig bemerke ich, dass in dem Gedicht sowohl Paarreim als auch Kreuzreim und umarmender Reim vorkommen, wobei sich jedes dieser Reimschemata zwei Strophen hat die sich gleichmäßig auf die beiden Parteien aufteilen. Es scheint also durchaus ein System vorhanden zu sein. Dass die letzte Strophe länger ist, führt dazu, dass sie auf mich wie eine Art Schlussplädoyer klingt.
    Schlussendlich stelle ich fest, dass dieses Gedicht wohl bisher am stärksten Emotionen in mir hervorgerufen hat. Fehler finde ich auch nicht wirklich.
    [subtab=Der Sturm und der Mond]
    Was soll den Mond das Wechselspiel der Gezeiten kümmern, das er auslöst? Stur kreist sie weiter, die doofe Kugel. :D  
    Ich habe schon gesehen, was so Sturmfluten anrichten können und ja, das ist ziemlich heftig. Wird vom Gedicht auch gut wiedergespiegelt, die Beschreibungen von Zerstörung und menschlichem Leid sind eindrucksvoll. Hier sehe ich auch zum großen Teil kein wirkliches System und für mich nimmt das auch hier wieder die Schönheit, ist aber eben auch nur wieder meine Meinung. Denn irgendwie passt das auch wieder zum Chaos und der Panik, die so eine Katastrophe auslöst.
    [subtab=ich.]
    Ich will ehrlich sein: Ich habe hier wirklich keine Ahnung, worum es geht. Vielleicht irgendwas mit Selbstfindung, aber mehr fällt mir nicht ein. Irgendwie mag ich diese kurzen, fast schon flüchtige und wirklich an sprunghafte Gedanken erinnernde Verse. Es gibt zwar wenig System im Metrum und auch stellenweise im Reimschema Unregelmäßigkeiten, aber das verstärkt diese Wirkung lediglich. Gleichzeitig wird aber auch durch parallele Strukturen und Stilmittel trotzdem noch eine gewisse Ordnung in das Gedicht gebracht. Auch wenn ich jetzt irgendwie nicht so viel dazu schreiben oder es mir erklären kann, aber das Gedicht hat eine starke Wirkung auf mich. Ich mag es.
    [subtab=Das Eismeer]
    Ein wirklich raffiniert und gut ausgearbeitetes Gedicht, ein Sonett mit der ihm eigenen klaren Struktur. Hier habe ich auch Schwierigkeiten dabei, zu erkennen, worum es geht, Klar, man kann es als Beschreibung des Bildes und des Eismeeres sehen, aber das wäre doch wohl zu vorhersehbar, oder nicht? Leider will mir wirklich partout nichts einfallen, darfst deswegen auch sauer auf mich sein. Damit fällt das Gedicht zwar in die "Verstehe-ich-nicht-Kategorie", aber das tut dem Gedicht selbst keinen großen Abbruch. Die eindrucksvolle Wortwahl weiß nämlich auch ohne wirkliches Verstehen Emotionen zu vermitteln.
    [tab=jetzt?]
    Und es geht los... Leute, es gibt zu wenig Punkte, um den Abgaben gerecht zu werden. :verysad:


    ID: 101835
    A1: 1
    A5: 2
    A7: 2
    A8: 1
    [/tabmenu]

  • [tabmenu][tab=Sieh]So, dann will ich dieses Grillfest mal nutzen, um hier zu voten, wenn ich es schon sonst nie hinkriege. :ugly:
    Gibt ne Menge toller Abgaben hier, da wird mir die Entscheidung schwerfallen. Naja, wollen wir mal.
    Kommentare für alle, heute ganz frisch und nicht nur bei Kiri, also greift zu! 8o
    [tab=mich] [subtab=Unity]Meh, englischer Titel. Aber hier sei er verziehen, da der letzte Vers ja auch englisch ist.
    Wie ich das verstehe, geht es hier um jemanden, der um einen verstorbenen Menschen trauert. Ich finde das Gedicht wirklich schön, das regelmäßige Reimschema lässt sich schön lesen und trotz des fehlenden Metrums konnte ich es flüssig lesen. Mir gefällt besonders das sich wiederholende "So lass es doch geschehn, / Dass wir uns wiedersehn.", das durch diese Wiederholung betont wird, sodass man die Stärke dieses Wunsches förmlich spüren kann. Was ich von diesem englischen Vers halten soll, weiß ich allerdings nicht so recht. Ich mag diese Vermischung von Sprachen innerhalb einer Strophe und sogar innerhalb eines Reimes nicht so gern, da es aber ein Zitat ist, sei es gerechtfertigt, zumal es ja auch ganz gut passt.
    [subtab=Der fallende Soldat]Anti-Kriegs-Gedicht:check. ;D
    Inhaltlich finde ich das Gedicht zwar ganz ansprechend, aber irgendwie liefert es nichts Neues. Ich mag Gedichte gegen den Krieg persönlich nicht so sehr, da müssen sie schon sehr gut gemacht sein. Was nicht heißen soll, dass dieses schlecht ist. Die leicht abgeänderte Variante der ersten Strophe als letzte Strophe gefällt mir sehr gut, dadurch wird das Unverständnis der Hinterbliebenen noch einmal hervorgehoben und es lässt das Gedicht rund wirken. Das Reimschema ist unregelmäßig, deutet das vielleicht auf das Chaos, das der Krieg verursacht, hin? Anders kann ich es mir nicht erklären, da es auch kein System dahinter zu geben scheint. Das Metrum ist leider abgesehen von Strophe drei sehr unregelmäßig, was mich im Lesefluss ein kleines bisschen gestört hat.
    [subtab=The Game Is On]Meh, englischer Titel. Und dir sei er nicht verziehen. Ich sehe weder einen Grund für die Verwendung von Englisch noch für genau diesen Titel, da das Spiel an dieser Stelle ja schon voll im Gange ist.
    Außerdem frage ich mich, ob es wohl die Aufgabenstellung noch erfüllt, wenn man ein Bild aus einer Serie nimmt und die entsprechende Szene nacherzählt.
    Ich kenne die Serie zwar nicht, allerdings konnte ich der Handlung auch so problemlos folgen, was ich als Pluspunkt für das Gedicht rechne. Was mich etwas verwirrt hat, ist das Reimschema, das in zwei Strophen ohne erkennbaren Grund anders ist und in einer Strophe sogar komplett gebrochen wird. Nicht vorhandenes Metrum ist schade, stört mich aber nicht bedeutend.
    [subtab=Hide and Seek]Schon wieder englisch. Und dir sei es so halb verziehen. "Hide and Seek" klingt einfach besser als "Versteckspiel", allerdings hätte man da gut auch einen schönen deutschen Titel finden können.
    Der Inhalt gefällt mir als GruselignudelnventilatorCreepypasta-Fan ziemlich gut und ich finde, es wirkt trotz fehlenden Metrums und Reimschemas ziemlich gut. Was mir besonders gefallen hat, ist, dass der letzte Vers jeder Strophe irgendetwas mit "finden" zu tun hat. Insgesamt fand ich das Gedicht wirklich gut und habe gerne mitverfolgt, wie das lyrische Ich mit seinem Opfer, das eigentlich sowieso schon verloren hat, spielt.
    [subtab=Traum vom Fliegen]Zu diesem Gedicht gibts hier ja alle möglichen Interpretationsansätze, geb ich doch mal meinen Senf dazu. So wie ich das verstehe, ist das ein Dialog zwischen Eltern und Kind. Das Kind will Selbstmord begehen, aus welchem Grund auch immer, und die Eltern wollen es aufhalten. Am Ende schafft das Kind, sich den Eltern, die es festhalten, zu entreißen und springt in seinen Tod. Meine These stütze ich vor allem auf die Frage der Eltern, ob alles schon zu Ende sein soll und auf die letzten beiden Verse, in der das Kind "aus dieser Welt hinaus" fliegt. Wenn es sich nur losreißen und sein eigenes Ding machen wollen würde, wie einige hier interpretierten, würde es wohl eher in eine Welt hinein fliegen. Aber gut, genug der Interpretationen. ;D
    ENDLICH mal ein Gedicht mit komplett durchgezogenem Metrum und Reimschema. Es lässt sich sehr flüssig lesen und das sich alle zwei Strophen verändernde Reimschema hat zumindest bei mir dafür gesorgt, dass sich das Tempo, in dem ich das Gedicht gelesen habe, nach und nach beschleunigt hat. Die letzte Strophe mit zwei Versen mehr als die restlichen Strophen wirkt außerdem wie eine Art endgültigem Abschluss. Und ich liebe ja die letzten beiden Verse, die sind so ein schöner Abschluss.
    [subtab=Der Mond...]Alles wird zerstört, Stadt überflutet, Familien auseinandergerissen, und was macht der Mond? Zuschauen und auf seiner Bahn bleiben. Es geht ihn ja nichts an. Da fallen mir spontan zwei Interpretationsmöglichkeiten ein. Erstens: Wenn einem persönlich etwas Schreckliches passiert, z.B. ein enger Angehöriger stirbt, läuft das Leben um einen herum trotzdem weiter, denn sonst geht es ja keinen etwas an, für die anderen ist ja immer noch alles normal. Zweitens: Auch nach einer Katastrophe wird irgendwann alles wieder normal, denn manche Konstanten ändern sich nie. Was die Interpretationsmöglichkeiten angeht, gefällt mir das Gedicht ziemlich gut. Ein regelmäßiges Reimschema oder gar Metrum gibt es allerdings (mal wieder.) nicht, noch nicht einmal die Versanzahl pro Strophe ist konstant. Das stört mich hier doch ein bisschen. Die Wiederholung des Verses "Und der Mond bleibt auf seiner Bahn" will ich an dieser Stelle aber noch positiv hervorheben. So etwas gefällt mir. ;D
    [subtab=ich.]Na gut, die Formatierung des Titels ist wohl Geschmackssache. Mein Geschmack ist es allerdings nicht so wirklich.
    Der Inhalt ist aber ganz mein Geschmack. Ich interpretiere ihn als eine Art Selbstfindung. Hier gefallen mir besonders diese Antithesen gegen Ende des Gedichts.
    Das Metrum passt, abgesehen von ein paar kleinen Stellen, die mich etwas stocken ließen und auch das Reimschema ist nahezu perfekt. Diese vielen kurzen, kleinen Verschen haben dabei dafür gesorgt, dass das Gedicht einen richtig treibenden Rhythmus hatte, dem ich mich nicht mehr entziehen konnte. Die verschiedenen Strophen ließen sich dabei unterschiedlich lesen, was für eine gewisse Variation in Rhythmus und Lesetempo gesorgt hat, was mir sehr gut gefällt. Alles in allem ein wirklich sehr tolles Gedicht. *schwärm*
    [subtab=Das Eismeer]Wie kreativ, das Gedicht nach dem Bild zu benennen. :P
    Ich weiß nicht, wie oft ich dieses Gedicht gelesen habe, aber ich verstehe immer noch nicht, worum es geht. Aber das ist ja nichts Schlechtes, so hat es mich wenigstens dazu angeregt, es wieder und wieder zu lesen und darüber nachzudenken.
    Zum Formalen: Yay, ein Sonett! Yay, ein Sonett mit passendem Metrum! Yay, das Metrum ist kein fetter Alexandriner, sondern nur ein fünfhebiger Jambus, der eh viel besser klingt!
    Ich mag das Gedicht. Keinen Plan, worum es geht, aber ich mag es. Und je öfter ich es lese, umso mehr mag ich es.
    [tab=an!]ID: 44497
    A4: 1
    A7: 2
    A8: 3


    Punktevergabe war mal wieder fies. Ich wusste nicht, ob ich mir. oder dem Eismeer drei Punkte geben sollte. Hab mich letztendlich fürs Eismeer entschieden, weil Sonette tollig sind. Sorry, ich..[/tabmenu]

  • Zunächst muss ich sagen, dass ich ein wenig überrascht bin. Ich fand, dass alle Gedichte etwas ganz Besonderes hatten und keines dabei war, wo ich sofort gesagt hätte, "das passt doch überhaupt gar nicht". Schauen wir mal, wie das mit den Punkten aussehen wird. Es gilt wie immer: Wer noch/mehr Feedback haben möchte, kann sich nach Ende des Votes privat oder im Votetopic gern melden.




    Punkte


    ID: 62252
    A07: 3
    A05: 2
    A01: 1




    Begründungen





    Abgabe 07 - ich.
    Das Gedicht, das mir am Besten gefallen hat. Vor allem deshalb, weil es mit verschiedenen Satz- bzw. Versstrukturen spielt und damit die Stimmung der jeweiligen Textpassage unterstützt. Obwohl die äußere Form stark dazu beitragen kann, einen gewissen Effekt zu erzeugen bzw. die Stimmung auszudrücken, werden solche Elemente selten verwendet. Hier empfand ich das jedenfalls als sehr gelungen. Ich bin zwar kein Freund 'modernerer' Lyrik ohne Reime, aber diese Abgabe war wirklich schön. Hinzu kommt, dass deutlich wird, wie viel Wert der Autor hier auf die richtige Wortwahl geachtet hat, um den Inhalt seines Textes möglichst effektiv zu unterstützen.
    Nicht ganz so gelungen finde ich den Bezug zum Bild, zur Inspirationsquelle. Natürlich hat jeder seine eigenen Assoziationen, aber für den Außenstehenden hätten diese gern noch ein wenig deutlicher sein können.


    Abgabe 05 - Der Traum vom Fliegen
    Erinnerte mich sehr an "With broken wings", ein Lied aus der vierten Digimonstaffel. Wenn der Autor es nicht kennt, sollte er/sie es sich einmal anhören, es passt finde ich ziemlich gut.
    Schön fällt hier auf, dass der Versfuß sauber durchgehalten wurde. Natürlich kann man Unregelmäßigkeiten zu seinem Vorteil nutzen und ihnen einen gewissen Sinn zukommen lassen, aber oftmals stehen Unregelmäßigkeiten eher dafür, dass nicht so sehr auf diesen Punkt geachtet wurde. Eine gute Idee war auch, die tragische Situation in einen Dialog zu verpacken. Man bekommt beinahe das Gefühl, einer konkreten Szene gegenüberzustehen. Gut fand ich auch, wie hier die Reimschemata eingesetzt wurden. Zum einen ergibt sich ein schöner Rahmen, der dadurch unterstützt wird, dass man die äußeren Zeilen auch allein lesen und somit mehr Bedeutung lesen kann. Zudem ist dieser "umarmende Reim" ein in meinen Augen selteneres Instrument, was zeigt, dass der Autor sich genau überlegt hat, wie er das Ganze verpacken kann. Der Bruch am Schluss - der Wechsel zum Paarreim - unterstützt die Dramatik der Situation, das Zuspitzen der Spannung und das letztliche Ende.
    Was ich noch vorschlagen würde, ist, für die verschiedenen Dialogteile unterschiedliche Versfüße zu setzen, sofern das mit dem gewünschten Gesamtkonzept zusammenpasst. Durch Anapästen oder Daktylen beim "Fliegenden" beispielsweise könnte man sicher eine melancholischere Stimmung erzeugen.


    Abgabe 01 - Unity
    Einheit. Die Zusammenkunft zweier Welten, wie mir scheint. Hier hat mir besonders der Bezug zum Inspirationsbild sehr gut gefallen. Die melancholische und zugleich hoffnungsvolle Stimmung wurde gut eingefangen und die Verflechtung mit Segenssprüchen deuten an, dass auch hier viele tiefere Gedanken in die Arbeit eingeflossen sind und Mühe dahinter steckt.
    Auch das Reimschema - weitgehend eine Mischung aus Kreuzreim und reimlosen Versen - ist ungewöhnlich und zugleich interessant. Hier bieten sich auch einige Interpretationsansätze, die ich an dieser Stelle aber nicht näher ausführen möchte.




    Das war's. Man liest sich beim nächsten Mal!

  • Ich halte mich enorm kurz, weil ich noch fürs Collab schreiben will, und weil eh schon alles gesagt wurde. Folgen also nur noch ein paar Begründungen. War kein wirklich schlechtes, aber auch kein herausragendes Gedicht dabei, wobei aber alles schön zu lesen waren.


    A1:
    Ich weiß, wie sehr ich selber immer für englische Worte gepunisht werde, aber hier wird echt der Vogel abgeschossen. Mehrere Wortfehler ziehen die Qualität runter, "rosane"="rosafarbene" oder "schwebe" = "schwebt" sind Dinge, die vermeidbar sind. Ich weiß, dass viel hier metaphorisch gemeint ist, aber Blitze erschrecken den Horizont nicht, sie erhellen ihn, das wäre ein besseres Wort gewesen, meine ich. Trotzdem hast du dir viel Arbeit gemacht, die Aufgabe erfüllt und ja, irgendwo will ich sowas immer belohnen.


    A5:
    Was ist das? Ein Selbstmord? Oder eine transdimensionale Flucht? Wie auch immer, auf den ersten Blick ist das ein gelungenes Gedicht. Auf den zweiten stören die andauernden Ausrufezeichen immens. Ich weiß ja nicht, aber wenn ich Ausrufezeichen sehe, dann denke ich, jemand, ja, ruft. Und irgendwie kommt das in diesem Gedicht so rüber, als würde da jemand ganz enorm nach Aufmerksamkeit rufen. Punkte hätten dem Gedicht mehr Ruhe und damit mehr Seriösität verliehen, aber das liegt sicher an mir. Immerhin hast du aber die Aufgabe erfüllt und dir noch dazu Mühe gegeben, das sieht man deutlich.


    A7:
    Zumindest ein modernes Gedicht will ich auch bepunkten. Dieses hier gefällt mir außerordentlich gut, da man sich richtig vorstellen kann, wie die Protagonistin sich innerlich zerreißt. Ja, das hat Qualitäten eines inneren Monologs, Hektik, Angst und Schmerz kommen hervorragend rüber. Lediglich die letzte Strophe stört mich ein wenig. "Ich sag" klingt abgehackt und vernichtet den Flow so kurz vor Schluss, dass es unmöglich ist, ihn wieder herzustellen. "Kennst du dich / Ich bin ich" hätte vollkommen ausgereicht.


    A8:
    Mit Wasser und Eis kann man mich immer gut ködern, und mir gefällt am besten, wie hier die Reime teilweise auf eine andere Strophe übergreifen. Die Aufgabe wurde perfekt erfüllt, das merkt man sofort, wenn man sich das Bild von Friedrich ansieht. Irgendjemand hatte schon erwähnt, dass man vom Bild womöglich beeinflusst wird, und ja, das glaube ich auch, aber die Beeinflussung sollte eigentlich minimal sein.



    ID: 46217
    A1: 1
    A5: 1
    A7: 2
    A8: 2

  • [tabmenu][tab=Hallo]Mist, doch wieder erst so kurz vor der DL fertig geworden... Na was soll's.


    Entgegen meiner zuvor beabsichtigten Absicht (wtf) hab ich mich nun doch wieder dazu entschieden, alles zu kommentieren. Ich hoffe, dass ich mich diesmal nicht im Ton vergriffen hab, aber hinterher weiß ich's eben irgendwie doch immer erst nur hinterher. *hust* Aber auf jeden Fall hab ich sichergestellt, auch jeder schwächeren Abgabe mindestens einen Hinweis zu geben, wie es besser geht. Mehr kann man auch nicht erwarten...oder?[tab=und][subtab=1]Ein Trauerlied. Ist schon das eine oder andere Mal gehörig daneben gegangen, wenn Leute welche abgegeben haben. Wollen wir mal hoffen, dass dieses ein bisschen weniger verrissen wird...


    In der Idee ist es eine gute Abgabe, in der Umsetzung gibt es Reserven. Kommafehler gleich mal in der ersten Zeile ist wieder mal nur unnötig (ja, irgendwem gelingt es leider immer, die zu bringen -- mal suchste länger, mal kürzer, aber immer sind sie da). "Rosane" ist schlechter Stil, hätte lieber rosafarbene oder etwas in der Art sein können. Und das dritte Problem, wobei man sich über das noch am ehesten streiten kann, ist der violette Himmel. Der Rest der Strophe befasst sich gerade mit dem Gegenteil, dem Boden, und dann plötzlich Himmel in einer unnatürlichen random Farbe, die...sich auf Bett reimt. Und wenn das tatsächlich eine Metapher sein soll -- nicht 100%-ig auszuschließen --, dann hätte es wahrscheinlich auch bessere Möglichkeiten gegeben, sie einzubinden.


    Meine Lieblingsstrophe ist definitiv die Universumsstrophe. Transzendent, romantisch und einfach schön, was viel Besseres kann man eigentlich gar nicht mehr auf eine Gedenktafel schreiben.[subtab=2]Na ja, klassischer Fall von: erzähl uns was Neues, oder? :( Der Markt der Antikriegslyrik ist äußerst umkämpft (kein Wortspiel) und so wie ich die selber quasi schon unfreiwillig sammel, bin ich so ziemlich gezwungen, hier kleinlich zu sein.


    Gleich mal in der ersten Strophe find ich eine überraschende Ironie. Jeder endet in Charons Boot. Stimmt. Und deshalb...ist doch scheißegal, wie genau ein jeder dahin kommt, oder? Alt und krank werden oder doch lieber andern Leuten die Köpfe wegballern, buh, Endergebnis ist in diesem Fall genau das gleiche. Nachdem das Mittel anderswo schon benutzt wurde, hätte ich ja gerne auch diesen Vers in Anführungszeichen gesehen.


    Und danach kommt leider nicht mehr zu viel Interessantes. Die Reime und Bilder sind größtenteils die offensichtlichstmöglichen. Ich habe den Eindruck, dass der fallende Soldat irgendwie wichtig zu sein scheint. Ihm wurde ja sogar ein Reim mit dem ganzen Staate gewidmet. Warum? Und warum denn nur der eine und nicht alle von ihnen? Was macht diesen konkreten wichtiger als die andern?[subtab=3]Die nackte Abgabe: akzeptabel. Das Thema: verfehlt, oder hart an der Grenze zur Verfehlung. Das Gedicht wurde offensichtlich nicht durch das Bild direkt inspiriert.


    Trotzdem will ich mich mal noch ein bisschen mit dem Ding befassen, damit es sich zumindest in einer Hinsicht für den Autor lohnt. Dieser Knittelvers...nicht böse gemeint oder sowas, aber der erinnert mich schon stark an meine Oma und ihre Töchter, haha. Erzähl 'ne Geschichte, die sich reimt -- kann man machen; die Leute am Tisch werden klatschen und nicht nach Fehlern suchen. (Na ja, oder in andern Bundesländern: Karneval.) Anspruch geht anders, aber dafür, dass der einzige Anspruch hier ist, dass es sich reimen soll, erfüllt die Abgabe zumindest diese Vorgabe so ziemlich fehlerfrei (bis auf "falsch/weiß", whatever) und mäandert auch nicht. (Letzteres find ich irgendwie besonders erwähnenswert, weil mich Krimis und Ähnliches in Filmform zeit meines Lebens eher gelangweilt als begeistert haben, und 007 ist die überbewertetste Serie aller Zeiten...)[subtab=4]Das Bild ist viel zu süß. Sorry, ich will das Gedicht gar nicht mehr lesen, ich bewerte nur das Bild.


    Ok, also der Text lässt mich so ziemlich kalt. Schade. Wenn man vielleicht auch Audio statt nur Text abgeben könnte oder so, dann könnte das Ding viel besser wirken (oder schlimmer, weil wenn man es gut machen würde, dann würdet Ihr schreien, hahahaha). Ist nun halt nicht so, da können wir nur auf die Wortwahl gucken. Die erste (und dann auch die letzte darauf folgend) Strophe ist schön verspielt und genau passend gemacht, aber das dazwischen, wie gesagt, langweilt mich.[subtab=5]Hey, dieser Künstler (Grafik) ist mir bekannt. Die Welt ist ein Dorf...


    Das Gedicht ist so ziemlich sauber, finde keine direkten Fehler. Meine Kritik beschränkt sich auf meinen vollkommen subjektiven Eindruck, der da wäre, dass das auch so ein verbrauchtes und zudem gern mal käsiges Thema ist -- etwas, wo dieser Versuch hier vollkommen mitgeht statt Widerstand zu leisten. Der größte Aufwand ging in die Einhaltung der Reime und in die Konstruktion eines simplistischen Engelbilds -- alles wie man es eben schon kennt --, und auf der Strecke geblieben sind dafür leider die Figuren. Ob Eltern, ob Kind...irgendwie wissen die doch alle gar nicht, was sie wollen bzw. warum sie es wollen. Hier steht nur so die Botschaft "hey, es hat doch jahrelang alles wunderbar funktioniert und gerade jetzt nun doch nicht mehr, also Reißaus und Fragen stellen wir gar nicht oder später". Wie dem auch sei, locker gibt es mehr als genug Leute mit vergleichbaren Gefühlen, und die werden das auch nicht hinterfragen.


    Versteh mich nicht falsch, es ist ohne Zweifel ein gutes Gedicht und wird deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Punkte kriegen. Nur eben nicht mehr als gut, zumindest meiner Meinung nach.[subtab=6]Die Idee hat was -- hätte schon fast meine eigene sein können, haha. Leider krankt es an der Umsetzung.


    Die Wortwahl ist so direkt und abgehackt, da kommen weder große Gefühle noch Neugier auf. Eine Geschichte wird erzählt und in dieser Geschichte gibt es keine Überraschungen. Ich denke, eine mögliche Lösung wäre gewesen, dass man es (ausnahmsweise mal *hust*) in die Länge zieht und entsprechend mehr ins Detail geht. Dann ist diese Kurzangebundenheit von vornherein besiegt. Dann kann die Geschichte richtig wirken, und man hat auch eine gute Chance, paar gute Metaphern einzubinden und sowas. Und der Mond bleibt auf seiner Bahn. Fünfmal tut er das, nicht öfter und auch nicht seltener.


    Zudem gibt es die eine oder andere unglückliche Formulierung. Paradebeispiel: "der Deich bricht, gebaut für immer / das Wasser wütet, die Zerstörung unendlich". Tjo, da wollte jemand mit der Unendlichkeit spielen und ist deshalb...in ein schwarzes Loch gefallen!? ;D Der erste zitierte Vers allein ist schon seltsam, weil klar, wenn er bricht und eben nicht mehr neu aufgebaut wird...dann ist er weg für immer. *hust* Und dann kommt der andere Vers gleich hinterher mit dem erzwungenen (?) Sinnreim -- und einer Übertreibung, wobei ich die gar nicht mal kritisieren will. Versteht ja jeder, dass das nicht ganz stimmt, aber der Betroffene greift nun mal zu solchen Worten und schlimmstenfalls hat der tatsächlich ein wichtiges Stück seines Lebens für immer verloren. So, aber dieser ganze Teil hier trotzdem, wie gesagt, hätte sicher besser gemacht werden können.[subtab=7]Geboren, verloren, zum Sein auserkoren,
    nicht fragen, nur tragen, nur gehn, nicht verstehn,
    gegangen, gefangen, am Ast aufgehangen,
    als lebloser Körper im Winde sich drehn.


    Ich hab keinen Glauben, ich hab nur mein Lied --
    ach, ich bin von dieser Welt so müd!


    Also wenn der Autor hier irgendwoher geklaut hat, dann weiß ich schonmal woher. ;D  :thumbsup:  ;D


    Tjo, ich fürchte, diese Abgabe ist dann wohl mein persönlicher Favorit diesmal. Wenn es schon mit den Wortbildern insgesamt nicht so zünden will bei der Konkurrenz...dann müssen's eben die Wortspielereien wieder richten, oder? Diese Abgabe ist lang, kennt keine Langeweile und geht um...so ziemlich alles. Warum auch nicht. *hust*


    Leider gibt es trotzdem das eine oder andere Problem in den Details. Warum endet hässlich wunderschön mit einem Punkt, wenn ansonsten (von der Pointe abgesehen) dieses Satzzeichen komplett außen vor gelassen wird? Um dem Teil eine besondere Wichtigkeit zu verleihen vielleicht? -- nicht nötig imo, der fällt auch ohne schon gut genug auf. :P Und damit wären wir auch gleich bei was anderem, das ich zu vermeiden versucht hätte: die Wortwiederholung hässlich. Einfach übersehen? Die Vorkommen sind zugegebenermaßen mehr als eine Bildschirmlänge voneinander entfernt und beim ersten Lesen würde es entsprechend wohl auch gar nicht auffallen, aber dann nochmal direkt hinterher, und zack, ist's offensichtlich. Das ist ein seltenes und bedeutungsstarkes Wort und wird hier für zwei voneinander unabhängige Sachen verwendet. Wär jedenfalls ziemlich einfach durch ein Synonym beim zweiten Auftauchen lösbar. Oh, und dann bleiben wir nochmal genau in der Strophe: "bin hörend seh'n" ist mit diesem Verb eine Substantivierung aber taucht nicht als solche auf.[subtab=8]Oh, und jetzt haben wir auch noch Caspar David Friedrich. Ich müsst schwer lügen, um zu leugnen, dass ich absolut nicht abgeneigt wäre, mir den ins Wohnzimmer zu hängen...


    Die offensichtlich kürzeste Abgabe des Wettbewerbs zunächst mal -- und dafür eine richtig gute; habe es jahrelang eher so erlebt, dass in der kürzesten Abgabe tatsächlich auch nicht viel mehr drinsteckte als die guten alten Mitmachpunkte...


    Haargenau passend zum Alter des Bildes ist das Gedicht ein Sonett. Die wohl überbewertetste Form überhaupt, aber dennoch eine sehr anspruchsvolle. Technische Fehler kann ich keine finden, Rechtschreib- und Formfehler auch nicht, bleiben also nur noch Wortwahl und Inhalt.
    Und das ist ein kryptisches Gesamtpaket (also genauso wie...das Bild!?). In der Regel ganz schön unvorhersehbar, wie das von dem Publikum hier wohl aufgenommen wird... Für mich persönlich hat es so einen Hauch von "Geschichte wiederholt sich". Im Bild seh ich den Berg von Eisplatten einmal im Vordergrund und einmal im Hintergrund, und im Gedicht seh ich insbesondere die dritte Strophe passend dazu, und drumherum die zugehörige Geschichte. Oder anders, vielleicht auch diese populäre Aussage, dass sich Wahnsinn dadurch definiere, immer die gleichen Dinge zu tun und dann verschiedene Ergebnisse zu erwarten.[tab='tschüß.']ID: 16
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    Muh. Eigentlich wollte ich 'ne 3/1/1/1-Verteilung haben, aber konnte ich leider nicht rechtfertigen. Eigentlich würd ich den damit entstehenden Bonuspunkt ja lieber der 1 geben wollen, wenn ich sehe, wie imho überbewertet die 5 bisher abschneidet, aber nun ja, am Ende passiert dann doch wieder irgendwas ganz anderes in den letzten Stunden und dann bin ich der Blöde... Sollte jetzt aber die 5 nur wegen diesem Bonuspunkt besser als die imo klar bessere 7 abschneiden, so möge sie mir bitte einen Drink ausgeben, den ich dann wiederum der 7 spendieren werde. ;D [/tabmenu]

  • Aus Gründen der Zeitnot heute nur Kommentare zu den bepunkteten Abgaben. Wer zu seiner Abgabe Feedback haben möchte, kann gerne nachfragen.


    01 - Unity
    Mir gefällt, wie du das Sinnbild des Kirschbaums in dem Gedicht umgesetzt hast. In Japan gilt ja der Glaube, dass er mit den Toten in Verbindung steht und das Thema zieht sich nahtlos durch die Strophen. Mit sanften Worten und Übergängen geleitest du dabei durch die Verse, wobei du das lyrische Ich weitestgehend distanzierst, was angesichts der Nähe zu ihrer Liebe eher kontraproduktiv ist. Der allgemeine Klang unterdrückt ihre Gefühle und lässt das Gedicht weitestgehend kalt wirken, wenn du verstehst. Die Reime sind in Ordnung, das Metrum manchmal etwas off, aber durchaus eine gute Abgabe.


    05 - Traum vom Fliegen
    Interessant, wie du hier vermutlich das Verhältnis zwischen den Eltern zu ihrem Kind aufgreifst und umgesetzt hast. Wobei es eher einem Käfig gleicht anstatt einer liebevollen Beziehung, was natürlich auf eine schlimme Vergangenheit hinweisen könnte. Das zumindest laut den ersten Strophen. Es von der Welt draußen abzuhalten, da sie wohl gefährlich zu sein scheint, ist wohl nur natürlich, jedoch auch hinderlich. Mir gefällt der Aufbau, abwechselnd der eine, liebliche Part und zum anderen der klagende Part, die sich gegenseitig perfekt ergänzen. Reime und Metrum sind in Ordnung.


    07 - ich.
    Ein ungewöhnlicher Ansatz, möchte man schon fast sagen. Verse mit einem Wort, die eine wundervolle Ausstrahlung besitzen, verbinden und aussagen. Eine Ode an das Ich womöglich. Es fallen sehr viele Verben, die erreicht werden wollen; ob diese womöglich für das Leben und seine Hürden stehen? Vielleicht handelt es sich dabei auch um eine höhere Instanz oder eine Eigenschaft, Hoffnung oder das Nichts. Ganz egal, was es ist, es berührt und überzeugt.
    _____________________________


    ID: 37843
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  • Und damit endet auch der 12. Wettbewerb dieser Saison. Ich möchte mich bei allen Teilnehmer, die solch wundervolle Gedichte geschrieben haben, und allen Votern, die sich die Mühe gemacht haben, jene Gedichte zu kommentieren, bedanken. Ganz besonders erfreulich finde ich, dass dieses Mal ohne Ausnahme alle Teilnehmer auch selbst gevotet haben! Zudem möchte ich den Treppchenplätzen herzlichst zu ihren tollen Platzierungen gratulieren =3


    Platzierung

    Titel

    Autor

    Punkte

    Vote

    Prozent

    Saisonpunkte

    1.

    Abgabe 7: ich.




    28

    Ja

    33.33%

    9 + 3 MP

    2.

    Abgabe 5: Traum vom Fliegen

    26

    Ja

    30.95%

    8 + 3 MP

    3.

    Abgabe 1: Unity

    15

    Ja

    17.86%

    7 + 3 MP

    4.

    Abgabe 8: Das Eismeer

    13

    Ja

    15.48%

    6 + 3 MP

    5.

    Abgabe 3: The Game Is On

    7

    Ja

    8.43%

    5 + 3 MP

    6.

    Abgabe 2: Der fallende Soldat

    2

    Ja

    2.41%

    3 + 3 MP

    6.

    Abgabe 4: Hide and Seek

    2

    Ja

    2.41%

    3 + 3 MP

    8.

    Abgabe 6: Der Sturm und der Mond

    0

    Ja

    0%

    0 + 3 MP

  • Ich wusste, dass Gedichte nicht wirklich was für mich sind, aber die Begründungen hier erinnern mich manchmal stark an die BBO, lol.


    Ich möchte dir eigentlich mehr Punkte geben, aber irgendwie möchte ich nicht zu denen gehören, die jedes Anti-Kriegs-Gedöns mit Lorbeeren überhäufen.

    "Ich geb dir keine Punkte weil du gegen Krieg bist" - wat - ignorieren wir einfach mal, dass die Aufgabe perfekt erfüllt und es immerhin ein Gedicht ist, passt schon.

    Das Bild kann ich jetzt ehrlich gesagt nicht so mit dem Inhalt verbinden, aber ich kann sehen, wieso man darauf kommen könnte.

    Es kommt ein fallender Soldat im Gedicht vor, und ein fallender Soldat ist auf dem Bild zu sehen. Wat.

    Ich glaube es ist eh bekannt, aber ich wollte das nur mal so erwähnt haben. Ich weiß nur nicht mehr wo ich es gesehen habe.

    Jo, es gibt in der Kunstgeschichte eine extreme Diskussion darüber, ob das Bild fake ist oder nicht. Capa ist ein recht kontroverses Bürschchen.

    Das unregelmäßige Reimschema gibt mir Rätsel auf.

    Krieg, Chaos, war eigentlich Absicht. Habe mich da ein wenig an den Rapbattles von nicepeter und epiclloyd orientiert.

    Das Reimschema ist unregelmäßig, deutet das vielleicht auf das Chaos, das der Krieg verursacht, hin?

    Ja. Hat echt Mühe gemacht :(  

    Ich mag Gedichte gegen den Krieg persönlich nicht so sehr

    Nun, ich mag den Krieg nicht, und auf dem Bild ist ein fallender Soldat, ergo blieb mir nichts übrig.

    Und warum denn nur der eine und nicht alle von ihnen? Was macht diesen konkreten wichtiger als die andern?

    Weil nur der eine und sonst keiner auf meinem Bild vorkam ?(


    Das waren nur so die Sachen, auf die ich noch eingehen wollte, ich verstehe, dass mein Gedicht nicht gut ist, aber die Argumente, die ich eigentlich erwartet hatte, sind nicht einmal aufgetaucht, wenn man von Dreykopffs Vote (übrigens sehr schöner Vote, wollte ich auf jeden Fall anmerken) mal absieht. Die offensichtlichsten Reimworte nehme ich immer, das stimmt. Für mich ist eine Aufgabenstellung wie diese wie bittere Medizin. Dass dann aber Anti-Pazifismus und mein extra ausgetüfteltes Chaos gegen mich sprechen, war dann doch sehr seltsam. Vielleicht bessert sich das ja in Zukunft irgendwann mal.
    Oh, ach ja, Glückwunsch an die Treppchenleute und man sieht sich beim Hauptcharaktercontest, yay!

  • [align=justify][font=verdana]WU-F*CKIN'-HU!


    Ich glaub, ich war noch nie im Leben stolzer auf eins meiner Gedichte. Was normalerweise bedeutet, dass die Voter es nicht mögen, weil ist doch immer so. Umso mehr feiere ich gerade, dass ich tatsächlich gewonnen hab. xD Auch, wenn irgendwie nur wenige kapiert haben, worum es geht, aber das kann ich niemandem verübeln, schließlich hab ich selbst eine Weile gebraucht, bis ich verstanden hab, was genau ich da eigentlich von mir gegeben hab, lol. Ich frag mich nur, was Menschen mit gefallenen Engeln haben, aber gut, das Bild verleitet vielleicht dazu, who knows. Am ehesten hat mir da irgendwie @Rusalkas Vorschlag einer "Ode an das Ich" gefallen! (Aber srsly, ich meine, das Ding heißt "ich." - weil "Ich" langweilig klang, bäm. Und weil der Punkt auch was Endgültiges hat, während das Kleingeschriebene das Gefühl erzeugt, das wär kein ganzer Satz, sondern nur das Ende davon. ich. (badumm tss) finde, das passt owo -, da auf Selbstfindung zu kommen, hätte ich jetzt nicht für sonderlich schwierig gehalten. Aber gut!)


    Andererseits find ich's immer wieder nice, zu sehen, was auch für andere Gedankengänge zusammenkommen, weil es mir selbst noch einmal eine andere Perspektive gibt. Weshalb ich gerade wirklich drüber nachdenke, was wäre, wenn wir hier wirklich einen Engel hätten, haha. Prinzipiell finde ich das Schöne an solch kryptischen Sachen, dass es auch dann noch Sinn ergeben kann, wenn man die Idee des Autors nicht wirklich trifft - weshalb ich tatsächlich auch bei meinem eigenen Kram sagen würde, dass es keine "richtige" Interpretation gibt. Es gibt meine, aber wenn jemand anderes das Gedicht als was völlig anderes sieht, dann ist das nicht automatisch falsch, wenn es im Kontext noch Sinn ergibt. Hachja, Lyrik ... ~



    Wow. Ich ... Weiß nicht ganz, ob ich das in einen Spoiler packen soll, aber erstmal lass ich das so stehen ... Denke ich. ._. Ach screw that, ich benutz nen Spoiler. Will ja keinen hier erschlagen. '-'
    Mit diesem langen Text da sollten btw auch die meisten Kommentare geklärt sein, weil viel zu sagen hätte ich nicht mehr, lol. Oder ... Ah, doch!


    @Wollust: stimmt durchaus mit dem "Kennst du dich / Ich bin ich", nur sind die so kurz, dass ich die beiden Verse davor nicht so hätte umsetzen können, heul. ;A; Wobei, wenn ich die so lassen würde und nur die letzten beiden kürze ... Weiß nicht so ganz, das muss ich noch auf mich wirken lassen. '-'


    @Sheogorath: ich mag diesen modernen Kram eigentlich auch nicht. xD Es bot sich hier nur so fürchterlich an, ich glaube nicht, dass ich das Gedicht in älteren Formen so imo überzeugend hätte umsetzen können wie so. Und es gibt ja immerhin Reime, so I've got that going for me, which is nice ...


    Grüße gehen raus an @Kiriki-chan, weil a) sorry und b) immerhin hatten wir mit I recht! Ist übrigens ne Schande, dass das Eismeer nicht weiter oben steht, wtf. =< Wobei immerhin Platz 2-4 alle von mir bepunktet wurden und Platz 1 bin ich - so hat das eigentlich zu laufen. xDDD

  • Glückwunsch, Nija ;( Jetzt hab ich dank dir die ganze Nacht @Moonside die Ohren vollgeheult, weil ich nicht gewonnen habe. ;(


    Da meint man, man schreibt ein Gedicht, wo die Bedeutung wirklich überdeutlich ist, sodass das jeder blicken sollte, und dann kommt ihr mir hier mit so Zeug wie

    Altersheim

    Metapher für die Gesellschaft

    gegen eine vorgeschriebene Ordnung bzw. andere Personen auflehnen

    Engelbild

    Es von der Welt draußen abzuhalten

    und ich nur WHAT THE FUCK IST DAS DENN?! :|
    Aber gut, irgendwo kam dann auch

    Selbstmord?

    ja B stirbt eindeutig...

    Danke. Ich dachte, es wär offensichtlich, dass es um Selbstmord geht. Zumindest so, wie ich mir das gedacht hab. Kind will sterben, Eltern wollen es aufhalten. Darum fliegt es am Ende auch "aus der Welt hinaus" und nicht "in die Welt hinein". Aber das scheint irgendwie keiner so recht gepeilt zu haben. Ist dann aber auch alles, was ich so generell zum Inhalt sagen wollte.
    Nun noch ein paar Kommentare, die bei mir Facepalm-Bedürfnisse ausgelöst haben:

    Ob Eltern, ob Kind...irgendwie wissen die doch alle gar nicht, was sie wollen bzw. warum sie es wollen.

    Kind weiß, was es will. Es will sterben. Gründe wird es schon haben, wenn sie auch nicht genannt wurden. Eltern wollen Kind aufhalten. Wissen auch was sie wollen. Und warum? VIELLEICHT, WEIL ES IHR KIND IST?! :cursing:

    Mit dem Bild wird aus dem netten Gedicht bitterer Ernst.

    Zeig mir mal bitte, wo das Gedicht nett ist. Da will jemand sterben. Und du findest das nett. Böse Shira, geh dich schämen. ;(

    Auf den zweiten stören die andauernden Ausrufezeichen immens. Ich weiß ja nicht, aber wenn ich Ausrufezeichen sehe, dann denke ich, jemand, ja, ruft.

    Die gehören so. Weil die beiden Parteien halt energisch sind. Weil Ausrufezeichen für mich dafür stehen, dass jemand energisch für seine Ziele und Meinungen einsteht. Würdest du nicht rufen, wenn dein Kind sich selbst umbringen wollen würde, um es zu Verstand zu bringen? :|


    So, und weil ich auch noch zu ein paar Dingen, die nichts mit dem Inhalt zu tun haben, etwas sagen wollte...

    Was ich noch vorschlagen würde, ist, für die verschiedenen Dialogteile unterschiedliche Versfüße zu setzen, sofern das mit dem gewünschten Gesamtkonzept zusammenpasst. Durch Anapästen oder Daktylen beim "Fliegenden" beispielsweise könnte man sicher eine melancholischere Stimmung erzeugen.

    Gute Idee, ich mag solche Spielereien ja. Bin hier nur nicht auf die Idee gekommen, das irgendwie so zu machen. :|


    wenn ich sehe, wie imho überbewertet die 5 bisher abschneidet

    Hab dich auch lieb, I~kun :hmmmm:

    Hey, dieser Künstler (Grafik) ist mir bekannt. Die Welt ist ein Dorf...

    Das wundert mich jetzt aber. Ist ja nicht so, als würd ich den nur dank dir kennen... :whistling:


    Nun, ich mag den Krieg nicht, und auf dem Bild ist ein fallender Soldat, ergo blieb mir nichts übrig.

    Ich sagte nur etwas über meinen persönlichen Geschmack. Ist ja auch nicht mein einziges Kriterium gewesen. Duh. :|


    Grüße gehen raus an @Kiriki-chan, weil a) sorry und b) immerhin hatten wir mit I recht!

    Ich kauf dir die Entschuldigung nicht ab. :hmmmm:


    So, das wars dann mal wieder von mir. Wir sehen uns dann bei Abgaben, die eindeutiger verständlich sind.
    /Kiriki Ende~

  • Hachja, was ist das mal wieder für ein enttäuschendes Ergebnis... Das ist die beste Abgabe, die ich jemals zu einem Wettbewerb eingereicht hab, und dann kriegt sie nichtmal die Hälfte der Spannpunkte. Grausig. Bestätigt mich nur einmal mehr in der Ansicht, dass man das hier einfach nicht ernst nehmen kann... In diesem Sinne, freu ich mich eben über einen oder zwei neue Leser. Die Wenigen, die guten Geschmack bewiesen haben, seien herzlich dazu eingeladen, meine Sammlung in EuS zu abonnieren. Wie dem auch sei, gratuliere den Glücklicheren.


    Und in meiner Sammlung hab ich meine Abgabe diesmal auch direkt veröffentlich, klickst Du hier. Unten im Link stehen Details zur Entstehung für Interessierte.




    Damit wie immer zu Kommentarkommentaren (und auch einem Kommentarkommentarkommentar, haha).

    Zitat von Snapshot

    Ich mag das Gedicht ansich sehr gerne, nur fehlt mir irgendwie ein klarer Inhalt.

    Mir nicht. :3


    Zitat von Arythmia

    Ich seh' zwar grad die Aufteilung These / Antithese / Synthese nicht wirklich, aber das liegt bestimmt an mir und der Tatsache, dass ich es immer noch nicht ganz verstehe, lol.

    Sollte kein Problem sein. Diese Aufteilung ist nur Mainstream und vor allem durch unser selbstsüchtiges Bildungssystem etabliert. Wenn sie dann doch mal nicht in genau der Form vorkommt -- who cares? Es ist nicht alles Schwarz und Weiß, manchmal gibt es auch Hellblau und Weiß oder so.

    Zitat von Arythmia

    Das Bild ist doch recht all over the place und irgendwie verwirrend, und ebenso auch das Gedicht.

    Genau. Der Arbeitstitel passend dazu war übrigens sowas wie in etwa "stille Unruhe". Letztendlich ist diese Idee dann doch noch genau in Form der ersten Wörter ins Gedicht gekommen. Ich hätt auf jeden Fall gelacht, wenn dieses Paradox nachher genau in Deiner Abgabe stattdessen aufgetaucht wäre...


    Zitat von Shiralya

    Dieses Gedicht hat mich fast wahnsinnig gemacht.

    Mich auch. Ist das schlecht?

    Zitat von Shiralya

    Dennoch konnte ich ihm irgendwie keine Punkte geben. Ich kann nicht genau sagen, warum, zumal ich bei der Verteilung der Punktvergabe lange überlegte, ob ich ihm wirklich keine Punkte geben kann. Ich habe mich im Endeffekt für ja entschieden, wollte das aber einmal erwähnt haben.

    ;) ;) ;) ;) ;)



    Kommentarkommentarkommentar an @Kiriki-chan, wenn ich schonmal hier bin


    Gut, also wenn die angestrebte Freiheit der Exitus ist, dann ja, ändert das ein paar Dinge, aber...nicht zum Guten, imho. Kinder sind in der Regel nicht reif genug für so schwere Entscheidungen, und insbesondere ist ein Selbstmord mit fürsorglichen Eltern (!) absoluter Quatsch, warum sollte man sowas tun. Das Gedicht versucht meines Eindrucks nach die Sympathie genau auf dieses zweifelhafte Vorhaben zu lenken (wenn man es nicht gar als eine Glorifizierung dessen sehen könnte), aber dafür habe ich, in dieser Form, wenig Sympathie. Im Endeffekt ist die Entscheidung wohl oder übel zu akzeptieren, ja, aber noch schlimmer kann man Elternherzen gar nicht brechen...



    An alle: zum Verständnis meiner Abgabe


    Die Reaktionen entsprechen so ziemlich meinen Erwartungen. Ich kann sogar so weit gehen und sagen, dass das enttäuschende Ergebnis aus genau diesem Grunde so ziemlich vorhersehbar war. Ist dann halt so. Auf der anderen Seite will ich trotzdem Spaß haben, und den hab ich nur, wenn ich dazu komme, etwas zu schreiben, das zunächst mal mir selbst gefällt. Vermutlich bevorzugen Leute allgemein, dass ihnen Inhalt und Aussage eines Gedichts direkt um die Ohren geklatscht werden (aber fun fact, selbst wenn ich das mal gemacht hab, haben's trotzdem nur die Wenigsten wirklich verstanden, lol). Da bin ich dann wohl 'ne Ausnahme. Mich langweilen Gedichte, die so gut wie keinen Deutungsspielraum lassen.


    Demzufolge gibt es zu meiner Abgabe gar nicht erst genau die Bedeutung. Ich habe sie bewusst mehrdeutig geschrieben und jeder soll sich ungestört selbst einen Reim (kein Wortspiel) darauf machen. So macht es doch am meisten Spaß, oder etwa nicht?

  • Dieser Moment, wenn selbst deine Erläuterungen zur Bedeutung des Gedichts missverstanden werden, the fuck .__.
    In diesem Sinne, Kommentarkommentarkommentarkommentar für I. :assi:

    Kinder sind in der Regel nicht reif genug für so schwere Entscheidungen, und insbesondere ist ein Selbstmord mit fürsorglichen Eltern (!) absoluter Quatsch, warum sollte man sowas tun.

    Ich habe nie gesagt, dass das "Kind" ein Minderjähriger ist. Er ist das Kind seiner Eltern, darum wird er von diesen auch so genannt, aber für mich war es immer ein junger Erwachsener um die 20. Und der wird bestimmt andere Gründe als seine Eltern haben, warum er nicht mehr leben will.

    Das Gedicht versucht meines Eindrucks nach die Sympathie genau auf dieses zweifelhafte Vorhaben zu lenken (wenn man es nicht gar als eine Glorifizierung dessen sehen könnte), aber dafür habe ich, in dieser Form, wenig Sympathie.

    Ich werde mich hüten, Selbstmord auf irgendeine Art und Weise zu glorifizieren, wtf. Und ich wollte eigentlich erreichen, dass der Leser mit beiden mitfühlt, Kind wie Eltern, und die Sympathie nicht in eine Richtung lenken.


    Ich hoffe, das wars hier an Kommentarception.
    Bei weiteren Unklarheiten, rufen Sie die Unklarheitshotline unter 0800-625-ABC-44497 an.
    /Kiriki Ende~

  • So, das übliche vorweg: Danke für die Kommentare und die Punkte, Gratulation an die Treppchenplätze, besonders an @Arythmia. :)  
    So, weiter mit den Retourekommentaren und Erklärungen, weitestgehend thematisch zusammenhängend. Spoilert vielleicht etwas in Bezug auf die Serie.

    Das mit der Konfrontation am Ende hat mich etwas verwirrt zurückgelassen, was wahrscheinlich auch an mir liegt, was wird jetzt passieren? Konfrontation des ... Fälschers?

    Nun, es ist in der Folge so, dass am Ende danach noch die Konfrontation von Sherlock mit seinem Erzfeind Moriarty kommt, darauf wollte ich eigentlich anspielen. Wäre eigentlich aber auch ein Kritikpunkt an dem Gedicht, da Sherlock zu dem Zeitpunkt davon wahrscheinlich noch nichts weiß (bzw. nichts davon wissen kann) und ich somit einen weiteren Logikfehler drin habe.

    "Mein Blick wandert in Erregung zur- / Nein, auch sie scheint echt, die Signatur." fand ich irgendwie nice

    Die Stelle hat mir auch irgendwie noch am besten gefallen, ich fand, das drückte gut die Geschwindigkeit seiner Gedanken aus.

    Zudem gab's auch hier vom Metrum bzw von der Silbenanzahl einige Probleme, sodass ich öfters aus dem Lesefluss raus kam, weil sich irgendwie kein klar ersichtliches Prinzip zeigen wollte.

    Du wechselst das Reimschema zweimal: In den beiden Strophen, in denen du mit den Sternen reimst. War das Zufall oder Absicht? Ein Wechsel wäre aber nicht unbedingt nötig gewesen.

    Was mich etwas verwirrt hat, ist das Reimschema, das in zwei Strophen ohne erkennbaren Grund anders ist und in einer Strophe sogar komplett gebrochen wird. Nicht vorhandenes Metrum ist schade, stört mich aber nicht bedeutend.


    Ich könnte jetzt schreiben, das mit dem unregelmäßigen Metrum und der unregelmäßigen Silbenzahl drückt seine Aufgewühltheit aus und so weiter, aber das wäre gelogen. Ich kann das einfach (noch) nicht gut, das ist alles, es war also nicht geplant. Kritik sowohl am Metrum als auch am Reimschema ist berechtigt, das mit den Kreuzreimen ist einfach so passiert und ich habe es einfach so gelassen.
    Anders ausgedrückt:

    Vielleicht bin ich einfach nur zu blöd, es vernünftig zu lesen, wer weiß.

    Nein, bist du definitiv nicht. ;)



    Die Überschrift ist mir nicht ganz ersichtlich, da das Spiel für den Leser zwar beginnt, doch aufgrund des gewählten Fandoms Fragezeichen bei mir aufwirft. Das Bilderrätzel war nicht das erste, mit dem John und Sherlock konfronitiert wurden, also beginnt nichts und da wir auch mitten ins Gedicht geworfen werden, finde ic h auch keinen Beginn. Und auch die Nutzung der schönen englischen Sprache - Englisch ist toll ka was alle immer dagegen haben - lässt die Fragezeichen nicht weniger werden.

    Meh, englischer Titel. Und dir sei er nicht verziehen. Ich sehe weder einen Grund für die Verwendung von Englisch noch für genau diesen Titel, da das Spiel an dieser Stelle ja schon voll im Gange ist.

    Naja, englisch wegen englischer Serie eben und weil ich fand, dass sich die deutsche Übersetzung davon doof anhörte. Der Titel ist ja einfach nur eine Phrase, die Sherlock oftmals benutzt, insofern ist sie eigentlich unkreativ. Warum ich sie passend fand: Bei diesem Bilderrätsel gibt Moriarty anders als bei den vorigen Rätseln zunächst keine Zeitspanne vor, bis Ende derer Sherlock das gelöst haben muss. Erst in der beschriebenen Szene setzt er ihn mit den zehn Sekunden und dem Kind unter Druck - deshalb hatte meiner Ansicht nach das Spiel (bzw. eben nur diese Runde des Spiels) erst dann wirklich begonnen. Ist wohl auch Interpretationssache.



    Auch verwirren mich die zehn Sekunden ganz zu Beginn des Gedichts. Nach meinem Gefühl vergeht mehr erzählte Zeit als zehn Sekunden. Vor allem die Internetsuche wird ein paar Sekunden in Anspruch nehmen. Wie gesagt, ich weiß nicht, wie es in der Folge tatsächlich ist, aber mir kommt es doch irgendwie wie ein Logikfehler vor.

    In der Folge sind es offiziell zehn Sekunden. Sherlock sucht mit seinem Smartphone und findet dann natürlich innerhalb von ich glaube drei Sekunden die richtige Supernova. Das ist meiner Ansicht nach allein vom Tippen schon nicht möglich und ich halte es auch für einen Logikfehler, den ich eben übernommen habe.




    Ich bin mir zwar nicht sicher, in wie weit die Inspiration vom Bild ausging (oder ob sie nicht viel eher von der Folge mit diesem Bild kam), allerdings spielt das Bild dennoch eine wichtige Rolle in dem Gedicht. Ich würde sagen, es befindet sich an der Grenze der Aufgabenstellung,

    Die nackte Abgabe: akzeptabel. Das Thema: verfehlt, oder hart an der Grenze zur Verfehlung. Das Gedicht wurde offensichtlich nicht durch das Bild direkt inspiriert.

    Außerdem frage ich mich, ob es wohl die Aufgabenstellung noch erfüllt, wenn man ein Bild aus einer Serie nimmt und die entsprechende Szene nacherzählt.

    Das ist der Punkt, an dem ich mir ganz unsicher bin. Ich würde eigentlich selbst so weit gehen zu sagen, dass das Gedicht aus der Aufgabenstellung herausfällt. :( Wie sehr ich letzten Endes durch das Bild oder die Serie inspiriert wurde bzw. durch was jetzt mehr, kann ich nicht sagen. Aber da es nun einmal eine bloße Nacherzählung der Szene ist, die ich eigentlich nur um die Gedanken der Hauptperson ergänze, ist jede Kritik diesbezüglich berechtigt.




    Dieser Knittelvers...nicht böse gemeint oder sowas, aber der erinnert mich schon stark an meine Oma und ihre Töchter, haha. Erzähl 'ne Geschichte, die sich reimt -- kann man machen; die Leute am Tisch werden klatschen und nicht nach Fehlern suchen. (Na ja, oder in andern Bundesländern: Karneval.) Anspruch geht anders, aber dafür, dass der einzige Anspruch hier ist, dass es sich reimen soll, erfüllt die Abgabe zumindest diese Vorgabe so ziemlich fehlerfrei (bis auf "falsch/weiß", whatever) und mäandert auch nicht.

    Ich musste erst mal googlen, was "mändern" heißen soll, sorry für meine Unwissenheit.
    Ich muss es wohl zugeben: Ich habe nur halbwegs schön gereimt und (unbewusst) darauf gehofft, dass dann Metrum und einige weitere Fehler unter den Tisch fallen. Und ja, es war nicht anspruchsvoll und wegen der erzählenden Funktion vielleicht nicht einmal wirklich poetisch.


    Und damit leite ich mal zum Abschluss über, denn das drückt eigentlich schön aus, dass meine Lyrik bisher viel zu erzählend und nicht wirklich poetisch war (nicht nur in diesem Wettbewerb). Und das Beste: Wenn etwas erzählt wurde, war es nicht einmal richtig selbst ausgedacht. Also werde ich in Zukunft mal versuchen, was "echt Poetisches" zu schaffen und mir nach Möglichkeit die Kommentare zu Herzen nehmen.
    An alle jedenfalls ein großes Danke. :)