Ich lese ...

  • Wegen der Arbeit komme ich gerade selten dazu, so richtig schöne, dicke Romane zu lesen :( Die Wahl fällt dementsprechend eher auf Bücher, bei denen ich das Gefühl habe, dass ich schneller durch bin und längere Pausen den Lesefluss nicht stören. Durchs Radio - mal wieder - wurde ich auf Medaillons von Zofia Nalkowska aufmerksam (übersetzt von Marta Kijowska). Gerade aufgrund der Diskussion um die Leipziger Buchmesse, habe ich das Bedürfnis gehabt, ein Buch, das sich mit den Geschehnissen im zweiten Weltkrieg beschäftigt, zu lesen.


    Darum geht es hier auch: Es sind acht relativ kurze Prosatexte, die geschilderte Erfahrungen von Zeitzeugen erzählen. Das war für mich schon ein Pluspunkt, weil ich zwar den Sinn von Fiktion bei dem Thema nachvollziehen kann, aber etwas mehr Greifbares wollte, um beim Lesen im Hinterkopf zu behalten, dass das genau so erfahren wurde. Was das Ganze aber zu einem empfehlenswerten Buch macht (es gibt ja schließlich einige mehr dieser Art) ist Nalkowskas Art die Erfahrungen wider zu geben. Ich kann es etwas schwer erklären, aber es ist auf eine gewisse Art so sachlich geschildert, dass man fast schon meint, hier wird ein Schulausflug beschrieben, bis man dann eben immer wieder sehr heftig zurückgeholt wird, weil die geschilderten Dinge nun mal schrecklich sind. Teilweise ist es genauso diese "Rationalität", die alles bedrückender macht. Dadurch, dass die Erzählerin bzw. Autorin hier Distanz hat zum Erzählten, hat man als Lesender umso mehr das Bedürfnis, diese Distanz zu lösen. Es ist eine andere Ebene der Emotionalität, mit der man hier die Ereignisse liest, weil eben nicht - wie oft üblich - gezielt Emotionen geweckt werden und Nalkowska es wohl der lesenden Person überlässt, wie nah man was an sich ranlässt.


    Die Berichte hat Nalkowska im Übrigen tatsächlich aus erster Hand, weil sie nach dem Krieg Teil einer Kommission, die die deutschen Kriegsverbrechen untersuchte, war. Was ich so über sie gelesen habe, war sie anscheinend danach nicht mehr die Selbe und das Ganze hatte sie enorm mitgenommen.


    .: Cassandra :.

  • Young Justice - Eine Welt ohne Erwachsene (Sonderausgabe)

    Form: Comic

    Text: Todd Dezago

    Zeichner: u.a. Todd Nauck, Humberto Ramos

    Übersetzung: Christian Heiß

    Ersachienen: 07/1999

    Status: Heute erst begonnen


    Die Young Justice bestehend aus Superboy (Entstanden aus DNA, Robin (Tim Drake) und Impuls (Enkel von Barry Allen) nehmen von der Regierung einen dringenden Auftrag an. Sie müssen ein beim Transport entflohenes gasförmiges Monster jagen. Jedoch finden sie heraus, dass es sich nicht um ein böses Monster handelt, sondern um ein einfühlsames Wesen, das aus einem Labor flüchten konnte.


    --------------------------------


    Ich habe diese Sonderausgabe schon vor Jahren gekauft, aber heute erst wirklich angefangen sie zu lesen.

    Am Ende des Hefts gibt es sogar Profilkarten zum heraus nehmen. Werde sie aber vermutlich einfach drin lassen.

    Im finstern Föhrenwald, da wohnt ein wahrer Meister der ficht gar furchtlos kalt sogar noch feiste Geister - Stephen King

  • So liebe Leute, manch einer wird sich nach dem Lesen dieses Posts vielleicht denken:"das ist doch Spam was die da macht!!1", aber ich sage euch nein, das ist mein Ernst. Also, ich lese...

    Nichts. Und das macht mich fucking (darf man das hier eigentlich sagen?) sad, Anfang des Jahres hatte ich das Ziel in diesem Jahr 12 Bücher zu lesen, also jeden Monat nur eins, was halt eigentlich echt nicht viel ist, aber ich glaube ich bin bei zwei oder drei (ich hab echt keinen Plan mehr) stehen geblieben und ja, das macht mich wirklich traurig. Ich hab mal viel (zumindest für mich) gelesen und ich könnte auch jeden Tag in den nächsten Buchladen laufen und mindestens ein Buch kaufen, weil es so viele gibt, die sich wirklich interessant anhören, aber ich würde sie ewig nicht lesen. Ich habe mir auch ein Buchkauf-Verbot gegeben, aber vor einem Monat circa, bin ich doch mal wieder schwach geworden und natürlich dachte ich mir im Laden so; das liest du jetzt aber echt! Und hab ich natürlich nicht und es liegt noch auf dem Nachttisch und sieht mich jeden Tag vorwurfsvoll an. Und ich würde eigentlich echt gerne lesen, aber ich hab dann doch nicht genug Lust mich hinzusetzen und einfach nur zu lesen. Das erinnert mich an ein Meme, wo einer sagt, "ich will mehr lesen :)" und dann kommt einer der meint dann nur, "dann lies doch" und der andere guckt dann nur grimmig >:( - weil so einfach ist das einfach nicht, u know?

    Versteht mich hier irgendjemand? Oh, dieser Beitrag könnte ein richtig fancy Essay in einer Zeitschrift sein, lol.
    Ah, actually hab ich sogar zwei angefangene Bücher hier (okay eins hier und eins in der Arbeit für Nachtschichten, HAH) liegen, aber die hab ich auch schon Monate nicht weiter gelesen - und so wird es auch sicher noch einiiiiige Zeit lang bleiben. Also ja, das lese ich aktuell: Nichts. :hier lächelnden Emoji mit einer Träne einfügen:
    Ich werde euch natürlich berichten, sollte sich das irgendwann wieder ändern.

  • Nortia

    So ging es mir für Jahre. :/

    Da hatte ich vielleicht fünf Bücher im Jahr gelesen, die keine Manga waren, und plötzlich kam die Lust auf das Lesen von Büchen (und mancher Light Novels) zurück.

    Ich denke, der Hauptgrund war, dass mir gut 80 % der Manga nicht wirklich gefallen und dann wurde ich dran erinnert, dass, oh well, es bei Büchern nicht so viel besser aussieht. xD

    Aber nun gut, es gibt in beiden Medien noch so manches, was mir gefällt, ich bin bloß sehr viel pickier in meiner Auswahl geworden.


    Außerdem schau mal zb bei Tiktok, da gibt es einen Tag für tbrbooks, also solche, die gekauft aber noch nicht gelesen wurden, sprich ein Stapel der Schande. Da gibt es viele, denen es so geht. xD

  • Nortia

    Auch wenn der Tipp nun komisch daherkommt, empfehle ich dir während des Toilettengangs zu lesen, vor allem dann, wenn die Sitzung etwas länger dauert.

    Es erscheint zwar seltsam, doch es funktioniert und man schafft so zumindest ein bis zwei Seiten, selbst wenn man nur zum Wasserlassen auf die Toilette geht.

    Ich habe generell immer ein Buch auf dem Schränkchen unter dem Waschbecken liegen, zudem ich auch immer automatisch sofort greife.

    "Wie beim Kartenspiel kommt es auch im wirklichen Leben darauf an,
    das Beste aus dem zu machen, was einem gegeben wurde,
    anstatt sich über ein ungünstiges Blatt zu beschweren und mit dem Schicksal zu hadern."


    [Astor, Pokémon - Schwarze Edition]

    Nur noch sporadisch im BisaBoard.

  • Richard Bachman - Todesmarsch



    Die USA ist ein Militärstaat, in dem alljährlich am ersten Mai der Todesmarsch veranstaltet wird. Ein Lauf auf Leben und Tod, an dem 100 17-Jährige teilnehmen dürfen. Man darf nicht langsamer als vier Meilen pro Stunde laufen, wer drei Verwarnungen bekommt, wird erschossen. Der Gewinner bekommt alles, was er will...

    Was auf der Welt genau passiert ist, dass sie von der uns bekannten abweicht, wird nur an wenigen Stellen angedeutet, spielt letztlich auch nicht die entscheidende Rolle.

    Heute frage ich mich, warum ich dieses Buch viel zu lange nicht gelesen habe, immerhin ist es mittlerweile über vierzig Jahre alt. Hört sich die Story im ersten Moment zu verrückt an, um auch nur ansatzweise nachvollziehbar zu sein, wird man nach und nach förmlich in sie hineingezogen, und begibt sich mit auf den langen Marsch. Man erlebt ihn durch die Augen von Ray Garraty, der unterwegs Freundschaften schließt, die doch bald enden werden, leidet mit ihm, hofft... nur um sich zu fragen, ob es am Ende überhaupt einen Gewinner geben kann.

    An der Stelle nochmal danke an Luziferline für den Tipp. Ich hätte mir das Buch zwar sicherlich früher oder später sowieso vorgenommen, aber es früher zu tun, war die eindeutig richtige Entscheidung. :grin:

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  • Ich habe bis in die letzte Woche "Das Lied der Krähen" von Leigh Bardurgo gelesen.

    Zuvor hatte ich ja bereits die Trilogie des GrishaVerse gelesen und mit der Duologie (King of Scars und Rule of Wolves) weitergemacht, die zeitlich danach spielt.

    Erst jetzt habe ich angefangen das zu lesen, was zeitlich gesehen dazwischen liegt und wo es auch eher nochmal um andere Charaktere geht, die zuvor nicht in der Trilogie vorkamen.


    Was mir hier direkt aufgefallen ist während des Lesens, dass die Namen von Orten und auch von Personen teilweise anders geschrieben wurden als in den Büchern, die ich bisher las. (finde die Namen, die ich bis zu dem Buch kannte btw irgendwie ästhetischer haha)

    Mir gefiel nun dieser erste Teil der Bande rund um Kaz Brekker, welcher als Dieb bekannt ist und "Dirtyhands" genannt wird. Und ich hatte mich im Vorhinein auch schon mit Shiralya darüber unterhalten, da sie die Bücher (neben Lied der Krähen gibts noch "Das Gold der Krähen") gelesen hat. Ich muss ihr eigentlich schon sehr zustimmen, dass diese kleine Zweierreihe auch bisher ganz gut ist und mir sogar noch mehr als die davor gefällt. Ich empfand "King of Scars" und "Rule of Wolves" auch schon als besser als die Trilogie. Aber "Das Lied der Krähen" hat es nochmal getoppt.

    In dem Buch hat man so viel von den Charakteren erfahren, was in der Vergangenheit von diesen vorgefallen ist, was sie zu dem gemacht hat, das sie sind. Und davon erfährt man schon richtig viel, wie ich finde. Das gesamte Buch schaffte es die Handlung auch gut voranzuführen und dabei nicht die Charaktere und ihre Hintergründe zu vernachlässigen. Für mich gab es in diesem Buch zum ersten Mal nicht die Frage nach dem "Warum" oder "Wieso", weil sich alles irgendwie durch die Rückblenden aufgelöst hat. Mir gefällt auch hier, dass das Buch nicht nur die Sicht von einem Protagonisten aus erzählt, sondern wieder mehrere Charaktere behandelt und auch aus deren Sicht erzählt.

    Ich habe mir nun direkt auch den Folgeband bestellt und werde diesen auch bald anfangen zu lesen, weil ich doch gespannt bin, was nun noch weiterhin passiert.

    Band 1 fand ich nun doch schon stark, auch was von den Gefühlen zwischen den Chars anbelangt, bin ein großer Inej-Fan, aber ich finde Jesper auch echt gut dargestellt und mir gefällt es, was bei ihm so umsponnen worden ist. Mich hat deswegen wahrscheinlich auch das Ende des ersten Bandes bisschen fertig gemacht, aber lest selbst. :^)

    Ach ja: BAND 2 ICH KOMME. ^-^

  • Kennt ihr das, wenn man zwei Bücher an zwei unterschiedlichen Orten liegen hat und jeweils weiterliest, wenn man gerade dort ist?


    Bei mir ist das zum einen Der Schrecksenmeister von Walter Moers, das auf meinem Nachttisch sein Dasein fristet. Das Buch habe ich meiner Schwester geschenkt, weil ich dachte, sie mag Fantasy. Anhand des Lesezeichens, das ich gefunden habe, ist sie wohl nicht sonderlich weit gekommen, aber dafür habe ich mir das Buch jetzt aus ihrem Schrank geklaut. (Sind nicht das die besten Geschenke, von denen man selbst etwas hat? :D)

    Sonderlich weit bin ich noch nicht (Seite 42 von 380). Von der Prämisse her geht es um eine halb verhungerte, sprechende Katze, die mit dem namensgebenden Schrecksenmeister einen Handel eingeht, dass er sie 30 Tage lang bekochen, verwöhnen und mästen darf und er anschließend ihr Fett nutzen darf. Denn das Fett sprechender Katzen ist besonders wertvoll für die alchimistischen Experimente des Schrecksenmeisters. Ja, Alchimie, nicht Alchemie. Da scheint eine Eigenheit des Buches bzw. der Welt Zamonien dahinter (Walter Moers hat wohl noch mehr Bücher dazu geschrieben), dass die Bezeichnungen leicht entfremdete Entlehnungen aus dem Deutschen sind. Der Schrecksenmeister ist natürlich ein Hexenmeister, in Zamonien gibt es Ledermäuse und eine Krankheit namens Nierenverzagen. Der Autor scheint Spaß daran gehabt zu haben, aber es ist zum Glück nicht allzu aufdringlich. Da der Untertitel des Werks "Ein kulinarisches Märchen" lautet, bin ich gespannt, was da auf mich zukommt. Interessant angelegt ist auf jeden Fall die Figur des Schrecksenmeisters. In der Stadt ist er bekannt für seine unheimliche Art, alle haben Angst vor ihm und er genießt diese Macht sichtlich und nutzt sie, indem er die Bewohner ausspioniert und ihnen alle möglichen Krankheiten auf den Leib hetzt, vermutlich als Teil seiner alchimistischen Experimente. Gegenüber der Katze ist er jedoch äußerst zuvorkommend und gastfreundlich und erzählt mit ehrlicher Begeisterung von seinen Leidenschaften, der Alchimie und dem Kochen. Sobald es ans Abmurksen geht, wird vermutlich noch eine andere Seite in ihm aufscheinen.


    Das andere Buch steht im Wohnzimmer, es handelt sich um Der Richter und sein Henker von Friedrich Dürrenmatt. Ein Klassiker, den ich wahrscheinlich schon zum fünften Mal lese, weil es kurz und so dicht und spannend geschrieben ist. Eine der besten Detektivgeschichten, die ich kenne, kann ich nur wärmstens empfehlen, wenn euch das mal auf dem Flohmarkt begegnen sollte. Manchen ist es vielleicht auch als Schullektüre ein Begriff, aber da wird sich meistens auf die paar wenigen philosophisch angehauchten Szenen gestürzt. Die sind zwar okay, aber Stärke des Werks ist es ja gerade, dass es Dürrenmatt gelingt, sie in eine packende Handlung zu verweben. Ich mag das Buch, selbst wenn man die Auflösung kennt, wer der Mörder ist, entdeckt man immer wieder neue Details.


    Eigentlich könnte ich auch ergänzen, was ich in letzter Zeit gelesen habe.


    Vor kurzem beendet habe ich Der Mann von der anderen Seite von Uri Orlev, einem israelischen Schriftsteller. Das Buch habe ich in meinem Schrank gefunden, weil ich es vor Jahren mal geschenkt bekommen habe, und es hat mich ziemlich überrascht. Im Mittelpunkt der Handlung steht ein polnischer Jugendlicher namens Marek, der 1943 in Warschau lebt. Es geht um das Verhältnis zu den deutschen Besatzern, zu den Juden im Ghetto (mit denen Mareks ungeliebter Stiefvater Schwarzmarkthandel betreibt, obwohl er Juden hasst) und zu den Kommunisten im Untergrund. Das alles wird entfaltet im Zuge einer spannenden Geschichte, die Marek in den Aufstand und die Räumung des Warschauer Ghettos durch die Nazis verwickelt. Dabei nimmt sich die Erzählung auch Zeit für die Charaktere, zum Beispiel Mareks Großvater, der halb dement ist, von seiner Familie gepflegt wird und sich sein künstliches Gebiss manchmal nur dann herausnehmen lässt, wenn ihn etwas aus der Fassung gebracht hat, wozu die Großmutter unanständige Tricks verwendet. Es wird auch niemals belehrend, wie man vielleicht anhand der Thematik denken könnte, sondern vermittelt seine Botschaft ganz natürlich. Empfehlenswert und auch nicht zu lang.


    Davor bin ich endlich mal dazu gekommen, mir Die Säulen der Erde von Ken Follett zu Gemüte zu führen, ein historischer Roman im mittelalterlichen England. Eigentlich sind historische Romane, dazu noch im Mittelalter, absolut mein Element, aber irgendwie hatte ich mich nie an das Buch herangetraut. Fast hätte es mich auch im ersten Kapitel verloren, in der eine der Hauptpersonen einen Schicksalsschlag nach dem anderen erleidet, nur dass sich (natürlich) am absoluten Tiefpunkt das Blatt wenden kann und wir den Aufstieg miterleben. Aufstieg und Niedergang scheinen ein Faible des Buches zu sein, irgendwie muss man ja Dramatik schaffen. Kapitel 2 hat mich dann aber wieder versöhnt, die Mönche und ihre Taktierereien (ein neuer Prior wird gewählt) waren viel spannender. Alles dreht sich um die kleine Stadt Kingsbridge, die durch den Bau einer neuen Kathedrale aufleben soll, und das Schicksal ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Leider gibt es auch Bösewichte, die den Bau der Kathedrale verhindern möchten, und diese sind in dieser Geschichte auch wirklich nur böse und lassen ein wenig Grautöne vermissen. Im Verlauf geht es dann auch viel um architektonische Feinheiten des Kathedralenbaus. Wer sich dafür interessiert, wird hier gut bedient, aber die Geschichte ist auch verständlich, wenn man diese Stellen mehr oder weniger überfliegt. (Was ich getan habe, mein Vater war entsetzt darüber ^^') Es wird nicht mein Lieblingsbuch werden, dafür hat es mir zu viele Macken, aber dennoch hat es es geschafft, mich knapp 1000 Seiten zu unterhalten.


    Oh, und davor hatte ich Die Reise auf der Morgenröte von C.S. Lewis, aus der Die Chroniken von Narnia-Reihe in der Hand. Noch ein Fantasy-Werk, das eine Schiffsreise mit vielen kleinen Abenteuern auf den unterschiedlichen Inseln und dazwischen beschreibt, die grob durch eine übergeordnete Handlung (König Kaspian sucht nach sieben Lords, die einst ausfuhren und nie zurückkehrten) zusammengehalten werden. Man merkt dem Buch sein Alter (1952) durchaus an, weil es viel um Heldentum, Ritterlichkeit und Ehre geht und die Frauen zwar nicht unbeholfen sind, aber trotzdem beschützt werden müssen. Der Immersion einer fremden Welt tut das allerdings keinen Abbruch, wahrscheinlich war das auch damals schon so gedacht. Lewis' Märchenonkelerzählstil ist ohnehin etwas Besonderes. Hat Freude gemacht, das Buch mal wieder zu lesen.

    Und plötzlich schien ein neuer Kontinent

    am Horizont, wir sind noch lange nicht am End’!
    _________________________________________________- Flocon

    Vielen Dank an Evoluna für diesen wunderbaren Avatar ^-^


  • Ich hoffe, dass ich nicht zuviel erzählt habe (deshalb der Spoiler) bzw. verrät der Buchrücken halt ähnlich viel. Wobei ich mir fast gewünscht hätte, nichtmal das gelesen zu haben, denn so hätte ich mich noch länger gefragt, in welche Richtung sich das Buch eigentlich entwickeln würde, denn so klar ist das zu Beginn nicht.

    Insgesamt ein sehr ungewöhnlicher King-Roman, der zu 99.9% ohne die gewohnten Horror- oder Mysteryelemente auskommt. Das eine Zehntel Prozent schenke ich der Erwähnung des Overlookhotels und seiner Heckentiere, die dürften manchem aus Shining nur zu gut in Erinnerung sein. Während seiner Vorbereitungen und auch später schreibt Billy an einem Buch über sein Leben, in dem er vorallem seine Erlebnisse aus dem Irakkrieg verarbeitet, auch davon bekommen wir Auszüge zu lesen.

    Von daher würde ich es wohl niemandem empfehlen, der mal wieder einen "richtigen King" lesen möchte, da holt euch lieber Das Institut oder kramt in den frühen Büchern. Ansonsten hats mir persönlich richtig gut gefallen, hätte gerne noch etwas länger sein können (aber über 700 Seiten sind schon ok) und die Geschichte rund im den Krieg hatte es auch echt in sich, fand ich gut in den eigentlichen Roman integriert. Dazu noch ein gelungenes Ende. Und wenn jemand sagt, dass er das Ende vorhergesehen hat, kann man endlich mal fragen, welches Ende denn genau?


    hi Luziferline :smalleyes:

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  • Anfang des Jahres hatte ich das Ziel in diesem Jahr 12 Bücher zu lesen, also jeden Monat nur eins, was halt eigentlich echt nicht viel ist, aber ich glaube ich bin bei zwei oder drei (ich hab echt keinen Plan mehr) stehen geblieben

    Lang, wobei eigentlich gar nicht so lang, ist's her, dass ich hier davon berichtet hatte, dass ich nichts lesen würde. Ich habe für dieses Jahr einfach das gleiche Ziel wie letztes Jahr, also 12 Bücher zu lesen, und was soll ich sagen... ich bin gut dabei, habe gestern Nacht noch mein 10. Buch dieses Jahr(!) begonnen und das hört sich für mich schon irgendwie nach ziemlich viel an. :D
    Ich kann euch nicht genau sagen, was ausschlaggebend dafür war, dass es dieses Jahr so viel besser läuft als letztes, but here we are. 12 sind dieses Jahr also locker drin, theoretisch könnte ich es sogar schaffen mein Ziel zu verdoppeln. Ich bin wirklich gespannt, wie es Ende diesen Jahres dann aussieht.


    Aktuell lese ich
    Insel von Ragnar Jónasson

    das ist der zweite Teil einer Trilogie. Bisher scheint es eigentlich so, als hätte die eigentliche Story noch gar nicht wirklich begonnen, obwohl ich schon 1/3 drin bin, deswegen würde ich mich hier lieber etwas mehr zu dem Vorgänger äußern, also; Dunkel
    Im Grunde geht es um eine alte (ja, wirklich alt, 64 oder so, lol) Kommissarin, die in Rente gehen soll, was ihr ziemlich schwer fällt, weswegen sie sich als letztes noch fix einem Cold Case widmet, was gar kein richtiger Cold Case ist, weil alle ihn für abgeschlossen halten, und ja, sie rollt ihn also noch mal neu auf und wer mehr wissen will diesbezüglich, muss das Buch halt lesen. Was ich jedenfalls zu dem Buch sagen möchte; hier beginnen Spoiler, ob8!

    Es ist eigentlich gar nicht so spannend, es aber es liest sich richtig gut weg. Jedenfalls werden in dem Buch bereits zwei Fälle der Ermittlerin genannt, wo ich noch dachte, oh, wäre schon interessant mehr darüber zu erfahren und da macht der Autor es jetzt einfach so, er lässt das zweite Buch (Insel, welches ich eben gerade lese) um eben einen der Fälle handeln und I don't know, ich finds genial. Vor allem, weil der erste Teil mit dem Tod der Ermittlerin endet und ja, ich finde das irgendwie sehr erfrischend, dass man sowas mal etwas anders aufzieht. Irgendwie kann ich mich gar nicht richtig äußern. Ich mags jedenfalls, auch wenn es jetzt kein Meisterwerk ist und ich bin einfach gespannt auf den zweiten Teil, deswegen rede ich jetzt gar nicht mehr weiter, sondern lese lieber weiter. ~

  • Zählen wir das, was wie online lesen, dazu? Dann lese ich viel, viel mehr als 12 Bücher im Jahr. xD


    Also dieses Jahr bereits gelesen (PS, ich hasse das 5-Sterne-System von Goodreads >.>)

    - The Priory of the Orange Tree 5/5 ❤

    - Der Aufstieg von Kyoshi & Der Schatten von Kyoshi, 4.5-5/5 ❤

    (Alle drei auf deutsch und englisch)

    - Das Institut 2.5/5, ich meine ist okay, aber ich hab keine Lust mehr auf King, die werden irgendwie alle zu gleich und er hat Tropes, die ich oft nicht mag

    - The Arcadia Project, da bin ich nun bald mit Band 2 fertig. 3.5-4/5

    - Eben Die Götter müssen sterben von einer österreichischen Autorin, auf die ich durch Twitter und stuff gestoßen bin; 3.5/5 bisher für mich. Da werd ich dann später noch was dazu sagen. ^^



    Ich wollte sonst auch mehrere Science-Bücher und so lesen, aber tbh ich bezieh mein Wissen lieber über visuelle Medien, weil ich einfach ein sehr visuell geprägter Mensch bin und mir sowas besser merke und mich besser konzentrieren kann, wenn ich lese und höre.

    Was ich aber dennoch manchmal gerne in dem Bereich lese, ist alles, was sich um Behavioral & Neurobiologie dreht und Social Studies etc.

    Aber naja, ist oft so, dass ich es lieber sehe und höre